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Gemeinschaftsprogramme episodes

  • Ein grober Gesell – Alter(n) in der Gesellschaft

    Schon Goethe schrieb im 19. Jahrhundert ein Gedicht über das Alter. Und zwar als etwas Negatives. Hannah Augustin, unerhört!-Redakteurin der Radiofabrik, will es genauer wissen: Hat sich das Bild heute gewandelt? Womit verbindet unsere Gesellschaft das Alter: mit Krankheit und Einsamkeit? Mit Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung?

    Um das herauszufinden, hat Hannah Augustin Friedl & Helmut, Annemarie und Herrn S. in ihrem ganz unterschiedlichen Umfeld und auch Alltag besucht.

    Außerdem spricht sie mit Sonja Schiff, Gerontologin, darüber, ab wann man eigentlich alt ist und warum manche Menschen im Alter vereinsamen.

     

     

     

     

    Eine Sendung der Radiofabrik im Rahmen des Themenschwerpunkts „Zwischen Einsamkeit und Zusammenhalt. Was schafft Gemeinschaft?“ der Freien Radios Österreich. Hier zu allen bereits veröffenltichten Produktionen.

    Gestaltung und Produktion

    Hannah Augustin, unerhört!-Redakteurin Radiofabrik
    Quellen:
    Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Das Alter (1815)
    Rilke, Rainer Maria, Brief an Arthur Holitscher, 1905
    Fotos:
    (c) Hannah Augustin
    Musik im Abspann:
    Dakota von Unheard Music Concepts
    Quelle: Free Music Archive
    Lizenziert mit CC BY 4.0

    30 min
  • Mitanaund…

    Patrick Passchier aus Liezen, der seit einem Arbeitsunfall vor 13 Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen ist, spricht über sein Leben und seine Träume und wie es ihm gelingt, Kontakte zu knüpfen und nie den Humor zu verlieren. – Weiteres Thema ist die Bedeutung von Vereinen für das Gemeinschaftsgefühl über Generationen hinweg, u. zw. am Beispiel Stadtmusikkapelle Liezen. Dort gibt es eine sehr hohe Altersrange von jungen SchülerInnen bis zu Pensionisten (die älteren Musiker sind tatsächlich nur Männer). Dazu und wie es gelingt, dieses Miteinander zu fördern und auch trotz oft widriger Bedingungen zu pflegen, informiert Obmann Michael Fröhlich. – In einem BürgerInnenbeteiligungsprozess widmet sich die Marktgemeinde Bad Mitterndorf einem Generationen-Wohnprojekt, das demnächst umgesetzt wird. Dazu nehmen der scheidende Bürgermeister Klaus Neuper und die neue Bürgermeisterin Veronika Grill Stellung.

    31 min
  • Viele helfende Hände unter einem Hut – Community Management in der Kulturszene

    Kulturarbeit funktioniert vielerorts ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement. Aber wer koordiniert all die helfenden Hände, die schließlich als Gemeinschaft agieren? Wie wird organisiert, wer was macht und wer schaut darauf, dass alle sich mit ihren jeweiligen Fähigkeiten einbringen können und gesehen werden? Im Kulturverein Offenes Kunst- und Kulturhaus Vöcklabruck (OKH) wird die Gemeinschaft nicht dem Zufall überlassen. Community Management ist ein Schwerpunkt der Arbeit des OKH-Teams und wird proaktiv vorangetrieben. Ob der monatliche Community-Abend, das Neujahrs-Essen für den gesamten Verein oder der Informationsfluss an alle Mitglieder – was ganz natürlich wirkt, ist ganz schön viel Organisation, die die Gemeinschaft der ehrenamtlichen Kulturarbeiter:innen im OKH zusammenschweißt. Sichert Community-Arbeit also den Fortbestand für ehrenamtliche Kulturinstitutionen?

    Jolanda de Wit ist Co-Sprecherin des OKH Vöcklabruck. In ihrer Rolle als Büroleiterin im OKH hat sie viele verschiedene Aufgaben – aber ein klarer Arbeitsschwerpunkt ist das Community Management im OKH. Das Freie Radio Salzkammergut hat Jolanda de Wit getroffen und gefragt: Was bedeutet eigentlich Community Management, wie kann man sich das vorstellen? Dazwischen sind einzelne Vereinsmitglieder zu hören, die zur Gemeinschaft im Kulturverein Stellung nehmen.

