Geil Montag Podcast

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  • Jana Ciernioch (SOS Méditerranée): Glaubst Du noch an Europa?
    Es ist ruhig geworden im Mittelmeer. Das Thema Flucht und Migration ist seit Monaten kaum mehr wahrnehmbar in den Medien, einerseits weil Corona alles überlagert, andererseits weil die zivile Seenotrettung im Mittelmeer durch staatliche Repression kaum mehr möglich ist. Das heißt aber nicht, dass es keine Migration mehr gibt oder sich das Problem wie von Zauberhand gelöst hätte. Der Großbrand im Lager Moria auf Lesbos hat Europa wieder einmal vor Augen geführt, dass es dringend einer Lösung bei der Verteilung von Geflüchteten bedarf. Aber wird die jemals kommen?
    Unser Gast Jana Ciernioch ist politische Referentin bei der zivilen Seenotrettungsorganisation SOS Méditerranée. Seit Jahren setzt sie sich auf dem Wasser und an Land für eine humane Asylpolitik und den Erhalt der Seenotrettung ein. Dabei wird ihr Team nicht nur von rechtsradikalen Gruppierungen wie der Identitären Bewegung angefeindet, sondern auch von staatlichen Akteuren aktiv bekämpft. Die Menschenrechte, auf die sich Europa immer wieder stolz beruft, scheinen an der EU-Außengrenze abrupt ihre Gültigkeit zu verlieren.
    Wir haben Jana gefragt, ob sie am Mittelmeer überhaupt noch Urlaub machen kann, wie sie es schafft, bei der emotionalen Belastung auch mal abzuschalten und wovor sie bei ihrem ersten Rettungseinsatz am meisten Angst hatte. Jana hat uns die verworrene Situation im Mittelmeer erklärt und einen Einblick in ihre vielseitigen Aufgaben gewährt. Außerdem haben wir mit ihr über die Frage diskutiert, ob sie selbst noch an Europa glaubt und warum sie selbst im Bekanntenkreis nicht immer offen über ihren Job spricht.
    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und müssen diesen Aufwand auch refinanzieren. Wenn Du möchtest, dass wir den Podcast auch zukünftig regelmäßig veröffentlichen, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, einmalig oder monatlich wiederkehrend einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!
    Unseren Gast Jana findest Du bei Twitter oder im Netz:
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    SOS Mediterranee
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    Kristin Fichtner
    1 hr 28 min
  • Tijen Onaran (Global Digital Women): Warum ist Diversität wichtig für Unternehmen?
    Frauen in Führungspositionen sind nach wie vor eine seltene Ausnahmeerscheinung in Deutschen Unternehmen und Konzernen, obwohl seit Jahren darüber diskutiert wird. Die Ursachen für die fehlende Diversität in Führungspositionen sind vielfältig. Unflexible Arbeitszeiten, fehlende Netzwerke, hartnäckige Vorurteile und Stereotype - die Liste ließe sich noch fortführen. Dabei lässt sich wissenschaftlich belegen, dass diverse Teams innovationsfreudiger sind und Unternehmen dadurch auch attraktiver für Fachkräfte werden. Warum verläuft der Veränderungsprozess trotzdem so langsam?
    Tijen Onaran hat mit ihrem Unternehmen Global Digital Women ein Netzwerk von mehr als 30.000 Frauen aufgebaut, um sie miteinander in den Austausch zu bringen, Synergien offenzulegen und die Sichtbarkeit der vielfältigen Fähigkeiten zu erhöhen. Sie ist gefragte Speakerin, Bestseller-Autorin und unterstützt Unternehmen dabei, sich für mehr Diversität und Inklusion zu öffnen. Denn diese Themen sind nicht nur gesellschaftlich sehr relevant, sondern haben nachweislich auch positive Auswirkungen auf den betriebswirtschaftlichen Erfolg.
