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In der Februar-Sendung geht’s nach Innsbruck! Die Punk-Band Zero Gravity ist zu Gast im Freirad Studio. Freut euch auf abwechslungsreiche Musik und ein interessantes Gespräch!
Es ist der Lebenstraum so vieler österreichischer Familien: das eigene Haus „im Grünen“, das freistehende uneinsehbare möglichst große Einfamilienhaus, bodenfressend an die Ränder der Kommunen gebaut, raumgreifend in die Landschaft hineinwachsend; und jede Gemeinde freut sich, mit „Zuzüglern“ finanziell zu profitieren. Hoppla. Der ganz große Trugschluss. Mehr oder weniger kompakte Randsiedlungen und Streusiedlungen kosten Geld, Geld für die notwendige Aufschließung und Betreibung der teuren Infrastruktur. Und sogar für den Häuslbauer selbst hat sein hart erarbeitetes Lebenswerk Nachteile über Nachteile. Über die Folgen von Zersiedelung spricht Herbert Leschanz von radioYpsilon mit dem Architekten Oliver Oszwald.
Musikalische Untermalung: Dreamland by Audiorezout (Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License)
Bild: Zersiedelung Feldkirchen in Kärnten (Von Joadl (Special thanks to my Aronca pilot Karl Sick) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37653386)
Seit 2011 macht der Verein Bodenfreiheit – Verein zur Erhaltung von Freiräumen – darauf aufmerksam, dass es einen anderen Umgang mit Grund und Boden braucht. Der Verein erarbeitet konkrete Vorschläge, wirbt für einen anderen Umgang mit Grund und Boden und entwickelt unkonventionelle, innovative Ideen für die Erhaltung von Freiflächen: Mittels Gemeinschaftsfinanzierung werden strategisch wichtige Flächen dauerhaft frei und zugänglich gehalten, in dem sie angekauft oder Rechte an diesen Flächen erworben werden. Es handelt sich dabei einerseits um Freiflächen im Siedlungsgebiet und andererseits um die Erhaltung fruchtbarer Böden für die Landwirtschaft. Heute hat Bodenfreiheit Privatpersonen quer durch alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen, Gemeinden, Bürgermeister*innen und auch Interessenvertretungen als Mitglieder. Seit mehr als zehn Jahren besteht dieser Verein nun und hat sich zum Ziel gesetzt, viele weitere Menschen dazu zu motivieren, das Anliegen eines sorgsamen Umgangs mit Grund und Boden zu unterstützen.
Mit Kerstin Riedmann und Walter Fitz vom Verein Bodenfreiheit sprach Ingrid Delacher von Proton – das freie Radio.
Mehr über den Verein Bodenfreiheit – Verein zur Erhaltung von Freiräumen:
Musik „Alone“ von der Band Color Out
In dieser Sendung geht es um das Nyéléni Herbsttreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität, welches vom 28. bis zum 30. Oktober 2022 in Krems stattfand.
Nyéléni ist der Name einer legendären malischen Bäuerin, die eine zentrale Figur für die Ernährungssouveränität ihrer Region und Gemeinschaft darstellte. In Mali fand 2006 das erste weltweite Forum für Ernährungssouveränität statt.
In Krems trafen sich Lebensmittelproduzent*innen, Verarbeiter*innen, Helfer*innen, NGOs, Interessensvertretungen und Wissenschaftler*innen, um über Strategien für ein zukunftsfähiges Lebensmittelversorgungssystems zu beraten und sich weiterzubilden.
Informationen auf https://ernährungssouveränität.at/
Im Rahmen der Sendung wurden verschiedene Perspektiven zum Thema „Boden“ eingeholt. Einige Initiativen, die beim Herbsttreffen dabei waren, werden vorgestellt.
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, AbL: https://www.abl-ev.de/
Bodencheck des Klimabündnis: https://bodencheck.klimabuendnis.at/
Zukunft Essen (Gemeinschaftsverpflegung): https://www.zukunft-essen.at/
Neue Gentechnik, Global 2000: https://www.global2000.at/neue-gentechnik/
Stay Grounded: https://stay-grounded.org/
ÖBV Via Campesina, Österreichischen und Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung: https://viacampesina.at/
SEZONIERI – Für faire Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft! https://www.sezonieri.at/
Regionalwert AG Niederösterreich-Wien: https://regionalwert-ag.at/
Kompost Festival Münster: https://kompost.zone
Nyéléni Europe & Central Asia: https://nyeleni-eca.net/
Diese Sendung ist auch im Rahmen der Sendereihe Our Food Our Future auf Radio Helsinki zu hören.
