Gredig direkt

Gredig direkt

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Gredig direkt episodes

  • mit Jann Billeter
    Nach 24 Jahren bei SRF hat es Jann Billeter zum privaten Sportsender MySports gezogen, wo der Bündner seit zwei Monaten arbeitet. Bei «Gredig direkt» spricht der Sportmoderator und -kommentator über seine grosse Leidenschaft für das Eishockey, seinen Wechsel und seine Krankheitsgeschichte.
    An den Olympischen Spielen in Tokio verabschiedete sich ein emotionaler Jann Billeter vom SRF-Fernsehpublikum. 1997 war er als 25-Jähriger zur Sportredaktion des Schweizer Fernsehens gestossen. Fast doppelt so alt ist er Anfang September weitergezogen. Bei MySports widmet er sich uneingeschränkt dem Eishockey, das ihn seit frühester Kindheit nicht mehr losgelassen hat.
    Billeter stand selbst vor dem Durchbruch im Profi-Eishockey, wurde in jungen Jahren als hoffnungsvoller Stürmer des HC Davos aber von einer heimtückischen Nierenkrankheit ausgebremst. Mit 23 Jahren entging er nach einer Hirnblutung dem Tod nur knapp. Er haderte lange mit der verpassten Chance: «Es brauchte viele Rückfälle und Spitalaufenthalte, bis ich endlich realisierte: Ich bin der grösste Glückspilz», so Billeter rückblickend.
    Denn: Dem Sport blieb er treu und begleitete als Journalist die Erfolge von ehemaligen Teamkollegen. Und wurde selbst zu einem der beliebtesten Sportmoderatoren von SRF. Wie beurteilt er aus der Distanz die Entwicklung im Profisport? Hat sich an seiner Begeisterung etwas geändert? Ist Eishockey tatsächlich ein ehrlicherer Sport als Fussball? Bei «Gredig direkt» kehrt Billeter für ein kurzes Gastspiel zurück an seine ehemalige Wirkungsstätte.
    33 min
  • mit Sarah Briguet
    Sarah Briguet wurde vor 30 Jahren zur Miss Schweiz gekürt. Was niemand ahnte: Hinter der strahlend schönen Frau lagen traumatische Kinderjahre, in denen sie von ihrem Vater sexuell misshandelt wurde. Bei «Gredig direkt» bricht sie ihr Schweigen und erzählt von Trauma, Schmerz und Hoffnung.
    Im August 1994 wird in Zürich die neue «Miss Schweiz» gekrönt. Die 24-jährige Gewinnerin heisst Sarah Briguet, strahlt mit ihrem Krönchen um die Wette und die Schweiz liegt der schönen Romande zu Füssen. Doch hinter Briguets blendender Fassade liegt ein Trauma, an dem sie beinahe zerbrach. Jahrelang wurde die Walliserin von ihrem Vater missbraucht. Der Inzest begann, als Briguet fünf Jahre alt war, den letzten Übergriff erlitt sie mit 13.
    Ihre erschütternden Erfahrungen hat die heute 50-jährige Radioproduzentin in einem Buch mit dem Titel «Miss à mort» niedergeschrieben, das auch auf Deutsch erscheinen soll. Wie bei vielen Missbrauchs-Opfern hatte der Inzest bei Briguet eine Depression zur Folge, aus der sie nur mithilfe einer intensiven Therapie und Medikamenten herausfand.
    Mit ihrer Geschichte gehe sie an die Öffentlichkeit, weil sie aufklären und sensibilisieren wolle, sagt Briguet. Bei «Gredig direkt» schildert sie die Erlebnisse ihrer Kindheit und erklärt, wie pädokriminelle Täter ihre Opfer gezielt manipulieren. Schutz biete Kindern vor allem gezielte Prävention, ist die zweifache Mutter überzeugt – sie wünscht sich diese auch vermehrt an Schweizer Schulen.
    35 min
  • mit Chris von Rohr
    Er ist mit der Schweizer Musikgeschichte untrennbar verbunden und hat auch mit 70 Jahren nichts von seinem Elan verloren: Chris von Rohr diskutiert mit Urs Gredig aus Anlass seines runden Geburtstags über die grossen Themen Liebe, Alter und Tod. Und er sagt, warum Krokus noch nicht in Rente gehen.
