Geldbewusst
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Geldbewusst episodes

  • Folge 107 - 10er Konzept
    Wie du weißt, bin ich ein Freund des Umgangs mit Bargeld. Ich habe Dir in einer der ersten Folgen dieses Podcast das Verteilungssystem auf Geldtöpfe vorgestellt. Geldtöpfe sind zweckgebundene Budgets, die es Dir erleichtern sollen, Dein Geld besser im Blick zu behalten und Klarheit über die in einem definierten Zeitraum zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zu bekommen.

    Eine gute Methode, um auch den Kindern dieses System der Geldverteilung näher zu bringen, ist das 10er Konzept. Die Verteilung aller Einnahmen erfolgt dabei in 10er Scheinen.

    Das bedeutet, Du musst Deine Einnahmen in 10er Scheinen von der Bank abheben und mit nach Hause nehmen, um sie dann zu verteilen. Am besten gemeinsam mit den Kindern. So sehen Kinder gut, wofür wieviel Geld zur Verfügung steht. Die Anzahl der Geldscheine oder auch die Höhe eines Geldstapels ist ein guter visueller Mechanismus, der auch die Gewichtung verschiedener Geldtöpfe oder Budgets veranschaulicht. So können Kinder verstehen, welche Art von Ausgaben Priorität haben.

    Nehmen wir an, Du bist verheiratet und hast ein Kind im Alter von 8 Jahren. Deine Frau und Du könnt Einnahmen von 2206 Euro und 45 Cent vorweisen. In dem Fall müsstet ihr zunächst die wiederkehrenden monatlichen Ausgaben abziehen. Sagen wir es bleiben 812 Euro und 40 Cent übrig. Diesen Betrag solltet ihr auf 810 Euro abrunden und anschließend in 10er Scheinen bei der Bank abheben.
    Zuhause angekommen könnt ihr dieses Geld dann auf eure Geldtöpfe verteilen. Denkt daran, dass euer Kind auch Ideen oder Vorschläge einbringen will. Wenn ihr darauf gut eingeht, das mit entscheiden zulasst und ein Nein zu einem Vorschlag erklärt bzw. begründet, dann habt ihr eine gute Chance, dass euer Kind dieses System irgendwann als normal betrachtet und eigenständig weiter führen wird.

    3 min
  • Folge 106 - wie gewonnen, so zerronnen
    Heute geht es mal wieder um ein Sprichwort. Wir wissen alle: Etwas kann ebenso schnell verloren gehen, wie es erworben wurde. Und deshalb kennen wir auch den Spruch „Wie gewonnen, so zerronnen.

    Das Sprichwort "Leicht gewunnen, leicht zerrunnen", kommt schon um das Jahr 1360 bei Heinrich dem Teichner vor. Teichner lebte von 1372 bis 1378 und  war ein mittelhochdeutscher Spruchdichter.
    Ältere Varianten des Sprichwortes sind heute kaum noch im Sprachgebrauch zu finden, wie z. B. "Erst löffelweis gewonnen, dann scheffelweis zerronnen" oder "Langsam gewonnen, schnell zerronnen."

    Das Sprichwort wird oft auf das Gewinnen und verlieren beim Glücksspiel angewendet.
    Aber auch im Sport wird immer wieder Bezug genommen. Wenn eine Mannschaft einen Vorsprung herausgespielt hat, der Gegner es dann jedoch schafft wieder aufzuholen oder sogar vorbeizuziehen, dann heißt es oft „Wie gewonnen, so zerronnen“
    Der Traum vom schnellen Geld ist schon bei manch einem nach dem Motto „wie gewonnen, so zerronnen“ zerplatzt.

    Und wenn auch du eine Redewendung kennst, die ich im Podcast einmal vorstellen soll, dann schreibe mir gerne ein Nachricht an [email protected]
    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    2 min
  • Folge 105 - 34 Dinge, die ich in 34 Jahren gelernt habe
    1) Alles, was der Verstand des Menschen erdenken und glauben kann, das kann er auch erreichen. Du musst wissen, was du wirklich willst, und du musst es dir dann selbst erlauben, dies auch zu tun.

