Geil Montag Podcast

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By Geil Montag PodcastBusiness
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  • David Jenaro (Your Company): Wie teilt man sich eine Firma?
    Wer gründet, muss normalerweise viele Dinge gleichzeitig angehen: die Wahl der richtigen Rechtsform, die Gewinnung von kompetentem Personal oder das Einholen von Investments. Die Studie Global Entrepreneurship Monitor hat ergeben, dass sich zwar 40% der Deutschen vorstellen können ein Unternehmen zu gründen - nur 6% es aber tatsächlich tun. Wenn es jedoch eine Organisation gäbe, die all die lästige Administration übernehmen würde, könnten sich Gründungsteams voll und ganz auf ihre Produkte konzentrieren – und auf ihre persönliche Potentialentfaltung. Das ist die Idee von Your Company.
    Die große Vision von unserem Gast David Jenaro lässt sich vielleicht am besten als “Company Sharing” bezeichnen. Damit ist eine Firmeninfrastruktur gemeint, mit der jede*r Produkte entwickeln und vermarkten und somit niedrigschwellig gründen kann. Alle Nutzer*innen von Your Company sollen dank der dezentralen Netzwerkstruktur entscheiden können, in welche Ideen sie ihre Mitarbeit stecken und wie viel Zeit oder Geld sie investieren. In Eigenregie formen sie Teams rund um einzelne Ideen, sogenannte Produktpartnerschaften. Alle Stakeholder – egal ob sie Geld oder Arbeit investieren – sollen dabei fair beteiligt sein.
    Wir haben mit David über seinen selbstbestimmten Arbeitsalltag, die Zusammenarbeit in einem europaweit verteilten Team und die vorbildliche Stadtplanung in seiner Heimatstadt Tübingen gesprochen. Er hat uns die große Vision und die komplizierte Realität von Your Company erklärt, die ersten erfolgreich entwickelten Produkte vorgestellt und das Potential von einer vernetzten Organisation aufgezeigt. Außerdem haben wir über die Enteignung von Jeff Bezos fantasiert, die deutsche Bequemlichkeit unter die Lupe genommen und uns gewundert, warum die Große Koalition eine Firmengründung um ein halbes Jahr hinauszögern kann.
    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und müssen diesen Aufwand auch refinanzieren. Wenn Du möchtest, dass wir den Podcast auch zukünftig regelmäßig veröffentlichen, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, einmalig oder monatlich wiederkehrend einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!
    Unseren Gast David findest Du im Netz:
    www.your.company
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    Kristin Fichtner
    1 hr 19 min
  • Jannike Stöhr (Jobtesterin): Wie findet man seinen Traumjob?
    In den Medien ist sie vielfach beschrieben worden: Die Generation Y. Sie legt angeblich mehr Wert auf Freizeit als auf eine steile Karriere, möchte sich im Job verwirklichen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen. Ihr wird zugeschrieben, die Personalverantwortlichen zur Verzweiflung zu bringen und Konzerne zum Umdenken zu bewegen. Vieles an diesen Zuschreibungen ist übertrieben, aber wie so oft gibt es einen wahren Kern. Denn die Generation der nach 1980 geborenen hinterfragt tatsächlich sehr viel ernsthafter den Sinn und Unsinn von Arbeit als noch die Generation ihrer Eltern.
    Jannike Stöhr hat sich zunächst für den klassischen Weg entschieden. Sie war Personalerin bei Volkswagen, hatte einen gut bezahlten Job, Aufstiegsmöglichkeiten und konnte im Ausland arbeiten. Trotzdem war sie zunehmend unzufrieden und entschied sich schließlich zur Kündigung. Weil sie keinen Plan B hatte, testete sie kurzerhand 30 Jobs in einem Jahr und bloggte über ihre Erfahrungen. Daraus ergab sich ihr Traumjob: Coach, Jobtesterin, Speakerin und Bestseller-Autorin - ganz Generation Y eben.
    Jannike hat uns erzählt, wie sie auf die Idee zum Job testen gekommen ist, warum sie gleich nach der ersten Tätigkeit im Kindergarten ziemlich geschafft gewesen ist und welche Tätigkeiten ihr am meisten Spaß gemacht haben. Wir haben uns gefragt, warum wir ausgerechnet in der Arbeit die Selbstverwirklichung suchen und diskutieren die Frage, ob wir dabei nicht zwangsläufig enttäuscht werden. Außerdem beleuchten wir einige spannende Jobprofile, die zukünftig eine große Rolle spielen könnten.
    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und müssen diesen Aufwand auch refinanzieren. Wenn Du möchtest, dass wir den Podcast auch zukünftig regelmäßig veröffentlichen, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, einmalig oder monatlich wiederkehrend einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!