    Ausschnitte in dieser Sendung stammen aus der Reihe „Hinter den Kulissen des offenen Kunst- und Kulturhauses in Vöcklabruck“, die Johanna Ramacher im Sommer 2023 fürs FRS gestaltete und die es nachzuhören gibt auf https://freiesradio.at/sendungen/hinter-den-kulissen-des-okh/.

    Musik im Beitrag: Doctor Turtle – Which That Is This (CC-BY-4.0-Lizenz via freemusicarchive.org)

    Gestaltung: Magdalena Stammler

    Foto: OKH Vollversammlung 2023 (c) OKH

    30 min
  • „Dann geht’s uns allen besser“ – Über Communities und den Tanz um Zugehörigkeit

    „Wo kann ich andocken, wo kann ich unter Menschen sein, die ähnliche Erfahrungen haben wie ich?“ Das ist wohl eine Frage, die bei vielen am Anfang steht, die aktivistisch in Communities arbeiten. Die Sendung begibt sich auf Spurensuchen von Communities, die Orte der Zugehörigkeit und Stärkung schaffen. Wie und was gelingt da? Wodurch entsteht Zugehörigkeit? Was sind die Wünsche und Träume, die entwickelt werden und was die Grenzen? Wie umgehen mit den Differenzen innerhalb einer Community?

    Die Sendung begibt sich auf die Reise, um Erfahrungen einzufangen. Ein Gespräch mit Beverly Mtui, Prince Njoku von fresh vibes, Sher Singh und weiteren Vertreterinnen der Sikh Glaubensgemeinschaft Österreich, Farah Bazant von der queerbase und Zuzana Ernst und Elisabeth Bernroither von der Brunnenpassage.

    Den Beitrag von ORANGE 94.0 zum Sendeschwerpunkt hat Ute Mayrhofer gestaltet.

    30 min
  • Satellitenbilder für Ärzte ohne Grenzen|Forderung nach gratis Verhütung|NGOs auf derWeFair

    Die #Stimmlagen diesmal aus der FROzine Redaktion von Radio FRO aus Linz mit diesen Themen: Vielfältige Arbeitsbereiche bei Ärzte ohne Grenzen, junge Linke fordern gratis Verhütungsmittel und NGOs waren auf der Nachhaltigkeitsmesse WeFair.

    Satellitenbilder für Ärzte ohne Grenzen

    Im Ars Electronica Center in Linz hat am 18. Oktober eine Veranstaltung von Ärzte ohne Grenzen stattgefunden. Es ist vorgestellt worden, wie Satellitenbilder die Arbeit in Einsatzgebieten unterstützt. Die Vortragende Leslie Jessen hat über ihre Arbeit gesprochen. Sie ist Geographische Informationssystemanalystin bei Ärze ohne Grenzen als Erdbeobachtungs Teamlead. Die Arbeit beinhaltet das Analysieren von Satellitenbildern. Überschwemmungskarten, Karten von Geflüchtetencamps, Dürre, oder Hochwasser sind einige der Einsatzgebiete von Satellitenaufnahmen. Technik spielt eine große Rolle in der Arbeit von Jessen. Mit künstlicher Intelligenz oder auch dem Kartieren mit dem Handy werden die Satellitenaufnahmen noch genauer unterstützt. Problem ist, dass Satellitenbilder in hoher Auflösung nicht öffentlich zugänglich sind und diese gekauft werden müssen, was relativ teuer ist. Sie können mehrere tausend Euro kosten. Darum ist Jessen sehr dankbar für Spender*innen, die die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen unterstützen.

    Konkret werden Satellitenbilder dann dafür benutzt und die Anzahl der Bevölkerung zu schätzen um die Wasserversorgung in einem Geflüchtetencamp zu planen. Oder nach einem Erdbeben kann geprüft werden, ob eine Straße befahrbar ist.

    Beitrag: Aylin Yilmaz

    Forderung nach gratis Verhütung

    Anfang Oktober war der Kampagnenauftakt für gratis Verhütungsmittel der jungen Linken in Linz. Sie möchten darauf aufmerksam machen, dass für viele junge Menschen die Kosten von Verhütung zu hoch seien. Die junge Linke nimmt sich Frankreich als Vorbild, wo schon länger Verhütungsmittel für Menschen unter 25 kostenlos sind. Sie meinen, dass dadurch weniger ungewollte Schwangerschaften, weniger Stress, mehr Selbstbestimmung und dadurch besserer Sex entstehen würden. Sie sprechen im Interview auch darüber, dass Männer sich mehr an den Kosten von Verhütungsmittel beteiligen sollen. Im Moment bleibt dies noch großteils an Frauen hängen.

