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  • #Stimmlagen: Identitären-Demo: „Die Selbstinszenierung funktioniert nicht mehr“ | Historische Abstimmung in Ecuador

    #Stimmlagen: Identitären-Demo: „Die Selbstinszenierung funktioniert nicht mehr“

    Ende Juli hielten die rechtsradikalen Identitären eine Demonstration in Wien ab. Trotz internationaler Mobilisierung beteiligten sich am Ende weniger als 500 Personen. Was lernen wir durch die Demonstration über den Zustand der rechtsradikalen Szene, den Zusammenhang mit der österreichischen Parteienlandschaft und die Rolle der Justiz? Darüber hat unsere Wien-Korrespondentin Sarah mit Karl Öllinger von der Rechercheplattform „Stoppt die Rechten“ gesprochen.
    Das Sendungsbild zeigt die antifaschistische Blockade auf der Route der Identitären-Demonstration.

    Foto: RechercheNetzwerk.Berlin

    Historische Abstimmung in Ecuador

    Am 20. August entschieden sich die Bürger*innen Ecuadors in einer Volksabstimmung gegen Erdölförderung. Das Öl in einem Erdölblock im Yasuní bleibt somit unter der Erde. Der Yasuní liegt im Amazonasregenwald und ist einer der artenreichsten Orte der Welt. Zudem leben in diesem Gebiet indigene Gemeinschaften in Abgeschiedenheit. Eduardo Pichilingue ist Menschenrechtsexperte und arbeitet seit über 20 Jahren mit indigenen Gemeinschaften im Yasuní. Fini und Walt haben mit ihm über die globale Bedeutung der Entscheidung, ihre rechtlichen Folgen und den Einfluss der Erdölförderung auf das Überleben Indigener in Abgeschiedenheit gesprochen.

    30 min
  • Szenenwechsel Innsbruck: So geht Rap in Innsbruck

    Mark. Ivy. Selin. Diese drei Gäste durfte das Freiradstudio in Innsbruck im August willkommen heißen. Was bedeutet Musik für sie? Wie klingt ihre Musik? Das und noch viel mehr könnt ihr erfahren wenn ihr euch den Podcast anhört! Viel Spaß und Pfiat eich

    1 hr 1 min
  • Aktionstag Bildung und Unterrichtsmaterialien zu LGBTIQ*

    #STIMMLAGEN 13.07.2023

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

    Dies ist die letzte Sendung vor der Sommerpause – wir kommen wieder am 21.9.2023 mit einer Sendung aus Graz. Schönen Sommer!

    Themen der Sendung: Aktionstag Bildung: Proteste für ein gerechtes und inklusives Bildungssystem | Vielfalt spielerisch thematisieren mit den Workshops des Vereins EfEU | Konferenz zur Unabhängigkeit des ORF | Kurznachrichten

    Sendungsgestaltung: Margit Wolfsberger; Foto: Simon Inou

    Aktionstag Bildung: Proteste für ein gerechtes und inklusives Bildungssystem

    Am 15. Juni riefen mehr als 60 Organisationen in ganz Österreich zu Kundgebungen auf. In Wien fanden die Aktionen als Bildungspicknick im Votivpark statt. Gleichzeitig streikten die Freizeitpädagog*innen aus Protest gegen einen Gesetzesentwurf, der ihr Berufsbild abschaffen soll.

    ANDI berichtet, welche Anliegen die Aktivist*innen aus dem Bildungsbereich von Kindergärten bis Universitäten an die Politik haben.

    Beitragsgestaltung: Stefan Resch, Aufnahmen: Simon Inou

     

    Vielfalt spielerisch thematisieren mit den Workshops des Vereins EfEU

    Der queer-feministische Bildungsverein EfEU bietet Workshops und Unterrichtsmaterialien zu Diversitätsthemen – darunter auch eine Spielesammlung, mit der Kinder an die Reflexion von Geschlechtergerechtigkeit heran geführt werden können. Anlässlich des Pride-Monats Juni 2023 hat der Verein zwei Spiele neu überarbeitet; ein Millionenshow-Quiz über LGBTIQ*- Realities und ein Spiel zu Meilensteinen der LGBTQI*Geschichte in Österreich.

