Gemeinschaftsprogramme

Gemeinschaftsprogramme

By Gemeinschaftsprogramme
Download on the App Store

Gemeinschaftsprogramme episodes

  • Ukraine-Krieg: Rassismus auf der Flucht | Zeug:innenbericht aus der Ukraine | Entwicklung eines EU-weiten Lieferkettengesetzes

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von VON UNTEN, dem Nachrichtenmagazin von Radio Helsinki 92,6 in Graz.

     

    #Ukraine-Krieg: Rassismus auf der Flucht

    Seit Beginn des Krieges berichten BIPOC (Black, Indigenous, People of Color) Menschen auf der Flucht von rassistischen Erfahrungen an unterschiedlichen Grenzübergängen. Es wird selektiert, wer flüchten darf und wer nicht. VON UNTEN spricht mit Ivan Furlan Cano, einem freien Journalisten, der seit Beginn des Krieges an der polnisch-ukrainischen Grenze ist, um von dort aus zu berichten. Das Team in dem er arbeitet, versucht von Beginn an Menschen zu Wort zu kommen zu lassen, die sonst keine Stimme haben. Wir hören dazu einen Kommentar eines freiwilligen Helfers.

    Die zusätzlich im Interview mit Ivan zu hörenden O-Töne wurden uns von Ivan Furlan Cano, Sitara Thalia Ambrosio, Raphael Knipping und Michael Trammer zur Verfügung gestellt.

    Das Sendungsfoto wurde uns bereitgestellt von Sitara Thalia Ambrosio.

    Der Beitrag wurde von Tamara Ussner gestaltet.

    Das gesamte Interview mit dem freien Journalisten Ivan Furlan Cano findet ihr hier:

    Ukraine-Krieg: Rassismus auf der Flucht

     

    #Zeug:innenbericht aus der Ukraine

    Wir alle wollen Frieden. Den wollten auch eine Frau und ihr Freund aus der Ukraine, die nach

    ihrem Urlaub nicht mehr nach Hause reisen konnten. Sie befinden sich nun in Graz. Die Dame,
    dessen Name aus Gründen der Sicherheit nicht genannt wird, ist Zeugin dessen, was Putins Krieg in
    der Ukraine anrichtet. Wer in ihre Augen sieht, kann die Verzweiflung aber auch die große
    Sehnsucht nach Frieden lesen. Beides können wir in diesem von Magdalena Anikar gestalteten Beitrag auch hören.

     

    #Entwicklung eines EU-weiten Lieferkettengesetzes

    Kinderarbeit, Ausbeutung, Umweltverschmutzung. Die Arbeitsbedingungen, die hinter unserer Kleidung, unseren Smartphones und unserer Schokolade stecken, sind oft menschenunwürdig. Die wenigen Nachrichten dazu, die uns hier in Europa erreichen, wie etwa der Gebäudeeinsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch, der 2013 zu Tausenden Toten und Verletzten führte, stellen nur die Spitze des Eisberges dar. Diesem versteckten Elend ein Ende zu setzen, ist die Absicht von Lieferkettengesetzen, sowie auch von der Kampagne „Menschenrechte brauchen Gesetze. Damit Lieferketten nicht verletzen“. Diese wird vom Netzwerk Soziale Verantwortung geführt, welches wiederum Teil der European Coalition for Corporate Justice (ECCJ) ist, ein Dachverband von 20 zivilgesellschaftlichen nationalen Koalitionen, der sich für verbindliche Regeln im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte auf europäischer Ebene einsetzt. Sarah Kieweg gestaltete einen Beitrag zu Neuigkeiten zum Lieferkettengesetz auf EU-Ebene. Die Aufnahmen darin stammen aus einem Online-Pressegespräch vom 24.2.22, zu dem Expert:innen von NGOs, AK und ÖGB gemeinsam mit Rechtsanwältin Michaela Krömer eingeladen haben. Im Beitrag zu hören sind: Michaela Krömer, Rechtsanwältin für Klima-, Umwelt- und Verfassungsrecht, Hartwig Kirner, Geschäftsführer FAIRTRADE Österreich, Stefan Grasgruber-Kerl, Lieferkettenexperte, Menschenrechtsorganisation Südwind und Miriam Baghdady, Wirtschaftsexpertin im Volkswirtschaftlichen Referat des ÖGB.

