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  • #Stimmlagen: Exklusivinterview: Österreich Rechtsaußen zum Neonazi und Bombenbauerprozess in Eisenstadt | Riseup4Rojava zum türkischen Angriffskrieg

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von VON UNTEN, dem Nachrichtenmagazin von Radio Helsinki 92,6 in Graz.

    #Exklusives Interview: Österreich Rechtsaußen erzählt vom Neonazi und Bombenbauerprozess in Eisenstadt vom 31.3.22

    Ohne eine breite öffentliche Wahrnehmung fand am 31. März 2022 ein Prozess gegen Rudolf P. und seinen Sohn statt.

    Die Anklagepunkte reichten von Suchtmittelvergehen, über Wiederbetätigung bis hin zur Vorbereitung eines Sprengmitteldeliktes.
    Der Angeklagte hatte eingerahmte Bilder von Fanz Fuchs, Beate Tschepe und Anders Breivik daheim, also von bekannten rechtsextremen Terrorist:innen.
    Gleichzeitig hat er ein Manifest geschrieben, das eine Schritt für Schritt Anleitung zum Bau einer Bombe mit einem Tötungsgrad mit einem Umkreis von 15 Metern umfasste.
    Neben den Probesprengungen die in einem Dorf in Ungarn bereits durchgeführt wurden, war der Angeklagte mit der NVP (Nationale Volkspartei), dem Neonazi Gerd Honsik und der IB (Identitären Bewegung) gut vernetzt.
    Trotz der massiven Gefahr die von dieser Person ausgeht, ist davon auszugehen, dass er nicht ins Gefängnis gehen wird. Außerdem wurde wieder eine abstruse Einzeltäter-Theorie vertreten und die Netzwerke des Angeklagten waren weder Gegenstand der Ermittlungen noch im Prozess relevant.
    Ihr hört einen Ausschnitt des Interviews das am 23.5. vollständig bei VON UNTEN im Gespräch gesendet wird.
    Der Beitrag wurde gestaltet von Tamara Ussner.

    #Riseup4Rojava: der türkische Angriffskrieg auf die autonomen kurdischen Gebiete

    Die Türkei führt seit dem 18. April erneut eine militärische Großoffensive gegen die kurdische Bewegung durch, und begeht abseits der öffentlichen Wahrnehmung Kriegsverbrechen an der kurdischen Zivilbevölkerung, setzt Giftgas ein, und betreibt perfide Kriegsführung durch das Abtrennen der Wasserzufuhr oder die Vernichtung von Feldern.

    Durch den Krieg in der Ukraine fühlt sich die Türkei unbeobachtet, und auch durch den sehr wahrscheinlichen Nato-Eintritt von Schweden und Finnland versucht die Türkei Druck aufzubauen, um ihren Vernichtungskrieg gegen die Kurd:innen international auszuweiten.
    Auch aus Österreich und Deutschland gibt es auf Druck der Türkei Abschiebungen von kurdischen Aktivist:innen, die teils sogar in Deutschland geboren wurden.
    Aber was hat der Konflikt mit Österreich zu tun? Die basisdemokratischen, ökologischen und feministischen Organisationsformen der autonomen kurdischen Gebiete sind immens wichtige Räume in denen eine neue Form des Zusammenlebens erforscht wird. Autoritäre und kapitalistische Regime haben daran kein Interesse, wenn sich emanzipatorische Bewegungen weltweit davon inspirieren lassen, davon lernen und diese in die Praxis umgesetzten Theorien weiterentwickeln.
    Heute hört ihr wieder einen Ausschnitt eines ausführlicheren Interviews, das wir Anfang Juni bei VON UNTEN im Gespräch senden werden.
    Der Beitrag wurde gestaltet von Tamara Ussner.