    Mehr Informationen über die Kampagne und die Umfrage, finden sie hier.

    Beitrag: Ralf Schinko

    NGOs auf derWeFair

    Die 17. WeFair – die Nachhaltigkeitsmesse – hat vom 13. bis 15. Oktober im Designcenter in Linz stattgefunden. Der Fokus war heuer Reparieren, Nähen und Upcyclen.  Es gab auch etliche interessante NGOs zu entdecken. Sigrid Ecker hat sich beim Stand des Roten Kreuzes erkundigt, wie die Stammzellenspende funktioniert. Das konnten die Besucher*innen der Messe nämlich vor Ort gleich tun. Es brauche nicht mehr als eine Blutabnahme. Auch foodwatch war vertreten. Sie setzen sich für fairen und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und deren Preise ein. Sie machen zum Beispiel auf die sogenannte „Shrinkflation“ aufmerksam. Das bedeutet, dass die Verpackungen von Lebensmitteln, ohne Vorwarnung, kleiner werden, aber der Preis gleich bleibt.

    Einen ausführlicheren Bericht der WeFair finden Sie hier.

    Beitrag: Sigrid Ecker

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Informationen dazu gibt es unter: stimmlagen.at

    Sendungsmoderation: Aylin Yilmaz

    31 min
  • #Stimmlagen: „Wir waren mehr als überrascht von der Anzeige“ – Border Crossing Spielfeld | Graz ohne fossile Werbung

    „Wir waren mehr als überrascht von der Anzeige“ – Border Crossing Spielfeld

    Am 3. Oktober fand am Landesverwaltungsgericht Steiermark eine Gerichtsverhandlung statt, die sich um Verwaltungsstrafen gegen zwei Personen der Initiative Border Crossing Spielfeld drehte. Die beiden Angezeigten haben am 21. Dezember letzten Jahres – wie auch die Wochen davor – in der Wartezone Spielfeld die Überlebenden der Balkanroute mit dem Nötigsten versorgt. Die Zustände in der Wartezone waren menschenunwürdig und gefährlich: Mehrere hundert Menschen mussten ohne ausreichend Nahrung, medizinischer Versorgung oder Kleidung bei Minusgraden in sperrig beheizten Zelten teils wochenlang frieren. Wir haben darüber berichtet.
    Wie es an diesem Tag zu einer Anzeige kam, inwiefern es ein Versuch ist Repression gegenüber Hilfsorganisationen auszuüben und wie die Gerichtsverhandlung verlief, hört ihr im heutigen Beitrag.

    Graz ohne fossile Werbung

    Anfang Oktober startete eine Kampagne gegen Werbung in Graz. Der Verein Werbefrei will Werbung und Sponsoring aus dem öffentlichen Raum verbannen, aber wieso? Und was ist fossile Werbung überhaupt? Inwiefern kann Sponsoring problematisch sein? Das und mehr beantwortet uns Leonhard Rabensteiner von der Kampagne „Graz ohne fossile Werbung“.

    Bild: Border Crossing Spielfeld

    30 min
  • Demonstration für Schwangerschaftsabbruch

    #STIMMLAGEN 12.10.2023

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien. Die Beiträge stammen zum Großteil von Grundkursteilnehmer:innen.

    Koordination und Moderation: Margit Wolfsberger

     

    Demonstration für sicheren, legalen und zugänglichen Schwangerschaftsabbruch | Der Jungpflanzenmarkt im Wiener Augarten | Das FAKU-Festival von Velobis | Das Unsafe & Sounds Festival in der Wiener Zacherlfabrik | Kurznachricht: 25 Jahre Radio Orange 94.0 und 1 Bim | ANDI-Spezialbeitrag: Der Hannovermarkt in Wien

     

    Demonstration für sicheren, legalen und zugänglichen Schwangerschaftsabbruch

    Am 28. 9. 2023 gab es in ganz Österreich Kundgebungen zum „Safe Abortion Day“. In Wien versammelten sich bis zu 900 Menschen am Maria Theresien Platz. Das Menschenrecht auf körperliche Selbstbestimmung von Mädchen, Frauen, trans Männern und allen Menschen mit Uterus verlangt die Möglichkeit, ungewollte Schwangerschaften abzubrechen, waren sich die Redner*innen einig. Deshalb forderten sie, den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch zu streichen und kostenlos zugänglich zu machen.

