Gereon Hermkes Deutsch

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Gereon Hermkes Deutsch episodes

  • W.A.I.T. - Why Am I Talking?
    Befinden Sie sich aktuell im Training, um ein Coach zu werden? Wenn Ja, dann ist Ihnen bestimmt schon das ein oder andere Mal der Begriff „WAIT" zu Ohren gekommen. Jeder Buchstabe dieses Wortes steht für ein anderes Wort. W: Why, A: Am, I: I, T: Talking. Übersetzt bedeutet das: „Warum rede ich?" Es soll den Coaches als Mahnung gelten, weniger zu reden und die Klienten mehr reden zu lassen. Die meisten Menschen haben die Angewohnheit sehr viel zu reden, viel Nachzufragen und somit das eigene Wissen zu demonstrieren. In den meisten Fällen ist es allerdings nicht besonders hilfreich. Mit diesem Tool soll man sich selbst daran erinnern: „WAIT! Why am I talking?" Aus persönlicher Erfahrung kann ich deshalb wiedergeben, je weniger man redet, desto mehr erreicht man. Tritt einer der Gesprächspartner etwas mehr zurück, gibt man dem Gegenüber automatisch die Gelegenheit sich besser auszudrücken, alles loszuwerden und es entsteht eine stressfreie Gesprächsatmosphäre.
    3 min
  • Pre-Mortem - Präventive Schadensbegrenzung
    Um sich im Vornherein einen Überblick über mögliche Probleme, auftretende Schwierigkeiten und Risiken zu verschaffen, gibt es eine ganz bestimmte Technik. Diese lautet: Pre-Mortem. Das Gegenteil hierfür ist das sog. Post-Mortem. Hierbei wird nach einem Todesfall eine Obduktion durchgeführt, warum der oder diejenige verstorben ist. Die Idee hinter dem sog. Pre-Mortem ist, diese Analyse schon vorher zu machen. In den meisten Fällen können schwerwiegende Ereignisse bereits vorher erkannt, anschließend gelindert und im besten Fall sogar verhindert werden. Bezieht man dieses Szenario nun auf die Projektarbeit, so muss bereits vorab geklärt werden, ob bestimmte Risiken bestehen, dass dieses Projekt scheitert. Man springt quasi imaginär in die Zukunft und stellt sich vor, dass das Projekt gescheitert ist und überlegt anschließend, woran es gelegen hat. Nachdem man sich darüber im Klaren ist, warum dies passieren könnte, weiß man, worauf man achten muss, oder was man verändern muss, um dies zu verhindern. Am besten wiederholt man diesen Prozess in regelmäßigen Abständen, um kontinuierlich am Ball zu bleiben und immer vorbereitet zu sein, anstatt die Probleme zu ignorieren und den Kopf in den Sand zu stecken.
    3 min
  • Put Your Mask On First
    Ein ähnliches Konzept zu meinem letzten Video „der General gehört auf den Hügel" ist das Konzept „put your mask on first". Im Falle einer Notfallsituation im Flugzeug wird man immer darauf hingewiesen, als erstes bei sich selbst die Sauerstoffmaske anzulegen und erst danach den Kindern und Mitmenschen zu helfen. Dies hat einen ganz bestimmten Grund. Würde man zuerst die Kinder versorgen und in Folge dessen selbst einen Sauerstoffmangel erleiden und womöglich sogar ohnmächtig werden, könnten die Kinder einem nicht helfen, da sie dazu nicht in der Lage sind. Im Gegensatz dazu könnte man als Erwachsener, nachdem man sich die Maske zuerst aufgesetzt hat, sich um bewusstlose Kinder kümmern. Vereinfacht heißt das, dass die Person, die in der Lage ist, etwas zu bewirken, als erstes geschützt werden muss. Dieses Konzept ist unglaublich wichtig, wird aber oft in anderen Zusammenhängen übersehen. Bezieht man dieses Beispiel auf eine Firma, dann ist es hier auch in Ordnung, als Geschäftsführer oder Abteilungsleiter nicht die Mitarbeiter zuerst mit Sauerstoff zu versorgen, sondern zuerst sich selbst. Natürlich wird von einem Chef oder dem Teamleiter erwartet, dass er mit gutem Beispiel voran geht und sich für die Firma aufopfert, aber wie könnte er in so einem Falle den Mitarbeitern helfen? Häufig versuchen diese Positionen den Mitarbeitern Arbeit abzunehmen und sind am Ende des Tages selbst komplett ausgebrannt und überarbeitet und schaffen es somit nicht das Team ordentlich zusammen zu halten und es kommt zu vielen Fehlern. Deshalb ist es hier besonders wichtig, auch auf sich selbst zu schauen und auch mal selbst die Maske zuerst aufzusetzen.
    4 min
  • Der General gehört auf den Hügel
    Das Sprichwort „der General gehört auf den Hügel" ist zwar heutzutage etwas veraltet, dennoch spielt der Sinn dahinter bis heute eine bedeutende Rolle in Bezug auf Position der Entscheidungseinheit, egal ob privat oder beruflich. Diese Entscheidungseinheit ist im besten Fall etwas zurückgezogen, ein bisschen erhöht, um sich einen besseren Überblick über das Geschehen zu verschaffen. Es gibt natürlich auch Situationen, welche diesem System widersprechen, da man häufig einen starken Anführer vor Augen hat, welcher mit breiter Brust voraus geht, getreu dem Motto: „leaders go first"! Nichts desto trotz stimmt das Gegenteil aber auch. Ein klassisches Beispiel für „der General gehört auf den Hügel" ist eine Mutter, welche ihren Kinderwagen schiebt. Sie ist etwas zurückversetzt, hat einen besseren Überblick, kann somit mögliche Gefahren schneller erkennen und ihr Baby schützen. Bezieht man dieses Motto auf das geschäftliche, sieht man deutlich, dass die meisten Chefs und Abteilungsleiter permanent an der Front „kämpfen". Natürlich gibt es einige Aufgaben und Themen, welche nur von ihnen selbst durchgeführt werden können, dennoch müssen sie lernen ihre Arbeit abzugeben und nicht alles selbst zu erledigen. Es ist viel wichtiger zu verstehen, dass es ihre wichtige Aufgabe ist, auf dem Hügel zu stehen, die Situationen im Blick zu haben und somit schnell eingreifen zu können. Aus diesem Grund wurden sie zum Chef oder zum Abteilungsleiter gewählt, da diese Position nicht von jedem beliebigen Mitarbeiter übernommen werden kann.