    30 min
  • Internationaler Tag der Roma

    #STIMMLAGEN 12.5.2022

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

    Sendungskoordination: Margit Wolfsberger

    Themen: Internationaler Tag der Roma | Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Österreich | Österreich stürzt im Press Freedom Index ab | Studierende aus der Ukraine in Österreich | Kritik an den Amadeus Music Awards 2022

    Internationaler Tag der Roma

    Am 8. April wird anlässlich des Jahrestages des ersten Welt-Roma-Kongresses der internationale Tag der Roma gefeiert. Anlässlich dieses Gedenktages veranstaltete der Verein Voice of Diversity eine Podiumsdiskussion zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Aktivismus für die Rechte der Volksgruppe in Österreich. Die jungen Romnja und Roma, Sintizze und Sinti sehen zwar große Fortschritte über die letzten 30 Jahre, orten aber noch viele Defizite. Sowohl bei der Umsetzung der neuen Strategie zur Inklusion der Roma bis 2030 als auch beim fehlenden zentralen Denkmal für die Opfer des Porajmos forderten die Aktivist*innen auf dem Podium mehr Engagement vom österreichischen Staat.

    Beitragsgestaltung: Stefan Resch; Vielen Dank an Voice of Diversity für das Tonmaterial

    Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Österreich

    Wohnungs- und Obdachlosigkeit zählen zu den schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen, nämlich dem Recht auf Wohnen. In Österreich beläuft sich die Zahl an wohnungs- oder obdachlosen Menschen in den vergangenen Jahren schätzungsweise auf 22.000 – 23.000, ca. 31 % dieser sind Frauen. Der Staat hat Menschenrechtskonventionen ratifiziert, die das Recht auf Wohnen beinhalten. Dennoch ist dieses Recht verfassungsrechtlich nicht verankert und daher gerichtlich nicht überprüfbar. Amnesty International hat in ihrem Bericht über Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Österreich Forderungen für das Recht auf Wohnen formuliert.

    Beitragsgestaltung: Jana Pichler

    Bericht von Amnesty International: https://www.amnesty.at/media/9679/amnesty-report-wohnungs-und-obdachlosigkeit_april-2022_summary-de.pdf

    Österreich stürzt im Press Freedom Index ab

    Anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai stellte die NGO Reporter ohne Grenzen ihre jährliche Rangliste der Pressefreiheit vor. Österreich kommt im Bericht für 2021 schlecht weg: Es steht im weltweiten Ranking auf Rang 31 und verliert damit im Vergleich zum Vorjahr 14 Plätze. Besonders negativ wirken sich das „pressesteuernde“ Verhalten der Regierung und die schlechte finanzielle Situation wegen der veralteten Presseförderung aus. Auch weltweit zeigt der Bericht Besorgnis erregende Tendenzen in Puncto Verringerung der Pressefreiheit.

    Beitragsgestaltung: Stefan Resch

    Studierende aus der Ukraine in Österreich

    Seit dem Beginn des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine sind auch in Österreich viele Menschen angekommen, die versuchen sich zumindest übergangsweise ein neues Leben aufzubauen. Unter ihnen sind auch viele junge Menschen, die studieren oder dies vorhaben. Für sie wurden verschiedene Maßnahmen getroffen, wie die Einrichtung eines Zentrums in dem Schüler*innen ihren Abschluss nachholen können, finanzielle Hilfen oder kostenlose Deutschkurse. Für Menschen ohne ukrainische Staatsbürgerschaft ist das Procedere jedoch deutlich schwieriger.

    Beitragsgestaltung: Hannah Krause

    Kritik an den Amadeus Music Awards 2022

    Am 29. April 2022 gingen die 21. Amadeus Music Awards über die Bühne. Der österreichische Musikpreis wird dabei an die besten Künstler*innen vergeben. Künstler*innen kritisierten jedoch die Bevorzugung von Männern unter den Preisträger*innen. Musikpreise werden im Zeitalter der Streaming-Dienste ohnehin kontrovers diskutiert. Oftmals stehen wirtschaftliche Interessen vonseiten der Musikindustrie im Vordergrund und nicht die Künstler*innen.

    Der Beitrag wurde gestaltet von Martin Jelicic.