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    www.instagram.com/jajajannike
    www.jannikestoehr.com
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    Kristin Fichtner
    1 hr 15 min
  • Jakob Berndt (Tomorrow): Warum ist euer Girokonto klimaneutral?
    Tomorrow ist das erste digitale UND nachhaltige Konto Deutschlands, vielleicht sogar Europas. 2018 ist das Team in Hamburg gestartet und hat inzwischen mit über 50 Mitarbeiter*innen und 40.000 Kunden*innen beachtliche Erfolge vorzuweisen. Jakob war einer unser ersten Gäste im Podcast und wir haben ihn nun zum zweiten Mal eingeladen, um uns einmal gemeinsam die erreichten Meilensteine, aktuelle Herausforderungen und die großen Pläne für die Zukunft anzuschauen. Dabei wird klar: Tomorrow ist sehr viel mehr als nur eine digitale Bank für’s Smartphone.
    Wir haben mit Jakob die ZDF-Erfolgsserie “Bad Banks” Revue passieren lassen, die Gründe für das Rebranding von Tomorrow diskutiert und die Mechanismen hinter dem CO²-neutralen Girokonto erklärt bekommen. Er hat über die großen internen Veränderungen berichtet, die zwangsläufig eintreten, wenn eine Organisation so schnell wächst wie Tomorrow. Und wir haben einen Ausblick gewagt, welche Produktinnovationen als nächstes aus dem Hut gezaubert werden.
    Soviel darf man vorab verraten: Das Thema nachhaltige Geldanlage wird eine zunehmend große Rolle spielen, aber auch das CO²-Tracking bei uns im Alltag und der Geldtransfer in Peer-2-Peer-Netzwerken (P2P) steht bei Tomorrow auf der Agenda und bietet viel Potential. Unser Geld hat einen großen Hebel, darüber sollten wir uns alle im Klaren sein. Und wie dieser eingesetzt wird, darüber entscheiden wir selbst.
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    www.instagram.com/we.are.tomorrow/
    www.tomorrow.one/de-de/
    Ein Konto bei Tomorrow kannst Du hier eröffnen:
    https://www.tomorrow.one/de-de/?pk_source=affiliate
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    Kristin Fichtner
    1 hr 11 min
  • Susanna Krüger (Save the Children): Wie sieht die NGO der Zukunft aus?
    Kinder gehören zu den größten Verlierern der Corona-Pandemie. Weltweit werden ihre Rechte eingeschränkt, sie können nicht mehr zur Schule gehen, müssen Hunger leiden oder aufgrund der prekären wirtschaftlichen Situation in jungen Jahren arbeiten, um zu überleben. Selbst in reichen Ländern wie Deutschland ist diese Entwicklung klar nachweisbar, durch den Anstieg häuslicher Gewalt etwa oder die Ungerechtigkeiten im Bildungssystem. Hart erkämpfte Erfolge beim Schutz von Kindern stehen nun auf dem Spiel - was können wir dagegen tun?
    Susanna Krüger ist Geschäftsführerin der Kinderrechtsorganisation Save the Children in Deutschland. Sie blickt auf über 12 Jahre Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit zurück, war einige Jahre als Unternehmerin aktiv, hat zuvor in Harvard studiert und ist eine sehr meinungsstarke und beachtete Stimme in der internationalen NGO-Landschaft. Wir haben mit ihr über das Innenleben von Save the Children in Zeiten von Corona gesprochen, über Auswirkungen auf die internationalen Projekte und die zukünftigen Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.
    Susanna hat uns von ihrer Neugier berichtet, die sie nicht nur nach Harvard gebracht, sondern auch dazu beigetragen hat, dass sie in einem kleinen Feldversuch den Berliner Landesverband der FDP kapern wollte - was letztlich kläglich gescheitert ist. Wir haben über den schmalen Grad zwischen Idealismus und Effizienz gesprochen, den Einfluss von neuen Technologien auf die Arbeit von NGOs und über die Frage, was Konzerne von gemeinnützigen Organisationen lernen können.
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    Kristin Fichtner
    1 hr 28 min
  • Christian Vollmann (nebenan.de): Kann ein Soziales Netzwerk wirklich sozial sein?
