In dieser Folge geht es um die berühmte „Strength of Weak Ties"-Theorie von Mark Granovetter – und darum, warum die ehemalige Kollegin, der Vater vom Schulhof, die Frau aus dem Zug oder die Bekanntschaft vom Conference Dinner manchmal Informationen und Verbindungen haben, die unsere engsten Freund gar nicht haben können.
Wir schauen uns an, warum Weak Ties Brücken zwischen sozialen Welten bilden, was eine riesige LinkedIn-Studie über ihren Einfluss auf berufliche Chancen herausgefunden hat und warum selbst kurze Gespräche mit Bekannten und Fremden unser Wohlbefinden steigern können.
Außerdem geht es um die ganz praktische Frage: Wie entstehen solche Beziehungen eigentlich? Wir sprechen über Pendeln und familiar strangers, Fitnessstudios, Alumni-Treffen, Golfplätze und Konferenzen – und über reale Geschichten, in denen beiläufige Begegnungen zu Unternehmen, Kooperationen und millionen- oder sogar milliardenschweren Entscheidungen beigetragen haben.
Und natürlich geht es auch um Networking für Menschen, die auf das klassische Networking überhaupt keine Lust haben: Wie spricht man Fremde an? Wie nutzt man Konferenzen, ohne jede Session und jede Kaffeepause maximal durchzutakten? Was macht man als introvertierter Mensch? Wie führt man Gespräche, in denen der andere tatsächlich zu Wort kommt? Und wie pflegt man lose Kontakte, ohne daraus einen zweiten Vollzeitjob zu machen?
Am Ende steht eine Netzwerkregel, die erstaunlich gut zur Forschung passt und die meine Mutter mir schon als Kind mitgegeben hat:
„Man trifft sich immer zweimal im Leben."