Gredig direkt

Gredig direkt

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Gredig direkt episodes

  • mit Satiriker Viktor Giacobbo
    Hat in Krisenzeiten neben Angst und Empörung auch der Humor, als letzter Rettungsanker, Hochkonjunktur? Gibt es eine Herdenimmunität gegen empfindliche Moralisten oder ist Satire angesichts der Pandemie tatsächlich nur zynisch? Urs Gredig spricht mit Viktor Giacobbo über aktuelle Fragen.
    Nachdem das Seuchenjahr 2020 endlich abgeschüttelt ist, soll 2021 alles besser werden. Doch das Coronavirus hält sich nicht an kalendarische Vorgaben und fromme Silvesterwünsche. Es wird auch in den kommenden Monaten die Agenda der Menschen bestimmen.
    Nach drei Wochen im neuen Jahr ist es Zeit für eine Bestandesaufnahme: Welches humoristische Potenzial hält 2021 bereit? Werden wir etwas zu lachen haben? Und wenn ja, wer wird dafür sorgen?
    «Der Umgang der Menschen mit dem Virus eignet sich fantastisch für Satire. Man kann allerdings gute oder schlechte Witze darüber machen», sagt Viktor Giacobbo. Der erfolgreichste Satiriker des Landes spricht mit Urs Gredig über Geschmack, Moral, Cancel Culture und geimpfte Promis.
    34 min
  • mit Komiker Charles Nguela
    Charles Nguela hat Rassismus in der Schweiz am eigenen Leib erlebt. Seine Auseinandersetzung damit findet auch auf der Bühne statt. Warum sich der dunkelhäutige Comedian nicht in eine Opferrolle drängen lassen will und was «Black Lives Matter» für ihn bedeutet, erklärt er bei «Gredig direkt». Der «Godfather of Black Swiss Comedy», Charles Nguela thematisiert in seinem aktuellen Programm «Helvetia’s Secret» auch sein Leben als Schwarzer in der Schweiz. Klischees, Vorurteile und Rassismus macht er zum Gegenstand seiner Kunst. Die bange Frage, ob das Lachen darüber erlaubt sein soll, löst er durch seine unverkrampfte Art scheinbar in Luft auf. Kritik, wonach er mit seinen flapsigen Sprüchen Ressentiments noch verstärke, gab und gibt es trotzdem.
    Nguela, dessen Familie im Kongo verfolgt wurde, setzt sich mit seiner Rolle intensiv auseinander. Ähnlich wie seine Vorbilder Dave Chappelle und Trevor Noah, die in den USA Erfolge feiern, hält er dem Publikum den Spiegel vor. Doch kommt die Botschaft auch wirklich an? Welche Erfahrungen hat Nguela selbst mit Alltagsrassismus und Polizeigewalt gemacht, seit er als Kind in die Schweiz geflüchtet ist? Und was macht ihn zuversichtlich, dass die aktuelle Debatte um «Black Lives Matter» tatsächlich etwas ändert?
    33 min
  • mit Schauspielerin Melanie Winiger
    Melanie Winiger ist bekannt dafür, auch in gesellschaftspolitischen Debatten kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Bei «Gredig direkt» äussert sich die Schauspielerin zur Rassismusproblematik und zu sexuellen Übergriffen in der Modeindustrie. «Supermelanie» nannten sie die Mitschülerinnen und Mitschüler einst wegen ihres ausgeprägten Gerechtigkeitssinns. Die Bilder der Ermordung von George Floyd in Minneapolis haben Melanie Winiger, die während mehrerer Jahre selbst in den USA lebte, erschüttert. Auch in der Schweiz erzählen Dunkelhäutige von systematischen Benachteiligungen, «Racial Profiling» und offenem Rassismus. In ihrer Kindheit im Tessin wurde Winiger wegen ihres dunkleren Hauttons drangsaliert. «Ich musste lernen, mich zu wehren», sagt sie. Inwiefern hat sich die Situation seither verändert?
    Gleichzeitig rüttelt Model Anja Leuenberger die Schweizer Öffentlichkeit auf. Sie machte publik, dass sie in ihrer Jugend gleich zweimal Opfer einer Vergewaltigung wurde. Wie ging Winiger, die bereits mit 17 Jahren Miss Schweiz war und danach als Model arbeitete, mit bedrohlichen Situationen um? Sind die Abhängigkeiten in der Branche noch schlimmer geworden?
