Bundestalk - Der Politik-Podcast der taz

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Bundestalk - Der Politik-Podcast der taz episodes

  • Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas – wie stabil ist die Koalition?

    Die Arbeitsministerin und Co-SPD-Chefin Bärbel Bas begründet ihren Rücktritt neben einem Trauerfall in der Familie auch mit heftigen Angriffen des Koalitionspartners CDU gegen sie. Die Union wehrt sich gegen Sexismus und Mobbing Vorwürfe, die SPD-Spitze hat schnell einen Nachfolger gefunden. Der frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweizer, könnte eine Chance für einen Neuanfang der SPD in der Regierung sein. Unklar ist bis zum Parteitag der SPD zum Jahreswechsl, wer Bas als Parteivorsitzende folgt. Und ob Vizekanzler Lars Klingbeil seinen Posten als SPD-Vorsitzender behält.

    Der Fall Bas wirft ein schlechtes Licht auf die Koalition mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) an der Spitze. Wie stabil ist die Regierung überhaupt noch? Nicht nur die SPD, auch die Union kämpft mit schlechten Umfragewerten. Und wie geht es weiter mit den angekündigten Reformen?

    Über diese Fragen sprechen Anna Lehmann, Leiterin des taz-Parlamentsbüros, der SPD-Experte aus dem taz-Parlamentsbüro Cem-Odos Güler und Ulrike Winkelmann, Chefredakteurin der taz. Moderiert wird diese Folge des Bundestalks von Anja Krüger, im taz-Parlamentsbüro zuständig für die Themen Wirtschaft und Energie.

    📖 Zum Weiterlesen:

    Nicht nur menschlich blank. Kommentar über den Rücktritt von Bärbel Bas von Cem-Odos Güler, taz vom 12.10.2026

    Alter Wein in neuen Schläuchen. Bericht über die Klausur des CDU-Präsidiums von Anna Lehmann, taz vom 12.10.2026

    Plötzlich keine Lust mehr auf Kürzen. Analyse der Koalition von Ulrike Winkelmann, taz vom 2.10.2026

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    Redaktion: Marie Frank

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    57 min
  • Rechtsextremer Landtagspräsident - Was kommt jetzt auf Sachsen-Anhalt zu?
    Ein AfD-Politiker an einem Schalthebel der Macht. Eine zerschredderte CDU und die Frage: Wer hat für den Tabubruch gesorgt?

    In Sachsen-Anhalt hat sich der neue Landtag konstituiert. Die Sitzung vom 6. Oktober könnte in die Geschichtsbücher eingehen: Zum ersten Mal seit 1945 stellt eine rechtsextreme Partei den Landtagspräsidenten. Und ins Amt des Landtagsvizepräsidenten wurde der völkische AfD-Hardliner Hans-Thomas Tillschneider gewählt.

    Doch wer hat ihnen zur Merhheit verholfen? Der AfD-Mann Tobias Rausch wurde mit 48 von 82 Stimmen zum Parlamentspräsidenten gewählt, das sind vier Stimmen mehr als AfD und BSW zusammen haben. Unter Verdacht stehen Landtagsabgeordnete der CDU. Wenn sie tatsächlich die Steigbügelhalter waren, wäre das ein Tabubruch, der die CDU in Turbulenzen stürzt.

    Ein Landtagspräsident ist kein Grüßaugust, sondern ein Posten mit großer Machtfülle. Er hat das Hausrecht, kann mit Ordnungsrufen die Oppostionsparteien drangsalieren und ist Dienstherr über die Verwaltungsjobs.

    Wie es dazu kommen konnte, was das für die Ministerpräsidentenwahl Anfang Dezember bedeutet und wie es jetzt weiter geht, darüber sprechen Gareth Joswig, AfD-Experte aus dem taz-Parlamentsbüro, Konrad Litschko aus dem Reportage- und Rechercheressort und Sachsen-Anhalt-Korrespondent David Muschenich, moderiert von Martina Mescher aus dem wochentaz-Politikteam.

