Gredig direkt

Gredig direkt

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Gredig direkt episodes

  • mit Schriftsteller Arno Camenisch
    Schriftsteller Arno Camenisch wollte einst Fussballprofi werden. Wie hat er die laufende Europameisterschaft bislang erlebt? Wie sagt er zu den Leistungen der Schweizer Nati und warum bewundert er Trainer Vladimir Petkovic? Bei «Gredig direkt» zieht der Bündner Parallelen zu seinem eigenen Schaffen.
    «Ich rege mich auf, wenn die Spieler nicht an die Grenzen gehen», sagte Arno Camenisch einmal in einem Interview. So ging es dem passionierten Sportfan auch am Mittwochabend. Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft war an der Europameisterschaft gegen Italien chancenlos und fiel nicht mit besonderem Engagement auf.
    Der Schriftsteller aus der Surselva ist der Schönheit des Sports verfallen. Und er schaut dabei eher auf kleine Gesten als auf Statistiken, Torjäger und Pokale. Wie in seinen Büchern hat er auch im Fussball ein Faible für die Aussenseiter. Wie beobachtet der virtuose Geschichtenerzähler vor diesem Hintergrund die EM? Was ist ihm aufgefallen? Klafft zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung der Schweizer Nati wirklich eine grosse Lücke? Sind teure Luxusautos und ein eingeflogener Friseur symbolträchtig für die Abgehobenheit der Fussballer?
    32 min
  • mit Alex Frei und Johann Vogel
    Sind Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri eigentlich ähnlich charakterstark wie einst Johann Vogel und Alex Frei? Am Tag vor dem Eröffnungsspiel der Fussball-EM sprechen die ehemaligen Nati-Captains bei «Gredig direkt» über ihre Erwartungen ans Turnier und ihre eigene Vergangenheit in der Auswahl.
    Zwei grosse Turniere haben Alex Frei und Johann Vogel zusammen absolviert: Die EM 2004 in Portugal, als die Schweiz in der Gruppenphase scheiterte, und die WM 2006 in Deutschland, als die Reise im Achtelfinal mit dem Penaltyschiessen gegen die Ukraine endete – und die Stimmung zwischen den Leitwölfen Gerüchten zufolge einen Tiefpunkt erreichte. Jahre später treffen sich die beiden bei «Gredig direkt» als ambitionierte Jungtrainer wieder: Frei ist bei Wil in der Challenge League tätig, Vogel beim nationalen Fussballverband in der U19.
    Zwei Tage vor dem ersten Spiel der Schweiz an der EURO gegen Wales ist es Zeit für einen Fussball-Stammtisch: Was erwarten die ehemaligen Captains von diesem Turnier? Warum war ihr eigenes Verhältnis zur Nati nicht immer unproblematisch? Und stimmt es eigentlich, dass dem modernen Fussball heutzutage meinungsstarke Spieler fehlen, die auch einmal anecken?
    Bei Urs Gredig schöpfen Rekordtorschütze Frei und das einstige Supertalent Vogel (Nati-Debüt an seinem 18. Geburtstag) aus einem Erfahrungsschatz von kombiniert 178 Länderspielen.
    35 min
  • mit Sängerin und Entertainerin Paola Felix
    Bei Paola genügt auch 30 Jahre nach ihrem Rücktritt nur der Vorname. Die Sängerin und Entertainerin ist als singendes Multitalent unvergessen, und so lässt sie bei «Gredig direkt» ihre Zeit im Showbusiness Revue passieren und beurteilt den Erfolg von Gjon's Tears am diesjährigen «ESC».
    Mit 70 Jahren und drei Jahrzehnten nach ihrem Rücktritt ist sie nach wie vor die Grande Dame im deutschsprachigen TV-Entertainment: Paola Felix. Die ehemalige Klosterschülerin nutzte 1969 den «Grand Prix Eurovision de la Chanson» in Madrid als Sprungbrett für eine beispiellose Karriere im Rampenlicht.
    Nach «Bonjour, Bonjour» landete Paola 1978 mit «Blue Bayou» den grössten Erfolg ihrer Laufbahn, unzählige weitere Hits folgten. Doch die Tochter eines italienischen Massschneiders und einer Schweizerin konnte mehr als nur Schlager – dies bewies sie an der Seite ihres Ehemanns, dem TV-Moderator Kurt Felix. Ab 1983 unterhielten Felix und Felix mit der Show «Verstehen Sie Spass» zur besten Sendezeit ein Millionenpublikum.