    Beitragsgestaltung: Stefan Resch

     

    Konferenz zur Unabhängigkeit des ORF

    Aktuell prüft der Verfassungsgerichtshof die Unabhängigkeit von Publikums- und Stiftungsrat des ORF. Vor diesem Hintergrund hat Walter Strobl vom Rechtsdienst Journalismus am 23.6.2023 zu einer Konferenz zu diesem Thema eingeladen. Die im Presseclub Concordia anwesenden Expert*innen sehen die aktuelle Situation eher kritisch und erwarten ein dementsprechendes Urteil. Ziel der Veranstaltung war die Eröffnung einer öffentlichen Debatte über die verschiedenen Kontrollorgane der österreichischen Demokratie und deren Unabhängigkeit.

    Beitragsgestaltung: Tony Siekerkotte, Moderation: Stefan Resch

     

    Kurznachrichten

    Bericht des Antifolterkomitees des Europarates zu österreichischen Gefängnissen

    Empfehlung für Verlängerung des Einsatzes von Glyphosat durch Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
    Bei Abstimmung in der Schweiz für eine Modernisierung des Sexualrechts entschieden

    Gestaltung: Sarah Bretschko

    30 min
  • #stimmlagen: Wenn Alter zur Hürde wird | Hochwasserschutz im Nationalpark Hohe Tauern | Austausch Studierende in Salzburg

    Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der Freien Radios in Österreich, berichtet Daniel Bergerweiss aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg:

    • Altersdiskriminierung – Wenn Alter zur Hürde wird
    • Hochwasserschutz im Nationalpark Hohe Tauern
    • Austausch Studierende in Salzburg
    • Alterskiskriminierung – Wenn Alter zur Hürde wird

      Für Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung gibt es in Österreich ein großes Bewusstsein. Anders sieht die Sache beim Alter aus und dass obwohl Altersdiskriminierung häufig in der Arbeitswelt vorkommt. Betroffene nehmen die Diskriminierung wahr, wissen aber nicht immer über ihre Rechte Bescheid. Michael Harrer hat sich mit Barbara Sieberth von der Antidiskriminierungsstelle Salzburg getroffen, um mehr über die verschiedenen Formen von Altersdiskriminierung zu erfahren. Mit Thomas Gaßner, Fachbereichsleiter für Beschäftigung und Nachhaltigkeit der Caritas Salzburg, hat er sich über ein Programm unterhalten, das versucht, Arbeitslosen über 45 eine Arbeitsstelle zu vermitteln.
      Hochwasserschutz im Nationalpark Hohe Tauern
      Im Oberpinzgau nehmen die Überschwemmungen aufgrund des Klimawandels immer stärker zu. Die bestehenden Schutzmaßnahmen sind nicht mehr ausreichend. Der Plan, den Hochwasserschutz in die Täler des Nationalparks Hohe Tauern zu verlegen, wird kontrovers diskutiert. Insgesamt 7 Dämme sollen in den Tauerntäler zum Schutz der Siedlungen zwischen Krimml und Mittersill gebaut werden. Naturschützer:innen zweifeln daran, dass dies die einzige Lösung ist, um den Lebensraum der Bevölkerung zu sichern. Es steht fest: Der Oberpinzgau ist ein Opfer des Klimawandels. Georg Wimmer hat sich hierzu umgehört.
      Austausch Studierende in Salzburg
      Die Paris-Lodron-Universität, mit insgesamt 18.000 Studierenden, bereichert die Stadt Salzburg, die selbst rund 160.000 Einwohner zählt, um eine beträchtliche Anzahl von jungen Menschen. In der Vergangenheit hat sich Salzburg gerne als Studierendenstadt bezeichnet, aber wie wird das Studileben von außerhalb wahrgenommen? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat Jana Djordjevic zwei Studierende der Universität Salzburg interviewt und ihre Meinungen eingefangen.

      Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at.

      Ähnliche Beiträge:
      30 min
    • Protest von SOS Balkanroute | Inclusive Citizenship

      #Stimmlagen, das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios Österreich, kommt diese Woche aus der FROzine-Redaktion von Radio FRO in Linz.