    2) Arbeite an Deinen Träumen. Werde zum Unternehmer des eigenen Lebens.

    3) Ändere Dein Umfeld, denn Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du die meiste Zeit verbringst. Wenn du also der cleverste und am besten verdienende unter den fünf Menschen bist, du aber finanziell weiterkommen willst, dann solltest Du mehr Zeit mit Menschen verbringen die finanziell erfolgreicher sind als Du. Die größte Lernkurve gibt es, wenn du der dümmste am Tisch bist.

    4) Der schnellste Weg, dein Geld zu vermehren ist, es zurück in deine Brieftasche zu legen.

    5) Magst Du reiche Menschen? Lerne Leute kennen, die mehr Geld besitzen und verdienen und frage Sie danach, wie sie dies geschafft haben. Suche nach der Blaupause.

    6) Wenn du selbst spürst, dass du auf jemanden oder etwas neidisch bist, dann hast hier einen Punkt an dem du wachsen kannst. Frage dich, warum du dieses Gefühl hast. Ziehe in Erwägung, dass dieser Mensch ehrlich und ausdauern dafür gearbeitet hat und frage dich, ob du bereit bist, ebenfalls ausdauern und hart für diese Sache zu arbeiten.

    7) Jeder ist Verkäufer. Jeder verkauft sich selbst. Wer nicht verkaufen kann, kann sich nicht verkaufen und wird auch keine Entwicklungsschritte im Leben machen.

    8) Denke über deinen Preis nach, den Preis für 1 Stunde deiner Zeit. Welchen Mehrwert kannst du geben? Was ist eine andere Person bereit, für 1 Stunde deiner Zeit zu bezahlen?

    9) Versuche den Gedanken „Das kann ich mir nicht leisten“ durch die Frage „Wie kann ich mir das Leisten“ zu ersetzen. Dadurch kommst du sofort in einen aktiven Zustand und kannst über Lösungen nachdenken. Ansonsten hängst du in einem Zustand des Bemitleidens fest.

    10) Wenn Du das Gefühl hast, dass andere Menschen zu viel verdienen, hat das immer etwas mit Dir zu tun. Du verbindest „viel verdienen“ mit etwas Negativem. Klar gibt es nette Menschen, die sehr viel Geld und sehr viel Erfolg haben. Überlege wie du auch so viel Wert werden kannst.

    11) Beschließe, dass du in Wohlstand leben darfst. Ich spreche nicht nur von Geld und materiellen Dingen. Wohlstand mein umgangssprachlich, dass jemand mehr Geld als normal zur Verfügung hat; dass es ihm in materieller Hinsicht also an nichts mangelt. Wohlstand sorgt auch dafür, dass wir die Dinge tun können, die wir gerne machen wollen. Das ist vielleicht jetzt noch sowas wie Luxus für dich.

    12) Eine Bank ist ein Verkaufsladen. Eigne Dir das notwendige Wissen an, um dich eigenverantwortlich um Deine Finanzen kümmern zu können. Bankberater sind nicht unabhängig. Sie verkaufen die Produkte ihrer Bank.

    13) Der günstige Zeitpunkt kommt nicht. Es sei denn du beschließt, dass er jetzt da ist. Fange einfach an, lerne und passe deine Vorgehensweise an.

    14) Es gibt immer gute und schlechte Zeiten. Simuliere ein schlechtes Jahr und eigne dir die Angewohnheiten und Handlungsmuster an, um in Krisenzeiten gewappnet zu sein.

    15) Lerne jeden Tag etwas Neues dazu. Heute ist es so einfach wie nie zuvor in der Geschichte, kostenlos das Wissen anderer Menschen zu nutzen und von Ihnen zu lernen. Es gibt kostenlose E-Books, Podcasts, YouTube-Videos, Online-Kongresse etc. Sogar einige Veranstaltungen wie bspw. Einsteigerseminar großer Trainer sind unter 100€ buchbar.

    16) Lerne, mutig zu sein und die Angst vor etwas Neuem zu überwinden. Mut ist wichtiger als Motivation.