    30 min
  • Stimmlagen: Widerstand gegen Abriss | Frauen & Geld | Spaziergang mit Beeinträchtigung

    Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der Freien Radios in Österreich, berichtet Daniel Bergerweiss aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg:

     

    • Mieter wehren sich gegen Abrisspläne
    • Frauen und Geld
    • Spaziergang mit Beeinträchtigung
    • Mieter wehren sich gegen Abrisspläne

      Die Südtiroler-Siedlung im Salzburger Stadtteil Liefering ist 28.000 Quadratmeter groß und umfasst 220 Wohnungen. Susi Huber hat sich mit Gemeinderat Kay Michael Dankl und einem Anwohner der Siedlung vor Ort zum “Lokal-Ohrenschein” getroffen, denn die 83 Jahre alte Wohnanlage soll nun durch Neubauten ersetzt werden. Susi Huber berichtet darüber was hinter dem Verkauf steht und welche Möglichkeiten die Bewohner:innen der Wohnungen haben.
      Frauen und Geld
      Noch bis November 2022 bieten die Salzburger Frauenservicestellen„Frau und Arbeit“ und „KoKon“ eine Finanzakademie zum Thema „Frauen und Geld“ an. Eine Akademie zum Thema Geld? Das hört sich erst einmal nicht sehr niederschwellig an. Doch die kostenlosen Workshops richten sich an alle, die sich im Bereich Arbeitsrecht, Vorsorge und Anlage schlau machen wollen, denn Frauen werden in vielen Bereichen finanziell nach wie vor benachteiligt und haben es schwerer als Männer. Speziell die vergangenen Monate haben Schieflagen und Ungleichheiten sichtbar gemacht und es sei wichtig, dass Frauen ihre Berührungsängste zum Thema Geld abbauen, betont Barbara Nihues. Sie ist Geschäftsführerin von KoKon, in Altenmarkt im Pongau und hat sich mit Timna Pachner unterhalten.
      Spaziergang mit Beeinträchtigung
      Renate Hausenblas hat sich mit Dominic Schmid verabredet. Dominic hat ein beeinträchtigtes Sehvermögen. Die Idee – wie kommen blinde Menschen im Alltag der Stadt Salzburg klar? Und wo stoßen Menschen mit Sehbeeinträchtigung auf Hindernisse? Um das herauszufinden ging es auf einen gemeinsamen Spaziergang mit Stock und Mikrophon durch die Stadt.

      Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at.

      30 min
    • Friedenstaube statt Ukraineflagge | Putins rechte Freunde | Abeitslosengeld RAUF

      Nadja Meisterhans wirft einen kritischen Blick auf die Hintergründe des russischen Angriffkrieges auf die Ukraine und Michel Reimon (Die Grünen) auf die europäischen Allianzen der Rechten und Rechtsextremen. Außerdem: das  Volksbegehren „Arbeitslosengeld RAUF“ läuft jetzt. Diese #Stimmlagen kommen von Radio FRO aus Linz.

      Friedenstaube statt Ukraineflagge und „Putins rechte Freunde“

      Nadja Meisterhans ist eine Expertin für Internationale Beziehungen und Politiken, forscht u.a. zu Demokratie, Menschenrechte und globaler Gesundheitspolitik und lehrt aktuell an der Karlshochschule International University in Karlsruhe. Sie wirft im Talk mit Sigrid Ecker einen kritischen Blick auf die Hintergründe des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, sowie die dazu gehörende militärische Kommunikation und die aktuelle Berichterstattung. Was wurde verabsäumt, was könnte auch jetzt getan werden abseits von militärischer Unterstützung. Welche Rolle spielen die Medien in diesem Krieg?
      Meisterhans erkennt eine Remilitarisierung der internationalen Politik, rechte Verschwörungserzählungen und toxische Männlichkeit. Sie kritisiert den Umgang mit Michail Gorbatschow (Glasnost/Perestroika) und das Versäumnis der westlichen Länder nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, zivile und demokratische Kräfte im Osten zu stärken. Und sie kritisiert, dass stattdessen ausschließlich Märkte geöffnet und Oligarchen und korrupte Eliten gestärkt wurden.
      Integration wurde nur im Sinne von neoliberalen Marktöffnungen (Wandel durch Handel) und militärischer Integration (NATO) vorangetrieben.