       

      SOS Balkanroute protestiert gegen menschenfeindliche Asylpolitik

      Die NGO SOS Balkanroute hat am 13. Juni eine Kundgebung in Linz veranstaltet und vor dem Landhaus symbolträchtig den Solidaritätspreis zurückgegeben. Diesen Preis erhielten sie letztes Jahr vom Land Oberösterreich für die humanitäre Unterstützung Geflüchteter in Bosnien durch Winterkleidungssammelaktionen in ganz Oberösterreich. Nun geben sie den Preis zurück, weil Oberösterreich ein Geflüchtetenlager im bosnischen Lipa mit 300.000€ unterstützt hat. Außerdem war das ÖVP-nahe ICMPD, das internationale Zentrum für Migrationspolitik für einen neuern Inhaftierungstrakt im Camp verantwortlich. Dieser Trakt wurde dank der Recherchen von SOS Balkanroute geschlossen. Er ist ohne Baugenehmigung errichtet worden und es fehlt an gesetzlichen Grundlagen, um Geflüchtete dort überhaupt festhalten zu können. Im Beitrag sind Ausschnitte der Kundgebung zu hören.

      Der gesamte Beitrag ist nachzuhören unter:  https://cba.media/624236

       

      Staatsbürger*innenschaft und Demokratie

      Migrationsforscher Rainer Bauböck studierte Soziologie und Psychologie an der Universität Wien und wurde dort 1977 promoviert. Nach mehreren Jahren am Institut für Fortgeschrittene Studien in Wien sowie Lehraufträgen in Innsbruck und Budapest habilitierte er über transnationale Staatsbürger*innenschaft.

      Der Politologe ist heute Kodirektor des Global Citizenship Observatory am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz und Obmann der Kommission für Migrations- und Integrationsforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

      Am 24. Mai war er auf Einladung von DEM21 und Migrare in der VHS Linz zu Gast mit dem Vortrag Inklusive Citizenship – Staatsbürgerschaft und Wahlrecht neu gedacht.

      Traditionell sind die Konzepte von Staatsbüger*innenschaft an Nationalstaaten gebunden. Da der Nationalstaat heute aber längst geöffnet wurde, durch die Reisefreiheit in der EU zum Beispiel, oder auch eine global agierende Wirtschaft, müssen auch diese Konzepte verändert werden. Dies bringt Veränderungen, die abgebildet werden müssen, um die Demokratie mit zu entwickeln.

      Sigrid Ecker hat ihn gefragt, was das für das österreichische Wahlrecht, die europäische Migrationspolitik, sowie für Integration und Demokratie bedeutet.

      Es geht um Einbürgerungsanreize und -rechte, Doppelstaatsbürgerschaften, um das in Österreich fehlende lus soli, also das Recht auf Staatsbürger*innenschaft durch die Geburt, um Wahlrechte und progressive Migrationspolitiken, die Utopie einer globalen Bewegungsfreiheit…. und was das alles mit Demokratie zu tun hat.

      Zum Interview in voller Länge

      #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Informationen dazu gibt es unter: stimmlagen.at

      Sendungsmoderation: Marina Wetzlmaier

      30 min
    • Şeyda Kurt: Hass kann Nachhaltigkeit erzeugen | Fayad Mulla zu EUs Außengrenzen | Kundgebung zu Transrechten in Wien | Radiocamp

      Şeyda Kurt: Hass kann Nachhaltigkeit erzeugen

      „In diesem Buch hole ich den Hass aus der Verbannung und begebe mich auf die Spuren seines widerständigen Potentials“, beschreibt die Bestsellerautorin Şeyda Kurt ihr neues Werk. In „Hass. Von der Macht eines widerständigen Gefühls“ ergründet sie, wer in unserer Gesellschaft eigentlich die Hassenden sind – und aus welchen Machtverhältnissen sie kommen.

      Anfang Juni las sie daraus im Forum Stadtpark vor. Nikita von der VON UNTEN-Redaktion traf sie zu einem Interview. Sie sprachen über den Unterschied zwischen linkem und rechtem Hass, über zärtlichen Hass und darüber wie viel Hass wir für die Revolution brauchen.

      Der Beitrag wurde von Nikita Reichelt gestaltet.

      „So lange Konservative in Griechenland regieren, habe ich keine Erwartung an Gerechtigkeit“ – Fayad Mulla

      Am 19. Mai 2023 veröffentlichte die New York Times einen Bericht über illegale Push-Backs an Europas Außengrenzen. Bisher war es eine Art offenes Geheimnis, aber jetzt lagen zum ersten Mal stichhaltige Beweise in Form eines Videos vor: die Griechische Regierung bricht systematisch und wissentlich Menschenrechte. Das Video dokumentiert wie unmarkierte Polizeieinheiten geflüchtete Menschen entführen und mit Hilfe der griechischen Küstenwache auf dem Meer aussetzen. Ipek Yüksek von der VON UNTEN- und der Radio Re:volt-Redaktion hat am 23. Mai 2023 gesprochen. Wir zeigen euch einen kurzen Ausschnitt aus dem Interview. Mehr Infos findet ihr hier oder hier.

