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Den Satz hat bestimmt jeder schonmal gehört: “Und dann fiel bei mir der Groschen”
Diese Redewendung wird immer dann verwendet, wenn man etwas nach langer Überlegung verstanden hat.
Woher diese Redewendung stammt verrate ich Dir in dieser Podcastfolge.
Die Redensart geht auf die Zeit der Mark zurück, in der Groschen als Zahlungsmittel eingesetzt wurden. Als Groschen wurde ein Zehn-Pfennig-Stück bezeichnet. Abgeschafft wurden diese Münzen in Deutschland mit der Einführung des Euros. Dennoch hielt sich die Bezeichnung “Groschen” auch nach der Euro Umstellung noch eine Zeit lang.
Groschen waren eine Standardmünze zum Bezahlen an Automaten. Kaugummi- und Parkautomaten sind ein gutes Beispiel dafür. Öffentliche Münztelefone haben viele Groschen in sich hineinfallen lassen.
Das Prinzip ist immer: Es muss zuerst der Groschen fallen, danach wird die gekaufte Ware oder Leistung freigegeben. Je nach Automaten dauert das auch mal eine gewisse Zeit.
Man kann also sagen, nach reiflicher Kaufüberlegung wurde der Groschen in den Automaten gesteckt. Dieser fiel dann hinein und die Ware oder Leistung wurde vom Automaten freigegeben.
Andererseits kann auch die Zeit, die der Automat braucht, um die eingeworfene Münze zu erkennen und die Ware bzw. Leistung freizugeben, Auslöser für die Redewendung sein.
Auf jeden Fall gilt, der Groschen muss fallen, sonst passiert gar nichts.
Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.
Wieder so eine Redewendung, die mir diesmal beim Lesen eines Buches aufgefallen ist.
In der Buchgeschichte ging es darum, dass ein Bewohner eines Dorfes bei einem anderen Bewohner Schulden gemacht hatte und diese nun begleichen wollte. Und so ging er zu ihm hin und sagte: “ich bin gekommen, um mich mal ehrlich zu machen”.
Das Geld mit Ehrlichkeit zusammenhängt bzw. Zusammen hänge sollte ist für mich ein ganz wichtiger Punkt. Denn Handel und Wirtschaft basieren auf Vertrauen. Der ehrbare Kaufmann, die vertrauenswürdige Kassiererin, der anständige Handwerker.
Wir müssen uns bewusst machen, dass unser Umgang mit Geld von Ehrlichkeit, Anstand und Vertrauen geprägt sein muss, damit uns andere Menschen in Geldangelegenheiten gleichbehandeln. Und wenn wir Schulden haben, dann haben wir die Verantwortung, uns selbst von diesen Schulden zu befreien und sie dem Gläubiger zurück zu bezahlen. Der Gläubiger sollte uns daran nicht erinnern müssen.
Deshalb finde ich diese Formulierung, sich ehrlich zu machen, auch sehr treffend. Ich habe für mich entschieden, die Redewendung zu benutzen und damit andere Menschen für einen ehrlichen Umgang mit Geld und mit Einander zu sensibilisieren.
Wenn du magst, dann helfe dabei, eine geldbewusste Gesellschaft zu etablieren.
Übrigens kann die Formulierung “Ich wollte mich mal ehrlich machen” auch bedeuten, eine in Anspruch genommene Leistung zu bezahlen oder wieder auszugleichen.
Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?
Regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es immer noch. Hat das wirklich gute Gründe? Ist das noch zeitgemäß.
Es geht um Emotionen und Gefühle. Geld ist ein Maßstab. Menschen bewerten danach, wieviel sie wert sind. Und wenn für gleiche Arbeit jemand mehr Geld bekommt, dann kann sich das ungerecht anfühlen. Dann kann man darüber traurig sein, vielleicht auch enttäuscht oder sogar wütend.
Doch entscheidend ist, was man aus dem Gefühl macht. Ergibt man sich der Situation, kämpft gegen die Situation an oder versucht die Historie und Gründe zu verstehen und die Möglichkeiten zu erkennen.
Kurzum: Liebe oder Kampf? Chance oder Sackgasse? Startpunkt oder Endstation?
Die Politik und auch die Wissenschaft sind hier im ständigen Austausch, es wird über Für und Wider diskutiert, über Frauenquote, Mindestlohn, Ost-West-Gefälle, Gleichbehandlung.
Ich habe für mich entschieden, mich eigenverantwortlich um meine finanzielle Situation zu kümmern und durch Spenden wohltätige Zwecke zu unterstützen, Zwecke die beispielsweise Ungleichheit versuchen wieder auszugleichen, die helfen, wo Menschen ohne Hilfe Hunger leiden, wo es um medizinische Versorgung geht, um zu überleben. Das ist meine Entscheidung und mein Beitrag.