      Michel Reimon ist derzeit europapolitischer Sprecher der Grünen im Nationalrat. Davor war er Abgeordneter zum Europäischen Parlament sowie Journalist und Autor. Gemeinsam mit der Journalistin Eva Zelechowski hat er 2017 das Buch „Putins rechte Freunde. Wie Europas Populisten ihre Nationen verkaufen“ im Falter Verlag veröffentlicht. Vieles, das in dem Buch skizziert worden ist, gibt auch fünf Jahre später aufschlussreiche Hintergrundinformationen zur aktuellen Situation. Es erklärt warum rechte und rechtsextreme Parteien ein Problem damit haben sich von Putin zu distanzieren und warum sie in den vergangenen Jahren seine Politik mitgetragen und sogar verteidigt haben. Über Allianzen mit europakritischen Parteien und Organisationen versucht Russland die EU zu schwächen, so die Hauptaussage des Buchs. Als vier wichtigste Verbündete nennen Reimon und Zelechowski: Marine Le Pen, die FPÖ, die AfD und Victor Orbán. Im Rahmen einer Veranstaltung über „Putins rechte Freunde“ gibt Reimon außerdem Einblicke in aktuelle europapolitische Herausforderungen, etwa in Bezug auf Sanktionen gegen Russland.

      Reimon war am 14. April 2022 in Thalheim mit seinem Vortrag „Putins Rechte Freunde“ zu Gast. Sie hören aus jeweils Ausschnitte, gestaltet von Marina Wetzlmaier und Sigrid Ecker.

      Den Talk Zerstörende Allianzen: Imperialismus, Neoliberalismus und Militarismus gibt’s hier zu hören. 

      Arbeitslosengeld RAUF

      Das Arbeitslosengeld in Österreich ist mit 55 % des Nettolohnes im Vergleich zu anderen EU-Ländern sehr niedrig. Da Menschen mit geringem Einkommen häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind, steigen Armut und Existenzangst.

      Margit Happerger hat Menschen vor dem Arbeitsamt in Linz zu ihrer Situation befragt und dazu, was sie über Pläne, das degressive Arbeitslosengeld einzuführen, denken. Mit dem degressiven Arbeitslosengeld würden Langzeitarbeitslose noch weniger als 55 % ihres Nettogehaltes bekommen. Mit dem Volksbegehren „Arbeitslosengeld RAUF“ wird  vom Nationalrat eine Novellierung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes gefordert.

      Die Forderungen: eine Anhebung des Arbeitslosengeldes auf mindestens 70 % . Eine Entschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen und eine Verbesserung der Rechtsstellung der Arbeitslosen insgesamt.
      Irina Vana vom Zentrum für Soziale Innovation erklärt, was eine Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 70 % gesamtgesellschaftlich bewirken würde.

      Die Eintragungswoche für das Volksbegehren „Arbeitslosengeld RAUF“ ist vom  2. Mai bis 9. Mai. Weitere Infos zur Initiative: https://www.arbeitslosengeld-rauf.at. Wer aktiv mitarbeiten will, kann sich an [email protected]  wenden.

      Den Beitrag in voller Länge hören sie hier.

      Diese #Stimmlagen kommen von der FROzine Redaktion aus Linz.

      Moderation: Sigrid Ecker

      Weitere Infos unter stimmlagen.at.

      31 min
    • #Stimmlagen: Rechtsextreme und neonazistische Prozesse in Österreich

      Rechtsextreme und neonazistische Prozesse in Österreich und was dabei oft problematisch ist – das ist das Schwerpunktthema der heutigen Ausgabe von #Stimmlagen, das Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Gestaltet wird die Sendung von der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz.

      #Neonazirapper und Betreiber einer antisemitischen Website vor Gericht

      In der heutigen Stimmlagensendung wird es einen Schwerpunkt zu rechtsextremen und neonazistischen Prozessen geben. Im ersten Beitrag spricht Valerie von der VON UNTEN Redaktion mit Mahriah Zimmermann von Prozess Report und dem freien Journalisten Robert Andreasch über einen kürzlich in Wien verhandelten Prozess, in dem ein Neonazirapper aus Kärnten und sein Bruder angeklagt wurden.
      Die gesamte Sendung könnt ihr hier nachhören.

      #Die Europäische Aktion

      Im zweiten Beitrag geht es um die neonazistische Europäische Aktion. Der Prozess um dieses bis nach Deutschland und Ungarn reichende Netzwerk wurde in einer Broschüre von Prozess Report zusammengefasst und analysiert. Hier senden wir heute schon einen Ausschnitt der Sendung, die ihr am Montag den 2. Mai bei VON UNTEN im Gespräch hören könnt.