Projekt-Website: https://ourfood.at
Podcasts: https://cba.media/podcast/our-food-our-future-das-mosaik-des-guten-essens-fuer-alle
Sendungsgestaltung und Foto: David Steinwender
Klimawandel, steigende Wohnkosten und der drohende Verlust der Ernährungssouveränität rücken die Land- und Bodennutzung in ein neues Licht und werden zu unseren drängendsten Zukunftsthemen. Nicht nur die Politik sollte sich damit auseinandersetzen, sondern die gesamte Bevölkerung. Kärnten ist ein Tourismusland, das für seine natürliche Schönheit bekannt ist. In den letzten zwei Jahrzehnten hat diese Gegend jedoch einen regelrechten Bauboom erlebt, der das beliebte Urlaubsziel in einen wahren Betondschungel verwandelt. Asja Boja und Sara Pan von radio AGORA 105 I 5 suchten bei Gerlinde Krawanja Ortner und Olga Voglauer Antworten auf brennende Fragen zur Nutzung und Verwertung von Böden. Eine Sendung im Rahmen des Themenschwerpunktes der Freien Radios in Österreich.
Klimatske spremembe, naraščajoči stanovanjski stroški ter grozeča izguba prehranske suverenosti postavljajo rabo in izrabo tal v novo luč ter jo osvetljujejo kot eno naših najpoglavitnejših tem v prihodnosti. Z njo naj se ne ukvarja le politika, temveč vso prebivalstvo. Koroška je namreč turistična dežela, ki je znana po svojih naravnih lepotah. V zadnjih dveh desetletjih je to območje doživelo pravi gradbeniški bum, ki znano počitniško destinacijo spreminja v pravo betonsko džunglo. radio AGORA 105 I 5 je v okviru težiščnega tedna svobodnih radijev v Avstriji, o rabi in izrabi tal, odgovore poiskal pri Gerlinde Krawanja Ortner in Olgi Voglauer.
Musikalische Untermalung: https://freemusicarchive.org/ (Ketsa)
Der 2021 in der Tourismusgemeinde Ramsau am Dachstein gegründete Verein Naturraum, setzt sich mit den in der Kleinregion weiteren Gemeinden Schladming, Haus im Ennstal und Aich für den Erhalt von Grund und Boden im Eigentum von einheimischen BewohnerInnen ein bzw. möchte Grundstücke erwerben, um sie vor der Spekulation zu bewahren. Wie schwierig dieses Unterfangen angesichts des seit Jahren rapide wachsenden Tourismus, der damit steigenden Immobilienpreise und der mitunter ungenügenden politischen Rahmenbedingungen ist, darüber sprechen Bgm. Ernst Fischbacher und Vizebürgermeisterin Regina Stocker als Mitgründer bzw. Mitgründerin des Vereins.
Zweites Thema: Global 2000 möchte in Zusammenarbeit mit Gemeinden, Schulen, Vereinen und aktiven BürgerInnen mit dem Nationalparkgarten das größte Netzwerk überlebensnotwendiger Lebensräume schaffen und so die Biodiversität fördern. Doch auch dieses Projekt zielt darauf ab, die seit Jahrzehnten fortschreitende Flächenversiegelung einzudämmen und ein Bewusstsein für dieses Problem zu schaffen. Derzeit sind rund 5 Mio. m2 Boden in Österreich als ‚Nationalparkgarten‘ in diesem Projekt erfasst.
Umweltbiotechnologin Ines Fritz und Gerlinde Larndorfer vom Klimabündnis OÖ zu Mikroplastik im Boden. Das Problem ist riesig. Was bedeutet das für Mensch und Umwelt? Wie kommen wir da raus?
Die weltweite Produktion von Kunststoff steigt seit den 1960er Jahren laufend an. Der Weg von der Produktion bis zum Entsorgen ist ein sehr kurzer, denn Plastik steht für Einweg. Unvorstellbare Mengen landen täglich in unserer Umwelt – 700 kg Plastikmüll in jeder einzelnen Sekunde sollen es zum Beispiel im Meer sein. Plastikmüll schwimmt in kleinste Teichen, aber genauso in unseren heimischen Flüssen. Mikroplastik meint winzige Teilchen, die kleiner als 5 mm sind und aus ganz unterschiedlichen Kunststoffarten bestehen können.
Wo steht die Forschung zu Mikroplastik im Boden? Worin genau ergeben sich Probleme? Was bedeutet das für den menschlichen Körper und wie müssen wir all dem begegnen?