    34 min
  • mit Sängerin Stefanie Heinzmann
    Seit über zehn Jahren hält sich die ehemalige Castingshow-Gewinnerin Stefanie Heinzmann erfolgreich im Musikgeschäft. Die Walliser Sängerin ist allerdings nicht frei von Selbstzweifeln. Wie stellt sie sich neuen Realitäten in der Coronakrise? «Ich musste lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen», sagt Stefanie Heinzmann. Als 18-Jährige gewinnt sie bei Stefan Raabs Castingshow in Deutschland und wird über Nacht von der Handelsschülerin aus Eyholz im Wallis zu einem Teil des Showbusiness – mit entsprechenden Vorteilen, aber auch ganz neuen Verpflichtungen. Nicht immer kommt sie damit gleich gut zurecht: Heinzmann kämpft mit körperlichen Problemen, später gerät sie in eine Sinnkrise.Die Freude an der Musik behält aber letztlich die Oberhand. Die heute 31-Jährige macht sich aufgrund ihrer Erfahrungen für weniger Selbsthass und mehr Mut zur Selbstverwirklichung stark. Liess sie sich zu lange von äusseren Einflüssen leiten? Und wie beeinflusst die Coronakrise den weiteren Verlauf ihrer Karriere als Sängerin?
    34 min
  • mit dem ehemaligen Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann
    Für die einen war er der gewiefteste Banker Europas, für die anderen die Personifizierung eines skrupellosen Turbokapitalisten. Wie kaum ein zweiter stand der Schweizer Topmanager Josef Ackermann im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik. Unbestritten ist: Der Melser kann Krise. Welche Parallelen zieht Josef Ackermann zwischen dem Finanzkollaps 2008, den er an vorderster Front miterlebt hat, und der jetzigen Coronakrise? Wie lautet seine Prognose für die Weltwirtschaft nach der Pandemie? Und was hat er aus seinen persönlichen Krisen und der Kritik an seiner Person gelernt?Der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Bank hat bewegte Jahre hinter sich. Sein Victory-Zeichen während des Mannesmann-Prozesses 2004 sowie das Renditeziel von 25 Prozent machten den Schweizer zur Reizfigur für viele Deutsche. Ebenso umstritten ist Ackermanns Rolle bei der Finanzkrise: Hat er die Misere mit verursacht oder konnte er Schlimmeres verhindern?Aufgewachsen in Mels, wollte Josef Ackermann als kleiner Junge wie sein Vater Arzt werden. Er entschied sich dann aber doch für ein Wirtschaftsstudium. Nach verschiedenen Stationen bei der Credit Suisse wechselte er 2002 in den Vorstand der Deutschen Bank und wurde laut der «New York Times» zum «mächtigsten Banker Europas». In der Finanz- und Schuldenkrise ab 2008 mutierte das öffentliche Bild des Schweizers vom gierigen Banker zum grossen Retter. Er half, marode Banken zu sanieren. 2012 trat er als CEO der Deutschen Bank zurück und fungierte danach als Präsident des Versicherers Zurich. Kurzzeitig liebäugelte er auch mit einem Einstieg in die Politik. Nun – mit 72 Jahren – hat er sich aus allen Ämtern zurückgezogen. Welches Fazit zieht er aus seiner Karriere? Was würde er rückblickend anders machen? Und wie stark hat ihn das Image des Abzockers geprägt und verletzt?
    35 min
  • Mit alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf
    Als Bundesrätin hat Eveline Widmer-Schlumpf stürmische Zeiten erlebt. Die Coronakrise stellt nun das Verhältnis zwischen Alt und Jung auf eine harte Probe. Muss der Generationenvertrag neu ausgehandelt werden? Und welche Standpunkte vertritt Widmer-Schlumpf als Präsidentin von Pro Senectute? In den letzten Wochen wurde aufgrund der einschneidenden Corona-Massnahmen die Solidarität unter den Generationen infrage gestellt. Während die vorwiegend älteren Personen in der Risikogruppe einen umfassenden Gesundheitsschutz in Anspruch nehmen können, müssen die Jungen die Zeche bezahlen, so der Tenor aus Kritikerkreisen.Eveline Widmer-Schlumpf tritt dieser Lesart entgegen. Seit drei Jahren präsidiert die alt Bundesrätin den Stiftungsrat der Pro Senectute. Ist allenfalls ein finanzielles Entgegenkommen der älteren Generation zur Bewältigung der Krise notwendig? Wie bewertet die ehemalige Bundesrätin das Vorgehen der Regierung und des Parlaments? Und was bleibt aus ihrer eigenen Zeit als Magistratin?