    30 min
  • Fossiler Ausstieg für die Demokratie

    #STIMMLAGEN 10.3.2022

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

    Sendungskoordination: Margit Wolfsberger, Foto: Isabella Fresner

     

    Vorwürfe gegen Muslim*Contemporary | Gemeinsam für Kinderrechte | Fossiler Ausstieg für die Demokratie | Schwarze Geschichte und Gegenwart in Österreichs Museen

     

    Vorwürfe gegen Muslim*Contemporary: Ausstellungsmacherinnen antworten mit offenem Brief

    Die Ausstellung Muslim*Contemporary fand letzten November fünf Tage lang an der Akademie der bildenden Künste statt. Mit Workshops, Lesungen und künstlerischer Betätigung wollten die Organisator*innen einen Raum für die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Schwierigkeiten muslimischen Lebens in Österreich schaffen – und damit auch für Rassismuskritik.

    Am 20. Dezember brachten zwei Gemeinderätinnen der ÖVP eine schriftliche Anfrage an die Stadträt_innen für Bildung und Kultur ein, in der sie sich nach den Förderungen für die Ausstellung erkundigten. In der Anfrage warfen sie den Organisator_innen und Teilnehmer_innen von Muslim*contemporary Nähe zu einem „politischen Islam“ und linksextreme Gesinnung vor.

    Die Ausstellungsmacherinnen antworteten mit einem offenen Brief, in dem sie die Vorwürfe zurückweisen und die beiden Gemeinderäte für ihren Angriff auf die Ausstellung kritisieren. Stefan Resch hat für ANDI mit der Kuratorin Asma Aiad über die Ausstellung und den offenen Brief gesprochen.

    Der Offene Brief ist hier verfügbar: https://muslimcontemporary.at/offener-brief

     

    Gemeinsam für Kinderrechte

    Vor einem Jahr wurde die Kindeswohlkommission unter der Leitung von Irmgard Griss ins Leben gerufen. Diese Expert*innen-Kommission hat am 13. Juli 2021 ihre Arbeit mit einem umfassenden Bericht beendet, in welchem sie zahlreiche Missstände im Kindeswohl feststellten und entsprechende Empfehlungen dazu angaben. Dennoch kam es zu keiner Änderung im Umgang mit Kindern im Fremden- und Asylrecht.

    Das Bündnis „Gemeinsam für Kinderrechte (GFK)“ leistet daher nun ein zivilgesellschaftliches Monitoring im Asyl- und Fremdenrechtsbereich, um so Druck auf politischer Ebene auszuüben sowie den Schutz von Kinderrechten und die Umsetzung der Empfehlungen der Kindeswohlkommission durchzusetzen.

    Beitragsgestaltung: Jana Pichler, Audiomaterial: Stefan Resch

     

    Fridays for Future: Fossiler Ausstieg für die Demokratie

    Ausstieg aus Öl und Gas, um die Abhängigkeit von autokratischen Staaten wie Russland zu beenden, war die zentrale Forderung der Fridays For Future Kundgebung am Wiener Heldenplatz am 03. März 2022. Als Teil einer internationalen Protestaktion zeigte sich FFF solidarisch mit der Ukraine, gemeinsam mit der Ukrainischen Jugend, der Liga für Menschenrechte, der Caritas und der Plattform für eine menschliche Asylpolitik.

