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In dieser Folge von Grätzlgeschichten stehen Marco d’Aviano und das Denkmal vor der Kapuzinerkirche am Neuen Markt im Mittelpunkt. Andreas und Walter erzählen, wer dieser Kapuzinermönch eigentlich war: vom jungen Prediger aus Friaul über seinen Aufstieg zum Berater Kaiser Leopolds I. bis zu seiner Rolle in den Türkenkriegen und seinem Ruf als Wundertäter.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Entstehungsgeschichte des Denkmals aus dem Jahr 1935. Die beiden sprechen über den künstlerischen Wettbewerb, den kämpferischen Entwurf von Hans Mauer und darüber, warum Marco d’Aviano hier als entschlossen voranschreitende Figur mit erhobenem Kreuz inszeniert wird. Vor allem aber zeigen sie, wie stark Engelbert Dollfuß und der austrofaschistische Ständestaat diese historische Figur für ihre Zwecke vereinnahmten – als Symbol eines „katholischen Österreich“ im Kampf gegen innere und äußere Feinde.
Mehr Wiener Geschichte findet ihr im Wien Geschichte Wiki. Andreas und Walter könnt ihr außerdem in der Geschichtsgreißlerei hören.
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Sehr weit zurück müssen Andreas und Walter in dieser Grätzlgeschichte nicht reisen. Dieses Mal dreht sich alles um Hans Hölzel, besser bekannt als Falco. Wir hören von seinem Werdegang, prägenden Stationen und den Lokalen und Orten in Wien, die für ihn wichtig waren. Außerdem geht es darum, wie die Stadt seine Musik beeinflusst hat und wie sich die Popmusik in Wien entwickelt hat.
Falco im Wien Geschichte Wiki: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Falco
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In dieser Folge der Grätzlgeschichten begeben sich Andreas und Walter auf die Spuren von Joseph von Sonnenfels, dessen Denkmal im Rathauspark steht. Der Professor für Kameralistik schuf im 18. Jahrhundert unter Maria Theresia und Joseph II. die Grundlagen für einen modernen Verwaltungsstaat. Seine Standardwerke über Polizei, Handlung und Finanz wurden über ein Jahrhundert lang als Regelwerke verwendet und legten fest, wie Urkunden verfasst, Steuern eingehoben und Eingaben bearbeitet werden sollten.
Weitere Infos: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Joseph_von_Sonnenfels
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Andreas und Walter sind mit neuen Grätzlgeschichten zurück. In der zweiten Staffel nehmen sich die beiden Wiener Denkmäler vor. Den Anfang macht die Spinnerin am Kreuz in Favoriten. Wie das Wahrzeichen an der Triester Straße zu seinem Namen kam, erfahrt ihr in dieser Folge – ebenso wie eine kleine Geschichte der Todesstrafe in Wien. Denn gleich neben der Spinnerin am Kreuz stand früher ein Galgen.
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Passend zur Jahreszeit beschäftigen sich Andreas und Walter in der aktuellsten Grätzlgeschichte mit dem Weihnachtsfest in Wien. Wie hängt die Weihnachtsbeleuchtung mit dem Entstehen von Warenhäusern zusammen? Wer brachte den Christbaum nach Wien? Und: Wie haben sich die Weihnachts- und Christkindlmärkte zu jenen Besucher*innenmagneten entwickelt, die sie heute sind?
Die Grätzlgeschichten wünschen frohe Feiertage und einen guten Rutsch!
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In der letzten Episode der ersten Staffel Grätzlgeschichten nehmen uns Andreas und Walter mit nach Kagran, zum Bundesländerhof. Ausgehend vom Bundesländerhof beleuchten die beiden historische Spannungen zwischen der Hauptstadt und dem Rest Österreichs: Von der Trennung Wiens von Niederösterreich 1920 über die kulturellen und politischen Gegensätze der Zwischenkriegszeit bis zur sogenannten Fußach-Affäre rund um ein Bodenseeschiff. Die Episode zeigt, wie fragil das österreichische Nationalbewusstsein lange Zeit war. Der Bundesländerhof wird dabei zum Symbol für den Versuch, diese Gräben zu überwinden.
Der Bundesländerhof im Wien Geschichte Wiki: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Bundesl%C3%A4nderhof
Die Grätzlgeschichten kommen 2026 mit einer neuer Staffel zurück.
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In der vorletzten Folge der ersten Staffel widmen sich Andreas und Walter einem ambivalenten Kapitel der Wiener Stadtgeschichte: Groß-Wien. Die Episode beleuchtet die maximale territoriale Ausdehnung Wiens während der NS-Zeit (1938-1945) durch Eingemeindungen.