      Der Beitrag wurde von Ipek Yüksek gestaltet.

      „Wir sind hier, um unsere Transrechte zu verteidigen“

      Die britische Anti-Trans-Aktivistin Posie Parker, mit bürgerlichem Namen Kellie-Jay Keen-Minshull, definiert sich als Frauenrechtlerin und 2023 als das „Jahr der TERF“. „TERF“ bedeutet „Trans Exclusionary Radical Feminists“ und steht für einen „Feminismus“, der trans Personen explizit ausschließt.

      Am vergangenen Samstag hielt sie eine Kundgebung in Wien ab. Als Gegenveranstaltung organisierte ein Bündnis aus Wien zeitgleich das „Trans Paradeis“, ein „feministisches Fest der Freude gegen die Diskriminierung von trans Personen“. Unsere Wien-Korrespondentin Sarah hat für euch einige Eindrücke gesammelt.

      Der Beitrag wurde von Sarah Yolanda Koss gestaltet.

      Rückblick Radiocamp 2023

      Zwischen dem 18. und 21. Mai fand das Radiocamp in Markelfingen am Bodensee statt. Dort treffen sich seit den 90ern Menschen aus freien Radios zum Austausch, Skill Sharing, Schwimmen gehen und um über nerdige Radiothemen zu sprechen. Auch heuer gab es ein vielfältiges Programm an Workshops, Aktivitäten und Möglichkeiten zum Austausch. Clemens von Radio Lora und Tamara von Radio Helsinki geben einen Rückblick zum Camp und die Stimmung am Bodensee.

      Der Beitrag wurde von Tamara Ussner gestaltet.

      30 min
    • Vorstellung Antimuslimischer Rassismusreport

      #STIMMLAGEN 08.06.2023

      #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

      Themen der Sendung: Ausbeutung von migrantischen Arbeiter*innen | Ute Bock Preis für Zivilcourage an IG 24 und QueerBase | Vorstellung Antimuslimischer Rassismusreport

      Sendungsgestaltung: Margit Wolfsberger;

       

      Ausbeutung von migrantischen Arbeiter*innen

      Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Arbeiterkammer Wien, UNDOK-Anlaufstelle und der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) am 9.5.2023 wurde über einen umfangreichen Fall von Arbeitsausbeutung von migrantischen Arbeitenden, mehrheitlich Asylwerber*innen, verteilt über fast alle Bundesländer, durch bekannte Unternehmen wie Burger King und Securitas, die jahrelang davon profitiert haben, berichtet.
      Beitragsgestaltung: Aram Ghadimi und Sarah Bretschko

       

      Ute Bock Preis für Zivilcourage an IG 24 und QueerBase

      Am Montag, dem 22. Mai, wurde im Rathaus in Wien der Ute Bock Preis für Zivilcourage von SOS Mitmensch vergeben. Die Preisträger in diesem Jahr sind die Organisation IG 24, die sich für die Pflegekräfte in der 24-Stunden-Pflege in Österreich einsetzt und als 2. Gewinner QueerBase, eine Organisation, die vor allem queere geflüchtete Menschen in Österreich beim Asylverfahren oder im Alltag unterstützt.
      Beitragsgestaltung: Elisabeth Judmaier und Maria Wallner

       

      Vorstellung Antimuslimischer Rassismusreport

      Am 22. Mai 2023 präsentierte die Dokumentations- und Beratungsstelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus (kurz: Dokustelle) ihre Arbeit und den 8. Antimuslimischen Rassismus-Report mit Fallzahlen und Analysen. Im Jahr 2022 wurden 1.324 Vorfälle von antimuslimischen Rassismus dokumentiert, 1.080 davon online und 244 offline. Laut dem Report sei im vergangenen Jahr eine allgemeine Normalisierung des antimuslimischen Rassismus im öffentlichen Diskurs zu vermerken. Die Dokustelle fordert das Problem des antimuslimischen Rassismus beim Namen zu nennen und anzuerkennen sowie die Möglichkeit zu haben, Betroffenen die notwendige Betreuung in solchen Fällen geben zu können.
      Beitragsgestaltung: Dolores Šurlina mit Originaltonaufnahmen von Simon Inou