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    59 min
  • Berliner Linke unter Druck: Antisemitismus, Gaza und die Machtfrage

    Seit dem klaren Wahlsieg der Linken in Berlin unter ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp am 20. September ist die Partei unter Druck geraten. Zu der von rechten Kreisen ohnehin geschürten Angst vor "staatssozialistischen Enteigungsfantasien" gesellen sich Vorwürfe antisemitischer Vorfälle in der Partei und Fotos, die Kontakte zur Organisierten Kriminalität nahelegen. Konservative Medien, aber auch Politiker*innen aus CDU/CSU, aber auch SPD und Grünen haben die Berliner Grünen und Sozialdemokrat*innen aufgerufen, auf keinen Fall mit dieser Linken in eine Koalition zu gehen. Rechnerisch wäre die Alternative nur eine CDU-geführte Regierung, also Schwarz-Grün-Rot statt Rot-Grün-Rot.

    Was ist an den Vorwürfen gegen die Linke, insbesondere gegen ihren Neuköllner Kreisverband, eigentlich wirklich dran? Wie ist der Umgang der Berliner Parteiführung, aber auch der Linken Bundesspitze mit den Vorwürfen einzuschätzen? Wie kommt eine derart überhitzte Stimmung in konservativen Medien und Politik gegen die Linke zustande? Wie geht es Berliner Juden und Jüd*innen tatsächlich, die ja genausowenig mit einer Stimme sprechen wie alle anderen Bevölkerungsgruppen auch? Und schließlich: Wird es gelingen, die Stimmung so zu besänftigen, dass am Ende tatsächlich ein progressives Bündnis unter Führung von Elif Eralp die Regierung in Berlin übernehmen kann?

    Darüber spricht Moderator Bernd Pickert mit der Leiterin des Inlands-Ressorts Dinah Riese, taz1-Redakteurin Lotte Laloire und Uta Schleiermacher aus der Berlin-Redaktion.

    📖 Zum Weiterlesen:

    Wollten wir nicht besser sein?. Ein persönlicher Text aus linker, jüdischer Perspektive von Dinah Riese, taz vom 25.9.2026

    "Die Linke ist keine antisemitische Partei" Interview von Uta Schleiermacher mit der queer-jüdischen Aktivistin Rosa Jellinek, taz vom 26.9.2026

    Wie Jüdinnen und Juden auf die Linke schauen. Sechs Protokolle von Frederik Eikmanns, Lotte Laloire und Konstantin Nowotny, taz vom 28.9.2026

    In eigener Sache: Die Bundestalk-Hosts Sabine am Orde und Stefan Reinecke schreiben ein Buch und nehmen dazu eine Auszeit bis Dezember. Die verbleibende Host-Crew aus Martina Mescher und Bernd Pickert wird bis auf weiteres ergänzt durch Anja Krüger. Willkommen im Team!

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    Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu.

    ✨ Die neue Folge von Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ist online! Auslandsredakteurin Tanja Tricarico spricht mit Brasilien-Korrespondentin Christine Wollowski über die bevorstehende Richtungswahl in Brasilien

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    51 min
  • Wie geht es weiter nach den Wahlen?

    In Mecklenburg-Vorpommern kann Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mit einer rot-rot-grünen Koalition weiterregieren, in Berlin könnte die Linke Elif Eralp Regierende Bürgermeisterin einer rot-grün-roten Koalition werden und in Sachsen-Anhalt droht mit dem Erdrutschrieg von Ulrich Siegmund (AfD) die erste rechtsextreme Regierung in der Geschichte der Bundesrepublik. Mit den drei Landtagswahlen endet das Superwahljahr 2026. Wie groß ist der Einschnitt, den sie markieren? Kann sich Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen CDU herbe Verluste kassierte und in Mecklenburg-Vorpommern sogar erstmals in ihrer Geschichte aus dem Landtag geflogen ist, halten? Hält die SPD an den sogenannten Sozialreformen fest? Und liefern diese drei Wahlen - trotz der Erfolge von Rechtsextremen - auch Hinweise, wie man die AfD schlagen kann? Und wie geht die Linke mit dem Antisemitismus Skandal um?

    In einer Live-Folge aus der taz-Kantine diskutieren die Moderatorinnen Martina Mescher aus dem wochentaz-Politikteam und Anja Krüger aus dem Wirtschaftsressort der taz über diese und weitere Fragen mit Anna Lehmann, Leiterin des taz-Parlamentsbüros,Gareth Joswig, der für die taz über die AfD berichtet und Uwe Rada aus dem Berlin-Ressort der taz.