      30 min
    • Krieg ist Krieg. Mensch ist Mensch

      #STIMMLAGEN 14.4.2022

      #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

      Sendungskoordination: Margit Wolfsberger, Foto: Patricia V. (Lager Michalovce/Slowakei im März 2022)

       

      NGOs fordern Gleichbehandlung von Geflüchteten aus der Ukraine | Kurznachrichten | Exit und Transport in Michalovce/Slowakei | Besetzte Baustelle in Wien-Hirschstetten geräumt | Österreich hat Nachholbedarf bei Menschenrechten

       

      Krieg ist Krieg. Mensch ist Mensch: NGOs fordern Gleichbehandlung von Geflüchteten

      Seit dem Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine gibt es in ganz Mitteleuropa Hilfsangebote für Geflüchtete. Dabei werden aber bei weitem nicht alle Geflüchteten gleichbehandelt. Schwarze Menschen wurden an den Grenzen abgewiesen, Drittstaatsangehörige sind von den umfassenden Ausnahmeregelungen in der EU nicht erfasst und müssen das reguläre Asylsystem durchlaufen.

      Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik hat daher einen offenen Brief gestartet, der schon von mehr als 90 Organisationen und Vereinen unterzeichnet wurde. Darin fordern sie die gleiche Behandlung für alle aus der Ukraine Geflüchteten, Zugang zum Arbeitsmarkt und die Schaffung einer dauerhaften Bleibeperspektive. Der volle Text des offenen Briefes kann hier gelesen werden: https://menschliche-asylpolitik.at/offener-brief-krieg-ist-krieg-mensch-ist-mensch/

      Auf der Plattform aufstehen.at kann der offene Brief unter diesem Link weiter unterzeichnet werden: https://actions.aufstehn.at/offener-brief-ukraine

      Beitragsgestaltung: Stefan Resch

       

      Kurznachrichten

      Der Konflikt in der Ukraine sorgt für Nahrungsmittelknappheit, steigender Inflation und Lebensmittelpreise. Die Hilfsorganisation CARE macht auf besonders betroffene Länder in Ost- und Zentralafrika sowie im südlichen Afrika aufmerksam.

      Die versprochene Reform der Arbeitsbedingungen bei der FIFA WM 2022 in Katar lassen auf sich warten. Amnesty International deckt einmal mehr die prekären Menschenrechtsverletzungen auf, denen Arbeitsmigrant\*innen in Katar ausgesetzt sind.

      Beitragsgestaltung: Jana Pichler

       

      Exit und Transport in Michalovce

      Patricia, eine Freiwillige aus Wien, berichtet aus Michalovce, einem Lager in der Slowakei nur 30 km von der Grenze zur Ukraine entfernt. Das Kommen und Gehen der geflüchteten Menschen aus der Ukraine erfolgt relativ geordnet und gut organisiert. Nach einem meist nur kurzen Ausrasten und dem Registrieren, reisen die Menschen mit Busen in andere Länder weiter. Derzeit (Mitte März) kommen nur mehr einige Hundert Menschen täglich über die Grenze, vor allem Frauen mit Kindern und ältere Menschen.

      Das Telefoninterview führte Margit Wolfsberger.

       

      Besetzte Baustelle der Stadtstraße in Wien-Hirschstetten geräumt

      Am vergangenen Dienstag, den 5. April, wurde das Protestcamp in Wien in der Hirschstettner Straße von der Polizei geräumt. Am Abend desselben Tages versammelten sich 300-400 Menschen vor der Parteizentrale der SPÖ in der Wiener Löwelstraße, um ihre Solidarität mit den Aktivist*innen zu zeigen und gegen die Räumung zu protestieren. Sie berichten, dass die Polizei bei der Räumung Journalist*innen nicht zum Protestcamp durchgelassen und so die Arbeit der Presse behindert habe.

      Dieser Beitrag wurde gestaltet von Stefan Resch und enthält Tonmaterial von Gerhard Kettler.

       

      AI: Österreich hat Nachholbedarf bei Menschenrechten

      Am 29.März 2022 brachte Amnesty International den Jahresbericht heraus. Darin wird die Menschenrechtslage von 154 Ländern beleuchtet, auch die österreichische. Die Liste der Menschenrechtsverfehlungen in Österreich sei lang und habe Verbesserungsbedarf, meint Amnesty International. Kritisiert werden unter anderem ungerechtfertigte Abschiebungen von Asylsuchenden, mangelnder Schutz von Whistleblower*innen, der Mangel an wirksamen Untersuchungen von Polizeigewalt und Diskriminierung.