    Dieser Beitrag enthält Tonmaterial von Gerhard Kettler und wurde von Stefan und Roberta gestaltet.

     

    Der Jungpflanzenmarkt im Wiener Augarten

    Im Augarten, einer innerstädtischen Parkanlage im zweiten Bezirk, gibt es neben Selbsternteparzellen auch die „City Farm“. Es ist ein städtischer Erlebnisgarten der Gemüsevielfalt und der erste und größte „Garten der Kinder“ mitten in Wien, wo Führungen und Workshops für Kinder und Erwachsene angeboten werden. Am 16. 9. 2023 fand der Jungpflanzenmarkt mit Wintergemüsepflanzen statt.

    Mehr Informationen unter: https://www.cityfarm.wien/

    Beitragsgestaltung: Juliane und Anita

     

    Das FAKU-Festival von Velobis

    Am 16. 9. 2023 wurde das erste „Fahrrad- und Kulturfestival Österreichs“ in Wien Penzing veranstaltet. Es stand unter dem Motto „Gemeinsam Rollen“ und bot unterschiedliche kulturelle Beiträge wie Musikauftritte und ähnliches. Den Start machte eine Fahrraddemo. Organisiert wurde das FAKU-Festival von Velobis, einem Fahrradshop und Bistro im ehemaligen Gloriette-Kino. Laut Veranstalter geht es bei diesem Festival darum, dass „wir als menschliche Kultur zusammenkommen und unsere Unterschiede mit unseren verschiedenen kulturellen Kleidern und Fahrrädern teilen“.

    Mehr Informationen unter: https://fakufest.at/

    Beitragsgestaltung: Prince

     

    Das Unsafe & Sounds Festival in der Wiener Zacherlfabrik

    Von 7.9. bis 17.9. fand das Unsafe & Sounds Festival in Wien in unterschiedlichen Veranstaltungsräumen statt.

    Mehr Informationen unter: https://unsafeandsounds.com/

    Beitragsgestaltung: Michael

     

    Kurznachricht: 25 Jahre Radio Orange 94.0 und eine Bim

    Radio ORANGE 94.0 ist seit 25 Jahren on air. Das 25-jährige Jubiläum wurde am 23. 9. 2023 bei einer großen Geburtstagsparty mit vielen verschiedenen Künstler:innen und toller Musik gefeiert. Seit dem 20. 9. ist die Radio Orange-Straßenbahn auf den Linien 2, 5, 25, 26 und 31 unterwegs. Bis zum 19. 10. 2023 ist sie noch zu bestaunen. Sie soll die Bedeutung des Freien Radios vielen Bewohner:innen und Besucher:innen in Wien visuell vor Augen führen.
    Beitragsgestaltung: Tony Siekerkotte

    ANDI-Spezialbeitrag: Der Hannovermarkt in Wien

    Im 20. Bezirk in Wien befindet sich der Hannovermarkt. Ihn gibt es seit 1850 und er ist nach einem deutschen Adelsgeschlecht benannt. Heute ist er einer der letzten Märkte in Wien, die noch von Lebensmittelständen dominiert werden und nur wenige Imbisslokale oder schicke Restaurants beherbergen. Am Samstag wird der Markt gestürmt, da alle Marktleute ihre Ware vor dem Wochenende billig verkaufen. Die Kurzreportage von Maurizio, Till und Dominik gibt einen akustischen Einblick ins Marktgeschehen.

    30 min
  • WIR4plusEINS im Szenenwechsel

    Wir4: Das sind Ulli Bäer, Harry Stampfer, Gary Lux und Harald Fendrich. Gemeinsam lassen sie „das Beste von Austria 3“ und somit die Klassiker der Österreichischen Singer-Songwriter-Geschichte hochleben. Was 1997 mit Rainhard Fendrichs Idee, eine Soupergroup zu gründen, begonnen hat, führt nun die Originalband von Austria 3 weiter.

    Nach dem Studioalbum „Noch Vuan“ haben „Wir4“ mit der Doppel-CD „Das Beste von Austria 3“ – featuring Wolfgang Ambros auch ein Live-Album herausgebracht.

    In dieser Sendung hören wir  rein in das Live-Album. Dazu gibt´s Interviews mit den Musikern und Fans, aufgenommen während des Festes „70 Jahre Landjugend Schalchen“ (Bezirk Braunau) im Juni 2023.