    35 min
  • Mit Starkoch Andreas Caminada
    Normalerweise sind die Restaurants von Starkoch Andreas Caminada Monate im Voraus ausgebucht. Doch Gastronomie und Hotellerie wurden von Corona hart getroffen. Wie stark leidet Caminada? Und wie unmittelbar nützen die vom Bundesrat angekündigten Lockerungen? Mit drei Michelin-Sternen und 19 GaultMillau-Punkten gehört Andreas Caminada zu den Spitzenköchen des Landes. Doch er war zuletzt zum Nichtstun verdammt. Die Schliessung der Gastrobetriebe infolge der Corona-Pandemie traf auch die Gourmetküche ziemlich hart. Dass der Tourismus ebenfalls zum Erliegen gekommen ist, verschärft die Probleme noch.
    Hat Caminada dank seines Ansehens einen Vorteil gegenüber anderen Gastrobetrieben? Ist er als gewiefter Unternehmer breiter abgesichert? Und was hält er von den Lockerungen, die der Bundesrat nun bereits etwas früher als geplant zugesichert hat?
    32 min
  • Mit Ex-FIFA-Präsident Joseph S. Blatter
    Über 40 Jahre, die Hälfte seines Lebens, verbrachte Joseph S. Blatter bei der Fifa. Was bleibt von dieser Zeit, abgesehen von juristischen Auseinandersetzungen? Bei «Gredig direkt» spricht der 84-jährige Walliser über «seine» Fifa, den Umgang mit Corona und gemobbte Familienmitglieder. Dass er sich 2015 noch einmal zum Fifa-Präsidenten wählen liess, bezeichnet Sepp Blatter rückblickend als Fehler. Denn was danach folgte, zehrt immer noch an ihm: die Suspendierung, die lange Sperre und die Interventionen der Bundesanwaltschaft und der US-Justiz wegen anhaltender Korruptionsvorwürfe.
    Am «System Fifa» lässt der 84-Jährige auch heute noch keine Kritik zu. War er aber nicht für vieles verantwortlich, das beim Weltfussballverband auch heute noch im Argen liegt? Wie aussichtsreich ist seine Suche nach Rehabilitation? Und: Wie geht die Privatperson Blatter mit dem Risiko Coronavirus um?
    29 min
  • Mit Kunstturnerin Giulia Steingruber
    Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf Sommer 2021 ist ungewiss, ob Giulia Steingruber noch einmal am weltweit wichtigsten Sportereignis teilnehmen wird. Die 26-jährige Kunstturnerin muss sich schon bald mit ihrem Leben nach der sportlichen Karriere auseinandersetzen. Als professionelle Kunstturnerin sind für Giulia Steingruber eiserne Disziplin und Trainingsfleiss seit frühester Kindheit massgebend. Das Coronavirus verhindert momentan aber Wettkämpfe. Wie bereits während ihrer langwierigen Verletzungspausen ist der Alltag nicht durch 30 Stunden Training pro Woche geprägt. Vielmehr stellen sich der St. Gallerin Fragen nach der Zukunft – mit 26 Jahren gehört sie in ihrer Sportart zu den Seniorinnen.
    2016 holte Steingruber mit Bronze in Rio als erste Schweizer Turnerin eine Medaille an Olympia. 2020 in Tokio wollte sie noch einmal richtig angreifen, wird nun aber wegen der Verschiebung um ein Jahr jäh ausgebremst. Welche Pläne verfolgt sie jetzt? Kann sie sich ein Leben ohne Kunstturnen überhaupt vorstellen?
    31 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Urs Gredig empfängt in seiner…

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