Erdnüsse für den Export - die französischen Kolonialherren hatten im 19. Jahrhundert riesige Erdnussplantagen im Senegal angelegt. Seitdem ist das westafrikanische Land einer der weltgrößten Erdnussproduzenten. Doch die Folgen für die Böden sind verheerend. Die Erdnuss-Monokultur hat zu Nährstoffmangel und Erosion geführt, viele Flächen Ackerland sind mittlerweile unfruchtbar.
Die Monokultur im senegalesischen "Erdnussbecken", wie die Region auch genannt wird, führt außerdem zu einem Verlust an Biodiversität. Bakterien, Insekten, Pflanzen - mit Chemie behandelte Böden machen all dem den Garaus. Ibrahima Secks von der Vereinigung der Biobauern im Senegal reist deshalb unermüdlich durch die Region und wirbt bei Landwirten für alternative, grüne Anbaumethoden: kein Einsatz von Pestiziden, kein chemischer Dünger, Felderwirtschaft. Nur so würde es gelingen, die Wüstenbildung im Senegal aufzuhalten und die Erdnusspflanzen zu retten.