    Wir haben mit Tijen über ihre frühe Karriere als Politikerin gesprochen, den gescheiterten Einzug ins Landesparlament von Baden-Württemberg und die positiven Auswirkungen, die diese gefühlte Niederlage auf ihren weiteren Werdegang hatte. Wir haben gelernt, mit welchen kleinen aber wichtigen Veränderungen mehr Diversität gelingen kann und warum es für viele Frauen oft so schwer ist, sich in einer männerdominierten Wirtschaft durchzusetzen. Außerdem haben wir darüber gesprochen, wie wichtig frühkindliche Impulse sind, um auch Mädchen verstärkt für Tech-Themen zu begeistern.
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    Kristin Fichtner
    1 hr 15 min
  • Jonas Leve (7Mind): Warum sollten wir alle mehr meditieren?
    Raus aus dem Hamsterrad - das wünschen wir uns doch alle. 60% der Deutschen empfinden ihr Leben als stressig. Aber warum fühlen wir uns ständig gestresst im Alltag? Ist es die digitale Beschleunigung, die uns immer erreichbar macht, ständige Ablenkung schafft und uns unterschwellig zu mehr Produktivität verpflichtet? Oder sind wir es selbst, die sich fortwährend unter Druck setzen, um anderen zu gefallen und bloß nichts zu verpassen (#fomo)? Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Aber öfter mal innehalten und auf den eigenen Körper zu hören, würde uns allen sicherlich gut tun.
    Unser Gast Jonas hat mit seinem Co-Founder Manuel das Unternehmen 7Mind gegründet, die erfolgreichste deutsche Meditations-App. Als sie 2014 an den Start gegangen sind, waren Themen wie Achtsamkeit und Mindfulness noch in der Nische. Das hat sich in den letzten Jahren rasant geändert und auch immer mehr Unternehmen verstehen, dass die Gesundheit ihrer Angestellten oberste Priorität haben sollte. Trotz des gestiegenen Bewusstseins entwickeln sich psychische Erkrankungen zunehmend zu Volkskrankheiten. Was lässt sich dagegen tun?
    Wir haben mit Jonas über die Stressfaktoren der modernen Arbeits- und Lebenswelt gesprochen, seinen ganz persönlichen Zugang zu Meditation und Spiritualität sowie über die ungewöhnliche Gründungsgeschichte von 7Mind. Gemeinsam haben wir über die vielseitigen Eigenschaften der Zahl 7 fantasiert, unsere eigenen Stressfaktoren unter die Lupe genommen und Lösungsansätze diskutiert. Außerdem hat Jonas uns die Frage beantwortet, warum seiner Meinung nach ausgerechnet eine App für’s Smartphone dazu führen soll, dass wir endlich mal abschalten.
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    7Mind
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    Kristin Fichtner
    1 hr 25 min
  • Dominic Veken (BrightHouse): Was macht ein Unternehmensphilosoph?
    Dominic Veken ist Werbeprofi und Philosoph - vielleicht für sich genommen schon ein Widerspruch in sich. Aber bei Dominic passen diese beiden Welten sehr gut zusammen, denn er ist Unternehmensphilosoph und beschäftigt sich mit der Frage, welchen Sinn eigentlich große Unternehmen verfolgen und wie sie die Mitarbeitenden und Kunden von der eigenen Mission überzeugen können. Bevor er sich als Berater und Speaker selbstständig gemacht hat und Managing Director der Sinn-Beratung BrightHouse wurde, war er bei der Werbeagentur Kolle Rebbe für Kunden wie Otto, Bionade oder den Wahlkampf Angela Merkels zuständig.
    Wir diskutieren mit Dominic darüber, warum es manchen Unternehmen wie beispielsweise Apple oder Tesla gelingt, die eigene Marke mit einem regelrechten Kult aufzuladen, während andere Unternehmen über ein extrem schlechtes Image verfügen. Ist ein sinnvolles Produkt auch automatisch ein nachhaltiges Produkt und wo zieht Dominic für sich die Grenze bei der Auswahl seiner Beratungsmandate?