    Christian Vollmann gehört seit vielen Jahren zur Deutschen Startup-Prominenz. Seit der Jahrtausendwende ist er in der Gründerszene hierzulande in verschiedensten Funktionen aktiv, war seither an mehr als 70 Unternehmensgründungen beteiligt und kann auf viel persönliche Erfahrung als Gründer, Investor und Experte für Online-Geschäftsmodelle zurückgreifen. Mit der Gründung von nebenan.de im Jahr 2014 hat sich sein unternehmerischer Fokus allerdings klar verändert - weg vom schnellen Geld, hin zu sozialem Mehrwert und gesellschaftlicher Verantwortung. Was hat ihn dazu bewogen?
    Wir sprechen mit Christian über seine Leidenschaft als Gründer, einige besonders interessante Stationen in seinem prall gefüllten Lebenslauf und die Entwicklung der deutschen Startup-Landschaft in den letzten Jahren. Wir haben viel gelernt über die Funktionsweisen von Online-Geschäftsmodellen und die Gründe, warum Geschwindigkeit bei der Skalierung für viele Tech-Startups so unglaublich wichtig ist. Außerdem hat Christian von seinem eigenen Sinneswandel berichtet, der ihn dazu bewogen hat, seine Fähigkeiten fortan dem Social Entrepreneurship Gedanken zu widmen.
    nebenan.de ist mittlerweile mit 1.6 Millionen Mitgliedern das größte Nachbarschaftsnetzwerk im deutschsprachigen Raum. Durch Corona ist die lokale Nachbarschaft für viele Menschen wieder sehr viel wichtiger geworden. Ein Trend, von dem das Netzwerk aktuell profitiert. Wie wichtig eine funktionierende Nachbarschaft, soziale Kontakte und gezielte Maßnahmen gegen die Vereinsamung in Großstädten sind, erfährst Du im Podcast. Auch auf das spannende Geschäftsmodell von nebenan.de gehen wir näher ein. Denn es hat einen radikal lokalen Ansatz, verzichtet bewusst auf die Sammlung und Akkumulation von Daten zu Werbezwecken und setzt auf die Mündigkeit seiner Mitglieder.
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    1 hr 25 min
  • Maximilian Schay (my Boo): Warum baut ihr Fahrräder aus Bambus?
    Die meisten Gründer*innen Storys drehen sich aktuell um Tech-Startups, die in hippen Berliner Hinterhöfen residieren, sehr viel Wagniskapital verschleudern und am Ende des Tages “nur” eine weitere x-beliebige App für’s Smartphone programmieren. Wenige Gründer*innen-Teams entwickeln ein richtiges Produkt zum Anfassen, mit Lieferketten, Zulieferern, Rohstoffbeschaffung und eigenem Vertriebsnetz. Zu teuer, zu zeitaufwendig und in Asien gibt es sowieso alles günstiger. Was zum Teufel hat Maximilian Schay also dazu bewogen, im Alter von 20 Jahren Bambus-Fahrräder in Ghana bauen zu lassen?
    my Boo beschäftigt inzwischen ca. 80 Menschen in Ghana und in Deutschland, erwirtschaftet einen Umsatz in Millionenhöhe und finanziert ganz nebenbei auch noch Bildungsprojekte mit beachtlichem Erfolg. Doch nicht nur das Produkt und das Geschäftsmodell sind ziemlich besonders, sondern auch die beiden Gründer. Maximilian und Jonas gründeten my Boo direkt zum Start in ihr Bachelor-Studium, ohne jede Ahnung von Fahrrädern, Lieferketten oder Bambus zu haben.
    Wir sprechen mit Maximilian über seine jugendlichen Unternehmer-Erfolge bei eBay im Alter von 16 Jahren, finden lobende Worte für die Fahrrad-Infrastruktur in Kiel und analysieren die neuesten Geschäftsmodell auf dem boomenden Fahrradmarkt in Deutschland. Maximilian erklärt uns, mit welchen Tricks man überhaupt aus Bambus ein stabiles Hightech-Bike zimmern kann, wie ansonsten die globalen Lieferketten in der Fahrradindustrie aussehen und was sie konkret besser machen als die Konkurrenz. Außerdem diskutieren wir über die schwierige Abwägung bei der Frage, mit welchen Partnern man als nachhaltiges Unternehmen überhaupt zusammenarbeiten darf.
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    www.instagram.com/myboobamboobikes
    www.my-boo.de
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    Robert Strehler
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    Kristin Fichtner
    1 hr 16 min
  • Micha Fritz (Millerntor Gallery & Viva con Agua): Was macht ein Konzeptionsaktivist??