      30 min
    • #Stimmlagen: Pressefreiheit im Wandel | Kinderflüchtlinge | Das Pferd in der Altstadt

      Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der Freien Radios in Österreich, berichtet Daniel Bergerweiss aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg:

      • Pressefreiheit im Wandel: Ein Blick auf Russland und Österreich
      • Kinderflüchtliche zwischen den Systemen
      • Das Pferd in der Altstadt – Ein Streit hält auf Trab
      • Pressefreiheit im Wandel: Ein Blick auf Russland und Österreich

        Pressefreiheit ist ein grundlegendes Element einer funktionierenden Demokratie und ein wesentlicher Faktor für die Wahrung der Meinungsfreiheit. Leider sehen wir weltweit seit Jahren eine zunehmende Verschlechterung der Pressefreiheit, sowohl in autoritären Staaten als auch in Demokratien. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf Russland und Österreich gelegt werden, zwei Ländern mit unterschiedlichen politischen Systemen, in denen die Situation alarmierend ist. Laut dem aktuellen Pressefreiheitsranking von “Reporter ohne Grenzen” liegt Österreich auf Platz 29 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr lediglich um zwei Plätze verbessert. Dies ist ein bedenklicher Trend, besonders wenn man bedenkt, dass Österreich im Jahr 2011 noch zu den besten fünf Ländern weltweit gehörte. Um die Hintergründe für das Abschneiden Österreichs im Ranking besser zu verstehen, führte Michael Harrer ein Interview mit Fritz Hausjell, dem Präsidenten von “Reporter ohne Grenzen” Österreich. Hausjell betonte, dass die Einflussnahme von wirtschaftlichen und politischen Interessengruppen auf die Medienlandschaft in Österreich zugenommen hat. Dies wirke sich negativ auf die Unabhängigkeit und Vielfalt der Berichterstattung aus. Auch die wachsende Macht der sozialen Medien und ihre Auswirkungen auf den Journalismus wurden als Herausforderungen genannt.

        Kinderflüchtliche zwischen den Systemen

        Kinderflüchtlinge haben eine traumatische Flucht hinter sich, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Sie wurden aus ihrer Heimat gerissen, von ihren Familien und Freunden getrennt und oft Zeugen von Gewalt und Zerstörung. Diese Erfahrungen hinterlassen tiefe Spuren in ihrer Psyche und beeinträchtigen ihre emotionale und psychische Gesundheit. Ein weiteres Problem, dem Kinderflüchtlinge gegenüberstehen, sind die bürokratischen Hürden, die es ihnen schwer machen, sich in ihrem neuen Lebensumfeld zurechtzufinden. Franziksa Kinskofer hat sich mit Tanja Lang, der pädagogischen Leitung von „Roots & Wings“, einem Quartier für junge Geflüchtete, unterhalten, um einen Einblick in die Schwierigkeiten zu bekommen, mit denen diese Kinder konfrontiert sind.

        Das Pferd in der Altstadt – Ein Streit hält auf Trab

        Ein friedlicher Spaziergang durch die malerische Altstadt kann zu unerwarteten Kontroversen führen. Inmitten der engen Gassen und historischen Gebäude taucht plötzlich ein Streitthema auf, das die Gemüter erhitzt: Das Pferd in der Altstadt. Die Diskussion über tierrechtliche Regelungen hat einen neuen Höhepunkt erreicht und zieht die Aufmerksamkeit von Bürgerinnen und Bürgern, Behörden und Medien gleichermaßen auf sich. Veronika Aschenbrenner-Zezula, hat sich des Themas angenommen und einen Blick auf die zentralen Fragen geworfen, die hinter dem Streit stehen: Was bedeutet das Wohlergehen von Tieren überhaupt? Welche Regelungen gibt es dazu und wer hat das Recht, in dieser Angelegenheit Entscheidungen zu treffen? Zu Wort kommen u.a. Sara Hintze vom Institut für Nutztierwissenschaft (BOKU Wien), Alexandra Nobis vom Verein gegen Tierfabriken sowie Rupert Probst-Adensamer, Fiakerunternehmer in Salzburg.

        Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at.

        30 min
      • IDAHOBIT | Antimuslimischer Rassismus

        #Stimmlagen, das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich, wurde dieses Mal von Radio FRO in Linz gestaltet.

        Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

        Der Internationale gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) wird seit 2005 jedes Jahr am 17. Mai begangen, um gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität zu kämpfen. Anlässlich dazu haben verschiedenen oberösterreichische Initiativen zu einer Kundgebung am 19. Mai in Wels geladen. Die Stadt Wels verhält sich zwiespältig in Bezug auf queere Themen. Auf der einen Seite engagieren sich aktive Menschen aus der Zivilgesellschaft für mehr Vielfalt. Politische Mehrheiten findet das Bekenntnis zur Vielfalt auf der anderen Seite jedoch nicht. Vor rund einem Jahr haben etwa die FPÖ und MfG im Gemeinderat einen Antrag auf Regenbogenbänke und einen Regenbogenzebrastreifen abgelehnt. Mittlerweile steht dennoch im Welser Tiergarten eine Regenbogenbank und ein bunter Zebrastreifen ziert die Einfahrt zum Stadtplatz. Beides initiiert von den zuständigen Stadträten der Grünen und der SPÖ.

        Die Kundgebung am 19. Mai war eine gemeinsame Veranstaltung von SJ, AKS, Grüne, Grüne Andersrum OÖ, HOSI Linz, VSSTÖ und SoHo OÖ. Im Beitrag sind Eindrücke aus den Redebeiträgen und kurze Interviews zu hören.

        Es sprechen: Gloria Umlauf, Gemeinderätin der SPÖ Wels und Vorsitzende der Jungen Generation Wels, Richard Steinmetz – Vereinssprecher der HOSI Linz, Alessandro Schatzmann – Gemeinderat und Sprecher der Welser Grünen. Im Interview: Renate Heitz, Landtagsabgeordnete SPÖ OÖ.

        Ein Hinweis: der Linzpride findet dieses Jahr am Samstag, 24. Juni statt. Infos auf der Webseite der HOSI Linz hosilinz.at

        Ein Beitrag von Marina Wetzlmaier.

         

        Antimuslimischer Rassismus 2022

        Am 22. Mai ist in Wien von der Dokustelle Islamfeindlichkeit und antimuslimscher Rassismus deren Report für das Jahr 2022 vorgestellt worden. Dunia Khalil von der Dokustelle gibt einen Überblick über die Vorfälle, die 2022 gemeldet worden sind. Wichtig ist ihr anzumerken, dass diese Zahl nicht repräsentativ ist, da nicht alle Vorfälle an die Dokustelle gemeldet werden. Die Dokustelle möchte auch ihre Arbeit mit Betroffenen in den Fokus rücken. Diese würden von ihnen unterstützt, auch in rechtlichen Belangen. 2022 wurden 1324 Fälle gemeldet, zum Vorjahr (1061) über 250 mehr. Die Vorfälle wurden auch nach Bundesland aufgeschlüssselt. In Wien gab es die meisten, mit 112. An zweiter Stelle ist Oberösterreich mit 49.

        Ümmü Selime Türe, ebenfalls Mitarbeiterin von der Dokustelle betont, dass die gemeldeten Vorfälle nur eine Übersicht über die gesellschaftlichen Probleme mit antimuslimischen Rassismus darstellen. Sie spricht auch an, dass rassistische Vorfälle sich negativ auf die Psyche von Betroffenen auswirkt. Sie präsentierte auch die ausgearbeiteten Forderungen der Dokustelle. Diese sind unter anderem:

        Antimuslimischen Rassismus als gesamtgesellschaftliches Problem anerkennen. Um Menschen vor Gewalt schützen zu können, braucht es eine einheitliche Arbeitsdefinition, die dann auch rechtlich verankert werden muss. Es braucht Ausbau und Förderung zivilgesellschaftlicher Beratungsstrukturen und deren finanzielle Absicherung. Antimuslimischer Rassismus muss intersektional anerkannt werden in dem in den Bereichen Wohnung, Bildung, Arbeitsmarkt auf rassistische Strukturen aufmerksam gemacht wird.

        Den kompletten Bericht findet man hier.

        Ein Beitrag von Aylin Yilmaz.

         

        Mehr Informationen zu den #Stimmlagen, dem gemeinsamen Infomagazin der Freien Radios in Österreich gibt’s unter stimmlagen.at

        Sendungsmoderation: Marina Wetzlmaier

        30 min

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      Produktionen, die im Rahmen von meist projektbezogenen Zusammenschlüssen von Personen und Redaktionen verschiedener Radiostationen entstanden.