    Homepage: wirvier.at

    Foto: Peter Pohn

    1 hr 2 min
  • #stimmlagen: Stolpersteine in Salzburg | Bolivien inmitten von Salzburg | Neo-Abolitionismus als Regulierung

    Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der Freien Radios in Österreich, berichtet David Mehlhart aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg:

    • 18 Neue Stolpersteine in Salzburg
    • Bolivien mitten in Salzburg – Rodrigo Alegre Vargas im Interview
    • Neo-Abolotionismus als Regulierung
    • 18 Neue Stolpersteine in Salzburg

      Am 13. September wurden in Salzburg 18 Stolpersteine gegen das Vergessen verlegt. Insgesamt gibt es nun in allen Stadtteilen 506 Erinnerungs-Steine. Der Historiker Gert Kerschbaumer hat das Projekt von Beginn an begleitet. Aus Anlass der Verlegung hat unerhört-Redakteurin Monika Daoudi ein Gespräch mit ihm geführt, um Näheres über das Projekt und seine Recherchearbeit zu erfahren.

      Bolivien mitten in Salzburg

      Nach der Ausstrahlung des ersten Teils zur bolivianischen Community in Salzburg folgt nun Teil 2. Bolivien und Österreich, genauer gesagt Salzburg, haben ein Verbindung, die eventuell auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Jana Djordjevic, teil der unerhört!-Redaktion, hat sich in der Stadt auf der Suche nach bolivianischen Spuren in Salzburg gemacht.

      Neo-Abolotionismus als Regulierung

      Am 13.09.2023 finden im EU-Parlament die letzten Diskussionen über eine Entschließung zur Regulierung der Prostitution in der EU statt, bevor tags darauf abgestimmt wird. Der dazu vom Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter vorgelegte Bericht hatte im Vorhinein, insbesondere von Sexarbeitenden selbst, auch für Kritik gesorgt. Zitiert wird darin unter „Realität in der Prostitution“ unter anderem eine Studie aus Deutschland von 2013, der nach 41% der Sexarbeiterinnen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit Gewalt erfahren. Diese Zahl mag schockieren und eine Zuständigkeit, trotz des fortgeschrittenen Alters der Studie, im frauenrechtlichen Ressort rechtfertigen. Eine google-Suche weiter verliert diese Argumentation bereits an Tragfähigkeit, geben beispielsweise knapp 35% der Frauen in der Allgemeinbevölkerung Österreichs an, ab einem Alter von 15 Jahren körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt zu haben – ohne Dunkelziffer versteht sich. Ist Sexarbeit und deren Regulierung also tatsächlich ein reines Frauenthema oder sind Männer und andere Geschlechter mitgemeint? Warum wird der Bericht im Ressort für Frauenagenden behandelt, nicht im EMCO, dem Beschäftigungsausschuss der EU, der sich mit Arbeitsrechten befasst? Verbessert Kriminalisierung tatsächlich die Lebenssituation von Menschen in der Sexarbeit? Wohlwissend, dass es „die Realität“ nicht gibt, haben sich die radiofabrik-Redakteurinnen Susi Huber und Franziska Kinskofer den Bericht und den Prozess dazu unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten genauer angeschaut. Franziska Kinskofer hat mit der Soziologin, Ethnologin und Politikwissenschaftlerin Helga Amesberger und mit der Sozialarbeiterin Christine Nagl von der Beratungsstelle PiA über den Bericht, Erfahrungen von Sexarbeitenden und vor allem, deren rechtliche Rahmenbedingungen gesprochen. Genauere Informationen zur Beratungsstelle können Sie auch hier nachhören. Das ganze Interview mit Helga Amesberger und Christine Nagl hier.

      Redakteur*innen: Jana Djordjevic, Monika Daoudi, Susi Huber, Franziska Kinskofer, David Mehlhart (Moderation)

       

      Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at.

      31 min
    • Klimaklagen machen (trotzdem) Sinn | Was ist Wikimedia?

      #Stimmlagen, das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios Österreich, dieses Mal gestaltet von der FROzine-Redaktion bei Radio FRO in Linz.