    Außerdem sprechen wir mit ihm darüber, ob es verwerflich ist, wenn der Trend zu mehr Purpose eigentlich bei Unternehmen aus der Motivation heraus gefördert wird, um produktiver und rentabler zu werden. Ist Sinnhaftigkeit nur der neueste Trick des Kapitalismus, um uns alle bei der Stange zu halten? Dominic ist aufgrund seiner Erfahrung und seines akademischen Hintergrunds ein spannender Gesprächspartner für diese kontroverse Debatte und wir sind gespannt auf deine Meinung - schick sie uns gerne!
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    Herzlichen Dank auch an unseren Supporter Africa GreenTech. Wenn Du Interesse daran hast, mit einem Investment ab 250 € nicht nur eine solide Rendite zu erzielen, sondern auch die Energiewende in Afrika voran zu bringen, dann erhältst Du unter www.africagreentec.investments alle wichtigen Informationen. Mit dem Gutscheincode “Geilmontag” bekommst Du außerdem einen 5% Nachlass auf deine Fundingsumme. Wir empfehlen dir auch unsere Podcast-Folge mit dem Gründer Torsten Schreiber!
    Risikohinweis: Das hier vorgestellte Crowdinvesting in Africa GreenTech stellt keine Anlageberatung dar. Wir weisen dich ausdrücklich darauf hin, dass ein Investment mit Risiken verbunden ist und von dir vorab gründlich überlegt sein sollte. Im Zweifelsfall kann es zu einem Totalverlust des von dir eingesetzten Kapitals kommen.
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    Dominic Veken
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    Kristin Fichtner
    1 hr 10 min
  • Martin Elwert (Coffee Circle): Hat Oatly seine Seele verkauft?
    Die Firma Oatly aus Schweden hat sich in den letzten Jahren durch kluges Marketing und eine klare Haltung zum Klimawandel zum Liebling von veganen und klimabewussten Kunden gemausert. Die rein pflanzlichen Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn sie sind nicht nur gesund, sondern auch sehr viel umweltfreundlicher als klassische Milchprodukte. Nun sieht sich Oatly einem gewaltigen Shitstorm ausgeliefert, weil bei einer erneuten Finanzierungsrunde das Privat-Equity-Unternehmen Blackstone zu den Investoren zählte. Wir diskutieren darüber, was von den Vorwürfen zu halten ist.
    Für die Diskussion haben wir uns Coffee Circle Gründer Martin Elwert ins Podcast-Studio geholt. Ihn hatten wir bereits bei Geil Montag zu Gast und haben damals auch über die Frage gesprochen, wie sich Social Business Startups bestenfalls finanzieren sollten und welche Widersprüche dabei auszuhalten sind. Außerdem hat Martin kürzlich einen viel beachteten Beitrag bei LinkedIn zum Fall Oatly gepostet, der inzwischen mehr als 100.000 Aufrufe verzeichnet.
    Wir beleuchten die Unternehmensgeschichte, das Geschäftsmodell und die Eigentümerstruktur von Oatly, werfen einen Blick auf den Investor Blackstone und ordnen die größten Kritikpunkte für dich in den Gesamtkontext ein. Die finanziellen Verstrickungen von Blackstone mit fragwürdigen Unternehmen und Branchen sind vielfältig, aber rechtfertigen diese Hintergründe einen Boykott von Oatly? Martin hat dazu eine klare Haltung und wir freuen uns auch auf dein Feedback zur Folge!
    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und betreiben den Aufwand in unserer Freizeit. Wenn Du uns unterstützen möchtest, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, monatlich einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!
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    Coffee Circle
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    Kristin Fichtner
    50 min
  • Waldemar Zeiler (Einhorn): Ist die Welt noch zu retten?
    Wenn Waldemar Zeiler nicht gerade in einem Vagina-Kostüm auf Bühnen rumhüpft und vor zumeist noch männlichen Top-Managern die Zukunft der Arbeit ausruft, dann probiert er Neues aus. Vor der überaus erfolgreichen Gründung der Kondom-Firma Einhorn hatte er bereits sieben Geschäftsideen vorangetrieben. Mit Einhorn gelang nicht nur der Durchbruch, sondern es entstand ein einzigartiges Testfeld, in dem Wirtschaft, Arbeit, Nachhaltigkeit und Aktivismus neu gedacht werden. Transparente Gehälter, keine festen Arbeits- und Urlaubszeiten, ein Unternehmen, das sich selbst gehört. Viel Stoff für einen Podcast.