    4 min
  • Time to New Normal - Offenheit für Veränderungen
    Time to new normal ist ein sehr interessantes Konzept, wenn es darum geht mit Veränderungen umzugehen. Hierbei geht es darum, dass nach irgendwelchen Ereignissen, wie zum Beispiel Corona, eine Veränderung stattfindet, an die man sich gewöhnen muss. Die Zeit der Anpassung ist quasi die Zeit, die es benötigt, sich an die neuen Umstände zu gewöhnen, sich von den alten Gewohnheiten zu distanzieren und vor allem zu akzeptieren, dass manche Sachen nicht mehr so sein werden, wie sie einmal waren. Um die Zeitspanne zwischen dem „alten normal" und dem „neuen normal" zu verkürzen ist es wichtig, sich dessen bewusst zu sein. Das Leben besteht aus Veränderungen und in den meisten Fällen bleibt es auch dabei und kehrt nicht wieder in den Ursprungszustand zurück. Da in den meisten Fällen der neue Zustand häufig als negativ empfunden wird und man in dieser Phase oft die alten Zeiten vermisst, muss man sich unbedingt bewusst werden, dass es nichts bringt diese permanent zu vergleichen, den alten Zeiten hinter her zu trauern, sondern umso schneller beginnen muss, sich auf das Neue einzulassen und versuchen damit umzugehen.
    4 min
  • Skalierungsphase - Organisatorisches Refactoring
    Während der Entstehung eines Unternehmens werden verschiedene Phasen durchlaufen.

    Nachdem die Anfangsphase erfolgreich überstanden ist und man den Product-Market-Fit gefunden hat, kommt es zur Skalierungsphase. Diese Phase stellt eine sehr große Belastung für die Mitarbeiter und das gesamte Unternehmen dar. Dies liegt dem organisatorischen Ausprobieren zu Grunde, da hierbei unheimliche viele Veränderungen stattfinden und die Mitarbeiter und Teammitglieder stets offen für neues sein müssen. Auf Grund dessen ist es wichtig, sein bisheriges Verständnis von Scrum zu erweitern und nicht streng auf dem Regelwerk zu beharren. Hierbei muss dem organisatorischem Refactoring viel Aufmerksamkeit geschenkt werden und es muss sehr flexibel auf verschiedene Themen eingegangen werden.

    4 min
  • Personal Scrum - Einfluss im Privatleben
    Häufig werde ich gefragt, ob man Scrum auch im privaten Bereich anwenden kann. Die Antwort lautet ganz klar: Ja!

