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Die Friedensforscherin Julia Felder und Lisa Präg, Leiterin des Büros für Kollaborationskultur, begaben sich im Sommer nach Secwepemchúluw (befindet sich in sogenannt Kanada) auf einer Lern- und Begegnungsreise zu indigenen First-Nations-Gemeinschaften. Sie begegneten Menschen, die trotz einer Geschichte von Kolonialisierung, Gewalt und Enteignung auf starke Formen von Gemeinschaft, gegenseitige Verantwortung und Heilung setzen.
Was können wir aus diesen Erfahrungen für Österreich mitnehmen? Gerade angesichts eines Sozialstaates, der zunehmend unter Druck gerät, stellt sich die Frage: Wie viel soziale Fürsorge kann und soll der Staat leisten – und welche Rolle spielen Gemeinschaft, Solidarität und gegenseitige Verantwortung? Lisa und Julia erzählen von ihren Begegnungen in Secwepemchúluw und sprechen mit Proton – das freie Radio darüber, was ein „reiches“ Land eigentlich ausmacht und wie wir in Österreich miteinander leben und füreinander sorgen wollen.
Auf die Plätze, fertig – Einsparungen!
Ein ironisch-historischer Radioessay. Harry the Boomer präsentiert euch einen historischen Rückblick in die Anfangszeit unserer Sozialgesetze, die heute zunehmend infrage gestellt werden.
Viele gesellschaftliche und soziale Entwicklungen der Gegenwart wurzeln in der Zeitspanne der Jahre 1918 – 1938. Unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkrieges schuf die Politik weitreichende Reformen – unter anderem den Achtstundentag, die Begrenzung der Wochenarbeitszeit von Frauen* in der Industrie, sowie strenge Vorschriften gegen Kinderarbeit. Mehr darüber, und auch wie diese Diskurse mit politischen und sozialen Dynamiken verbunden waren und sind, erfahrt ihr in dem FREIRAD-Beitrag zum österreichweiten Themenschwerpunkt.
Zusammen mit dem Schriftsteller Hugo Bettauer, dem wohl schärfsten Beobachter damaliger sozialer Verhältnisse, begibt sich die Sendung auf eine gedankliche Reise in eine fast unbekannte Vergangenheit. Einer Vergangenheit, die sich als höchst aktuell erweist. Am Ende der Sendung stehen keine Lösungen. Lediglich Assoziationen dienen als Anregung, über das Heute in einer Form nachzudenken, damit dem Morgen eine Chance gegeben ist, nicht zu enden, wie das Gestern.
Sounds:
Literaturliste (kleine Auswahl):
Bettauer, Hugo (1923): Der Kampf um Wien. Roman vom Tage. 2 Auflage. Wien: Verlag des „Tag“.
Bauer, Otto (1931): Rationalisierung – Fehlrationalisierung. 1. Wien: Verlag der Wiener Volksbuchhandlung (Kapitalismus und Sozialismus nach dem Weltkrieg, Band 1).
Burgstaller, Hans (Hg.) (1933): Die Rettung Österreichs. Das Wörgler Beispiel. Wörgl: Aufwärts-Verlag (Aufwärts-Schriften, Folge 1).
Gesell, Silvio (1938): Die natürliche Wirtschaftsordnung. 8. Bern: Verlag Genossenschaft Freiwirtschaftlicher Schriften.
Bologna, Sergio (1996): Die Zerstörung der Mittelschichten. Thesen zur neuen Selbständigkeit. Übersetzung aus dem Italienischen von Klaus Neundlinger. 1. Graz: Nausner & Nausner.
Broer, Wolfgang (2007): Schwundgeld. Bürgermeister Michael Unterguggenberger und das
Herrmann, Ulrike (2010): Hurra, wir dürfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht. 2. Aufl. Frankfurt, Main: Westend Verlag.
Leder, Anna; Pavlic, Andreas; Memoli, Mario (Hg.) (2019): Die Rätebewegung in Österreich. Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie. 1. Auflage. Wien Berlin: Mandelbaum (kritik & utopie).
Meyer, Annette; Schreiner, Julia (Hg.) (2020): Wissenschaft, Macht, Politik. Die Münchener Revolution und Räterepublik als Experimentierfeld gesellschaftspolitischer Theorien. Göttingen: Wallstein.
Linsbichler, Alexander (2022): Viel mehr als nur Ökonomie. Köpfe und Ideen der österreichischen Schule der Nationalökonomie. 1. Auflage. Wien: Böhlau.
Sarasin, Philipp (2024): 1977. Eine kurze Geschichte der Gegenwart. Erste Auflage. Berlin: Suhrkamp (suhrkamp taschenbuch wissenschaft, 2433), dort besonders 345 – 374 „Die Kunstnatur des Marktes und die Politik der »Freiheit«.