      Beitragsgestaltung: Chiara Reinwald

      30 min
    • Rassismusreport / Zeitpolster / „Kämpferinnen“

      #Stimmlagen aus der Radiofabrik Salzburg:

      • Rassismusreport 2021
      • Zeitpolster als Tauschgeschäft
      • „Kämpferinnen“ für Frauenrechte
      • Zara stellt Rassismusreport 2021 vor

        Seit Ende März liegt der Antirassismusreport 2021 der Organisation für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit (ZARA) vor. Die Meldungen über rassistische Vorfälle stiegen in Österreich im vergangenen Jahr deutlich an, aber nur wenige der Betroffenen melden die Vorfälle selbst. Im Gespräch mit Susi Huber erklärt Fiorentina Azizi-Hacker von Zara weshalb dabei wieder nur die Spitze des Eisbergs sichtbar wird.

        Zeitpolster – gute Taten für später ansparen

        Die Mitglieder des Verein Zeitpolster helfen einander, indem sie etwa den Einkauf erledigen oder die Begleitung bei Spaziergängen anbieten. Dabei sparen sie sich Zeit an, die sie einlösen können, wenn sie selbst alt sind. Wie dieses Konzept funktioniert, haben sich Michaela Hoppe und Dominic Schmid angeschaut. Sie haben mit Susanne Lidauer gesprochen, der Regionalkoordinatorin des Vereins Zeitpolster Salzburg.

        Buchprojekt „Kämpferinnen“

        „Damit der Faden nicht reißt“ haben Birgit Buchinger, Renate Böhm und Ela Großmann unter dem Titel „Kämpferinnen“ ein Buch mit Porträts feministischer Wegbereiterinnen herausgegeben. Was sind die wesentlichen Spuren die diese porträtierten Frauen hinterlassen haben? Monika Daoudi hat mit Birgit Buchinger, eine der Herausgeberinnen und Theresa Lechner, eine der Autorinnen des Bandes über die spannende Herangehensweise des Buchprojektes gesprochen.

        Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at.

        30 min
      • Anti-Korruptionsvolksbegehren – Pazifismus

        Studiogespräch mit Michael Ikrath über das Anti-Korruptionsvolksbegehren.

        Von 2. Bis 9. Mai läuft die Eintragungswoche des Rechtsstaat- und Anti-Korruptionsvolksbegehrens. Neben Irmgard Gries, Franz Fiedler oder Heide Schmidt ist Michael Ikrath einer der 12 ProponentInnen die dieses Volksbegehren initiiert haben. Der ehemalige Bankmanager, Nationalratsabgeordneter und Justizsprecher der ÖVP spricht über seine Beweggründe und die Ziele des Volksbegehrens und darüber, was Korruption in ihrem Innersten ausmacht.

        Gespräch mit Boris Lechthaler von der Solidarwerkstatt (Bild) über Pazifismus und Entmilitarisierung in der aktuellen Situation

        Wie kann in Zeiten des unfassbaren Kriegs in der Ukraine und den auch im Westen entstehenden Aufrüstungstendenzen Engagement für Pazifismus und Entmilitarisierung aussehen ohne die düsteren Realitäten und aktuellen Notwendigkeiten auszublenden?
        Welche Zukunftschancen hat der Frieden, ohne Abschreckung durch Aufrüstung, die nichts anderes darstellt als eine potentielle kriegerische Bedrohung der Zukunft? Schwierige Fragen, die – weil es möglicherweise auch um die militärische Verteidigung der Demokratie geht – für niemanden leicht zu beantworten sind. Dazu ein Gespräch ein mit Boris Lechthaler von der Solidarwerkstatt.

        31 min
      • Klima und Verteidigung | Feministische Außen- und Friedenspolitik

        Thomas Waitz, EU-Abgeordneter der Grünen über Klima und Verteidigung, Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Agrar- und Umweltpolitik, sowie die Stimmung in der ungarischen Opposition im Wahlkampf. Außerdem Kristina Lunz, Centre for Feminist Foreign Policy zu feministischer Außen- und Sicherheitspolitik.