    17) Werde zum Türsteher vor dem Palast des eigenen Geistes. Lasse nur Dinge in deinen Geist, die für das Erreichen deiner Ziele dienlich sind.

    18) Wenn jemand zu Dir sagt, du wärst nicht normal, dann bist du auf dem richtigen Weg. Denn für normale Menschen werden keine Statuen gebaut.

    19) Nutze Systeme, um finanziell voran zu kommen. Bei Kaufimpulsen schrei
    10 min
  • Folge 104 - innerlich tot
    Es gibt Leute, die im Alter von 30 Jahren gestorben sind, aber erst mit 75 Jahren beerdigt wurden. Wie meine ich das? Es gibt Menschen, die sich mit 30 Jahren von ihren Wünschen und Träumen verabschieden und das Leben leben, dass Andere ihnen vorschreiben. Diese Menschen sind dann später traurig darüber, dass ihre eigenen Wünsche und Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Was machst du, um deine Träume Realität werden zu lassen?

    Ich habe hier im Podcast immer mal wieder darüber gesprochen, was notwendig ist, um voranzukommen, die eigenen Ziele zu verwirklichen usw. Falls du das alles im Griff hast und alles nach Plan läuft, dann kannst du jetzt abschalten. Falls nicht, dann beantworte die Frage bitte schriftlich für Dich: Was werde ich heute unternehmen, um meine Träume Realität werden zu lassen?

    Nimm Dir 5 Minuten Zeit für die Beantwortung dieser Frage und drücke kurz auf die Pause Taste, bevor du weiterhörst.

    Nur für den Fall, dass du noch nicht alle Folgen des Geldbewusst Podcast gehört hast: Lege Dir ein Traumalbum an und schaue es Dir jeden Tag an. Beginne mit der schriftlichen Führung deines Finanz-Erfolgsjournals. Sei geduldig und ziehe das beides für 90 Tage, also 3 Monate durch, und du wirst die ersten Veränderungen und Erfolge spüren können.

    Wir wollen alle Leben, nicht nur äußerlich, sondern wir wollen innerlich erfüllt leben. Dafür müssen wir an unseren Träumen und Wünschen arbeiten.

    Was hat das mit Geld zu tun, fragst du dich vielleicht. Geld ist ein Ermöglicher. Geld ist das Bindeglied zwischen deiner heutigen Lebenssituation und deinem Traumzustand. Beginne damit, dir deinen Traumzustand täglich bewusst zu machen und helfe dir selbst dabei, ihn zu erreichen. Geld zu behalten ist viel einfacher, wenn man weiß, wofür.

    Versuche so viele Ablenkungen wie möglich aus deinem Wohnbereich und Lebensumfeld zu verbannen. Dadurch hast du mehr Klarheit und kannst dich auf deinen Traumzustand fokussieren. Wie automatisch wirst du dann auch auf diesen Traumzustand hinarbeiten.

    Solltest du feststellen, dass du immer wieder abgelenkt bist, dann gibt es noch einen Trick: Mache alle 90 Minuten eine Pause und nutze die Pause zum Visualisieren, also zum Anschauen deines Traumalbums. Das wird dir dabei helfen, die richtigen Dinge zu tun.

    Und das wird Dir dann auch noch Spaß machen und Kraft schenken.
    „Anstrengungen machen gesund und stark“, sagte einst Martin Luther. Also fang an.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir eine erfolgreiche Woche.

    4 min
  • Folge 103 - Preispsychologie
    Heute wollen wir darauf blicken, wie uns der Preis schmackhaft gemacht wird. Denn natürlich machen sich Unternehmen viele Gedanken darum, zu welchem Preis ein Produkt angeboten wird.

    1.    mehrere Produkte in unterschiedlichen Preisklassen zur Wahl

    Ein Händler bietet ein Produkt besonders teuer an. Dahinter steckt das Ziel, nicht etwa dieses Produkt zu verkaufen, sondern ein anderes, daneben stehendes Produkt billiger erscheinen zu lassen.