Dazu hören sie Ines Fritz, Professorin für Umweltbiotechnologie am IFA Tulln, einer Außenstelle der Universität für Bodenkultur Wien im Online-Interview.
Sie forscht seit 28 Jahren an den Folgewirkungen von biologischem Abbau und in Folge an biologisch abbaubaren Kunststoffen. Da geht es um Kreisläufe, um Verwesung und Verrottung und wie sich diese Prozesse darstellen und wozu sie gut sind. Sie sagt:
“Alles Plastik, das wir jemals hergestellt und in die Umwelt entlassen haben, befindet sich nach wie vor in der Umwelt.”
Das Plastik zerfällt also schon auch in immer kleinere Teilchen, aber die Natur weiß damit nichts anzufangen. Sind Plastikpartikel erst einmal im Boden, werden sie Teil einer komplexen Mischung aus organischem und mineralischem Material, das auch in die Nahrungskette von Tier und Mensch gelangen kann.
Der Wissenschaft ist das schon zwanzig und mehr Jahre bekannt. Eine gewisse Öffentlichkeit hat das Schlagwort durch die Verunrinigung der Weltmeere in den letzten Jahren bekommen. In der Mitte der Gesellschaft ist die Dimension der Verunreinigung von Wasser, Luft und Boden jedoch noch längst nicht angekommen.
Dazu weiß auch Gerlinde Larndorfer vom Klimabündnis OÖ einiges zu sagen. Sie ist dort zuständig für die Koordinierung Boden und Biodiversität, Bodenbündnis in OÖ und Bienenfreundliche Gemeinde.
Infos zum erwähnten Vortrag zum Thema gibt es hier.
Alleine schon das erheben der Menge stellt Wissenschaft und Politik vor große Herausforderungen.
Klar ist jedoch, das Verbot des Plastiksackerl, das 2020 beschlossen wurde, wird nicht reichen.
Moderation und Gestaltung: Sigrid Ecker
CC-Musik: libeccio – christo4us
Regula Imhof von FREIRAD spricht in dieser Sendung mit Mag. Thomas Danzl, dem Geschäftsführer des Landeskulturfonds Tirol, über Flächenschwund für die Landwirtschaft und den beunruhigenden Wandel in den landwirtschaftlichen Strukturen Tirols.
Der Dauersiedlungsraum in Tirol macht nur rund 12% der Gesamtfläche aus, denn der Großteil der Flächen sind Wald, Hochgebirge und Fels. Zu diesen 12% gehören auch alle landwirtschaftlichen Flächen. Der Druck darauf ist enorm und die Landwirtschaft ist in Konkurrenz mit Bauflächen und allen anderen Begehrlichkeiten. Die Lebensmittelproduktion für Tirol braucht diese Flächen und dennoch gibt es keine absoluten Grenzlinien. Der politische Wille dazu hat bis heute nicht zu einem verbindlichen Gesetz geführt und weiterhin werden österreichweit täglich 12 Hektar verbaut und meist versiegelt. Gleichzeitig wandelt sich die landwirtschaftliche Struktur ständig – um die 80% der Betriebe sind in Tirol im Nebenerwerb. Wachsen und Weichen ist immer noch die Hauptentwicklung im landwirtschaftlichen Strukturwandel, das heißt immer wieder werden landwirtschaftliche Flächen neu verpachtet oder eben verkauft; manchmal auch mit der Hofstelle dazu. Unter anderem um diese strukturelle Entwicklung nicht allein dem „Markt“ zu überlassen, hat sich vor 70 Jahren der Landeskulturfonds gegründet. Er unterstützt die Bäuerinnen und Bauern durch Agrarinvestitionskredite zur Modernisierung der Landwirtschaft und kauft und verkauft als landwirtschaftlicher Siedlungsträger auch land- und forstwirtschaftliche Liegenschaften. Das Ziel ist wirtschaftlich sinnvolle und nachhaltige Agrarstrukturen zu erhalten.
Verdichtung, Erwärmung, Insektensterben – die Herausforderungen, die mit zunehmender Bodenversiegelung auftreten, sind vielfältig. Und sie werden sich im Laufe der Zeit immer stärker bemerkbar machen. Aber auch das Problembewusstsein ist gewachsen und damit die Suche nach Lösungen. Radio OP/ Radio Mora hat sich im Burgenland umgesehen nach Personen, Unternehmen oder Organisationen, die einen Beitrag in Richtung gesunden Boden leisten und das Beste aus der Situation machen wollen.
Verwendete Musik: „Darren“ by Audiorezout (DARREN | Songtradr Music)
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