Geil Montag Podcast

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  • Simon Böhnlein (GoodBuy): Wie gründet man als Angestellter ein Unternehmen?
    Entrepreneure gehen ein hohes Risiko ein, wenn sie ein Unternehmen gründen. Sie müssen viele verschiedene Kompetenzen mitbringen, um einen Businessplan aufzustellen, ein wettbewerbsfähiges Produkt auf den Markt zu bringen und die ersten Kunden zu gewinnen. Das hält viele davon ab, ihren Traum zu verwirklichen und ihre Ideen in die unternehmerische Tat umzusetzen. Aber es gibt einen Mittelweg, der die schöpferische Freiheit des Unternehmertums mit der Sicherheit eines Angestellten verbindet. Intrapreneure sind Unternehmerpersönlichkeiten, die aus einer bestehenden Organisation heraus gründen.
    Unser Gast Simon ist ein sehr gutes Beispiel für diese Art des Gründens. Er ist nach seinem Studium als Praktikant zu GoodJobs gekommen und hat nach nur zwei Jahren das Unternehmen GoodBuy ausgegründet. Mit finanzieller, kreativer und fachlicher Unterstützung aus dem Schwesterunternehmen ließ sich das Projekt sehr viel schneller realisieren, als wenn er es als klassischer Entrepreneur alleine angegangen wäre. Und umgekehrt profitiert nun auch die bestehende Organisation von Simons Erfolg.
    Vor kurzem war Simon bereits zu Gast in Europas erfolgreichstem Podcast Gemischtes Hack. Wir haben Simon gefragt, wie es sich nun anfühlt, prominent zu sein, ob er inzwischen auf der Straße erkannt wird und warum es so wichtig ist, Soziales Unternehmertum der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Er hat uns erläutert, wie er nachhaltigen Konsum aus der Nische holen möchte, warum auch öko-soziales Einkaufen nicht immer die beste Lösung ist und wieso er nebenbei ein Kartenspiel erfunden hat.
    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und müssen diesen Aufwand auch refinanzieren. Wenn Du möchtest, dass wir den Podcast auch zukünftig regelmäßig veröffentlichen, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, einmalig oder monatlich wiederkehrend einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!
    Unseren Gast Simon findest Du bei Instagram und im Netz:
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    www.goodbuy.eu
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    1 hr 15 min
  • Heinrich Strößenreuther (German Zero): Lässt sich der Klimawandel per Gesetz stoppen?
    Heinrich Strößenreuther ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Umweltaktivisten in Deutschland. Seit Jahren kämpft er mit viel persönlichem Einsatz für mehr Klimaschutz, lebenswerte Städte und sichere Radwege. Die Medien titulieren in regelmäßig als “Autoschreck” oder “Aktivist in Nadelstreifen”, denn Heinrichs Arbeit ist nicht nur überaus wirksam, sondern unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht auch von der anderer Organisationen. Als Wirtschaftsinformatiker, langjähriger Umweltmanager bei der Deutschen Bahn und selbstständiger Berater ist sein wirksamstes Werkzeug die Excel-Liste.
    Heinrichs neuestes Projekt ist auch sein bislang größtes: Als Mitgründer und Initiator von German Zero möchte er Deutschland bis 2030 klimaneutral machen. Was heute als naive Utopie, als Ding der Unmöglichkeit gilt, möchte er mit einem Netzwerk von Wissenschaftler*innen, Experten aus der Wirtschaft, Politiker*innen, Bürger*innen und Prominenten schaffen. Die Grundlage bildet ein gemeinsam erarbeiteter Klimaplan, der 2022 pünktlich zur Bundestagswahl dem Parlament vorliegen soll und mit dessen Beschluss Deutschland die Selbstverpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen doch noch einhalten kann.
    Wir haben mit Heinrich über sein Leben und die Leidenschaft für die Umwelt gesprochen und haben am Beispiel der Lokführer gelernt, wie minimale Verhaltensänderungen des Einzelnen in der Summe riesige, positive Auswirkungen haben können. Heinrich hat uns die Entstehung des “Volksentscheids Fahrrad” in Berlin erläutert und erklärt, wie daraus das erste Mobilitätsgesetz in Deutschland wurde, das nun bundesweit als Blaupause für nachhaltige, urbane Mobilität gilt. Außerdem haben wir beeindruckt festgestellt, was man mit Excel alles bewegen kann (wenn man es beherrscht) und dass die Zukunft dieses Landes in den Händen von uns allen liegt.
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    1 hr 36 min
  • Matthias Scheffelmeier (Ashoka): Was zeichnet ein echtes Sozialunternehmen aus?
