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Unverständliche Formulare, lebensferne Beamte, komplizierte Regeln: die Verwaltung gilt vielen als Inbegriff anonymer Staatsgewalt, manche sehen in ihr ein Hindernis für Freiheit und Wohlstand. In Argentinien und den USA greifen Politiker bereits zur Kettensäge. Doch was ist Verwaltung eigentlich – als zentrale Institution moderner Gesellschaften und Instrument staatlichen Handelns? Woher rührt das verbreitete Unbehagen? Und welche systematischen Probleme bringt diese Organisationsform mit sich? Zu Gast ist der Verwaltungswissenschaftler Wolfgang Seibel. Mit ihm sprechen wir über strukturelle Dilemmata, demokratische Verfasstheit und deutsche Besonderheiten der Verwaltung.
Anders als das Klischee behauptet, ist Deutschland laut Seibel nicht übermäßig bürokratisch. Vielmehr prägen aus historischen Gründen Dezentralität und starke Interessenbeteiligung die Verwaltung. Viele Probleme wie Überregulierung oder technische Defizite sind primär politische Versäumnisse. So geraten echte Probleme aus dem Blick: etwa Personalmangel, Koordinationslücken bei der Geldwäschebekämpfung oder eine mangelhafte Fehlerkultur und fehlende Haftung bei gravierendem Versagen. Wer Verwaltung pauschal demontieren will, riskiert im Zweifel mehr staatliche Willkür – und im Ernstfall Menschenleben.
Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen.
By Das Neue BerlinDu willst uns unterstützen? Hier entlang.
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Unverständliche Formulare, lebensferne Beamte, komplizierte Regeln: die Verwaltung gilt vielen als Inbegriff anonymer Staatsgewalt, manche sehen in ihr ein Hindernis für Freiheit und Wohlstand. In Argentinien und den USA greifen Politiker bereits zur Kettensäge. Doch was ist Verwaltung eigentlich – als zentrale Institution moderner Gesellschaften und Instrument staatlichen Handelns? Woher rührt das verbreitete Unbehagen? Und welche systematischen Probleme bringt diese Organisationsform mit sich? Zu Gast ist der Verwaltungswissenschaftler Wolfgang Seibel. Mit ihm sprechen wir über strukturelle Dilemmata, demokratische Verfasstheit und deutsche Besonderheiten der Verwaltung.
Anders als das Klischee behauptet, ist Deutschland laut Seibel nicht übermäßig bürokratisch. Vielmehr prägen aus historischen Gründen Dezentralität und starke Interessenbeteiligung die Verwaltung. Viele Probleme wie Überregulierung oder technische Defizite sind primär politische Versäumnisse. So geraten echte Probleme aus dem Blick: etwa Personalmangel, Koordinationslücken bei der Geldwäschebekämpfung oder eine mangelhafte Fehlerkultur und fehlende Haftung bei gravierendem Versagen. Wer Verwaltung pauschal demontieren will, riskiert im Zweifel mehr staatliche Willkür – und im Ernstfall Menschenleben.
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