    «Bin ich normal?», fragte sich Chris von Rohr bereits vor gut 20 Jahren in seinem Buch «Bananenflanke». So viel ist klar: Mit «Ja» beantwortet er die Frage auch heute noch nicht. Wer also ist dieser Mann eigentlich, den die einen verehren, die anderen als rüpelhaft abtun und noch einmal andere belächeln?
    Verbürgt ist, dass der Solothurner, der als Kind und Jugendlicher nirgends so richtig reinpassen wollte, mit seiner Band Krokus Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre bis in den Rock-Olymp vorstiess. Seinen Weg hat er 2019 im Buch «Himmel, Hölle, Rock’n’Roll» noch einmal nachgezeichnet. Er spart darin nicht mit intimen Einblicken in sein wechselvolles Privatleben.
    Selbstreflexion ist auch im Gespräch mit Urs Gredig gefragt: Was ist mit 70 Jahren anders? Kann sich Freigeist von Rohr eine Zukunft in einem Altersheim vorstellen? Was hat er in seinem ereignisreichen Leben verpasst? Wann denkt er über den Tod nach? Und was bleibt von seinen Frauengeschichten zurück? Bei «Gredig direkt» spricht der Mann mit dem Kopftuch ehrlich über Vergangenes, Zukünftiges und die Gegenwart, die für ihn persönlich kaum positiver sein könnte.
    31 min
  • mit Josef Lang
    Diese Woche jährt sich der Amoklauf von Zug zum 20. Mal. Jo Lang ist einer der prominentesten Überlebenden der Bluttat. Bei «Gredig direkt» erinnert sich der Historiker und ehemalige Nationalrat an den tragischen Tag und geht der Frage nach, inwiefern sich der politische Diskurs in der Schweiz verändert hat.
    Um ein Haar hätte Josef «Jo» Lang am 27. September 2001 wie 14 seiner damaligen Kolleginnen und Kollegen sein Leben im Zuger Kantonsratssaal gelassen. Er entkam dem Amoklauf des Täters, der während insgesamt 2 Minuten und 34 Sekunden wild um sich schoss, eine selbstgebastelte Bombe zündete und sich danach selbst richtete.
    Als Historiker stellt Lang regelmässig Zusammenhänge zwischenzeitlich auseinanderliegenden Ereignissen her. In diesem Fall wehrt er sich dagegen, dass Bezüge zur aktuell aufgeladenen Situation rund um Impf- und Covid-Massnahmen-Skeptiker hergestellt werden. «Ich habe in meinem Leben noch nie eine solche Nervosität beobachtet wie jetzt. Aber ich sehe keine Verbindung zum Attentat von Zug. Was damals passiert ist, hat nichts mit gesellschaftlichen Spannungen zu tun», sagte Lang kürzlich in einem Interview mit «Le Matin Dimanche».
    Parallelen zwischen dem Sturm auf das Kapitol zu Beginn des Jahres in Washington und den unbewilligten Demonstrationszügen vor dem Bundeshaus in Bern sieht der 67-Jährige aber durchaus. Wie meint er das? Wie tief ist die Spaltung in der Gesellschaft tatsächlich und entlang welcher Linien verläuft sie?
    32 min
  • mit Klaus Wowereit, Bettina Ramseier und Peter Zudeick
    Deutschland befindet sich im Endspurt des Wahlkampfes. Wer wird in der grössten Volkswirtschaft Europas das politische Ruder von Angela Merkel übernehmen und wohin geht die Reise?
    Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock heissen die Spitzenkandidaten – wer das Rennen macht, entscheiden die Wähler am 26. September. In der heissen Phase des Wahlkampfes kurz vor der Entscheidung meldet sich «Gredig direkt» mit einer einstündigen Spezialsendung aus Berlin.
    Wie geht es den deutschen Nachbarn kurz vor der Wahl, welches sind die grössten gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen und wie muss Merkels Nachfolgerin oder Nachfolger beschaffen sein, um erfolgreich regieren zu können?
    Bei Urs Gredig treffen sich in der deutschen Hauptstadt Politprofis wie der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, SRF-Korrespondentin Bettina Ramseier und der Journalist und Autor Peter Zudeick zum Austausch über Deutschland nach der Ära Merkel.
    1 hr 5 min
  • mit Kabarettist Dieter Nuhr
    Dieter Nuhr tritt seit gut 30 Jahren in vollen Veranstaltungssälen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Er ist einer der bekanntesten, aber auch umstrittensten Kabarettisten im deutschsprachigen Raum. Wie kam der 60-Jährige zu den Negativschlagzeilen und wie geht er damit um?