    Dass sich der Kapitalismus verändern muss, darin sind sich schnell alle einig. Zumindest wenn man den regelmäßigen Lippenbekenntnissen aus der Beletage von Wirtschaft und Politik Glauben schenken kann. Aber bei der Frage, wie wir unser Wirtschaftssystem ganz konkret verändern können, damit es nicht fortlaufend gewaltige soziale und ökologische Kollateralschäden verursacht, wird lamentiert und gezaudert. Social Entrepreneurship hat weltweit bereits den Beweis erbracht, dass sich Unternehmertum auch gemeinwohlorientiert denken lässt. Warum fristet es dennoch ein Nischendasein?
    Matthias Scheffelmeier ist seit zehn Jahren bei Ashoka tätig, dem weltgrößten Förderer von Sozialen Unternehmer*innen. Die Stiftung möchte das kreative Potenzial, die Leidenschaft und den Ehrgeiz von Gründerinnen und Gründern in eine andere Richtung lenken - weg vom Gedanken an den millionenschweren Exit und einen flotten Sportwagen (zugegeben sehr spitz formuliert), hin zu gesellschaftlicher Innovation und sozial-ökologischem Nutzen für alle. Die Dynamik des Kapitalismus kann gewaltige Veränderungen in Gang setzen, vorausgesetzt, das richtige Ziel wird in den Blick genommen.
    Wir haben mit Matthias über die verschiedenen Facetten von Social Entrepreneurship gesprochen, über bahnbrechende Ideen aus dem Ashoka-Netzwerk und die strengen Auswahlkriterien, denen man gerecht werden muss, um in den erlesenen Kreis der “Fellows” aufgenommen zu werden. Gemeinsam haben wir uns gefragt, wie der Social Business Gedanke einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte und ob die aktuelle Krise Fluch oder Segen bedeutet. Schlussendlich haben wir unser eigenes unternehmerisches Tun hinterfragt und dabei festgestellt, dass auch bei uns noch etwas Luft nach oben ist. Inspiration von einigen tollen sozial unternehmerischen Geschäftsideen hat uns das Gespräch mit Matthias geliefert.
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    1 hr 25 min
  • Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 5): Retten wir die Alten - aber nicht das Alte!
    Lange angekündigt, noch länger debattiert, jetzt ist sie endlich da: die Maskenpflicht! Wir halten uns natürlich wie immer an alle Auflagen und nehmen unseren Podcast nur noch mit Maske auf. Das erfordert in der Konsequenz beim Zuhörenden besondere Aufmerksamkeit, um bei all dem Genuschel überhaupt noch etwas zu verstehen. Denn so ehrlich sind wir auch: Unser Stammgast und Marathon-Redner Stephan A. Jansen spricht gewohnheitsbedingt weiterhin so schnell wie immer, denn es gibt viel zu diskutieren.
    Wir läuten das Staffelfinale von unserer kleinen Mini-Reihe “Hohes C - Corona Spezial” ein. Für den Moment scheint alles gesagt, eine Neuauflage wird es dann vielleicht pünktlich zur zweiten Pandemie-Welle im Herbst geben. Wir lassen in dieser Folge die vergangenen Wochen Revue passieren und blicken auf die behandelten Themen und unsere eigene Gefühlslage zurück: Hackathon, Green New Deal, fehlerhafte Corona-Statistiken, die Frage nach einem neuen Kapitalismus und der Verhältnismäßigkeit des Shutdowns, der Status Quo in unserem Gesundheits- und Bildungssystem und die Ungewissheit, wie es morgen weitergeht.
    Außerdem zaubern wir ein paar Überraschungsgäste aus dem Hut, zum Beispiel die Asien-Grippe von 1957 oder die Hongkong-Grippe (auch Mao-Grippe genannt) aus dem Jahr 1968. Warum das Ganze? Weil auch damals in Deutschland jeweils mehr als 30.000 Menschen starben und das öffentliche Leben still stand, sich aber niemand in Wissenschaft und Medien daran zu erinnern scheint. Zu guter Letzt blicken wir naturgemäß nach vorne und in eine Zukunft, in der es vielleicht schon bald ein Bedingungsloses Grundeinkommen gibt. Davon würden besonders gesellschaftlich benachteiligte Menschen profitieren, die auch in dieser Krise die größten Lasten zu tragen haben.
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    Petition zum Bedingungslosen Grundeinkommen im Bundestag:
    www.mensch-in-germany.org
    Volksbegehren zum Grundeinkommen in Berlin:
    www.expedition-grundeinkommen.de
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    1 hr 26 min
  • Aileen Moeck (Die Zukunftsbauer): Wie bekommt man Lust auf die Zukunft?