    Der Rücktritt des «Traumpaars des deutschen Fernsehens» erfolgte auf dem Höhepunkt des gemeinsamen Erfolges und kam für viele überraschend. «Diesen Entscheid haben wir beide nie bereut», beteuert die Entertainerin nach wie vor. Seit dem Tod ihres Ehemanns Kurt 2012, hat sich Paola Felix noch stärker ins Private zurückgezogen. Bei «Gredig direkt» gibt die «Entertainerin im Ruhestand» eines ihrer raren Interviews und erklärt, warum sie auch 52 Jahre nach der ersten Teilnahme nach wie vor vom «ESC»-Fieber gepackt wird, und wie es sich anfühlt, von jungen Kolleginnen wie Helene Fischer als grosses Vorbild verehrt zu werden.
    34 min
  • mit Bundesrat Alain Berset
    Der Bundesrat lockert die Corona-Massnahmen im Zuge der geringeren Fallzahlen in der Schweiz nach und nach. Was sind die grossen Herausforderungen vor dem Eintritt in die «Stabilisierungsphase»? Ist die Normalität in Griffweite? Bei «Gredig direkt» steht Alain Berset Red und Antwort.
    Es sieht gut aus für die von Bundesrat Alain Berset (49) angekündigten weiteren Lockerungen per Ende Mai. Die Restaurants werden ihre Innenbereiche wohl wieder öffnen können, und auch sonst nimmt das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Schweiz langsam wieder Formen an. Die Corona-Fallzahlen sind rückläufig, die Intensivstationen in den Spitälern längst nicht mehr überlastet.
    Während es der SVP bei den Öffnungsschritten nicht schnell genug gehen kann, heben Vertreterinnen und Vertreter der wissenschaftlichen Task Force den Mahnfinger. Droht die Regierung dem gleichen Übermut zu verfallen, der letztes Jahr in die zweite Welle mündete? «Wir waren zu locker», gab Alain Berset zu. Grossveranstaltungen wieder zuzulassen, sei zu optimistisch gewesen. Oder gibt der Fortschritt bei den Impfungen der SVP recht?
    Mit Urs Gredig spricht Berset über sein Krisenmanagement, Belastungsproben während der Pandemie, die Fehlerkultur im BAG und die Frage, ob die Schweizer Bevölkerung Corona wirklich kann.
    33 min
  • mit Schauspieler und Autor Mike Müller
    Wenn Mike Müller vor sein Publikum tritt, sind Lacher meist garantiert. Corona hat die selbsternannte «Rampensau» Müller gegroundet. Bei «Gredig direkt» erklärt der Schauspieler woher seine Lust an der Provokation kommt und weshalb er mit Show-Kollegen und «Schönwetterpolitikern» hart ins Gericht geht.
    Mike Müller ist seit 30 Jahren eine feste Grösse im Schweizer Unterhaltungsgeschäft. Bevor er seine berufliche Laufbahn als Schauspieler startete, studierte der gebürtige Solothurner mit dem Faible für Dialekte 27 Semester Philosophie an der Universität Zürich. Gemeinsam mit Viktor Giacobbo produzierte er neun Jahre lang die Late-Night-Show «Giacobbo/Müller» und spielte die Hauptrolle in der populären Serie «Der Bestatter».
    Covid-19 hat die Kulturszene umgepflügt und Müller zum Innehalten gezwungen. Während des Shutdowns liess der Schauspieler über seinen YouTube-Kanal den liebenswerten Füdlibürger Hanspeter Burri wieder auferstehen. Zudem fand Müller wieder mehr Zeit zum Schreiben. Wie der passionierte Bühnenmensch die erzwungene Spielpause erlebt hat, und warum er sich über lamentierende Kolleginnen und Kollegen in Corona-Zeiten ärgert, berichtet Mike Müller bei «Gredig direkt».
    33 min
  • mit Filmregisseur Marc Forster
    Er gehört zu den erfolgreichsten Regisseuren der Gegenwart. Der Davoser tänzelt erfolgreich durch diverse Filmgenres und meistert auch Produktionen wie den James-Bond-Streifen «Quantum of Solace». Bei «Gredig direkt» spricht er über Hits, Flops und wie man sich gegen Harvey Weinstein zur Wehr setzt.