    📖 Zum Weiterlesen:

    Gefährliches Vakuum in der bürgerlichen Mitte. Kommentar von Anna Lehmann vom 21.09.2026

    Wie die AfD die CDU zerstören will. Bericht von Gareth Joswig und Anna Lehmann vom 22.09. 2026

    Die SPD steht vor einer Zerreißprobe. Analyse von Uwe Rada vom 21.09.2026

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    59 min
  • Wie tickt das BSW? Und wie hält die Partei es mit der AfD?
    Sahra Wagenknecht bezeichnet die Brandmauer als "Idiotie", in Sachsen-Anhalt wird ihr BSW zum Zünglein an der Waage.

    Das BSW schien lange auf dem absteigenden Ast: Den Einzug in den Bundestag verpasste es knapp, bei den Landtagswahlen im Südwesten kassierte die Partei desaströse Ergebnisse. Für Aufmerksamkeit sorgte das von Sahra Wagenknecht mitgegründete und auf ihre Person zugeschnittene BSW lediglich mit parteiinternen Machtkämpfen. Bis zur Wahl in Sachsen-Anhalt, dort hat das BSW mit 5,3 Prozent den Einzug in den Magdeburger Landtag geschafft, und wird zum Zünglein an der Waage. Die AfD kam auf 43,8 Prozent. Zum ersten Mal seit 1945 könnte in Deutschland eine rechtsextreme Partei regieren, es ist eine Zäsur. Das BSW positioniert sich schon seit längerer Zeit als Anti-Brandmauer-Partei. In den Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt biederte sich das BSW offensiv bei der AfD an. Ebnet es ihr nun den Weg zur Macht?

    Keine direkte Wahl von AfD-Mann Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten, aber indirekte Unterstützung durch Enthaltung im dritten Wahlgang, das war die Lösung, die Wagenknecht und die BSW‑Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt vor und auch nach der Wahl ausgaben. Keine Koalition, aber durchaus inhaltliche Zusammenarbeit, lautete eine weitere. Schnittmengen gibt es durchaus, bei der Kreml-Nähe, der Ablehnung von Hilfen für die Ukraine, der Verweigerung von Klimaschutzmaßnahmen und der Abwehr von Geflüchteten, wobei das BSW im Unterschied zur AfD nicht rassistisch argumentiert oder einen völkischen Nationalismus propagiert. Das BSW präferiert einen überparteilichen Ministerpräsidenten und eine Bürgerregierung, die mit wechselnden Mehrheiten regiert – unter Einbeziehung der AfD. Für die demokratischen Parteien ist dieses Modell ein vergiftetes Angebot. Wagenknecht bezeichnet sich und ihr BSW als linkskonservativ. Als sich das BSW 2024 gründete, trat es mit dem Ziel an, der AfD Stimmen zu entziehen, und sie kleiner zu halten. Und jetzt? Rechtsextremen Machtoptionen zu verschaffen ist weder links noch konservativ. Welche Entwicklung hat das BSW seit seiner Gründung im Jahr 2024 genommen, und welches Ziel verfolgt Wagenknecht mit ihrem Kurs? Darüber reden Anna Lehmann, Leiterin des taz-Parlamentsbüros, Inlandsredakteur Rainer Rutz, der für die taz über das BSW berichtet und Daniel Bax, Themenchef im Regieressort, moderiert von Martina Mescher aus dem wochentaz-Politikteam.

    🐾 * taz Bundestalk live in der taz Kantine*

    Nach den drei Landtagswahlen stellen sich viele Fragen, die über die Landespolitik hinausgehen. Verschiebt sich gerade etwas in der deutschen Parteienlandschaft? Diese und weitere Fragen besprechen wir im Live-Podcast am Montag, den 21.09.2026 in der taz Kantine. Weitere Informationen findest du hier.