    Es gibt zwar keine Kurse oder Formalitäten, aber man kann die Scrum-Methodik im persönlichen Alltag ebenfalls anwenden.

    Durch Scrum werden wir gezwungen, zu priorisieren, zu fokussieren, wir überprüfen, ob wir die Sachen geschafft haben, und im Anschluss versuchen wir uns stetig zu verbessern.

    Ich persönlich stelle immer wieder fest, dass die Product Owner Seite eine große Bedeutung für das persönliche Scrum spielt. Es ist wichtig sich über seine persönlichen Ziele der nächsten Jahre im Klaren zu werden und grobe Meilensteine vor Augen zu haben. Diese Roadmap entwickelt sich allerdings kontinuierlich weiter und wird sich auch mit der Zeit verändern. Demzufolge überlege ich mir in kleinen Schritten, was ich in der nächsten Woche erledigen kann, um meinen Zielen kontinuierlich näher zu kommen.

    3 min
  • Doomscrolling - Süchtig nach Bad News
    Auf Grund der aktuellen Ereignisse spielt das Thema Doomscrolling eine große Rolle. Der Begriff Doomscrolling bedeutet nichts weiter, als kontinuierlich am Smartphone oder PC durch schlechte Nachrichten zu scrollen. Durch das Internet und vor allem durch Social Media verbreiten sich Nachrichten heutzutage in Echtzeit und sind für beinahe jeden frei zugänglich. Somit ist man immer auf dem neusten Stand, was sich gerade auf der Welt ereignet. Dies hat neben einigen Vorteilen auch nicht zu vernachlässigende Nachteile. Das kontinuierliche, teilweise unterbewusste Recherchieren wirkt sich drastisch auf die menschliche Psyche aus. Das menschliche Gehirn ist nicht in der Lage zu unterscheiden, ob man tatsächlich vor Ort am Geschehen ist, oder lediglich die Nachrichten verfolgt. Demzufolge kommt es häufig zu Depressionen, Ängsten oder pures Stressempfinden, da das Gehirn unbewusst dieses Szenario nachempfindet. Auf Grund dessen ist es besonders wichtig sich selbst davor zu schützen. Um negative physische Einflüsse zu verhindern und um die eigene Psyche zu schützen, sollte man sich über die Auswirkungen bewusst sein und eventuelle Maßnahmen wie Bildschirmzeitregulierung usw. vornehmen.
    3 min
  • Bro, do you even ship?
    Der bekannte Spruch: „Bro, do you even lift?" ist nicht nur im Fitnessstudio weit verbreitet, sondern findet oftmals im normalen Alltag ebenfalls gebrauch. Hierbei geht es hauptsächlich darum sich gegenüber anderen zu rechtfertigen, welche versuche schlaue Ratschläge zu geben, ohne sich mit der Materie richtig auszukennen.

    Das gleiche Prinzip ist ebenfalls auf die Arbeit anwendbar, und zwar mit der Frage: „Bro, do you even ship?" Hierbei wird auf den Output angespielt. Wird den Kunden in der Praxis wirklich etwas geliefert oder bleibt es nur bei der Theorie? Alltägliche Beispiele hierfür sind unveröffentlichte Websites, ein nie zu Ende geschriebenes Buch oder ein Projekt, welches nie zur Umsetzung kommt, usw.

    Dies ist tatsächlich ein sehr einflussreiches Entscheidungskriterium, ob jemand erfolgreich ist oder nicht, bzw. ob man von anderen ernst genommen wird, da dieser „Shippingfaktor" ein sehr bedeutender Maßstab ist, um sich gegenseitig zu bewerten.

    3 min
  • Resource Fallacy - Einfach machen!
    Häufig stehen wir unseren Träumen und Zielen selbst im Weg, da wir immer Ausreden suchen, um damit anzufangen. Hierbei spielt der Begriff „Resource Fallacy" eine große Rolle. Anstatt einfach damit anzufangen, denkt man häufig, man hat noch nicht alle Ressourcen, die man dafür benötigt und somit verzögert sich der Start oder man fängt erst gar nicht damit an. Natürlich ist es wichtig sich vorher Gedanken zu machen und nicht Hals über Kopf, völlig blind zu beginnen, dennoch ist es in den meisten Fällen das komplette Gegenteil. Deshalb: Einfach machen! Probiert es aus, nutzt das Feedback und verbessert euch stetig.
    3 min

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Gereon Hermkes ist im Herzen Unternehmer, Agiler Business Coach und Scrum Trainer unter Dr. Jeff Sutherland.