    Wir fokussieren uns heute im Gespräch auf das neueste Projekt von Waldemar, sein am 12. Oktober erscheinendes Buch “Unfuck the Economy”. Darin ruft er zusammen mit seiner Co-Autorin Katharina Höftmann Ciobotaru dazu auf, dass wir angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel alle gesellschaftlichen Bereiche auf den Prüfstand stellen müssen und zwar schnell! Denn die Krisen unserer Zeit sind vielfältig und hängen alle miteinander zusammen. Phänomene wie politische Radikalisierung, Rassismus, Umweltzerstörungen, soziale Ungleichheiten oder der wirtschaftliche Kollaps ganzer Staaten müssen ganzheitlich betrachtet und bekämpft werden.
    Waldemar versucht mit seinem Buch, einen Einstieg zu gewähren und hoffnungsvolle Alternativen aufzuzeigen. Wir diskutieren mit ihm über Bürger*innen Räte, soziales Unternehmertum und Postwachstum. Waldemar zeigt anhand seiner eigenen Vita auf, welchen mentalen Prozess er selbst durchlebt hat, wie sich seine Sicht auf die Welt dadurch verändert hat und welche Ziele Einhorn inzwischen verfolgt.
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    Herzlichen Dank an unseren Supporter Kushel für die finanzielle Unterstützung der Folge! Die kuschelige Kusheldecke könnt ihr auf Startnext käuflich erwerben, die ersten 50 Käufer*innen erhalten 50% Rabatt: www.startnext.de/kushel-decke
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    Sein Buch “Unfuck the Economy” kannst Du ab dem 12. Oktober kaufen. Am besten auf www.genialokal.de
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    Foto: Waldemar Zeiler
    Grafik: Kristin Fichtner
    1 hr 35 min
  • Jonathan Funke (tip me): Kann ich der Näherin meines T-Shirts ein Trinkgeld geben?
    “Stimmt so!” Im Restaurant ist es eigentlich selbstverständlich, für einen guten Service ein Trinkgeld zu zahlen. Das ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern oft auch dringend nötig, um die nicht gerade üppigen Löhne in der Gastronomie ein bisschen aufzubessern. Viel schwieriger wird es, wenn Produkte weit weg produziert werden, die Lieferketten kompliziert und intransparent sind und die Arbeitsbedingungen um ein Vielfaches schlechter sind als hierzulande. Unser Gast Jonathan hat sich dennoch aufgemacht, die Globalisierung mit einem digitalen Trinkgeld fairer zu gestalten.
    Seit 2018 arbeitet Jonathan mit seinem Team von tip me an der Vision, dass wir alle mit einem einfachen Klick im Onlineshop unseres Vertrauens den Schuster unserer Sneaker in Pakistan oder die Näherin der T-Shirts in Vietnam mit einem Trinkgeld mit bedenken können. 1-2€ sind für uns nicht viel Geld, aber in anderen Ländern verdoppelt sich dadurch schnell der Tageslohn einer Arbeiterin. Wie es schon heute gelingt, dass dein Geld wirklich dort ankommt, wo es hingehört, erfährst Du im Podcast.
    Wir haben mit Jonathan über das “Gründerblut” in seinen Adern gesprochen, das ihn vielleicht dazu veranlasst hat, indirekt im Alter von nur fünf Jahren gemeinsam mit seinem Vater das erste Unternehmen zu gründen - einen gemeinnützigen Radiosender für Kinder. Er hat uns davon berichtet, warum er vor keiner Herausforderung zurückschreckt und wie ausgerechnet die Eröffnung des Skandalunternehmens Primark in Berlin ihn zur Idee eines globalen Trinkgelds brachte. Außerdem haben wir über den Geldtransfer per SMS gesprochen, der aktuell sehr viel mehr Impact erzeugt als die gehypte Blockchain-Technologie und darüber diskutiert, ob wir aktuell das Ende der Globalisierung, wie wir sie kannten (höher-schneller-weiter), erleben.
