In den 90ern wurde „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ zur erfolgreichen Kultserie. (Bildquelle: Bildbearbeitung GIGA)
Star-Regisseur Ryan Coogler plant ein Reboot von „Akte X“. Wir verraten, was bisher über die Serie bekannt ist und welches FBI-Agenten-Duo bald ermittelt.
„Akte X“-Reboot: Neues Ermittlerduo übernimmt die X-Akten
Seit „Akte X“-Serienschöpfer Chris Carter 2023 verriet, dass „Black Panther“-Regisseur Ryan Coogler ein Reboot der Erfolgsserie plant, ist einige Zeit vergangen. Jetzt gibt es endlich Neuigkeiten, die eingefleischten Fans der Mysterieserie vermutlich nicht so gut gefallen werden.
Wer auf ein Wiedersehen mit den Originalschauspielern David Duchovny und Gillian Anderson gehofft hatte, muss jetzt stark sein: Sie schlüpfen nicht noch einmal in die Rollen von Fox Mulder und Dana Scully. Aber seien wir ehrlich: Schon das „Akte X“-Revival von 2016 konnte nicht mehr an die Magie der Originalserie anknüpfen.
Im „Akte X“-Reboot treten Himesh Patel („Station Eleven“, „Yesterday“) und Danielle Deadwyler („Rooster“, „Carry-On“) als neues Ermittlerduo an. Sie spielen eigenständige Figuren, haben aber eines mit Scully und Mulder gemeinsam: Sie sind charkterlich grundverschieden und ergänzen sich dadurch perfekt.
Worum geht es im „Akte X“-Reboot?
Zur Handlung des neuen „Akte X“-Reboots ist noch nicht viel bekannt. Klar ist aber: Wie in der Originalserie werden die beiden neuen Ermittler einer lange stillgelegten Abteilung zugeteilt, die ungelöste und teils unheimliche Fälle aufklären soll.
Regisseur Ryan Coogler verriet nur so viel: Das neue „Akte X“-Reboot soll verdammt gruselig werden. Ob die Neuauflage den Gänsehautfaktor der legendären Folge „Blutschande“ (OT: Home) aus Staffel vier toppen kann?
Ein weiteres Serien-Revival feiert Premiere: Wie es mit „Scrubs“ weitergeht, seht ihr im Video:
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Grünes Licht für die Pilotfolge
Doch bevor das „Akte X“-Reboot im TV zu sehen ist, dauert es noch eine Weile. Einen offiziellen Release-Termin gibt es bisher nicht. Vorerst hat nur die Pilotfolge grünes Licht bekommen. Streamingdienst Hulu/Disney+ will zunächst sehen, wie das Comeback der Mysterieserie ankommt, und dann entscheiden, ob weitere Folgen produziert werden.
Ryan Coogler übernimmt in der Pilotfolge sowohl die Regie als auch das Drehbuch. Jennifer Yale („Your Friends & Neighbors“, „Legions“) ist als Showrunnerin an Bord. Chris Carter, der Serienschöpfer von „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“, wirkt als Produzent mit.
Die Mysteryserie „Akte X“ prägte die 1990er
Die Kultserie „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ machte in den 1990ern das Unbekannte zum TV-Event. Im Mittelpunkt standen die FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully. Gemeinsam untersuchen sie sogenannte „X-Akten“ – ungelöste Fälle mit paranormalen oder unerklärlichen Ereignissen, von UFO-Sichtungen bis zu mysteriösen Kreaturen.
Der Reiz von Akte X liegt im Spiel der Gegensätze: Mulder ist überzeugt davon das es Aliens und geheime Verschwörungen gibt. Scully dagegen ist die nüchterne Wissenschaftlerin, die alles logisch erklären will. Zusammen stürzen sich die beiden FBI-Ermittler in düstere und zum Teil schräge Fälle voller Rätsel, Gänsehaut-Momente und geheimnisvoller Verschwörungen!
Zwischen 1993 und 2002 liefen 9 Staffeln, danach kehrte die Serie 2016–2018 für zwei weitere Staffeln zurück. Dazu kamen noch zwei Kinofilme, die die Abenteuer von Mulder und Scully auf die große Leinwand brachten: „Akte X – Der Film“ (1998) und „Akte X – Jenseits der Wahrheit “(2008).
Der „Scully-Effect“: Serienfigur inspirierte Frauen
Die Serienfigur Dana Scully inspirierte viele Mädchen und Frauen dazu, Berufe in Naturwissenschaft, Technik, Ingenieurwesen und Medizin (MINT) zu ergreifen. Als Ärztin und FBI-Agentin bewies sie, dass Intelligenz, Logik und Mut kein Geschlecht kennen.
2017 führte das Geena Davis Institute on Gender in Media in Zusammenarbeit mit 21st Century eine Studie zum „Scully-Effect“ durch. Dabei wurden über 2.000 Frauen über 25 Jahre befragt, warum sie eine Karriere im MINT-Bereich anstreben.
Die Ergebnisse waren eindeutig: 63 Prozent derjenigen, die Scullys Figur kannten, sagten, dass sie ihr Selbstvertrauen gestärkt hat, in einem männerdominierten MINT‑Beruf erfolgreich zu sein. Etwa 91 Prozent sahen Scully als Vorbild für Mädchen und Frauen.
Kurz gesagt: Scully hat Karrieren inspiriert, die ohne ihre TV-Präsenz vielleicht nicht in Angriff genommen worden wären. Scully Darstellerin Gillian Anderson äußerte sich damals bei der San Diego Comic Con 2013 zum „Scully-Effect“:
Zitat:
„Es war eine Überraschung für mich, als man mir das erzählte. Wir bekamen ständig viele Briefe, und ich hörte ziemlich häufig von Mädchen, die in die Medizin, die Wissenschaft, das FBI oder andere Bereiche gingen, dass sie diese Berufe genau wegen der Figur Scully verfolgten. Und ich dachte: ‚Juhu!‘“
The Scully Effect: How „X-Files“ Helped Mainstream Women In STEM Careers“: In: https://allthatsinteresting.com/scully-effect, 31.01.2015
Ob das Serien-Reboot daran anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Hulu hat kürzlich die lang ersehnte Fortsetzung von „Buffy: New Sunnydale“ gecancelt – obwohl die Pilotfolge bereits abgedreht war. Bleibt zu hoffen, dass der „Akte X“-Neuauflage ein ähnliches Schicksal erspart bleibt.