Keynes, John Maynard (2024): Krieg und Frieden. Die wirtschaftlichen Folgen des Vertrags von Versailles. Herausgegeben und mit einer Einleitung von Dorothea Hauser. 1. Auflage. Berlin: Berenberg Verlag GmbH.
Mattei, Clara (2025): Die Ordnung des Kapitals. Wie Ökonomen die Austerität erfanden und dem Faschismus den Weg bereiteten. 4. Auflage. Berlin: Brumaire.
Soziales Engagement zwischen Blaulicht und Ehrenamt
Am 7. Oktober 2026 hätte einer der ganz Großen der österreichischen Musikszene seinen 80. Geburtstag gefeiert: Georg Danzer. Mit Liedern wie „Jö schau“, „Weiße Pferde“ oder „Ruaf mi net au“ hat er Musikgeschichte geschrieben. Danzer war ein genauer Beobachter, ein kritischer Geist und ein Geschichtenerzähler, der den Menschen aufs Maul geschaut hat – manchmal humorvoll, manchmal nachdenklich, aber immer mit ganz eigener Handschrift.
Georg Danzer ist ein Liedermacher, dessen Lieder bleiben. Ob frech, melancholisch oder gesellschaftskritisch: Er hat es verstanden, Geschichten aus dem Leben in Musik zu verwandeln und dabei immer wieder den richtigen Ton zu treffen. Auch 19 Jahre nach seinem Tod berühren seine Songs, bringen uns zum Schmunzeln und regen zum Nachdenken an.
Ulli Bäer war 14 Jahre lang Georg Danzers musikalischer Begleiter. Mit Maria Ma und Christian Einheller hat Ulli 2021 zu Ehren Danzers das Album „Es woa schee“ aufgenommen. Im November und Dezember 2026 ist die Georg Danzer-Hommage noch einmal live zu sehen.
Die Termine stehen unter: www.maria-ma.com zum Abruf bereit.
(Peter Pohn)
Fotoquelle: georgdanzer.at
Erfahre in dem Interview was hinter dem Bandnamen Meat Cheese steckt und wie sich der Flash-Rock von Michael und Greg anhört.
„Boris fucking Bukowski – eine Legende, Oida“, hat Marco Wanda 2024 beim Konzert auf der Donauinsel gebrüllt, nachdem der letzte Ton des Bukowski-Hits „Kokain“ verklungen ist. Marco und Boris haben „Kokain“ im Duett gesungen. Am 5. Februar 2026 ist Boris Bukowski 80 Jahre jung geworden. Peter Pohn hat mit dem Sänger aus der Steiermark über Meilensteine seiner knapp 60jährigen Karriere gesprochen. Aber vor allem wie es Boris geschafft hat, trotz Krebserkrankung nie seinen Lebensmut zu verlieren.
Änny ist seit jungen Jahren leidenschaftliche Musikerin. Was in der Schule begonnen hat scheint sich durch ihr Leben zu ziehen. Die Tirolerin kann sich kein Leben ohne Musik mehr vorstellen. Jetzt möchte sie so richtig mit ihrem neuen Song „Freiheit“ durchstarten. Außerdem ist die Sängerin auch noch in einer Cover-Band.
Hör rein und finde unter anderem heraus was hinter dem Song „Freiheit“ steckt, und wie es zu dem Namen Änny gekommen ist.
David und Zachi sprechen über ihre Musikleidenschaft, ihr Bühnendasein, künftige Auftritte und die Leiden junger Punks (ka göd
Bandcontest am Valentinstag in Wien (14.2 Samstag in der Szene Wien)
Julian Ehrenreich verlost mit Radio B138 zwei Karten:
[email protected] – Mit welchen Herzblatt gehst du zum Bandcontest?
Buchen und Hören:
https://thebraidsmusic.com/
https://www.tips.at/nachrichten/ried/land-leute/701989-die-juengsten-waren-die-ersten-no-braids-gewannen-bandcontest-im-kik
https://www.instagram.com/no_braids.band22/
In unserer ersten Sendung nach dem Jahreswechsel blickt die Redaktion von ANDI, den O94News auf Radio Orange auf die letzten zwölf Monate zurück. Von Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP 25 Jahre nach Schwarz-Blau eins über immer restriktivere Politik an den Grenzen Europas bis hin zu den Sparplänen, die besonders die kulturelle, soziale und politische Szene in Wien treffen.
Die VON UNTEN-Redaktion aus Graz berichtet in dieser Ausgabe von #Stimmlagen, über eine neue Initiative der Stadt Graz: Die Anstellung pflegender Angehöriger.
Die Stadt Graz startete 2024 ein wegweisendes Pilotprojekt, das 2026 weitergeführt wird:
Reinhören lohnt sich!
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