    2.    Gesamtpreis und der Preis pro Einheit

    Bei einer Urlaubsreise könnte das zum Beispiel so aussehen: „389 Euro für zehn Tage, das entspricht 38,90 pro Tag“. Bei Erdbeeren könnte man schreiben: „500 Gramm für 1,99 Euro, das entspricht 40 Cent pro 100 Gramm“.
    Der Trick dabei ist, dass durch das Darstellen des kleineren Preises der Gesamtpreis automatisch niedriger wirkt.

    3.    Bestimmte Wörter bei der Produktanpreisung weglassen

    Auf Preisschildern werden Wörter, die etwas mit „hoch“ oder „viel“ zu tun haben, vermieden. Stattdessen werden Wörter wie „niedrig“, „gering“ oder „sparsam“ verwendet. Bei einem Auto würde mit einem „geringen Verbrauch“ geworben.

    4.    Gratis-Zugaben

    Wenn es etwas  „gratis“ zu bekommen gibt, tendiert man schnell zum Kauf
    Wenn also ein Geschäft beim Kauf eines bestimmten Produktes ein Geschenk dazu gibt, oder ein „3 Produkte nehmen, nur 2 bezahlen“  Angebot laufen hat, dann greifen wir fast schon automatisch zu.
    Beliebt sind auch Verpackungen auf denen 20 % mehr Inhalt zum gleichen Preis geboten wird. 

    5.    Clevere Schilder entwerfen

    Bei einem Preisschild ist nicht nur die Zahl entscheidend. Wir lesen Diagramme von links nach rechts. Dabei steht links unten der geringste Wert und rechts oben der höchste Wert. Das machen sich die Geschäfte bei der Preiskennzeichnung zu nutze. Deshalb stehen die Preise auf dem Preisschild meist links unten, denn dann wirken die Preise niedriger, als wenn sie rechts oben stehen.

    6.    Der Hang zur Mitte

    Wenn im Regal zwei Weinflaschen stehen, eine für vier Euro, die andere für acht Euro, dann greifen die meisten von uns zur billigen Sorte. Wenn der Verkäufer nun aber eine weitere Flasche für zwölf Euro rechts dazustellt, kaufen deutlich mehr Menschen den Wein für acht Euro. Der Grund ist einfach: Der Konsument tendiert zur Mitte.

    7.    Zusatz-Optionen

    Wenn du Dir ein Sandwich belegen lässt, dann beinhaltet das Basis-Angebot für 5 Euro das Sandwichbrot und einige wenige Zutaten. Jede weitere Zutat kostet bspw. 50 Cent extra. Das Model funktioniert auch anders herum: der Gesamtpreis für das Sandwich mit allen zur Verfügung stehenden Zutaten beträgt 9 Euro. Für das Weglassen einer Zutat kannst du jeweils 50 Cent sparen.

    8.    Ankereffekt

    Das Gehirn sucht für den Preisvergleich einen Referenzpreis. Praktisch ist es für das Gehirn, wenn der sofort mitgeliefert wird. Steht also zum Beispiel ein durchgestrichener Preis, eine „unverbindliche Preisempfehlung (UVP)“ oder die prozentuale Ersparnis (z. B. 30 % Ersparnis) auf dem Preisschild, ist der Vergleich schnell möglich. Ob der Vergleich hinkt, ist dabei zunächst nebensächlich.

    9.    Preisaufteilung in Grundpreis und Nutzungspreis

    Eine andere Methode ist, den Preis aufzuteilen. Der Grundpreis wird beim Preisvergleich nicht mehr mit einbezogen. Somit wirkt der Nutzungspreis im Vergleich zum Wettbewerberpreis, bei dem der Preis nicht aufgeteilt ist, günstiger.
    Ein gutes Beispiel ist hier die Bahncard 25. Damit gibt es 25 % Rabatt auf den Nutzungspreis. Der Grundpreis für die Bahnca
    5 min
  • Folge 102 - Kleinvieh macht auch Mist
    Die Redewendung "Kleinvieh macht auch Mist" existiert etwa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Genaue Auskünfte zur Herkunft  der Redewendung gibt es nicht. Viele Menschen verstehen unter der Redewendung, dass auch die kleinen, nicht so reichen Leute es zu etwas bringen können. Die Gleichsetzung von Geld = Mist (zu Deutsch „Scheiße“) ist in den Überlieferungen zahlreicher Redewendungen zu finden.