Nutze gerne diese Woche um über deine Entscheidung und deinen Beitrag zu reflektieren.
Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.
Goldverbot. Das klingt erstmal irritierend.
Wie kann jemand verbieten, Gold zu besitzen? Doch in der Geschichte gab es das bereits und auch in der Zukunft kann es passieren, dass Goldbesitz reguliert wird oder der Staat in irgendeiner Form Zwangsabgaben auf den Besitz von Gold erhebt.
Die Restriktionen von Seiten des Staates können in unterschiedlicher Form auftreten und zu unterschiedlichen Folgen führen. So können sich Maßnahmen auf den Goldhandel oder den Goldbesitz beziehen. Beispielsweise könnte der Staat Handelsbeschränkungen oder Mengenbegrenzungen erlassen, aber auch ein Besitzverbot ist möglich. In solch einem Fall könnte es sogar sein, dass Gold in Privatbesitz an den Staat verkauft werden muss, und zwar zu einem festgesetzten Preis. Und bei Zuwiderhandlung könnten auch Sanktionen greifen, von einfachen Geldstrafen bis hin zu Haftstrafen.
Goldverbote gab es bereits im frühen Ägypten, ausgesprochen vom Herrscher der 19. Dynastie. Ebenfalls überliefert sind Goldverbote unter Julius Cäsar im Jahre 49 v. Chr.
Im 20. Jahrhundert gab es in Indien, Frankreich, Großbritannien oder auch in der Sowjet-Union zeitweise ein Goldverbot.
Das wohl bekannteste Goldverbot in der Geschichte wurde in den USA am 1. Mai 1933 vom damaligen US-Präsidenten ausgesprochen. Per Verordnung musste alles private Gold an staatliche Annahmestellen verkauft werden - innerhalb von 14 Tagen – und zu einem fixen Goldpreis von 20 Dollar 67 je Unze. Davon unberührt blieb nur Goldschmuck, sowie Gold bis zu einer Freigrenze von 100 Dollar. 100 Dollar entsprachen demnach rund 5 Unzen Gold, die vom Goldverbot ausgenommen waren. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass neun Monate später ein neuer Goldpreis durch die Regierung festgelegt wurde: 35 Dollar je Unze. Das entspricht einer Steigerung um 75 Prozent.
In Deutschland gab es 1923 diverse Erlasse, die den Besitz von Gold reglementierten. 1939 wurde ein Goldverbot ausgesprochen, dass sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen betraf. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges verfügten die alliierten Siegermächte ein Goldverbot, dass formaljuristisch bis 1955 dauerte.
Gibt es Anzeichen für ein bevorstehendes Goldverbot? Ich stelle Dir ein paar mögliche Faktoren vor:
1. Die Währung eines Landes ist durch Gold gedeckt. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit eines Goldverbotes höher. Seit 1973 gibt es jedoch keine goldgedeckten Währungen mehr.
2. Ein Staat steckt in einer prekären Finanzlage
3. Es gibt keine alternativen Zwangsmaßnahmen mit besserer Wirkung
4. Es gibt in der Bevölkerung verbreitet Goldbesitz in nennenswertem Umfang
Ein Goldverbot ist immer nur eine unter vielen Zwangsmaßnahmen, die ein Staat ergreifen kann. Andere Maßnahmen wären Steuererhöhungen, zeitlich begrenzte Sondersteuern, allgemeine Zwangsabgaben, Devisenbeschränkungen oder auch Zwangshypotheken auf Immobilien. Letztere wurden in Deutschland nach dem Ende des 2. Weltkriegs über das Lastenausgleichsgesetz erhoben.
Wer jetzt Angst hat, Gold als Anlageklasse zu verwenden, sollte wissen: Man kann Gold bis zu einer Freigrenze anonym kaufen und auch unregistriert lagern. Damit ist Gold im Vorteil gegenüber Immobilien und Depots. Zudem ist Gold auf der ganzen Welt als Zahlungsmittel akzeptiert. Das ist ein unschlagbares Argument für den Besitz von Gold.
Zuletzt sei erwähnt, dass Goldverbote unpopulär und aufgrund fehlender Transparenz über den Goldbesitz auch schwer durchsetzbar sind. Es ist daher anzunehmen, dass ein Staat zunächst alternative Maßnahmen prüfen wird, bevor er ein Goldverbot erlässt.
Ich wünsche Dir eine goldige Woche.
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