      Klimaklagen machen (trotzdem) Sinn

      Die globalen Emissionen steigen nach wie vor an. Österreich stößt immer noch so viele Tonnen Treibhausgas aus wie 1990, will aber bis 2040 klimaneutral sein. Öl und Gas werden immer noch mit Steuergelder von der Politik gefördert, das schon in der Zielgeraden gedachte und längst überfällige Klimaschutzgesetz wird gerade von der ÖVP wieder aufgeweicht und es sollen ihm wohl nach deutschem Vorbild die Zähne gezogen werden.

      Was aber tun, wenn unsere politischen Vertreter*innen, oder zumindest die Mehrheit von ihnen, nicht ausreichend umsetzen, was sie versprochen haben und vor allem was nötig wäre um unser Leben auch in Zukunft lebenswert zu erhalten.

      Die Rechtsprechung scheint immer stärker zu einem Faktor zu werden, um die Politik zu kontrollieren, lenken und auch anzutreiben – Stichwort Korruptionsstaatsanwaltschaft auf der einen Seite oder von der Zivilgesellschaft eingebrachte Klagen auf der anderen Seite, um einer effizienten Klimapolitik auf die Sprünge zu helfen.

      Eine, die sich schon des Längeren mit solchen Klimaklagen beschäftigt, ist die Juristin Judith Fitz. Sie ist aktuell in der Abteilung für Umwelt und Verkehr der Arbeiterkammer Wien tätig. Fitz gibt im Interview mit Sigrid Ecker einen Einblick in die Geschichte solcher Rechtsmittel, und ordnet die juristischen Möglichkeiten ein. Sie benennt dabei klar ein Rechtsschutzdefizit und klärt über die Notwendigkeit von Generationen- und sozialer Gerechtigkeit im Rahmen der Klimakrise auf.

      Zum Interview in voller Länge

      Was ist Wikimedia?

      Wikimedia ist die Eigentümerin der Onlineenzyklopädie Wikipedia und hat den Sitz in San Francisco. Sie setzt sich für die Verbreitung von freien Informationen und Inhalten ein. Die österreichische Abteilung gibt es seit 2008. Herbert Gassner war Lehrer und hatte im Schulalltag oft mit Wikipedia zu tun. Wikimedia selbst hat er nur durch Zufall kennengelernt. Bei einem Spaziergang durch Wien ist er auf eine Wikimedia Veranstaltung gestoßen und sein Interesse war geweckt, erzählt er im Interview mit Aylin Yilmaz. Gassner wurde Mitglied und ist im Bereich internationale Zusammenarbeit tätig. Er schätzt die vielen Vernetzungs- und Reisemöglichkeiten, bei denen Wikimedia für die Kosten aufkommt. Im Zuge seiner Arbeit bei Wikimedia hat Gassner auch den Mitbegründer von Wikipedia, Jimmy Wales kennengelernt.

      Wikimedia Österreich schreibt auf deren Website:

      Freies Wissen führt zu einer gerechteren Gesellschaft. Daher unterstützt Wikimedia Österreich die Ehrenamtlichen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte und setzt sich für Chancengleichheit beim Zugang zu Wissen und mehr Gemeinwohl beim Umgang mit Daten ein.

      Um sich auszutauschen treffen sich Wikimedia Mitglieder bei der jährlich stattfindenden WikiCon. Heuer findet sie vom 29. September bis 1. Oktober in Linz im Wissensturm statt. Ein Teil des Programmes der WikiCon ist öffentlich und gratis zugänglich.

      Am Samstag, 30. September gibt es im Wissensturm folgende Veranstaltungen für alle Interessierten:

      Wissensturm Linz, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz

      Raum 1.02 (Erster Stock)
      freier Eintritt, keine Voranmeldung nötig

      10:00-11:00 Wikipedia-Sprechstunde

      12:00-13:00 Was Österreich mit der Wikipedia zu tun hat
      13:00-14:00 Alles was Sie immer über die Wikipedia wissen wollten
      14:00-15:00 Wie ich mein Urlaubsbild der Wikipedia spende

      Wer sich für die Arbeit von Wikimedia interessiert und selbst Mitglied werden möchte, kann sich hier informieren.

      Zum Interview

      ***

      Sendungsmoderation: Marina Wetzlmaier

      Mehr Informationen zu den #Stimmlagen gibt es unter: www.stimmlagen.at

       

       

      30 min

    About Gemeinschaftsprogramme

    From the publisher's feed

    Produktionen, die im Rahmen von meist projektbezogenen Zusammenschlüssen von Personen und Redaktionen verschiedener Radiostationen entstanden.