Keine Waffenruhe, keine offizielle Vereinbarung: Das Treffen zwischen US-Präsident Trump mit seinem russischen Amtskollegen Putin in Alaska endete formal ohne konkretes Ergebnis. “Es komme jetzt auf Selenski an”, hatte Trump nach dem Gipfel gesagt. Was hat das zu bedeuten? Soll die Ukraine kapitulieren und die von den Russen besetzten Gebiete abgeben? Warum endete das Gipfeltreffen vorzeitig? Und was kann Europa jetzt tun?
Im Presseclub diskutieren die Gäste, welche historische Bedeutung vom sogenannten „Friedensgipfel“ in Alaska ausgeht und was aus dem Treffen zwischen Trump und Putin folgt. Alle Gäste stimmen darin überein, dass Putin zwar als klarer Gewinner aus Anchorage abgereist ist, aber reines "Trump-Bashing" greife zu kurz. Stattdessen versuchen sie anhand unterschiedlicher Indizien zu analysieren, was hinter den Kulissen falsch gelaufen ist und die vorzeitige Abreise ausgelöst hat. Kontrovers wurde darüber diskutiert, wie stark die Europäer die Ukraine militärisch unterstützen sollten, um den russischen Vormarsch zu stoppen: Könnte ein Gebietsabtritt im Donbass den Ukrainern Frieden bringen oder ist das eher Wunschdenken? Muss sich Europa bald selbst auf Krieg einstellen, wenn es jetzt nicht massiv aufrüstet oder kann mehr Diplomatie Putin doch noch zum Einlenken bewegen?
Während Christoph von Marschall glaubt, dass militärische Aufrüstung die einzige Chance bietet, die europäische Sicherheit zu bewahren, befürchtet Vladmir Esipov, dass die deutsche Gesellschaft dazu nicht bereit ist.
Jetzt reinhören in den Presseclub-Podcast: „Nach dem Alaska-Gipfel: Was wird aus der Ukraine?“
Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen: Christoph von Marschall (Tagesspiegel), Christina Nagel (ARD Hauptstadtstudio), Tatjana Ohm (Welt) und Vladimir Esipov (Deutsche Welle)
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