    Beitragsgestaltung: Isabella Fresner

     

    Schwarze Geschichte und Gegenwart in Österreichs Museen: Podiumsdiskussion im Weltmuseum Wien

    Auch in österreichischen Museen wirken koloniale Strukturen auf die Darstellung von Schwarzen Menschen nach. Von der Verdrängung jahrhundertealter Verbindungen bis zur andauernden Weigerung, geraubte Kulturgüter zurückzugeben gibt es bei diesem Thema viel Diskussionsbedarf. Schon am 22. Februar hat das Weltmuseum Wien anlässlich des Black History Month zu einer Podiumsdiskussion geladen. Professor Walter Sauer von der Universität Wien, die Historikerin und Journalistin Vanessa Spanbauer und der Journalist und Berater in Restitutionsfragen Simon Inou – der auch für ANDI tätig ist –  sprachen über koloniale Traditionen Österreichs, Migration, Repräsentation und Restitution. ANDI fasst die Erkenntnisse der Diskussion in diesem Beitrag zusammen. Dieser Beitrag wurde gestaltet von Stefan Resch und enthält Tonmaterial des Weltmuseums Wien.

     

    30 min
  • Stimmlagen: Kirche und Homosexualität | Leichte Sprache | Jedermann auf Reisen

    Donnerstag, 3. März 2022 ab 17:00 Uhr: 

    Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der Freien Radios in Österreich, berichtet Daniel Bergerweiss aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg:

    • Kirche und Homosexualität
    • Leichte Sprache
    • Jedermann auf Reisen
    • Die Kirche und Homosexualität

      Im Frühjahr 2021 sprach der Vatikan sich gegen die Segnung von homosexuallen Partnerschaften aus:

      Da die Verbindungen von homosexuallen Paaren nicht dem göttlichen Willen entsprechen, können sie nicht gesegnet werden.

      Begründet werden Äußerungen dieser Art stets mit Textstellen aus der Bibel. Doch immer mehr Menschen, darunger auch Personen der katholischen Kirche fordern, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften als Liebesbeziehungen akzeptiert und respektiert werden. Dominic Schmid hat die Geschäftsführung der Hosi Salzburg, Conny Felixe und Peter Gabriel, Pfarrer der Evangelischen Gemeinde in Hallein zum Interview gebeten. Beite berichten wie es um die Akzeptang seitens der Kirche steht.

      Leichte Sprache – leichter lesen
      Damit Wortbarrieren bewältigt werden können ist Leichte Sprache für Barrierefreiheit durchaus notwendig. Ein verständlicher Zugang zu alltäglichen Informationen wie Behördensdhreiben oder Handyverträge, aber auch das Lesen von Büchern in einfacher Sprache, ermöglicht Menschen mit Problemen beim Lesen und Schreiben mehr Freude und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Micha Hoppe hat mit Georg Wimmer, Journalist und Leiter der Textagentur „Leichte und einfache Sprache“ und Sandra Stangassinger, Mitarbeiterin der inklusiven Bibliothek, ein Projekt der Lebenshilfe Salzburg über Sprache für unterschiedliche Bedürfnisse gesprochen.
      Jedermann auf Reisen – Die Weltvermessung eines Heimatlosen
      Im Dokumentarfilm „Jedermann auf Reisen – Die Weltvermessung eines Heimatlosen“ steht der Dialog im Zentrum. Der Dialog mit anderen und mit sich selbt. Christina Steinböck hat sich mit Wolfgang Tonninger, dem Regisseur des Dokumentarfilms getroffen und mehr zu den Abläufen der Produktion in Erfahrung gebracht. Zum Film:

      Der syrische Migrant Omar Khir Alanam wird auf seiner Reise durch österreichische Kultur und der Auseinandersetzung mit seiner persönlichen Geschichte begleitet. Der Wahlgrazer ist einst aus Syrien geflüchtet, als Autor und Poetry Slammer tätig und macht viel Reisen auf denen er Lesungen abhält. Seine Reise im Film führt ihn von Salzburg bis nach Wien. Im Salzburger Schloss Leopoldskron, wo der Theatermacher Reinhardt gelebt und gearbeitet hat, tritt er mit Max Reinhardts gedanktlichem und realem Erbe in Dialog. Außerdem trifft er auf Phillip Hochmair, der als Solokünstler eine ganz eigene Jedermann Figur entwickelt hat. Diese drei Menschen verbindet vor allem eins: die Suche nach der eigenen Identiät. Eine Suche die eine ewige Reise sein kann. Doch wer dabei in Dialog mit anderen tritt, der kann auf dieser Reise auch vorankommen.