        # Klima und Verteidigung

        Thomas Waitz ist Abgeordneter im Europaparlament für die Grünen und Biobauer. Er hat bereits kurz vor dem Ausbruch des Krieges von Russland gegen die Ukraine das Thema Klima und Verteidigung eingebracht und verhandelt. Worum es dabei geht und was sich durch Putins Militäroffensive geändert hat, berichtet er im Interview mit Sigrid Ecker.
        Außerdem wurde gestern im Europaparlament auch über eine Resolution zu den aktuellen Entwicklungen und Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die europäische Agrar- und Umweltpolitik abgestimmt.

        “Die Invasion der Ukraine ist ein Vorwand für Mitgliedstaaten und der Agrarindustrielobby den Green Deal aufzuweichen und die wenigen Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Klima noch mehr abzuschwächen”, sagt Thomas Waitz. Er erklärt, worum geht es und was geplant ist.

        Und er gibt einen kurzen Stimmungsbericht der Opposition zu Orbans Fidesz vom aktuellen ungarischen Wahlkampf zu den Parlamentswahlen, die am 3. April 2022 stattfinden werden.

         

        # Feministische Außen- und Friedenspolitik

        Mitgeschäftsführerin des Centre for Feminist Foreign Policy Kristina Lunz war mit ihrem brandaktuellen Buch Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch – Wie globale Krisen gelöst werden müssen zu Gast in Episode #10 von Was wäre wenn… der utopische Podcast. Sie spricht über patriarchale Strukturen, (feminsitischen) Frieden, sowie Sicherheit, den Kampf für Gerechtigkeit an der Schnittstelle von Aktivismus und Diplomatie und den Zusammenhang von Gerechtigkeit, Frieden und dem Überwinden der Klimakrise.

        Sie hören Ausschnitte daraus.

        Den Podcast in voller Länge jetzt hören.

        Moderation: Sigrid Ecker

        30 min
      • Politiken im Schatten des Kriegs

        Thomas Waitz, EU-Abgeordneter der Grünen über Klima und Verteidigung, Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Agrar- und Umweltpolitik, sowie die Stimmung in der ungarischen Opposition im Wahlkampf. Außerdem Kristina Lunz, Centre for Feminist Foreign Policy zu feministischer Außen- und Sicherheitspolitik.

        Klima und Verteidigung

        Thomas Waitz ist Abgeordneter im Europaparlament für die Grünen und Biobauer. Er hat bereits kurz vor dem Ausbruch des Krieges von Russland gegen die Ukraine das Thema Klima und Verteidigung eingebracht und verhandelt. Worum es dabei geht und was sich durch Putins Militäroffensive geändert hat, berichtet er im Interview mit Sigrid Ecker.
        Außerdem wurde gestern im Europaparlament auch über eine Resolution zu den aktuellen Entwicklungen und Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die europäische Agrar- und Umweltpolitik abgestimmt.

        “Die Invasion der Ukraine ist ein Vorwand für Mitgliedstaaten und der Agrarindustrielobby den Green Deal aufzuweichen und die wenigen Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Klima noch mehr abzuschwächen”, sagt Thomas Waitz. Er erklärt, worum geht es und was geplant ist.

        Und er gibt einen kurzen Stimmungsbericht der Opposition zu Orbans Fidesz vom aktuellen ungarischen Wahlkampf zu den Parlamentswahlen, die am 3. April 2022 stattfinden werden.

        Feministische Außen- und Friedenspolitik

        Mitgeschäftsführerin des Centre for Feminist Foreign Policy Kristina Lunz war mit ihrem brandaktuellen Buch Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch – Wie globale Krisen gelöst werden müssen zu Gast in Episode #10 von Was wäre wenn… der utopische Podcast. Sie spricht über patriarchale Strukturen, (feminsitischen) Frieden, sowie Sicherheit, den Kampf für Gerechtigkeit an der Schnittstelle von Aktivismus und Diplomatie und den Zusammenhang von Gerechtigkeit, Frieden und dem Überwinden der Klimakrise.

        Sie hören Ausschnitte daraus.

        Den Podcast in voller Länge jetzt hören.

        Moderation: Sigrid Ecker

        Weitere Infos und alle #Stimmlagen gibt es hier.

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        30 min

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