    Geschichten erzählen, das wollte Marc Forster schon als Junge. Heute tut er genau das in der ersten Liga Hollywoods. Doch der Weg des Bündners in die Traumfabrik war lang und erinnert teilweise an ein Drama. Marc Forsters erfolgreicher und wohlhabender Vater verliert in den 80er-Jahren Firma, Vermögen und wenig später auch den Kampf gegen den Krebs. Ein Bruder Forsters nimmt sich kurz darauf das Leben. Der junge Marc Forster muss früh lernen, grosses Leid zu bewältigen – seine Filmleidenschaft begleitet ihn seit Kindertagen.
    Nach dem Abschluss der Filmschule lässt der Erfolg auf sich warten, doch Forsters Glaube an das eigene Können erweist sich als unerschütterlich. Nach ersten Erfolgen schafft er mit «Monster’s Ball» den grossen Durchbruch und knüpft danach scheinbar spielend mit «Finding Neverland» daran an. Fortan ist der Schweizer auf der ganz grossen Leinwand zu Hause und erstaunt durch seine enorme Bandbreite. Marc Forster ist in der Komödie ebenso zu Hause wie im Fantasyfilm oder im Horror.
    Mit «Quantum of Solace» darf er sich schliesslich in die exklusive Riege der Bond-Regisseure einreihen. Der unbekannte Schweizer, der auszog, um in Hollywood sein Glück zu versuchen, hat es geschafft. Bei «Gredig direkt» erzählt der Davoser, wie man das Vertrauen von Hollywood-Stars gewinnt, was es bedeutet, während Corona Filme zu drehen, und warum er schon vor Jahren beschloss, nicht mehr mit dem Produzenten Harvey Weinstein zu arbeiten.
    32 min
  • mit ehemaligem Fussballtrainer Ottmar Hitzfeld
    Die Ankündigung einer exklusiven europäischen Super League bewegte diese Woche die Fussballwelt. Sind die namhaften Klubs aus England, Spanien und Italien grössenwahnsinnig geworden? Bei «Gredig direkt» äussert sich Ottmar Hitzfeld in einem seiner raren TV-Interviews zum Thema.
    Mit 72 Jahren hat sich Ottmar Hitzfeld weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Doch als ausgewiesener Fussballexperte ist der ehemalige Schweizer Nationaltrainer weiterhin eine gefragte Person. Insgesamt 25 Titel schmücken sein Palmarès als Coach. Unter anderem gewann der Deutsche mit Dortmund und Bayern je einmal die prestigeträchtige Champions League.
    Genau dieser Wettbewerb wurde nun aber von 12 europäischen Topklubs mehr als nur infrage gestellt. In der Nacht auf Montag machten sie ihre weit fortgeschrittenen Pläne für eine sogenannte Super League publik, die die von der Uefa ausgerichtete Champions League ad absurdum geführt hätte. Nach einem Aufschrei in der internationalen Fussballgemeinschaft, insbesondere der Fans, krebsen die Klubs allerdings bereits wieder zurück. Ist das ein Zeichen dafür, dass sich die selbsternannte Fussballelite doch nicht einfach über gewachsene Strukturen hinwegsetzen kann? Oder ist die Entwicklung in Richtung Gigantismus, Geldgier und Exklusivität ohnehin nicht mehr aufzuhalten?
    Richtig viel Geld hätte auch Ottmar Hitzfeld verdienen können, hätte er nach seinem Rücktritt als Nati-Trainer ein lukratives Angebot aus China angenommen. Wo positioniert sich Hitzfeld in der aktuellen Debatte? Was traut er der Mannschaft seines Nachfolgers Vladimir Petkovic an der anstehenden EM zu? Und wie bekommt ihm der Ruhestand?
    32 min
  • mit Bestsellerautorin Esther Vilar
    50 Jahre sind vergangen, seit die deutsch-argentinische Schriftstellerin Esther Vilar mit ihrem Buch «Der dressierte Mann» die Geschlechterdebatte erschütterte. Ihre These, Frauen unterdrücken eigentlich Männer und nicht umgekehrt, löste einen Sturm der Entrüstung aus.
    Esther Vilar wurde damit zum Feindbild der Frauenbewegung – von der These ihres Buches rückt die Autorin aber auch heute nicht ab.
    Mit ihrem Weltbestseller zog Esther Vilar in den 1970er-Jahren den überschäumenden Hass vieler Feministinnen auf sich. Ihre provokante These, die sie in diversen Fernsehauftritten wiederholte, lautet: Das weibliche Gerede von Benachteiligung ist nichts als Camouflage. In Tat und Wahrheit wollten verwöhnte Frauen so von der Tatsache ablenken, dass sie die Männer unterdrücken, gar dressieren.
