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Nachdem die Anfangsphase erfolgreich überstanden ist und man den Product-Market-Fit gefunden hat, kommt es zur Skalierungsphase. Diese Phase stellt eine sehr große Belastung für die Mitarbeiter und das gesamte Unternehmen dar. Dies liegt dem organisatorischen Ausprobieren zu Grunde, da hierbei unheimliche viele Veränderungen stattfinden und die Mitarbeiter und Teammitglieder stets offen für neues sein müssen. Auf Grund dessen ist es wichtig, sein bisheriges Verständnis von Scrum zu erweitern und nicht streng auf dem Regelwerk zu beharren. Hierbei muss dem organisatorischem Refactoring viel Aufmerksamkeit geschenkt werden und es muss sehr flexibel auf verschiedene Themen eingegangen werden.
Es gibt zwar keine Kurse oder Formalitäten, aber man kann die Scrum-Methodik im persönlichen Alltag ebenfalls anwenden.
Durch Scrum werden wir gezwungen, zu priorisieren, zu fokussieren, wir überprüfen, ob wir die Sachen geschafft haben, und im Anschluss versuchen wir uns stetig zu verbessern.
Ich persönlich stelle immer wieder fest, dass die Product Owner Seite eine große Bedeutung für das persönliche Scrum spielt. Es ist wichtig sich über seine persönlichen Ziele der nächsten Jahre im Klaren zu werden und grobe Meilensteine vor Augen zu haben. Diese Roadmap entwickelt sich allerdings kontinuierlich weiter und wird sich auch mit der Zeit verändern. Demzufolge überlege ich mir in kleinen Schritten, was ich in der nächsten Woche erledigen kann, um meinen Zielen kontinuierlich näher zu kommen.
Das gleiche Prinzip ist ebenfalls auf die Arbeit anwendbar, und zwar mit der Frage: „Bro, do you even ship?" Hierbei wird auf den Output angespielt. Wird den Kunden in der Praxis wirklich etwas geliefert oder bleibt es nur bei der Theorie? Alltägliche Beispiele hierfür sind unveröffentlichte Websites, ein nie zu Ende geschriebenes Buch oder ein Projekt, welches nie zur Umsetzung kommt, usw.
Dies ist tatsächlich ein sehr einflussreiches Entscheidungskriterium, ob jemand erfolgreich ist oder nicht, bzw. ob man von anderen ernst genommen wird, da dieser „Shippingfaktor" ein sehr bedeutender Maßstab ist, um sich gegenseitig zu bewerten.
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