In dieser Folge von „Gesund und glücklich – der Podcast für ein gesundes Leben“ spricht Agnes Blönnigen über ein Thema, das im Alltag oft unterschätzt wird: den Mundraum, den Speichel – und unsere Trinkgewohnheiten.
Im Mittelpunkt steht eine scheinbar einfache Frage: Ist es wirklich gesund, den ganzen Tag über ständig zu trinken? Die Antwort fällt differenziert aus. Zwar ist ausreichendes Trinken wichtig, doch permanentes Nuckeln an Wasser, Tee oder Zitronengetränken kann dem Mund eher schaden als nutzen. Der Speichel ist nämlich weit mehr als nur „Feuchtigkeit“: Er ist ein hochkomplexes Schutzsystem mit Enzymen, Abwehrstoffen, Wachstumsfaktoren und sogar schmerzlindernden Substanzen. Pro Tag produziert der Körper bis zu eineinhalb Liter davon – vorausgesetzt, seine Konzentration wird nicht ständig verdünnt.
Besonders eindrücklich wird erklärt, welche Rolle der Speichel für die Zahngesundheit spielt. Er neutralisiert Säuren, remineralisiert den Zahnschmelz und hält das Mikrobiom im Mund im Gleichgewicht. Dauerhaft saure Getränke wie Wasser mit Zitrone können diesen natürlichen Schutz aushebeln und langfristig Zahnschäden begünstigen. Auch der weitverbreitete Impuls, direkt nach dem Essen die Zähne zu putzen, wird kritisch beleuchtet.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist der Zusammenhang zwischen Zucker, Bakterien und Karies. Dabei kommt auch Xylit (Birkenzucker) zur Sprache – ein Zuckerersatz, der von kariesverursachenden Bakterien nicht verwertet werden kann und möglicherweise sogar zur Regeneration kleiner Kariesstellen beiträgt. Gleichzeitig wird offen angesprochen, wo noch Unsicherheiten bestehen, etwa in Bezug auf Insulinreaktionen bei Süßstoffen.
Abgerundet wird die Folge durch praktische Empfehlungen: lieber größere Trinkmengen in Pausen statt ständig kleine Schlucke, bewusste Trinkpausen nach dem Essen, und – wenn überhaupt – Xylit-Kaugummis gezielt einsetzen, um den Speichel seine Arbeit machen zu lassen.
Diese Podcastfolge lädt dazu ein, scheinbar gesunde Gewohnheiten zu hinterfragen und wieder mehr Vertrauen in die natürlichen Regulationsmechanismen des Körpers zu entwickeln – informativ, kritisch und alltagsnah.
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