    Heutzutage wird die Redewendung in einem allgemeinen Sinne gebraucht. Sie meint, dass viele kleine oder eher unbedeutend scheinende Schritte irgendwann zum Erfolg führen können, bspw. zum finanziellen Erfolg. Dazu braucht es auch Ausdauer und Geduld.

    Manche Supermärkte bieten größere Mengen von einem Produkt zu einem günstigeren Preis. Man kann also aufs Kilo gesehen ein paar Cents sparen. „Kleinvieh macht auch Mist“ könnte man dann sagen.

    Wenn du Quittungen für Werbungskosten sammelst, um diese bei der Steuererklärung geltend zu machen, kann das zu einer höheren Steuererstattung führen. Frei nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“.

    Ich wünsche Dir viele kleine Schritte auf dem Weg zur Verbesserung deiner finanziellen Situation und natürlich eine erfolgreiche Woche

    2 min
  • Folge 101 - Hama nicht
    Wie behandelt man Kunden? Meist zuvorkommend, aber nicht immer. Da gibt es viele Klischees. Servicewüste Deutschland ist so eins. Aber ich muss sagen, meine Erfahrungen sind meist gut.

    Als ich jedoch letztes Jahr um einen Termin zur Heizungswartung bei dem Heizungsbaubetrieb meines Vertrauens bat und monierte, man hätte sich auf meine E-Mail und telefonische Nachfragen nicht zurückgemeldet, kassierte ich ein „Wenn Sie mit uns keine Geduld haben, dann müssen Sie sich jemand anderen suchen“. Ich bin Kunde geblieben. Das vorweg. Aber ich fand es schon etwas merkwürdig, so eine Antwort zu erhalten. Die Antwort zeigt aber auch, dass die Auftragslage der Firmen gut ist.

    Als mir diese Begebenheit eben wieder in den Sinn kam, fiel mir auch ein passender Videoclip dazu ein. Er stammt von Michael Bully Herbig und Rick Kavanian. Der Titel lautet „Hama nicht“ und verdeutlicht auf ironische Art, wie Kunden nicht bedient werden sollten. https://youtu.be/NfcJC02-aUQ
    Und da wir ja alle Verkäufer sind können wir dabei auch etwas lernen. Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    Eigentlich wäre diese Folge nun zu Ende gewesen, aber dann kam mir noch etwas in den Sinn. Habe ich den Satz „Wenn Sie mit uns keine Geduld haben, dann müssen Sie sich jemand anderen suchen“ einfach falsch eingestuft? Was wäre, wenn der Satz nur ein Ausdruck von Selbstbewusstsein war? Was, wenn der Satz einfach nur betont hat, was ich als Kunde ehrlich wissen muss, um zufrieden sein zu können? Ist eine ablehnende Haltung so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem man Kunden sogar für sich gewinnen kann?

    Ich habe darüber jetzt eine halbe Stunde nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es möglich ist; dass es aber auch vom Wesen des Kunden abhängt, ob dieser mit so einer Reaktion konstruktiv umgehen kann.
    Wie denkst du darüber? Schreibe mir gerne auf geldbewusst.wordpress.com.
    2 min
  • Folge 100 - Der Stoff ist doch noch gut
    Heute ist die 100 Folge im Geldbewusst Podcast dran, und ich freue mich drei ganz unterschiedliche Situationen mit Dir teilen zu können.