    Den Deutschen sagt man oft nach, dass sie ein Volk von Pessimisten und Nörglern sind. Es wird immer nur das Negative gesehen, die Zukunft sieht düster aus und früher war sowieso alles besser. Es ist zwar nur ein Klischee, aber wie so oft, hat diese Übertreibung einen wahren Kern. Studien und Umfragen belegen regelmäßig, dass eine Mehrheit der Menschen hierzulande pessimistisch in die Zukunft blicken, trotz unseres Wohlstandes und der sehr guten sozialen Absicherung. Doch warum ist das so und was hat unser Bildungssystem damit zu tun?
    Aileen Moeck ist Zukunftsforscherin und hat mit ihrem Co-Gründer Jens Konrad 2018 Die Zukunftsbauer ins Leben gerufen. Die Mission: Unsere Mitmenschen, primär Schüler*innen und Azubis, zu aktiven Zukunftsgestalter*innen zu machen, damit wir alle gleichermaßen eigene visionäre und progressive Ideen in die Welt tragen. Denn unser Bildungswesen ist strukturell und inhaltlich zumeist im Industriezeitalter stehengeblieben. Dabei benötigen wir statt stumpfer Wissensvermittlung vielmehr die Fähigkeit, souverän mit unserem Nichtwissen umzugehen. Nur wenn unsere Neugier auf das Neue geweckt und aufrechterhalten wird, können wir die stetige Transformation unserer Lebenswelten meistern und positiv mitgestalten.
    Wir haben Aileen gefragt, ob sich ihr persönliches Zukunftsbild in den letzten Wochen durch die Corona-Krise verändert hat, wie das Home Schooling von vielen Millionen Kindern und Jugendlichen in der Praxis funktioniert und ob sie dieser Ausnahmesituation auch etwas Positives abgewinnen kann. Aileen hat uns erzählt, dass ihr Masterstudium die Welt für sie auf den Kopf gestellt hat, wie sie seither viel systematischer in Zusammenhängen denkt und warum ein positives Zukunftsbild das persönliche Wohlbefinden verbessert. Außerdem haben wir einiges über die Missstände im Deutschen Bildungswesen gelernt und die Frage diskutiert, welche Rolle die junge Generation in einer alternden Gesellschaft spielt.
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    www.aileenmoeck.com
    www.diezukunftsbauer.com
    www.instagram.com/aileenausberlin
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    1 hr 36 min
  • Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 4): Rollende Krankenhäuser und schwimmende Klassenzimmer
    Jetzt ist es amtlich: Corona-Fürst und Möchtegern-Kanzler Markus Söder musste mit Tränen in den Augen das diesjährige Oktoberfest absagen, zumindest geht er aktuell stark von einer Absage aus. Das zeigt die ganze Dramatik von Corona. Bayern ohne Oktoberfest, das schien bisher undenkbar. Undenkbar schien bis vor kurzem auch, dass es eine Wiederauferstehung der Abwrackprämie gibt. Aber angesichts von Werksschließungen, abgerissenen Lieferketten und ausbleibender Nachfrage müssen wohl schwere Geschütze aufgefahren werden, um das Tafelsilber der Deutschen Wirtschaft, die Autoindustrie, notdürftig ins gerade erst begonnene Jahrzehnt zu retten. Am Ende wird es wahrscheinlich vergebens sein.
    Wir stellen generell fest, dass inzwischen jeder gerettet wird oder zumindest gerettet werden möchte. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis den Passagieren auf der Titanic klar wird: die Rettungsboote reichen nicht für alle. Wird auch die Politik bald das gefürchtete “Triage-Verfahren” für Unternehmen, Kultureinrichtungen, Veranstalter und ganze Branchen einführen müssen? Nur wer eine realistische Chance auf Heilung hat, wird überhaupt noch an das Beatmungsgerät - sprich die staatliche Notenpresse - angeschlossen und mit Liquidität versorgt?
    Außerdem blicken wir hinter die Kulissen der Zahlenpyramiden und stellen dabei fest, dass viele Mediziner und Virologen in “Grundkurs Statistik I” nicht aufgepasst haben. Die Schreckenszahlen über Tote und Infizierte, die tagtäglich in unsere Wohnzimmer flimmern, sind nicht nur sehr ungenau, sondern oft auch falsch und international nicht vergleichbar. Was hingegen vergleichbar ist, sind die Arbeitslosenzahlen. Allein in den USA sind innerhalb von vier Wochen 22 Mio (!) Menschen arbeitslos geworden. Die Kollateralschäden werden wohl schon bald die Bilder in den Nachrichtensendungen bestimmen.