    Viele Unternehmen geben Jahr für Jahr Millionen von Euro aus, um kreativ, hipp und innovativ zu sein. Nur um am Ende festzustellen, dass hinter der bunten Marketing Fassade eigentlich alles so ist wie vorher. Viva con Agua hat weit weniger Budget, aber dafür Micha Fritz. Micha ist der Herr über das kreative Chaos im Viva con Agua Kosmos. Derjenige, der im Schlauchboot von den Festivalbühnen der Republik springt, um in der tosenden Menge auf Pfandbecher-Jagd zu gehen. Immer ein bisschen drüber, aber dafür bis zur Erschöpfung unterwegs für eine Mission: Wasser für alle - Alle für Wasser!
    Viva con Agua (VcA) wurde 2005 in Hamburg St. Pauli gegründet, um möglichst viele Menschen auf der Welt mit sauberem Trinkwasser und einer funktionierenden Sanitärversorgung zu einem selbstbestimmten Leben zu befähigen. Micha war fast von Beginn an dabei und hat die Identität von VcA wesentlich geprägt. Denn der All-Profit-Ansatz sieht vor, dass alle im Netzwerk von der gemeinsamen Arbeit profitieren, dass jede*r ihre/seine Ideen einbringen kann und auf diese Weise gesellschaftliches Engagement auch für junge Menschen attraktiv wird. Micha verkörpert diesen Ansatz wie kein zweiter.
    Wir haben mit ihm über dünnes Eis, warme Socken und den ein oder anderen internen Shitstorm gesprochen, wenn er mal wieder mit einer verrückten Idee um die Ecke gekommen ist. Er hat uns anhand des virtuellen Musikfestivals Stream4Water versucht zu beschreiben, wie aus einer wilden Idee innerhalb von wenigen Tagen oder Stunden ein erfolgreiches Großprojekt wird. Außerdem haben wir viele lustige Anekdoten zu prominenten Künstler*innen erzählt bekommen, die nicht zuletzt Dank Micha inzwischen treue Supporter von Viva con Agua geworden sind.
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    Diese Folge wurde auf dem Viva con Agua Summit 2020 aufgenommen.
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    www.instagram.com/michafritz
    www.millerntorgallery.org
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    1 hr 23 min
  • Helen Fares (Bildungsaktivistin): Haben Prominente eine Vorbildfunktion?
    Die öffentliche Debatte wird zunehmend rauer. Ob nun Verschwörungstheorien rund um Corona oder der Streit um Flüchtlinge, Gender und Sexismus, Klimaschutz - Debatten um viele wichtige Themen eskalieren regelmäßig, besonders im Netz. Schnell geht es nicht mehr um wissenschaftliche Fakten und einen respektvollen Dialog, sondern um zügellosen Hass und Häme. Immer öfter wundert man sich dabei über die Äußerungen von Prominenten. Xavier Naidoo oder Attila Hildmann sind zwei aktuelle Corona-Beispiele und im Deutschrap scheint offen praktizierter Sexismus seit Jahren ein “Kavaliersdelikt” zu sein.
    Helen Fares ist schon lange in der Hip Hop Szene aktiv, arbeitet als Journalistin, Moderatorin und Podcasterin und wurde für ihre Sexismus-Kritik bereits selbst zur Zielscheibe von Schmähungen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was sich beispielsweise Rapper*innen öffentlich erlauben können und was verbal ziemlich daneben ist. Die von ihr entwickelten Guidelines sind aber nicht nur für prominente Künstler*innen hilfreich, sondern sollten sich auch Unternehmen und NGO’s bei ihrer Kommunikationsstrategie zu Herzen nehmen.
    Wir haben mit Helen über eine angemessene Bildsprache beim Fundraising von Hilfsorganisationen gesprochen, über die psychologischen Beweggründe von Verschwörungstheorien und ein bewusstes Aufwachen am Morgen. Helen hat uns erzählt, dass sie selbst nicht gerne zur Schule gegangen ist und warum für sie ein anderer Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Schule oberste Priorität hat. Außerdem haben wir in diesem lebhaften Gespräch viel über Deutschrap gelernt, Tipps und Tricks zum Intervallfasten ausgetauscht und uns gemeinsam über einen Überraschungsgast amüsiert.
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    Diese Folge wurde auf dem Viva con Agua Summit 2020 aufgenommen.
    Unseren Gast Helen findest Du bei Instagram und im Netz:
    www.instagram.com/helen_fares
    www.helenfares.com
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    Jura Germanyuk
    1 hr 22 min
  • Benjamin Adrion (Viva con Agua): Wie steuert man eine dezentrale Organisation?