    📖 Zum Weiterlesen:

    Zum Steigbügelhalten bereit. Ein Kommentar von Daniel Bax. Vom 07.09.2026

    Die Zerstörer Ein Kommentar von Anna Lehmann. Vom 18.08.2026

    Wagenknecht-Partei versucht es mal ohne Haudrauf. Ein Bericht von Rainer Rutz. Vom 14.09.2026

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    53 min
  • Die Rechtsextremen haben gewonnen- und jetzt?
    Eine blaue Welle hat Sachsen-Anhalt überrollt. Die Demokraten sind ratlos.

    Ulrich Siegmund hat beste Aussichten, zum Ministerpräsidenten in Magdeburg gewählt zu werden. Elon Musk hat zum Wahlsieg der AfD gratuliert, das Gleiche haben Politiker aus dem Umfeld von Putin getan. Zum ersten Mal seit 1945 könnte eine rechtsextreme Partei in einem Bundesland an die Macht kommen.

    Die AfD wird im neuen Landtag keine Mehrheit haben. Sie braucht Stimmen vom BSW oder aus der CDU‑Fraktion. Ein überparteilicher Ministerpräsident, wie ihn das BSW will, ist angesichts von fast 44 Prozent für die AfD jedoch wenig realistisch. Das Gleiche gilt für jeden Gegenkandidaten zu Siegmund, der von CDU, SPD, Grünen und BSW getragen sein müsste.

    Offenbar bildet sich in Ostdeutschland ein neues Parteiensystem heraus, das das alte ablöst, das um die beiden Volksparteien zentriert war. Es gibt zwei Blöcke. Hier die antiliberale AfD, auf der anderen Seite die demokratischen Parteien, von Linkspartei bis CDU. Die AfD an der Macht bedeutet, dass Druck auf Minderheiten und Zivilgesellschaft ausgeübt wird. Und es gibt auch die Gefahr einer Spaltung der Gesellschaft entlang der neuen Blockgrenzen. Wie in den USA unter Trump. Ausgrenzungen aber nutzen den Rechten. Wenn die Wahl in Sachsen-Anhalt eine Zäsur ist – dann brauchen die demokratischen Kräfte eine andere Strategie. Welche? Und, passt die Brandmauer noch in diese Strategie?

    Darüber reden David Muschenich, taz-Korrespondent für Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, Sabine am Orde, politische Korrespondentin im Parlamentsbüro und zuständig für die CDU, Gareth Joswig, der für die taz über die AfD berichtet, mit dem Moderator Stefan Reinecke, der im taz-Parlamentsbüro über die SPD schreibt.

    📖 Zum Weiterlesen:

    Zeitenwende für die CDU Die CDU mit Spitzenkandidat Sven Schulze fährt ihr historisch schlechtestes Ergebnis in Sachsen-Anhalt ein. Was heißt das für die Christdemokraten? Aus Magdeburg berichten Sabine am Orde und Anna Lehmann. Vom 06.09.2026

    6 Lehren aus der Wahl in Sachsen-Anhalt: Gut gelaunter Rechtsextremismus Die AfD kann in Sachsen-Anhalt wohl regieren – und die Parteien der Mitte halten sich erstmal die Ohren zu. Sechs Lehren aus der Landtagswahl. Von Kersten Augustin und Stefan Reinecke. Vom 07.09. 2026

    AfD Sachsen-Anhalt nach Wahlergebnis: Nah am totalen Sieg Die AfD erzielt in Sachsen-Anhalt das stärkste Ergebnis einer rechtsextremen Partei seit 1945. Könnte sie nun auch an die Macht gelangen? Aus Magdeburg berichtet Gareth Joswig. Vom 06.09.2026

    Extremismusexperte über Sachsen-Anhalt:„Die Zivilgesellschaft braucht Unterstützung von außen“ Es muss jetzt darauf ankommen, demokratische Kerne der Zivilgesellschaft zu erhalten, sagt der Theologe David Begrich – und da helfe: Aufmerksamkeit. Ein Interview von David Muschenich. Vom 07.09.2026

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    1 hr 2 min
  • Überlebt Schwarz-Rot die Landtagswahlen?
    Merz tut viel, um noch unbeliebter zu werden. Die SPD wirkt blass. Aber der Preis des Scheiterns wäre hoch

    Je weiter die CDU in den Umfragen in den Keller rauscht, desto unduldsamer wird der Kanzler. Auch bei der SPD sieht es kaum besser aus. In beiden Regierungsparteien brodelt es, die Führung ist unbeliebt. Selbst die Personalrochaden von Friedrich Merz – mit Carsten Linnemann, Nina Warken und Thorsten Frei an der Spitze des Kanzleramts, des Gesundheitsministeriums und der Unionsfraktion – haben das Image der Regierung bislang nicht aufhellen können.