    Die um sich greifende Empörungskultur in herkömmlichen und sozialen Medien hat Dieter Nuhr in den letzten Jahren zu seinem komödiantischen Hauptthema erkoren. Wobei der Rheinländer sich durchaus ernsthafte Sorgen darüber macht, wie sehr politische und gesellschaftliche Debatten – heutzutage, wie er sagt – von Hass und gegenseitiger Diffamierung geprägt sind.
    Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit Greta Thunberg in seiner ARD-Sendung «Nuhr im Ersten» erreichte die wachsende Ablehnung gegenüber Nuhr aus dem linken politischen Spektrum einen Kulminationspunkt. «Ich bin gespannt, was Greta macht, wenn es kalt wird. Heizen kann es ja wohl nicht sein», hatte er im Herbst 2019 gesagt. Gefundenes Fressen für rechte Kreise, die den Kabarettisten für sich vereinnahmen wollen – notabene, obwohl dieser stets bemüht ist, sich klar abzugrenzen und auch schon als «linksgrün-versifft» betitelt wurde. Was also stimmt? Ist Nuhr tatsächlich Opfer von kleinkariertem Schwarz-Weiss-Denken? Oder provoziert er die Shitstorms gegen ihn bewusst?
    Bei Urs Gredig spricht der 60-Jährige über seinen Erfolg, Missverständnisse und seine Erkenntnisse aus 35 Jahren Bühnenerfahrung.
    34 min
  • mit alt Bundesrat Moritz Leuenberger
    9/11, Swissair-Grounding, Attentat in Zug, Feuer im Gotthard – im Herbst 2001 erschütterten Katastrophen die Schweiz im Wochentakt. Als Bundespräsident versuchte Moritz Leuenberger damals, der Trauer eine Stimme zu geben. Bei «Gredig direkt» blickt er zurück und zieht Parallelen zur heutigen Krise.
    «Dieser Anschlag ist nicht nur ein Anschlag auf Menschen, es ist auch ein Anschlag auf unsere demokratischen Institutionen», spricht ein sichtlich geschockter Bundespräsident Leuenberger wenige Stunden, nachdem ein Attentäter im Zuger Regierungsrat ein Blutbad angerichtet hat. Das Trauma von Zug sitzt tief, nicht nur bei den Hinterbliebenen der Opfer. Dieser Angriff macht kurz nach 9/11 deutlich, wie verwundbar die eigene Demokratie und ihre Vertreter sind.
    Der Herbst 2001 ist durch die Kaskade der tödlichen Katastrophen und dem Grounding der Swissair zu einem Wendepunkt der Schweizer Geschichte geworden. In diesen düsteren Wochen wirkt Moritz Leuenberger als umsichtiger Akteur. Viele meinen, er sei in dieser Zeit vom nonchalanten Politiker zum Landesvater gereift.
    Was macht einen krisentauglichen Bundesrat aus? Wie bewältigt das Land die derzeitige Coronakrise und wie beurteilt der ehemalige Regierungsvertreter den Umgang mit Behördenskeptikern und Massnahmengegnerinnen? Bei «Gredig direkt» reflektiert der Bundespräsident von 2001 die Lage Schweiz.
    38 min
  • mit Sänger Campino
    Seit knapp 40 Jahren sind Campino und «Die Toten Hosen» aus der deutschsprachigen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Der Sänger und Frontmann, der neuerdings auch Buchautor ist, erzählt bei «Gredig direkt» von seiner Familiengeschichte, Fussball, Punk und Politik.
    «Wir sind noch keine sechzig / Und wir sind auch nicht nah dran / Und erst dann werden wir erzählen / Was früher einmal war», sangen «Die Toten Hosen» 1986. Der Text ist überholt: Im nächsten Jahr wird Frontmann Campino tatsächlich 60 Jahre alt. Und gleichzeitig steht auch noch das 40-jährige Bühnenjubiläum der Band an, die er geprägt hat.
    Davon, «was früher einmal war», erzählt Andreas Frege, wie Campino mit bürgerlichem Namen heisst, bereits jetzt. Mit seinem Buch «Hope Street – wie ich einmal englischer Meister wurde» ist er auf Lesetour in der Schweiz. Geschichten aus einem bewegten Leben wechseln sich mit Schilderungen von Matchbesuchen bei seinem bis zur Selbstaufgabe verehrten Liverpool FC ab.