Die beiden Hosts ordnen diese Entwicklung historisch ein und zeigen auf, dass die Idee eines größeren Wiens keine NS-Erfindung war, sondern bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts diskutiert wurde. Sie erklären die monumentalen, größtenteils gescheiterten Baupläne der Nationalsozialisten und besprechen die den wenigen tatsächlich realisierten Projekte wie die Flaktürme und die Wienerfeldsiedlung West.
Besonders spannend: die chaotische Nachkriegszeit zwischen 1945 und 1954, als unklar war, welche Gebiete bei Wien verbleiben sollten. Die Episode zeigt die diplomatischen Verwicklungen zwischen Alliierten, Bund und Ländern und erklärt, warum heute Gemeinden wie Schwechat, Klosterneuburg oder Mödling nicht zu Wien gehören, obwohl sie jahrelang Teil der Stadt waren.
Orte der Folge: Die Flaktürme in Wien und die Wienerfeldsiedlung West in Favoriten
Leseempfehlungen:
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Wien besitzt mehr Land außerhalb seiner Grenzen als innerhalb – eine Tatsache, die selbst vielen Einheimischen unbekannt ist. Die Grätzlgeschichten verlassen in dieser Folge die Stadtgrenzen und begeben sich auf eine Entdeckungsreise durch die 675 Quadratkilometer Quellschutzgebiete in Niederösterreich und der Steiermark, die der Stadt gehören. Von der Kaiserbrunnquelle an der Rax bis zum Hochschwabgebiet: Diese Gebiete sichern seit über 150 Jahren die Wasserversorgung der Millionenstadt. Andreas und Walter erklären, wie Wien ab den 1860er Jahren durch Käufe, Schenkungen und juristische Auseinandersetzungen ein "Wasserimperium" aufbaute, das heute von mehreren Magistratsabteilungen verwaltet wird.
Gleichzeitig gibt es mitten in Wien Orte, die nicht zum österreichischen Hoheitsgebiet gehören. Die UNO-City mit ihren 180.000 Quadratmetern Grundfläche, 124 Botschaften und internationale Organisationen wie die OPEC genießen Exterritorialität – österreichische Polizei darf diese Areale nur nach Einladung betreten. Die Episode beleuchtet die historischen, rechtlichen und praktischen Aspekte dieser ungewöhnlichen Besitzverhältnisse und zeigt, warum die kommunale Kontrolle über Wasserressourcen bis heute essenziell bleibt.
Weiterführende Links
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Diese Folge der Wiener Grätzlgeschichten führt in den 23. Bezirk Liesing und beleuchtet die Geschichte der Rosenhügel Filmstudios in Mauer. Von 1919 bis 1923 als modernstes Studio Österreichs errichtet, war es das erste Kunstlichtstudio Europas und Schauplatz monumentaler Stummfilmproduktionen wie "Samson und Delilah". Die Episode zeichnet die wechselvolle Geschichte der Studios nach – von der Ära der Wien-Filme in den 1930er Jahren über die NS-Zeit, als Goebbels die Anlagen zu einem Zentrum deutscher Filmproduktion ausbauen wollte, bis zur sowjetischen Verwaltung nach 1945. Heute sind nur noch zwei Hallen erhalten, darunter die denkmalgeschützte Halle 6 mit ihrer einzigartigen Kinoorgel, in der Hollywood-Blockbuster wie Mission Impossible vertont werden.
Mehr zu den Rosenhügel-Studios: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Filmateliers_Rosenh%C3%BCgel
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Die Sommerpause ist vorbei und Andreas und Walter begeben sich wieder auf die Spuren der Wiener Geschichte. In dieser Folge erkunden die beiden den 17. Wiener Gemeindebezirk Hernals. Ausgehend vom Jörgerbad, Wiens ältestem noch bestehendem Hallenbad gibt es eine kleine Wiener Badegeschichte: von den frühen Verboten des freien Badens in der Donau über die ersten kontrollierten Freibäder bis zur Eröffnung des Jörgerbads 1914, das als erstes Hallenbad gemeinsames Baden für Männer und Frauen ermöglichte.
Das Jörgerbad im Wien Geschichte Wiki: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/J%C3%B6rgerbad
Das Jörgerbad heute: https://www.wien.gv.at/freizeit/joergerbad
Infos zum Bezirksmuseum Hernals: https://www.bezirksmuseum.at/de/museum/hernalser-bezirksmuseum/
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Im Geschichte-Podcast der Stadt Wien erzählen die Zeithistoriker und Geschichtsgreisslerei-Podcaster Andreas Filipovic und Walter Szevera "Grätzlgeschichten" aus der Wiener Historie. In Staffel 1…