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    www.stephanjansen.org
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    1 hr 42 min
  • Julia Kloiber (Ashoka & Superrr Lab): Wie können wir unsere Daten für’s Gemeinwohl nutzen?
    “Daten sind das neue Öl” - so lautet die gemeinhin verwendete Begründung für den Erfolg der GAFA-Ökonomie (Google, Apple, Facebook, Amazon). Dieser Vergleich ist sehr eindimensional und in vielerlei Hinsicht auch nicht zutreffend. Aber dass eine intelligente Nutzung von Daten eine sehr große Bedeutung hat im digitalen Zeitalter, steht außer Frage. Bisher haben davon in erster Linie private Unternehmen profitiert und gigantische Gewinne erwirtschaftet. Wie aber lassen sich Daten für das Gemeinwohl nutzen und welche Rolle spielt dabei der Datenschutz?
    Julia Kloiber beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit den Schnittstellen zwischen Technologie und Gesellschaft. Sie hat zahlreiche Unternehmen und Projekte begleitet oder selbst gegründet und ist aktuell für Ashoka Deutschland tätig. Wir haben mit ihr die Frage diskutiert, warum eine digitale Zivilgesellschaft systemrelevant ist, welche Vorteile Open Source Software bietet und warum wir dringend eine digitale Aufklärung brauchen. Julia hat uns viele inspirierende Praxisbeispiele für eine offene und partizipative Softwareentwicklung erläutert und einen Ausblick zu den gesellschaftlichen Potenzialen gegeben.
    Außerdem haben wir gelernt, welchen Datenschatz öffentliche Institutionen wie Stadtverwaltungen, Krankenhäuser, Universitäten Entsorgungs- oder Verkehrsbetriebe in ihren Aktenordnern horten und wie diese Daten zukünftig transparent dem Gemeinwohl dienen könnten. Natürlich gehen wir auch auf die möglichen Schattenseiten von Technologie ein, die sich aktuell zum Beispiel beim Thema Massenüberwachung in China zeigen. Im Outro wirst Du zudem Zeuge eines leidenschaftlichen Streitgesprächs zwischen Paul und Lasse über Corona-App und Mundschutz-Pflicht, wir sind gespannt auf deine Meinung.
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    www.juliakloiber.com
    www.twitter.com/j_kloiber
    Eine Auswahl an Projekten von Julia:
    www.okfn.de
    www.codefor.de
    www.prototypefund.de
    www.superrr.net/lab
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    1 hr 38 min
  • Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 3): Feiern wir an Ostern unsere Wiederauferstehung?
    Die Abkürzung “B.C.” stand bisher in der Chronologie der Weltgeschichte für “Before Christ” - vor Christi Geburt. In der aktuellen Lage wird “B.C.” auch als Synonym für “Before Corona” verwendet. Nun steht also das Osterfest vor der Tür und die ganze Nation fragt sich, ob wir in diesem Jahr nicht nur die Wiederauferstehung von Jesus Christus feiern können, sondern auch unsere eigene Reinkarnation. Die traditionelle Eiersuche steht auf der Kippe, der Urlaub auf Mallorca ist abgesagt und selbst der Osterhase trägt Mundschutz. Da hilft nur Fahrrad fahren und Podcast hören - schöne Bescherung.
    Unser Stammgast Prof. Stephan A. Jansen hat derweil die ersten Erfahrungen mit der virtuellen Lehre gemacht und stellt fest: ist ja eigentlich alles so geil wie offline, aber nur wenn man gut vorbereitet ist. Wir stellen hingegen fest, dass die bisher recht positive Stimmung erste kleine Risse bekommt, die Nerven werden dünner und die Wirtschaftskrise am Horizont wird für viele realer. Auf den Titelseiten und in den Talkshows verdrängen die Ökonomen langsam die Virologen von ihrer Pole-Position der öffentlichen Deutungshoheit und es gab noch nie so schnell so viel Geld wie jetzt.
    Sind die Staatshilfen und Notprogramme positiv zu bewerten? Kommt darauf an, wie sie konzipiert sind. Wir diskutieren über Helikoptergeld, den Green New Deal, Corona-Bonds und die New Money Theorie. Kleiner Spoiler: Wer auf die wundersame Wiederauferstehung der Sparzinsen gewartet hat, der wird sich jetzt eingestehen müssen: Die Zinsen kommen nie mehr wieder. Unser Geldsystem steht vor einem radikalen Paradigmenwechsel. Die Sympathisanten einer Postwachstumsökonomie reiben sich bereits die Hände. Aber wie immer gilt: Wer zuletzt lacht, lacht zuletzt.