    Als Benjamin Adrion 2005 mit seinem damaligen Arbeitgeber, dem Fußballverein FC St. Pauli, im Trainingslager auf Kuba war, hatten ca. 1,3 Mrd. Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Im Jahr 2020 hat sich diese Zahl in etwa halbiert. Benny und die von ihm ins Leben gerufene Organisation Viva con Agua (VcA) hat einen kleinen, aber wichtigen Beitrag dazu geleistet. Mit dem All-For-Profit-Prinzip gelingt es VcA auf faszinierende Weise, zehntausende, primär junge Menschen für soziales Engagement zu begeistern und damit viel Geld für Wasser- und Sanitärprojekte weltweit zu sammeln.
    Inzwischen gibt es nicht nur den Verein in St. Pauli, sondern auch eine Stiftung, eine GmbH für den Vertrieb von Flaschenwasser, die Tochtergesellschaft Goldeimer (Klopapier & Komposttoiletten) sowie zahlreiche internationale Ableger und Projekte. Aus Bennys Idee, soziales Engagement mit Spaß, Sport, Kultur und Musik zu verbinden ist ein internationales Netzwerk von tausenden Unterstützer*innen geworden. Die klassische Rollenverteilung von spendablen Gebern im Reichen Norden und den armen Hilfsbedürftigen im globalen Süden will VcA überwinden. Stattdessen sollen alle Beteiligten gleichermaßen für ein gesellschaftliches Miteinander auf Augenhöhe ermächtigt werden.
    Wir haben mit Benny über seine aktuelle Aufgabe in Südafrika gesprochen, wo er mit seinem Team eine weitere VcA-Zelle aufbaut und den anstrengenden Arbeitsalltag in Zoom-Konferenzen debattiert. Er hat uns davon berichtet, wie VcA sich durch Corona ein Stück weit neu erfinden muss, mit welchen Methoden sie das dezentrale und internationale Netzwerk steuern und warum sie neuerdings auch in Eigenregie WASH-Projekte vor Ort umsetzen. Diese Folge ist auch aus New Work Perspektive sehr zu empfehlen.
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    Diese Folge wurde auf dem Viva con Agua Summit 2020 aufgenommen.
    Unseren Gast Benny findest Du bei Instagram und im Netz:
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    www.vivaconagua.org
    TEDx Talk von Benny:
    https://www.youtube.com/watch?v=009AJ_5hPZ4
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    1 hr 10 min
  • Raúl Krauthausen (Sozialhelden e.V.): Warum möchtest Du deine Arbeit überflüssig machen?
    Ob ein Fahrstuhl funktioniert, ein Restaurant barrierefrei ist oder der Film im Kino mit Untertitel gezeigt wird, ist für viele Menschen im Alltag nicht so wichtig. Für andere ist es hingegen tagtäglich eine zentrale Frage, um überhaupt gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. In Deutschland sind wir noch immer weit von einer inklusiven Gesellschaft entfernt, sei es in Bezug auf eine barrierefreie Infrastruktur oder wenn es um einen wertschätzenden Umgang mit behinderten Menschen geht. Was muss sich verändern, damit Barrieren in den Köpfen und im Alltag verschwinden?
    Raúl Krauthausen ist einer der prominentesten Aktivisten für eine inklusive Gesellschaft in Deutschland. Er selbst hat Glasknochen und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Die von ihm mit gegründete Organisation Sozialhelden e.V. hat er seit 2003 zahlreiche innovative Projekte realisiert, um mehr Teilhabe und Barrierefreiheit zu erreichen. Der Verein hat beispielsweise die Wheelmap erfunden, eine digitale Karte, auf der man erkennen kann, ob ein Ort barrierefrei ist oder nicht. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz, als Ashoka Fellow und mit dem Grimme Online Award.
    Wir haben mit Raúl über Sexismus, sprachliche Diskriminierung und Hass im Netz gesprochen. Er hat uns mitgenommen in seine abwechslungsreiche Vita, in der man aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Projekten und Tätigkeiten gut und gerne mal den Überblick verlieren kann. Wir haben über das Für und Wider des Sozialunternehmertums diskutiert und ihn gefragt, ob er sich eher als Aktivist oder als gesellschaftlich engagierter Tech-Nerd betrachtet. Außerdem grübeln wir über die Frage, wie man Menschen auf ein Problem aufmerksam machen kann, von dem sie selbst nicht direkt betroffen sind und ob ein soziales Pflichtjahr für alle das gesellschaftliche Miteinander stärken würde.
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    www.instagram.com/raulkrauthausen
    www.twitter.com/raulde
    www.raul.de
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    1 hr 26 min

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Wir interviewen in unserem Podcast Menschen, denen der Sinn ihrer Arbeit wichtiger ist als das große Geldverdienen. Dabei versuchen wir herauszufinden, was sie antreibt, wer oder was sie inspiriert und warum sie Arbeit für sich ganz anders definieren, als es bisher die gängige Praxis ist.

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