      Kontakt zum Regisseur, sowie weitere Infos zum Film findet ihr unter: fairmatching.com und almblitz.com

       

      Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at.

      30 min
    • Boden- und Waldschutz: Was tun gegen Flächenfraß?

      #STIMMLAGEN – das bundesweite Infomagazin der Freien Radios Österreich kommt dieses Mal aus der FROzine-Redaktion von Radio FRO in Linz. Die Themen: Forderungen nach einem Bodenschutzvertrag für Österreich und einem strengen EU-Waldschutzgesetz.

       

      Spitzenreiter im Bodenverbrauch

      Bodenverbrauch, also der Verlust von biologisch produktiven Böden durch Verbauung, ist einer der größten Treiber der Klimakrise und des Artensterbens. Österreich ist im Bodenverbrauch internationaler Spitzenreiter. Jeden Tag werden 11,5 ha an Boden verbaut, die Hälfte davon auch versiegelt. Zwischen Bund, Ländern und Gemeinden wird derzeit eine Bodenstrategie ausgearbeitet. Ambitioniertes Ziel: den Flächenfraß auf max. 2,5 ha pro Tag zu begrenzen. Der WWF fordert einen Bodenschutzvertrag mit verbindlichen Maßnahmen. Maria Schachinger, Bodenschutzexpertin beim WWF Österreich, spricht darüber was gegen den zunehmenden Flächenfraß in Österreich getan werden kann.

      Im Rahmen der Petition “Natur statt Beton” appelliert der WWF an die Regierung wirksame, verbindliche Maßnahmen gegen den Flächenfraß umzusetzen.

      Initiative gegen globale Waldzerstörung

      Bodenverbrauch und Flächenfraß sind globale Themen. Die Zerstörung von Ökosystemen weltweit hat auch viel mit unserer Ernährung zu tun. Regenwälder und Savannen müssen etwa der Produktion von Soja, Palmöl, Kaffee, Kautschuk, Kakao oder Mais weichen. Produkte, die auch in die EU importiert werden. Die EU ist für 16% der globalen Entwaldung in Zusammenhang mit internationalem Handel verantwortlich. Damit liegt sie hinter China auf Platz zwei der weltweiten Waldzerstörer. Um zu verhindern, dass weiterhin Produkte in den europäischen Supermärkten landen, für die Regenwald zerstört worden ist, erarbeitet die EU-Kommission gerade ein Waldschutzgesetz. Für Umweltschutzorganisationen gehen die Entwürfe nicht weit genug. Die europaweite Initiative Together4Forests fordert Nachschärfungen . Worum geht es genau und kann ich eigentlich als Konsument*in sichergehen, dass keine Produkte aus Regenwaldzerstörung auf meinem Teller landen? Antworten gibt Hannah-Heidi Schindler, WWF-Expertin für nachhaltige Ernährung.

       

      Gestaltung: Marina Wetzlmaier

      #Stimmlagen, das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios Österreich: stimmlagen.at

       

      30 min
    • Klimarat: Erster Bürger:innenrat in Ö stellt sich großen Zukunftsfragen | UNTER PALMEN – das Medium stellt sich vor

      Österreichs erster Bürger:innenrat für eine klimagesunde Zukunft und ein kritisches Medium, das die Gesellschaft verändern will – das sind die Themen der heutigen Ausgabe von #Stimmlagen, das Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Gestaltet wird die Sendung von der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz.

       

      Klimarat: Erster Bürger:innenrat in Österreich stellt sich großen Zukunftsfragen

      Was müssen wir heute tun, um morgen in einer klimagesunden Zukunft zu leben? 100 zufällig ausgewählte Bürger:innen aus allen Regionen und Teilen der Gesellschaft setzen sich momentan mit dieser Frage auseinander. Gemeinsam sind sie der Klimarat, ein Ergebnis des Klimavolksbegehrens. Als eine Art „Mini-Österreich“ erarbeiten sie Maßnahmen, um die Klimazukunft des Landes aktiv mitzugestalten.