    Doch der Unmut verdichtet sich bislang nicht zu einer Revolte. Überlebt Schwarz-Rot die Landtagswahlen im Herbst? Was wird aus der Rente mit 63 und anderen Reformvorhaben? Und wie lange können CDU und SPD noch auf einen gemeinsamen Kurs hoffen?

    Schwierig ist für beide Parteien, dass ihnen eine Krisenerzählung fehlt, die viele Menschen überzeugt. Die Merz-Union setzt auf das Mantra „Arbeiten, arbeiten, arbeiten“. Die SPD argumentiert, dass ohne sie die Kürzungen noch deutlich rabiater ausfallen würden. Und beide eint eine Angst: Wenn wir scheitern, nutzt das der AfD.

    Darüber spricht Moderator Stefan Reinecke mit Anna Lehmann, Leiterin des Parlamentsbüros der taz, Sabine am Orde, innenpolitische Korrespondentin, und Barbara Dribbusch, Redakteurin für Soziales.

    📖 Zum Weiterlesen:

    Wahlkampf in Ostdeutschland: Der Kanzler hält sich versteckt Kanzler Friedrich Merz reist nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, um die dortige CDU im Wahlkampf zu unterstützen. Hat’s geholfen? Eine Reportage von Sabine am Orde und Rainer Rutz. Vom 01.09.2026.

    Klausur in Neuhardenberg: Vom Kanzler kein Rückenwind Kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zeigt Merz wenig Verständnis für ostdeutsche Probleme. Ein Kommentar von Stefan Reinecke. Vom 26.08.2026.

    Schwarz-rote Koalition: Und zum Essen gibt’s Blasmusik Bei ihrem Treffen am Aasee geht es Union und SPD vor allem um Selbstvergewisserung. Ein Bericht von Anna Lehmann. Vom 28.08.2026.

    Reformpaket der Bundesregierung: Härtere Zeiten für Beschäftigte Krankmeldung, Befristung, Steuern: welche Verschlechterungen die Bundesregierung für die arbeitende Bevölkerung beschlossen hat. Von Barbara Dribbusch. Vom 02.07.2026

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    1 hr 3 min
  • Was, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt gewinnt?
    Die Rechtsextremen setzen auf einen Sieg in Magdeburg am 6. September. Doch die Gegenkräfte werden stärker.

    Der smarte Ulrich Siegmund könnte der AfD bei der Wahl am 6. September den größten Erfolg bescheren und möglicherweise sogar Ministerpräsident werden. Für viele in Sachsen-Anhalt wäre das eine Schreckensvorstellung. Migranten fühlen sich bedroht, Unternehmen wandern ab und Kulturschaffende fürchten Repressionen. Die Stärke der AfD ist die Schwäche der anderen.

    CDU-Ministerpräsident Sven Schulze distanziert sich von der Bundes-CDU und Kanzler Merz und macht lieber mit Didi Hallervorden Wahlkampf. Doch der positive Schwung, den Siegmund verbreitet, fehlt ihm. Es wird viel davon abhängen, ob SPD und Grüne es in den Landtag schaffen. Denn wenn das gelingt, schwindet die Chance der AfD, mit 40 Prozent alleine die Regierung bilden zu können.

    Diese Wahl ist deshalb anders als jene in Brandenburg, Thüringen, Sachsen: Dort wählte, wer die AfD von der Macht fern halten wollte, den Amtsinhaber. In Sachsen-Anhalt muss man dafür eher bei kleineren Parteien das Kreuz machen. Am 6. Oktober wird der neue Landtag zusammentreten. Vielleicht geht dann alles mehr oder weniger so weiter wie bisher - mit einem CDU-Ministerpräsidenten. Aber man muss mit allem rechnen - auch mit dem Schlimmsten.