    Die damals 36 Jahre alte Ärztin mit jüdischen Wurzeln traf mit ihrem Titel einen Nerv und mischte durch die Umkehr der Opferrollen die Debatte um Gleichberechtigung auf wie keine zweite. In einem legendären Fernsehduell gegen Alice Schwarzer 1975 geriet diese derart in Rage, dass sie physische Gewalt gegen die gelassen argumentierende Vilar rechtfertigte. Fortan konnten Esther Vilars Lesungen jahrelang nur noch unter Polizeischutz stattfinden. Mehrfach wurde die provokante Autorin körperlich attackiert.
    Zum 50-Jahr-Jubiläum ihres Buches erscheint nun eine neue Biografie über Vilar. Bei «Gredig direkt» resümiert die heute 85-Jährige ihr bewegtes Leben. Sie blickt auf die Generation heutiger Feministinnen und erklärt, warum ihre Dressur-Aussagen von damals auch heute noch einen wunden Punkt der Geschlechterdebatte berühren.
    32 min
  • mit Jungunternehmerin Yaël Meier
    Am Karfreitag liess eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihrem Ärger über die Corona-Einschränkungen in St. Gallen freien Lauf. Wie steht es wirklich um den Gemütszustand der jungen Generation in der Schweiz? Unternehmerin Yaël Meier klärt bei «Gredig direkt» auf.
    Schauspielerin, Journalistin, Unternehmerin, seit Januar Mutter – mit nur 20 Jahren hat Yaël Meier bereits viele Hüte auf. Die Luzernerin hat zusammen mit ihrem Partner Jo Dietrich «Zeam» gegründet. Als «Stimme der Generation Z» berät sie andere Unternehmen im Umgang mit jungen Zielgruppen und Angestellten. Und vertritt ihre Sache mit einer Selbstverständlichkeit, die sogar die «NZZ» beeindruckte. Ist die forsche Art typisch für die Generation der unter 25-Jährigen, die sich selbstbewusst Gehör verschafft, wenn sie übersehen wird?
    «Wir wollen in die Corona-Taskforce!», kündigten Meier und Dietrich diese Woche als Reaktion auf die Krawallnacht in St. Gallen an. Ihre Botschaft: Nicht über, sondern mit den Jungen solle gesprochen werden – auch auf höchster wissenschaftlicher Ebene. Obwohl Meier die Vorfälle in St. Gallen verurteilt, kann sie die Nöte und Sorgen ihrer Altersgenossen verstehen. Viele erlebten wegen Corona psychische Probleme, soziale Isolation und hätten es schwerer, in die Berufswelt einzutauchen. Aber werden die Jungen tatsächlich vergessen? Fehlt es nicht am Durchhaltewillen kurz vor dem Ziel? Und lässt sich Verpasstes wirklich nicht mehr nachholen?
    31 min
  • «Gredig direkt» mit Autor Thomas Meyer
    In seinem neuen Buch «Was soll an meiner Nase bitte jüdisch sein?» prangert Urs Gredigs Talkgast Thomas Meyer «gewaltlosen Antisemitismus» an. Was versteht der Erfolgsautor darunter? Wie äussern sich Vorurteile gegenüber Jüdinnen und Juden in ihrer modernen Form? Und was hat Corona damit zu tun?
    «Ich habe längst eine regelrechte Angststörung entwickelt. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass früher oder später ein dummer Spruch kommt», sagt Thomas Meyer. Der jüdische Schriftsteller aus Zürich, der mit seinem 2018 erfolgreich verfilmten Bestseller «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» den Durchbruch schaffte, hat diese Woche ein neues Buch herausgegeben.
    «Was soll an meiner Nase bitte jüdisch sein?», fragt er sich schon im Titel. Die Antwort ist klar: Gar nichts. Noch immer sei es eine Angewohnheit vieler Menschen, «die Juden» mit festgeschriebenen Eigenschaften – meistens negativ behafteten – zu versehen. Im Schnitt etwa alle drei Wochen sei er mit einem solchen Spruch konfrontiert, schreibt der 47-Jährige. Trotz logischen Gegenargumenten gäben sich die Absender jedoch häufig uneinsichtig und hielten an der geäusserten Stigmatisierung fest, so Meyer.
    Anti-Rassismus-Institutionen und Historikerinnen stellen fest, dass sich besonders in Krisen wie der aktuellen latent vorhandene Aggressionen gegen Minderheiten verstärken und Sündenböcke gesucht werden. Hängt das alles zusammen?
    34 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Urs Gredig empfängt in seiner…

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