      Die Bürger:innen des Klimarats entwickeln an sechs Wochenenden Antworten rund um zentrale Zukunftsfragen: Wie wollen wir uns fortbewegen? Woher beziehen wir unsere Energie? Wie müssen wir uns ernähren, um den Planeten zu schützen? Mit dem Klimarat leuchtet die Bevölkerung der Politik den Weg. Unterstützt werden die Bürger:innen von Wissenschaftler:innen verschiedener Fachrichtungen, die den aktuellen Forschungsstand einbringen. Die Ergebnisse werden Mitte des Jahres 2022 der Bundesregierung übergeben.

      Was dieses in Österreich noch wenig bekannte demokratische Instrument bieten kann und verspricht, darüber spricht Sarah Kieweg mit Laura Grossmann, zuständig für die zivilgesellschaftliche Einbindung beim Klimarat.

       

      UNTER PALMEN – das Medium stellt sich vor

      VON UNTEN ist Mitglied im Bündnis Alternativer Medien BAM, eine Allianz unterschiedlicher kritischer Medien, gegründet in Zeiten der letzten schwarz-blauen Regierung. Als Reaktion auf damalige Entwicklungen wie den institutionellen Vormarsch der Rechten und Ultrarechten und ihre Angriffe auf kritische Medienarbeit, begann BAM die Vernetzungsarbeit von alternativen linken Medien, die häufig von hohem journalistischen Anspruch und gesellschaftspolitischem Engagement gekennzeichnet sind, und mit viel Herzblut und unter starkem persönlichem, ehrenamtlichem Einsatz betrieben werden.

      Diesem Bündnis ist auch das junge Medium UNTER PALMEN beigetreten, welches wir heute im Rahmen unserer Sendung #Stimmlagen porträtieren und featuren möchten. Der Träger-Verein „Argument Utopie“ ist ein Zusammenschluss von über einem Dutzend motivierter Menschen, die daran glauben, dass Gesellschaft veränderbar ist und verändert werden muss.

      Luan und Lena aus der Zeitungsredaktion von UNTER PALMEN sprechen im Interview mit Sarah Kieweg.

      30 min
    • Neue EU-Richtlinie zur Plattformarbeit

      #STIMMLAGEN 10.2.2022

      #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

      Sendungskoordination: Margit Wolfsberger

      Boykott nur auf der VIP-Tribüne: Proteste gegen die olympischen Winterspiele in Beijing | Sicherheitslücke im Epidemiologischen Meldesystem (EMS) | Rechtliche Schritte gegen „grünen“ Atomstrom | Jüdische ÖH klagt FPÖ-Chef Kickl | Neue EU-Richtlinie zur Plattformarbeit & Kollektivvertrag für Fahrradbot*innen

       

      Boykott nur auf der VIP-Tribüne: Proteste gegen die olympischen Winterspiele in Beijing

      Am 4. Februar werden die olympischen Winterspiele eröffnet. Gastgeber ist – wie schon bei den Sommerspielen 2008 – Beijing. Schon seit der Vergabe der Spiele an China gibt es scharfe Kritik an der Wahl des Austragungsortes. China nutze Olympia zum „Sportswashing“, die Spiele sollen von Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang, Tibet und Hongkong ablenken, so der Vorwurf. Während mehrere Länder einen diplomatischen Boykott angekündigt haben, dürfte ein sportlicher Boykott unrealistisch sein. Im Interview mit Radio Corax sprach Hanno Schedler von der Gesellschaft für bedrohte Völker über die Möglichkeiten des Protestes rund um die olympischen Spiele. Stefan Resch hat das Gespräch für ANDI zusammengefasst.

      Sicherheitslücke im Epidemiologischen Meldesystem (EMS)

      Am 16. Dezember 2021 veröffentlichte der Verein epicenter.works und Der Standard ein Datenleak im EMS, unter der Zuständigkeit des Gesundheitsministeriums. Phillip Strobl hat Daniel Lohninger und Tanja Fachathaler von epicenter.works zu diesem Datenskandal und zu möglichen Auswirkungen auf die im Februar in Kraft tretende Corona Impfpflicht befragt.