    Was ist übrig geblieben vom Geist des frühen Punkrocks, dem sich Campino und seine Gefährten in jungen Jahren mit Haut und Haaren verschrieben und dabei so manche Grenze ausgelotet haben? Welchen Widersprüchen ist der Düsseldorfer zwischen durchgefeierten Nächten, grosser Bekanntheit, menschlichen Rückschlägen und gesellschaftlicher Verantwortung begegnet? Campino – einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Musiker tritt bei «Gredig direkt» zum «Auswärtsspiel» an.
    37 min
  • mit Ulrich Tilgner
    Die rasche Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat die Weltöffentlichkeit überrumpelt. Ins Erstaunen über die Bilder aus Kabul mischt sich harsche Kritik am Westen, der mit seinem «Nation Building» gescheitert ist. Bei «Gredig direkt» ist mit Ulrich Tilgner ein ausgewiesener Nahost-Experte zu Gast.
    Mit seinem Buch «Krieg im Orient. Das Scheitern des Westens» hat Ulrich Tilgner 2020 ein Übersichtswerk über die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten aufgelegt, in dem er nicht mit Kritik spart. Der langjährige TV-Nahostkorrespondent und ehemalige Kriegsreporter prangert das Versagen der USA und anderer Staaten in diesen teilweise unübersichtlichen Ländern an. Sie bekämen die Krisen nicht in den Griff, ausserdem hätten Migrationsströme und Terrorismus fatale Nebeneffekte für die selbsternannten Ordnungsmächte.
    Der Deutsche Tilgner, der mit seiner Berichterstattung während des amerikanischen Einmarsches im Irak 2003 und seiner späteren Arbeit für SRF auch in der Schweiz Bekanntheit erlangte, beurteilt die aktuellen Ereignisse in Afghanistan aufgrund seiner eigenen, rund 40-jährigen Erfahrungen in der Region. Wie sehen die Perspektiven für das kriegszerrüttete Land und die traumatisierte Bevölkerung unter einer erneuten Taliban-Herrschaft aus? Was müssen sich USA und Nato konkret vorwerfen lassen? Und wie sollte sich die Schweiz mit ihrer humanitären Tradition verhalten?
    38 min
  • mit ehemaligem Fussballprofi Johan Djourou
    Johan Djourou hat seine Karriere als Profifussballer vor kurzem beendet. Der 34-Jährige gilt als einer, dessen Gedanken sich nicht immer nur um das runde Leder drehten. Ist er damit die Ausnahme oder die Regel? Bei «Gredig direkt» spricht der Genfer auch über seine aussergewöhnliche persönliche Geschichte.
    Mit anderthalb Jahren kam Johan Djourou aus der Elfenbeinküste in die Schweiz, um bei seinem Vater und dessen Ehefrau in der Region Genf aufzuwachsen. Seine leibliche Mutter, die ihm ein besseres Leben in Europa ermöglichen wollte, sah er erst im Alter von 15 Jahren wieder.
    Zu diesem Zeitpunkt hatte die fussballerische Karriere Djourous bereits Fahrt aufgenommen. Das grosse Arsenal mit Trainer Arsène Wenger sicherte sich die Dienste des talentierten Junioren-Nationalspielers. Mit 16 Jahren trat Djourou das Abenteuer in London an – umringt von Weltstars wie Thierry Henry, Dennis Bergkamp oder Patrick Vieira entwickelte er sich zu einem gestandenen Innenverteidiger. Als Nationalspieler brachte es Djourou auf 76 Einsätze, sein letztes grosses Turnier bestritt er 2018 in Russland.
    In diesem Monat hat der 34-Jährige seine Fussballschuhe definitiv an den Nagel gehängt. Was folgt jetzt für den Mann, der sich auch immer wieder kritisch mit dem kurzlebigen Fussballgeschäft auseinandersetzte? Hat ihm seine reflektierte Art während der Karriere eher genützt oder geschadet? Und wie nimmt Djourou die Nebengeräusche der aktuellen Europameisterschaft rund um die Themen Rassismus, Geldgier oder Homophobie wahr? In der letzten «Gredig direkt»-Sendung vor dem Sommerprogramm ist König Fussball noch einmal Trumpf.
    34 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Urs Gredig empfängt in seiner…

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