Vorurteile gibt es reichlich - Stolz auf das Erreichte zu wenig, meint unser Gast mit Blick auf den Osten Deutschlands. Die Bahn ist nicht einfach ein Konzern, eher ein erweitertes "Wir", findet unsere Kommentatorin. Aber zuerst hat Louisa Schmidt Gedanken zur Wehrpflicht.
Und darum geht es heute im Detail:
Verteidigungsminister Boris Pistorius ist überzeugt: Es werde schon gelingen, genügend Freiwillige für den Wehrdienst zu rekrutieren. Host Louisa Schmidt hat da ein paar Fragen. Vor allem, meint sie, wäre es schön, mal mit der Generation ins Gespräch zu kommen, die das Land im Zweifel auch unter Einsatz ihres Lebens verteidigen sollen. (00:57)
Hohe Abwanderung, niedrige Löhne, Strukturschwäche - wenn wir über den Osten sprechen, dann meist in negativen Begriffen. Es wird Zeit, sagt der Journalist und Buchautor Alexander Prinz, dass Menschen aus dem Osten einen "Oststolz" entwickeln. Das macht nämlich niemand anderes. Wenn man es schafft, gibt das Energie für die Zukunft - und da gibt es Traditionen, an die man im Osten durchaus anknüpfen kann. Am Ende sind viele vermeintliche "Ostprobleme" in Wirklichkeit Problemlagen abgehängter ländlicher Räume. Diskutieren wir! (03:09)
Aus der Politikum-Community hat uns ein Feedback zur letzten Ausgabe unserer Serie erreicht, da ging es um Verkehr und wie kontrovers der ist. Wir haben über München gesprochen und über Soest - nicht über das Dorf. Stimmt! Und gerade beim Verkehr gibt es keinen Ansatz, der für alle passend ist. (14:11)
Wir wollen gerne auch Ihre Meinung hören! Wenn Sie uns was mitgeben wollen - schreiben Sie uns ne Mail an [email protected] – oder schicken Sie ne Sprachnachricht. Mit dem Messenger Ihrer Wahl an die Nummer 0172- 253 00 42.
Es soll ein Herbst der Reformen werden. Nicht nur für die Bundesregierung, auch für die Deutsche Bahn. Bahnchef Lutz ist bereits entlassen, potentielle Nachfolger winken ab, zu groß die Aufgabe - ein Problem nicht nur für Verkehrsminister Patrick Schnieder. Hängt doch einiges am Gelingen des Reformprojekts Deutsche Bahn. Sprechen wir von maroder Infrastruktur, ist das Schienennetz Teil davon, ist die Rede von Deutschlandtempo ist sie für Bahnreisende oft gelebte Antithese. Das ist gefährlich für die Stimmung im Land, meint unsere Küchentisch-Kommentatorirn Ursula Weidenfeld, auch für die wirtschaftliche. Die Deutsche Bahn ist eben auch ein Gradmesser dafür, wie es im Land läuft und ob große Reformen hier überhaupt möglich sind. Sprechen wir drüber. (15:24)
Und zum Schluss blickt unser Host Louisa Schmidt in die Schweiz, genauer gesagt nach Zürich. Da geht man jetzt eigene Wege, um den Wohnraummangel etwas erträglicher zu machen. (21:04)