      Rechtliche Schritte gegen grünen Atomstrom

      Derzeit liegt ein Entwurf der EU-Kommission vor, Atomenergie und Erdgas in die Taxonomie für nachhaltige Investitionen aufzunehmen. Welche Schritte können gesetzt werden, um noch Einspruch gegen den Entwurf zu erheben? Ein Gespräch mit dem EU-Parlamentsabgeordneten und Grünen-Politiker Thomas Waitz.
      Beitragsgestaltung: Isabella Fresner

      JÖH klagt FPÖ-Chef Kickl

      Nach einer Aussage in der ZIB-2 wirft die Jüdische Österreichische HochschülerInnenschaft dem FPÖ-Chef Verharmlosung des Nationalsozialismus im Zusammenhang mit der Impflichtdebatte vor. Damit will sie vor allem das Thema zur öffentlichen Diskussion bringen.
      Beitragsgestaltung: Stefan Resch

      Neue EU-Richtlinie zur Plattformarbeit & Kollektivvertrag für Fahrradbot*innen

      Am Montag, dem 13. Jänner 2022, veröffentlichte die Gewerkschaft vida die Ergebnisse der Kollektivvertragsverhandlungen mit dem Fachverband Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). In den Verhandlungen konnte man sich auf eine Lohnerhöhung um 3,5 Prozent für Fahrradbot*innen sowie einen 50-prozentigen Sonntagszuschlag und eine 5-Tage-Woche einigen. Freie Dienstnehmer*innen sind bekanntlich aus derartigen Arbeitnehmerrechten und Sozialschutz ausgeschlossen. Der Entwurf der Kommission für EU-Richtlinien zum Thema Plattformarbeit könnte dies nun ändern. Jana Pichler sprach dazu mit Robert Walasinski vom internationalen Referat des ÖGB.

      Weitere Informationen: https://www.riderscollective.at/

      30 min
    • #Stimmlagen: Aktionstag „Österreich singt“ / Salzburg als sicherer Hafen / Frauen in der Gerichtsmedizin /

      Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der freien Radios in Österreich, berichtet Daniel Bergerweiss aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg:

      – „Österreich singt“ – Aktionstag für Musikschulen

      – Salzburg wird zum sicheren Hafen

      – Frauen in der Gerichtsmedizin

       

      Aktionstag für Musikvolksschulen

      Es sollen musikalische Blitzlichter gewesen sein, als rund 9000 Kinder am 2. Februar 2022 österreichweit sangen und musizierten. Der Aktionstag Ganz Österreich singt fand bereits zum wiederholten Mal statt, denn dem musikalischen Unterricht an zirka 150 österreichischen Volksschulen droht das Aus. Der Musikunterricht ist aktuell ein Schulversuch und durch das Autonomiepaket der Bildungsreform 2017, sollen Schulversuche bis 2025 beendet werden. Allein im Land Salzburg gibt es 13 Volksschulen mit musikalischem Schulversuch, in jedem Bezirk mindestens eine. Die betroffenen Schulen fordern seit Jahren, den Musikunterricht ins Regelschulwesen aufzunehmen und die Stunden im Lehrplan zu verankern und auch Expert:innen aus der Praxis sind sich einig, dass Musik sich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. In einem Beitrag von Timna Pachner hören wir Gerald Wirth, den künstlerischen Leiter der Wiener Sängerknaben und Matthias Bertsch, den Präsidenten der österreichischen Gesellschaft für Musik und Medizin zur Sachlage.

      Salzburg als sicherer Hafen für Geflüchtete

      Am 15. Dezember 2021 wurde Salzburg zum sicheren Hafen für Geflüchtete erklärt. Christine Dürnfeld von der Plattform für Menschenrechte erklärt im Interview mit Susi Huber, was es mit dem Beschluss des Gemeinderats auf sich hat. Anna Schiester spricht von einer symbolischen Bekenntnis. In einem zweiten Interview berichtet Bürgerlisten Gemeinderätin Anna Schiester, wie die Gemeinderatssitzung rund um den Amtsbericht abgelaufen ist und wo die rechtlichen Kompetenzen für weitere Schritte liegen.