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    1 hr 11 min
  • Christina Wille (Loveco): Ist nachhaltige Mode weniger krisenanfällig?
    Die Mode-Branche steht seit Jahren in der Kritik, weil der praktizierte “Fast-Fashion” Ansatz große soziale und ökologische Probleme mit sich bringt. In Zeiten von Corona stehen viele Unternehmen vor dem Aus, weil nicht nur die komplexen Lieferketten zusammenbrechen, sondern auch die Läden wochenlang geschlossen werden müssen und durch den harten Preiskampf kaum finanzielle Rücklagen zur Verfügung stehen. Aber sind nachhaltige Modelabels und Retailer widerstandsfähiger in einer solchen Ausnahmesituation und könnte Corona vielleicht sogar in der gesamten Branche ein Umdenken bewirken?
    Christina Wille hat 2014 Loveco gegründet, ein Shopkonzept, das sehr konsequent auf ökologische, faire und vegane Mode setzt. Das gesamte Sortiment ist nicht nur nachhaltig, sondern muss auch in punkto Style und Qualität den Vergleich mit konventioneller Kleidung nicht scheuen. Im Gegenteil: Oft ist die nachhaltige Alternative bereits besser. Neben den drei stationären Läden verfügt Loveco auch über einen Onlineshop, dem nun zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen plötzlich eine wichtige Bedeutung zukommt.
    Wir haben mit Christina über Ladenschließungen, Kurzarbeit, veränderte Kaufgewohnheiten und eine drohende Insolvenzwelle im Einzelhandel gesprochen. Sie hat uns die Geldströme und die Abhängigkeit von den saisonalen Verkaufszyklen in der Branche erklärt, die viele Modehändler und Labels nun vor riesige Probleme stellt. Außerdem haben wir die Frage diskutiert, ob eine erhöhte Nachfrage nach nachhaltiger Mode überhaupt gedeckt werden könnte und an welchen Stellen entlang der Wertschöpfungskette die größten Herausforderungen zu lösen sind. Wenn Du mit dem Gedanken spielst, selbst eines Tages ein Geschäft zu eröffnen, hat Christina ein paar hilfreiche Tipps für den Start.
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    www.instagram.com/loveco.shop
    www.loveco-shop.de
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    1 hr 24 min
  • Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 2): Freunde, Fußball und Finanzen - wann geht’s wieder los?
    Nach zwei Wochen Shutdown ist die Stimmung in unserer Corona-WG mit Prof. Jansen noch erstaunlich gut und ausgeglichen, man kann fast sagen: gelöst. Denn wir lösen uns alle langsam von liebgewonnenen Ritualen - Samstag Bundesliga, Montag ab ins Büro und die Kinder in die Kita, Sonntagnachmittag ins Berghain. Geht jetzt alles nicht mehr und wir stellen fest, dass es uns erstaunlich gut damit geht. Gleichzeitig dämmert uns aber auch, dass wir sehr zeitnah als Gesellschaft einen Plan B benötigen, um das Wirtschafts- und Finanzsystem nicht vollends zum Einsturz zu bringen. Was also tun?
    Wir diskutieren die Unterschiede in den internationalen Corona-Statistiken und weiten den Blick, um besser zu verstehen, worum einzelne Länder besonders schwer getroffen werden. Dabei stellen wir fest, dass die Deutungshoheit der Virologen langsam zu bröckeln beginnt und der kritische Diskurs über das Virus und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie an Fahrt aufnimmt.
    Außerdem sprechen wir über die Rolle der Medien, den Systemwettbewerb zwischen Demokratie und Autokratie (Westen vs. China) beim Kampf gegen das Virus, das Bedingungslose Grundeinkommen als Lösungsansatz in der Krise und die Frage der Generationengerechtigkeit. Angesichts der horrenden Kosten zur Beilegung des Shutdowns steht ein gewaltiger ungelöster Konflikt zwischen den Generationen vor der Tür. Trotzdem gehen wir optimistisch, motiviert und mit guter Laune aus dem Gespräch, versprochen!
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    2 hr 12 min

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Wir interviewen in unserem Podcast Menschen, denen der Sinn ihrer Arbeit wichtiger ist als das große Geldverdienen. Dabei versuchen wir herauszufinden, was sie antreibt, wer oder was sie inspiriert und warum sie Arbeit für sich ganz anders definieren, als es bisher die gängige Praxis ist.

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