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    www.instagram.com/tipme.global
    www.tip-me.org
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    Alex Kleis
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    Kristin Fichtner
    1 hr 11 min
  • Stephan A. Jansen (Bildung): Warum sind Kitas wichtiger als Universitäten?
    Ferienende, Schulanfang - und schon geht’s an den Schulen munter weiter mit Maskenpflicht, Überforderung und Quarantäne. Unser Stammgast Prof. Dr. Stephan A. Jansen, seines Zeichens Ex-Uni Präsident und Profi-Schlaumeier, kommt gut erholt aus dem Urlaub geradelt und seziert mit uns die Fehlleistungen der hiesigen Bildungspolitik. Währenddessen arbeitet die Kultusministerkonferenz konsequent an ihrer eigenen Abschaffung. Wir diskutierten mit ihm, wie sich das Deutsche Bildungssystem aus dem selbstverschuldeten Chaos befreien kann und was für eine gelingende Bildung eigentlich benötigt wird.
    Denn nicht erst seit Corona ist klar, dass Bildung hierzulande irgendwo im letzten Jahrhundert stehen geblieben ist. Es ist kein reines Hardware-Problem, wobei es natürlich auch unerlässlich ist, dass die Digitalisierung der Schulen (wie auch die des ganzen Landes) endlich in Höchstgeschwindigkeit vorangetrieben wird. Aber viel wichtiger noch ist sprichwörtlich die Software: eine Weiterentwicklung der Lehr- und Lernmethoden, die zeitgemäße Ausbildung der Lehrenden, Heterarchie statt Hierarchie im Unterricht und die konsequente Abkehr von der stumpfen Wissensvermittlung hin zu mehr Selbstbestimmung und Souveränität des Individuums.
    Wir haben mit Stephan darüber gesprochen, warum wir Bildung in Zeiten von künstlicher Intelligenz überhaupt noch brauchen, in welchen Belangen der Mensch den Maschinen auch zukünftig überlegen sein wird und wo die Unterschiede zwischen Bildung, Information und Wissen liegen. Stephan plädiert für eine neue Rolle der Lehrenden, die sich nicht länger allwissend geben sollten, sondern ihre Rolle vielmehr als professioneller “Sidekick” für ihre Schüler*innen definieren könnten. Außerdem haben wir ein Loblied auf die Institution Volkshochschule gesungen, den Einfluss von Gamification auf das Lernen erörtert und das Ende der Benotung ausgerufen. Das neue Schuljahr kann beginnen.
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    Kristin Fichtner
    2 hr 44 min
  • Torsten Schreiber (Africa GreenTec): Wie gelingt die Energiewende in Afrika?
    Bereits 2030 werden voraussichtlich eine Milliarde Menschen mehr in Afrika leben als heute. Das rasante Bevölkerungswachstum zieht natürlich auch eine sehr viel höhere Nachfrage nach Energie nach sich, zumal auch heute noch viele Teile Afrikas ohne Strom auskommen müssen. Besonders auf dem Land ist damit jegliche Aussicht auf wirtschaftliche Entwicklung hinfällig und den Menschen bleibt nur die Flucht in die Slums großer Städte oder nach Europa. Der Kampf gegen die Armut kann nur erfolgreich sein, wenn eine schnelle und möglichst klimaschonende Elektrifizierung gelingt.
    Torsten Schreiber und seine Frau Aida arbeiten mit ihrem Team an der dezentralen Energiewende für Afrika. Mit mobilen Solarkraftwerken, den sogenannten “Solartainern”, bringen sie grünen und günstigen Strom in die entlegensten Dörfer Afrikas und sorgen dort für einen wirtschaftlichen Aufschwung, der vorher undenkbar schien. Das modulare System liefert nicht nur saubere Energie, sondern kann auch mit Kühleinheiten, Wasseraufbereitung und Internetversorgung ergänzt werden. In den nächsten Jahren soll auf diese Weise Hunderttausenden Menschen der Weg aus der Armut ermöglicht werden.