      Mehr Informationen zur Plattform Menschenrechte: menschenrechte-salzburg.at

      Frauen in der Gerichtsmedizin

      Die Gerichtsmedizin ist vielen aus Büchern, Filmen und Serien bekannt. Edith Tutsch-Bauer gewährt einen Blick in das medial immer präsenter werdenden Berufsfeld. Die emeritierte Rechtsmedizinerin der Universität Salzburg erzählt im Interview mit Timna Pachner von ihrem  Werdegang, denn zu Beginn, begegnete “Mann” der Leiterin des Instituts für Gerichtsmedizin durchaus mit Skepsis. Ein Blick aus der weiblichen Perspektive auf die Gerichtsmedizin – außerdem hören wir von gängigen Sterotypisierungen in Krimiserien und Charakterzügen,  die in der Gerichtsmedizin besonders wichtig sind.

      30 min
    • 2021 im Rückblick

      In dieser Ausgabe der Stimmlagen-Sendung blicken wir zurück auf Themen, die uns 2021 berichtenswert erschienen sind – von Corona bis Afghanistan. Phillip Strobl und Stefan Resch von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst auf Orange 94.0, gestalteten die Sendung.

      Sendungskoordination: Margit Wolfsberger

      30 min
    • Szenenwechsel B138: Untraditional

      Johannes Kronegger und Joachim Grübler sind Untraditional.

      In ihren Liegekonzerten entführen die Improvisationskünstler Johannes J. Kronegger und Joachim Grübler ihr Publikum in eine – jeden Moment aufs Neue entstehende – Welt aus Klang und Stille.

      Klang und Stille eröffnen den Hörerinnen und Hörern einen Raum voll Geborgenheit, Freiheit und Vertrauen. (Quelle: untraditional.at)

      Für den ersten Szenenwechsel des Jahres 2022 haben Johannes und Joachim über ihr neues Album „Sonor Lux“ gesprochen.

      Für ihre erste gemeinsame Produktion wurde eine Menge an Instrumentarien verwendet:

      Saxophone, Futujara, Blockflöte, Klarinette, Hang® Klangskulpturen, Koto, Tambura, Monochord, Percussion, Stimme

      „Sonor Lux“ beschreiben sie so:

      Vertraute Formen, Grenzen, Räume und Harmonien beleuchtend, ausweitend, auflösend, neu erschaffend und ins schier Unendliche erweiternd.

      Ein Ausbruch aus dem Selbst um mit wahrnehmbaren Gefühlen als Kompass ins Unbewusste zu navigieren. Der innere Rhythmus als Maßgeber berührender Tonkunst. Mal Erregt und treibend mal entspannt und ruhig.
      Im Moment der Wahrnehmung auf gänzlich neue Weise entstehend.

      Das Licht am Anfang des Tunnels. Es zeigt die Richtung der Freiheit fernab von bekannten Wegen und Pfaden.

      Alle Infos und Vorbestellung: untraditional.at

      1 hr 1 min
    • Who Cares? Jedenfalls die Gemeinden auch.

      „Pflegereform mit Hausverstand“ (Gemeindebundpräsidentstellvertreter Bürgermeister Rupert Dworak, Ternitz, SPÖ) – was darunter zu verstehen ist und wie eine solche Reform aus der Sicht des Sozialstaates (hier der Gemeinden) auszurollen ist – darüber spricht Herbert Leschanz von radioYpsilon mit dem prominenten Kommunalpolitiker. Der österreichische Gemeindebund vertritt 2.084 Gemeinden, 80 Prozent der Bevölkerung.

      30 min

    About Gemeinschaftsprogramme

    From the publisher's feed

    Produktionen, die im Rahmen von meist projektbezogenen Zusammenschlüssen von Personen und Redaktionen verschiedener Radiostationen entstanden.