    Ich war neulich zum Reifenwechsel bei einer Kfz Werkstatt. Was mir sofort auffiel, war der Hinweis, dass ausschließlich Barzahlung möglich ist. Als ich dann nach dem Reifenwechsel ins Büro ging, wurde mir dort per Hand eine Quittung vom Quittungsblock ausgestellt und die Summe wurde in eine Liste eingetragen. Ich nutzte die Gelegenheit um bei der Senior Chefin nachzufragen, ob sie die Abrechnung noch komplett mit der Hand machen würde, denn schließlich stand auf dem Schreibtisch auch ein PC-Monitor. Der war allerdings aus. Sie erklärte mir, dass sie alle Computerprogramme gelöscht habe, weil es da immer mal wieder zu Programmabstürzen kam und sie lieber alles mit dem manuellen Buch führen würde. Ihr Sohn würde zwar die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, aber so lange sie das macht bleibe das so. Sie erklärte mir dann noch, dass sie von Ihrer Mutter gelernt habe, alle Einnahmen immer Bar auf dem Tisch hinzulegen, und dann von dem Geld einen Stapel für Wasser, einen für Heizung und einen für Licht anlegen würde. Und von dem was übrig bleibt kann man dann die anderen Sachen bezahlen. Das sei gut so, denn mit den Karten und dem ganzen elektronischen Zahlungsverkehr würden die jungen Leute heute ja nur noch Schulden machen. Wenn alles Bar auf dem Tisch liegt wisse man was man hat und was man ausgeben kann. Und mehr geht eben nicht.

    In einem Hotel im Berliner Süden hörte ich beim Frühstück einen sehr kurzen aber höchst interessanten Satz, als eine Frau den Frühstücksraum verlies und darum bat, bezahlen und auschecken zu dürfen: Meine charmante Kollegin ist gleich bei Ihnen. Sie wissen doch, Frauen und Geld gehören immer zusammen. Der Satz kam von einem sehr versierten und freundlichen Herrn um die 50, der sich um das Frühstück kümmerte und den Gästen auch gerne Sonderwünsche erfüllte. Ich sprach ihn später noch auf diesen Satz hin an. Er verriet mir, dass dieser Satz stimmen würde und Frauen seiner Ansicht nach gerne Sachen kaufen würden und das dass bei Männern anders sei. Und das er seit 20 Jahren glücklich geschieden ist.

    Auf einer längeren Autofahrt in das Allgäu hörte ich das Radioprogramm einer Kulturwelle. Es gab dort eine Buchvorstellung. Leider ist mir der Buchtitel entfallen. Auf jeden Fall blieb mir eine Erwähnung der Redakteurin in Erinnerung, die ganz begeistert über einen Satz aus dem Buch sprach, der wohl so lautete: Warum willst du denn was Neues kaufen, der Stoff ist doch noch gut. Die Redakteurin war von einigen Sätze dieser Art sehr angetan, die für das Leben zu der Zeit in der die Erzählung spielt, typisch waren. Dazu kommt, dass man so einen Satz heute vermutlich nicht mehr hören würde. Moden waren damals egal. Es ging darum, überhaupt Kleidung zu haben und solange diese in Ordnung war, damit zurecht zu kommen.

    Das waren drei Beispiele, wie unterschiedlich Glaubenssätze und Ansichten beim Thema Geld das eigene Leben beeinflussen können. Auch Zeitgeschehen und wie die Gesellschaft über Geld denkt, spielt hierbei eine Rolle. Oftmals werden wir aber auch durch den engen Personenkreis, in dem wir aufwachsen, geprägt.
    Verstehen hilft uns dabei, selbst besser mit anderen Menschen und dem Thema Geld umgehen zu können. Ich wünsche Dir, dass du Zeit findest, solche Momente wahrzunehmen und Sie auf dich wirken zu lassen. Und natürlich wünsche ich Dir eine erfolgreiche Woche.

    4 min
  • Folge 99 - Die Redewendung „Geld zum Fenster rauswerfen“
    Das Geld zum Fenster hinaus werfen – das bedeutet ungefähr so viel wie Geld für unnütze Sachen ausgeben, verschwenderisch mit Geld umgehen oder auch Geld verprassen.