    Wir haben mit Torsten über die innovative Technologie und das sozialunternehmerische Geschäftsmodell von Africa GreenTec gesprochen, das Afrikaner*innen nicht als hilfsbedürftige Opfer betrachtet, sondern als gleichberechtigte Kunden sieht. Er hat uns erzählt, wie ihn die Geburt seiner Tochter zum Klimaaktivisten werden ließ, warum er ohne jegliches Vorwissen zum Solarunternehmer wurde und wieso es sinnvoll sein kann, Korruption differenziert zu betrachten. Außerdem sind wir auf die Crowdfinanzierung von Africa GreenTec zu sprechen gekommen und haben gelernt, mit welchen Technologien bislang wenig entwickelten Ländern der Anschluss an die Industrienationen gelingen kann.
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    Genauso herzlich bedanken wir uns bei unserem Partner Soulbottles für das Sponsoring dieser Folge! Mit dem Rabattcode “Geilmontag” erhältst Du auf www.soulbottles.de einen Preisnachlass von 15% auf deine plastikfreie und nachhaltige Trinkflasche.
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    Wenn Du dich für ein Investment in Africa GreenTec interessierst, findest Du hier alle wichtigen Infos:
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    Africa GreenTec
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    Kristin Fichtner
    1 hr 56 min
  • Julia Seeliger (Klara Grün): Warum hat Putzen so ein schlechtes Image?
    Wer putzt schon gerne? Die meisten von uns verbinden mit dem Hausputz eine lästige Pflicht, die entweder so lange wie möglich hinaus gezögert oder am besten gleich ganz in andere Hände gegeben wird. Im Jahr 2018 waren mehr als 670.000 Menschen in der Gebäudereinigungsbranche beschäftigt, mehr als in keinem anderen Handwerk hierzulande. Die Arbeitsbedingungen sind oft unterirdisch, die Beschäftigten sind quasi unsichtbar und in privaten Haushalten sind ca. 90% der Putzkräfte schwarz engagiert. Hinzu kommen Unmengen an chemischen Reinigungsmitteln, die für Mensch und Umwelt sehr schädlich sind.
    Julia Seeliger möchte mit ihrer Co-Gründerin Luise Zaluski das Putzen vom schlechten Image befreien, endlich faire und gute Arbeitsbedingungen in der Branche schaffen und ökologische Reinigungsmittel aus eigener Produktion unter die Leute bringen. Mit Klara Grün haben sie innerhalb von nur 18 Monaten ein Unternehmen mit 32 Angestellten aufgebaut und sind bereits fast in den schwarzen Zahlen. Auch wenn die Corona-Pandemie die ambitionierten Pläne etwas ins Stocken gebracht hat, so ist davon auszugehen, dass bald wieder Fahrt aufgenommen wird. Denn die Missstände, die es zu beseitigen gilt, sind riesig.
    Wir haben mit Julia über ihr ganz persönliches Verhältnis zum Putzen gesprochen, über die Anfänge ihrer Karriere in der Werbebranche und die zunehmende Sehnsucht nach einer sinnvollen Tätigkeit. Julia hat uns von ihrer einjährigen Auszeit auf Reisen berichtet und wie ihr danach der Einstieg in die Social Business Welt bei Original Unverpackt gelungen ist. Außerdem haben wir gelernt, wie einfach und günstig es ist, wenn man seine Reinigungsmittel selbst herstellt und darüber diskutiert, was passieren muss, damit Raumpfleger*in ein angesehener Beruf wird.
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    Martin Gommel
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    1 hr 28 min

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Wir interviewen in unserem Podcast Menschen, denen der Sinn ihrer Arbeit wichtiger ist als das große Geldverdienen. Dabei versuchen wir herauszufinden, was sie antreibt, wer oder was sie inspiriert und warum sie Arbeit für sich ganz anders definieren, als es bisher die gängige Praxis ist.

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