Moore speichern doppelt so viel Kohlenstoffdioxid wie alle Wälder der Erde zusammen. Trockengelegt geben sie diese Treibhausgase aber massenhaft ab und sind eine große Brandgefahr. 2010 kam es so zu schrecklichen Bränden rund
um Moskau. Jetzt versucht man in Russland, große Moorgebiete wieder zu vernässen.
Mehr als acht Prozent der Fläche Russlands sind mit Mooren bedeckt. Riesige Gebiete wurden in der Vergangenheit trockengelegt, um sie für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Torfabbau nutzbar zu machen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion lagen viele Flächen bracht und sind heute eine akute Feuer-Gefahr auf insgesamt fast drei Millionen Hektar. Die Wiedervernässung der Moore ist eine Methode, um die Gefahren, die von trockenen Mooren ausgehen, zu bannen. Die NGO "Wetlands International" ist darauf spezialisiert. Mit finanzieller Unterstützung durch die Internationale Klimaschutzinitiative führt sie die Wiedervernässung in einigen betroffenen russischen Gebieten durch - und rettet damit auch ein komplexes Ökosystem und die Artenvielfalt in der Moorlandschaft. Doch auf den riesigen Flächen ist die Vernässung der Moore eine Herausforderung, technisch und wirtschaftlich. Und die Menschen vor Ort davon zu überzeugen, ist alles andere als einfach.