    Darüber reden David Muschenich, taz-Korrespondent für Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, Sabine am Orde, politische Korrespondentin im Parlamentsbüro und zuständig für die CDU, Gareth Joswig, der für die taz über die AfD berichtet und mit dem Moderator Stefan Reinecke, der im taz-Parlamentsbüro über die SPD schreibt.

    Wetten, dass… die Demokratie gewinnt?!

    Zur Wahl am 06. September steht für Sachsen-Anhalt viel auf dem Spiel. Die taz sprach mit Vertreter:innen aus Zivilgesellschaft und Politik. Die Streams der Gespräche zum Nachschauen finden Sie hier.

    📖 Zum Weiterlesen:

    • Möglicher AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt - „Wenn die regieren, bin ich weg“ Queere, Migrant:innen, Künst­le­r:in­nen und Linke fürchten einen AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt – und fragen sich: gehen oder bleiben, falls es dazu kommt? Ein Bericht von David Muschenich. Vom 24.8.2026

    • Sommerinterviews mit der AfD: Shit-Show ohne Realitätsabgleich Klimakrise, Migration, angeblicher Wahlbetrug: Chrupalla und Weidel punkten mit Desinformation. Zurückgelehnte Live-Interviews funktionieren so nicht. Ein Bericht von Garteh Joswig. Vom 24.8.2026

    • Wahlkampf mit Fragezeichen: Wie soll die CDU es mit der AfD halten? Sabine am Orde war zu Besuch bei vier Christdemokrat:innen, die in dieser so wichtigen Frage ganz verschiedener Ansicht sind. Vom 21.8.2026

    • Vom Kanzler kein Rückenwind Kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zeigt Merz wenig Verständnis für ostdeutsche Probleme. Dabei bräuchte die CDU dort gerade jetzt Unterstützung. Ein Kommentar von Stefan Reinecke. 26.8. 2026

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      1 hr 6 min
    • Eskalation im Ukrainekrieg - Naht das Ende?

      Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine tobt in seinem fünften Jahr. Der Krieg hat sich verändert - in letzter Zeit beschießen beide Seiten insbesondere die gegenseitige Infrastruktur, Warenlager und zivile Einrichtungen. Offenbar mit dem Ziel, den Gegner wirtschaftlich und moralisch in die Knie zu zwingen. Die Ukraine hat keine militärischen Mittel, um die ballistischen Raketen Russlands abzuwehren. Und für die russische Bevölkerung bedeutet die neue Phase, dass der Krieg inzwischen überall spürbar ist. Manche meinen, das sei der lange prognostizierte Abnutzungskrieg im Endstadium.

      In Russland finden im September Wahlen zur Duma statt. Jabloko, die wichtigste verbliebene Stimme gegen den Krieg, ist allerdings von der Teilnahme ausgeschlossen. Viele rechnen damit, dass unmittelbar nach der Wahl eine neue Mobilisierung für die Front beginnen könnte.

      In der Ukraine verbietet die Verfassung die Durchführung von Wahlen in Kriegszeiten. Das hält den vor einem Monat geschassten ehemaligen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow allerdings nicht davon ab, genau das zu fordern. Immerhin: Im Unterschied zu Russland ist eine offene Debatte darüber möglich, inklusive Demonstrationen. Aber die Zwangsrekrutierung junger Männer zur Armee führt zu immer heftigeren Konflikten.

      Wie sind die zerstörerischen Angriffe auf zivile, wirtschaftliche und Infrastrukturziele von Russland und der Ukraine zu bewerten? Welche Auswirkungen hat diese Form der Eskalation auf die europäischen Partner der Ukraine - insbesondere auf Deutschland? Wenn Russland weiterhin erfolgreich die ukrainische Energie-Infrastruktur zerstört, müssen wir dann zum Herbst/Winter hin mit größeren Fluchtbewegungen Richtung Deutschland rechnen? Und wenn ja, was heißt das? Wie vertragen sich die Perspektiven des Ukraine-Kriegs mit der extrem angespannten politischen Lage und den Landtagswahlkämpfen in Deutschland?

      Über all das diskutiert Bernd Pickert aus der Auslandsredaktion der taz mit dem freien Korrespondenten Mathias Brüggmann, Auslands-Ressortleiterin Barbara Oertel und Inlands-Fachredakteur Frederik Eikmanns.