    Zur Herkunft dieser Redewendung gibt es zwei schöne Erklärungen. Die erste Erklärung hat etwas mit der Stadt Regensburg zu tun. Am alten Rathaus der Stadt gibt es ein Fenster, in dem früher der Kaiser stand, wenn dieser sich vom Volk huldigen ließ.
    In diesem Rathaus fand von 1663 bis 1806 der Immerwährende Reichstag statt. Dieser bezeichnete die Ständevertretung im Heiligen Römischen Reich.
    Der Kaiser warf damals Münzen für die Armen im Volk aus dem Fenster.
    Da diese Münzen aber die Steuergelder der Bürger waren, sagten die Bürger: „Er wirft das Geld zum Fenster hinaus“.

    Die zweite Erklärung reicht noch weiter zurück. Schon Tahles von Milet, der von 624 bis 546 vor Christus lebte, soll Geld buchstäblich aus dem Fenster geworfen haben.
    In seinem Fall war es aber über einer Jauchegrube. Denn Thales war zuvor versehentlich selbst in eine Jauchegrube hineingefallen. Daraufhin wurde er von seinen Mitmenschen ausgelacht. Er fühlte sich gedemütigt und wollte seine Mitmenschen nun dazu bringen, selbst in die Jauchegrube zu springen, wohl gemerkt des Geldes wegen.

    Wenn auch Du eine interessante Redewendung kennst, die ich im Geldbewusst Podcast einmal vorstellen soll, dann schreibe mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular unter geldbewusst.wordpress.com.
    2 min
  • Folge 98 - Leistungsloses Einkommen
    Leistungsloses Einkommen ist Einkommen, das aus den Zinsen von geschaffenem Vermögen stammt.

    Wenn wir also beispielsweise ein Vermögen i.H.v. 100.000 Euro besitzen und darauf 10% Zinsen pro Jahr bekommen, dann sind das 10.000 Euro. Diese 10.000 Euro erhalten wir, ohne dass wir dafür eine Leistung in Form einer Arbeit, Dienstleistung oder Ähnlichem zurückgeben. Wir müssen einzig und allein das Vermögen verwalten.
    Und ich möchte darauf hinweisen, dass Geld verwalten auch eine Tätigkeit ist, die man mit positivem oder negativem Ergebnis ausführen kann. Vielleicht steckt hinter dem Wort Vermögen ja noch mehr als man denkt. Vielleicht muss man es als Mensch auch vermögen, eben dieses Vermögen anzuhäufen.

    Wenn wir diese Theorie zu Grunde legen, dann haben wir zumindest in der Vergangenheit eine Leistung erbracht, die zu dem Vermögen geführt hat, aus dem wir nun ein leistungsloses Einkommen beziehen können.

    Manch einer mag jetzt vielleicht sagen, es könne sein, man habe das Vermögen gar nicht selbst erschaffen, sondern nur geerbt oder durch glückliche Umstände erhalten. Natürlich kann dies der Fall sein, aber muss man es immerhin noch vermögen, das Geld so für sich arbeiten zu lassen, dass es uns ein leistungsloses Einkommen zurückgibt.
    Ergo ist ein leistungsloses Einkommen meiner Ansicht nach immer das Ergebnis einer Aktion. Man muss sein Vermögen so einsetzen, dass es einen Rückfluss in Form von Zinsen zur Folge hat. Schließlich könnte man es ja auch ausgeben.
    Diese Sichtweise ist vielleicht anders, vielleicht so kontrovers. Wie denkst du über die Bezeichnung „Leistungsloses Einkommen“?

    Schreibe mir gerne einen Kommentar unter geldbewusst.wordpress.com.
    Und bevor ich es vergesse. Es wird ja in Deutschland und auch weltweit über eine Art „bedingungsloses Grundeinkommen“ diskutiert. Dabei geht es um eine staatliche finanzielle Zuwendung ohne vorherige Prüfung der Bedürftigkeit. Zudem wird keine Erwerbstätigkeit gefordert.
    Es wäre also eine finanzielle Zuwendung ohne Gegenleistung. Auch hier könnte man von einem Leistungslosen Einkommen sprechen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würden wir jedoch vom Staat und somit nicht aus den Zinsen unseres Vermögens erhalten.

    3 min

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