Lanna Idriss ist Halb-Syrerin - und sie ist eine Macherin. In der Frankfurter BHF-Privatbank arbeitet sie als Managerin. Vor einem Jahr reduzierte sie ihre Arbeitszeit, um sich nebenbei um ihr eigenes Unternehmen kümmern zu können. Denn Idriss will syrischen Frauen, die in eines der Nachbarländer geflohen sind, vor Ort helfen. 2015 startete sie deshalb "Gyalpa", ihr eigenes Sozialunternehmen.
Der Krieg in der Heimat ihres Vaters belastet Lanna Idriss. Sie hat Verwandte in Syrien und fühlt sich mit den Menschen verbunden. Idriss wollte etwas tun. Spenden - schön und gut. Aber das helfe niemandem, langfristig auf die Beine zu kommen, so Idriss. Also gründete sie vor gut einem Jahr ein soziales Handelsunternehmen. "Gyalpa" bringt syrische Flüchtlingsfrauen, etwa im Libanon oder Jordanien, in Lohn und Brot und gibt ihnen eine Perspektive. In Handarbeit stellen die Frauen Taschen, Tücher und Accessoires her, die dann nach Deutschland geliefert und übers Internet vertrieben werden. Und Lanna Idriss hat noch weitere Pläne.