      📖 Zum Weiterlesen:

      • Die Legitimation bröckelt - Neuwahl-Debatte in der Ukraine. Kommentar von Barbara Oertel, taz vom 19.8.2026
      • -Der Kreml hat Angst ums Geld - Kapitalflucht in Russland. Artikel von Mathias Brüggmann, taz vom 19.8.2026
      • Drohnenattacken gegen Russlands Finanzsystem - Ukraine trifft russische Wirtschaft. Artikel von Mathias Brüggmann, taz vom 10.8.2026
      • Verschlossene Räume und kein Gefühl für Sicherheit mehr - Kyjiw unter russischem Beschuss Artikel von Julia Surkowa, taz vom 16.8.2026
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      • Drohnen, Spione, Aufrüstung - wie sicher ist Deutschland?

        Auf dem Leipziger Flughafen brauchte es offenbar eine Reihe glücklicher Umstände, damit die dort gefundene Drohne, die mit dem militärischen Sprengstoff Semtex bestückt war, nicht zu einer großen Katastrophe führte. Der Vorfall vom 4. August beschäftigt nicht nur die Ermittlungsbehörden auf der Suche nach den Urhebern. Die Täterschaft "fremder Mächte" könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es aus der Bundesregierung. Und die Politik diskutiert aufgeregt, ob Deutschland womöglich massive Defizite in der inneren und äußeren Sicherheit aufweist.

        Der Grünen-Sicherheitspolitiker Konstantin von Notz bringt das im taz-Interview so auf den Punkt: "In einer Welt, in der wieder Krieg in Europa herrscht und in der auf deutschen Flughäfen mit dem Sprengstoff Semtex bestückte Drohnen herumfliegen und Wahlen manipuliert werden – in so einer Situation muss man sich neu aufstellen."

        Neben Diskussionen darüber, ob die Zuständigkeit für Flugsicherheit in der föderal organisierten Bundesrepublik nicht zu unterschiedlich geregelt ist und welche Rolle womöglich sogar das Militär im Innern spielen könnte, hat diese Woche auch ein 700-seitiger Gesetzentwurf von Innenminister Alexander Dobrindt (CDU) das Kabinett passiert, mit dem die Befugnisse der Geheimdienste massiv ausgeweitet werden sollen. Der Bundesnachrichtendienst und der Verfassungsschutz sollen künftig nicht nur Informationen sammeln, sondern auch operativ agieren können.

        Was bedeutet das genau? Ist nach der Entscheidung, die Bundeswehr massiv zu stärken, eine solche zweite Aufrüstungswelle gerechtfertigt? Woher kommen die Bedrohungen? Wo steht Deutschland in Punkto Drohnenabwehr etwa im Vergleich zu den baltischen Ländern, die mit hybriden Bedrohungen durch Russland schon seit Jahren leben? Und ist die Neugestaltung der Geheimdienste mit der Lehre aus der Naziherrschaft vereinbar, geheimdienstliche und polizeiliche Aufgaben grundsätzlich strikt getrennt zu halten?

        Über all das diskutiert Bernd Pickert aus der Auslandsredaktion der taz mit Inlands-Fachredakteur Frederik Eikmanns, Rechercheredakteur Konrad Litschko und Sicherheitsredakteurin Tanja Tricarico aus der Auslandsredaktion.

        📖 Zum Weiterlesen:

        • „Undurchdacht und gefährlich“ - Grünenpolitiker Konstantin von Notz über die Geheimdienstreform. Interview von Adam Schwedhelm, taz vom 11.8.2026
        • -Hunderte Drohnen über Einrichtungen der Bundeswehr - Hybride Angriffe in Deutschland. Artikel von Frederik Eikmanns, taz vom 12.8.2026
        • Gefährliche Doppelstruktur im Verborgenen - Geheimdienstreform im Kabinett Kommentar von Frederik Eikmanns, taz vom 12.8.2026
        • Überwachung first, Bedenken second - Palantir in Deutschland Artikel von Konrad Litschko, taz vom 15.6.2026
        • Stören, verwirren, verunsichern - elektronische Kriegsführung Artikel von Tanja Tricarico, taz vom 9.8.2026
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          Produktion: Simon Seißler
          Redaktion: Marie Frank

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          56 min

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