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By WDR 5
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Knapp 44 % für die AfD, nur 17,2 % für die CDU: Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist ein Schock für die CDU. Ist der Triumph in dem kleinen Bundesland nur ein Vorbote für das, was der Partei auch im Bund bevorsteht? Und was bedeutet der Wahlsieg der AfD für die Zukunft von Bundeskanzler Merz? In der Runde gehen die Einschätzungen auseinander. Gordon Repinski kritisiert die Regierung scharf: Die Partei habe trotz viel Geld und stabiler Mehrheit diese guten Voraussetzungen nicht genutzt, um Reformen umzusetzen und Vertrauen zurückzugewinnen. Wenn sie jetzt nicht endlich liefere, hätte sie es nicht verdient, an der Macht zu bleiben. Henrike Roßbach und Julius Betschka führen den Zustimmungsverlust nicht auf die ausbleibenden Reformen zurück, sondern dass die Regierungspolitik das Leben der Menschen nicht wirklich besser mache. Stattdessen würde nur überall gekürzt. Hitzig wird die Diskussion um die Frage, ob die anderen Parteien die AfD stärker einbinden müssten. In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin stehen schon die nächsten Landtagswahlen an. Sollte sich dann der Negativtrend der CDU fortsetzen, dann werde die Lage zur Existenzfrage für Kanzler Merz. Kann die Partei ihren Absturz noch stoppen und wenn ja wie? Ellen Ehni diskutiert mit den Gästen Julius Betschka (stern), Marieke Reimann (freie Journalistin), Gordon Repinski (POLITICO/WELT) und Henrike Roßbach (Süddeutsche Zeitung). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an [email protected]. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:20). (00:00:00) - AfD-Triumph in Sachsen-Anhalt und die Lage der CDU (00:01:50) - Das Wahlergebnis: CDU-Absturz, AfD-Verdopplung (00:03:11) - Bundesfrust oder ostdeutsche Sonderdynamik? (00:04:24) - Existenzkrise des Parteiensystems: Warum die AfD im Osten so stark ist (00:07:51) - Reformkurs der Regierung: Weitermachen oder Kurswechsel? (00:12:52) - Merz' Kommunikationsproblem und die Nachwuchsdebatte der CDU (00:21:53) - Umgang mit der AfD: Einbinden oder ausgrenzen? (00:23:45) - Warnung vor Normalisierung: Rechtsextreme in Regierungsverantwortung (00:29:26) - Brandmauer und Unvereinbarkeitsbeschluss auf dem Prüfstand (00:33:29) - Merz' Zukunft: Rücktrittsdruck und schlechte Umfragewerte (00:39:05) - Koalitionskrise: Ministerin-Rauswurf und Minderheitsregierungs-Szenario (00:41:20) – Presseclub Nachgefragt

Eine Sprengstoff-Drohne wurde mitten auf dem Leipziger Flughafen abgefangen. Dass dabei nichts passiert ist, ist dem Eingreifen eines Busfahrers zu verdanken. Wie gut ist Deutschlands kritische Infrastruktur gegen solche Bedrohungen geschützt? Im Presseclub gehen die Einschätzungen auseinander. Einig sind sich die Gäste, dass Deutschland bei Drohnenerkennung und -abwehr schneller und besser werden muss. Der Leipziger Vorfall zeigt aus ihrer Sicht deutlich: Zwischen Technik, Zuständigkeiten und tatsächlicher Reaktionsfähigkeit gibt es noch Lücken. Gleichzeitig warnen die Gäste davor, eine hundertprozentige Sicherheit vor Terroranschlägen zu erwarten. Kontrovers diskutiert wird auch die Frage, wer hinter der Drohne steckt. Russland liegt als möglicher Urheber nahe, doch die Runde warnt vor vorschnellen Schuldzuweisungen. Gerade hybride Angriffe zielten darauf, Verunsicherung zu schaffen. Die geplante Stärkung der Geheimdienste stößt auf Kritik: Mehr Befugnisse könnten die Abwehr verbessern, zugleich müsse die Kontrolle der Dienste gewährleistet bleiben. Wie weit sollte der Staat bei der Terrorabwehr gehen? Und wie viel Freiheit darf der Rechtsstaat für mehr Sicherheit opfern? Anna Planken diskutiert mit den Gästen Sabine Adler, (Deutschlandradio), Mona Jaeger (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Ronen Steinke (Süddeutsche Zeitung), Felix Huesmann (RedaktionsNetzwerk Deutschland). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an [email protected]. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:20). (00:00:00) - Einstieg (00:02:20) - Fast-Katastrophe: Das Szenario einer Explosion (00:04:48) - Völkerrechtliche Grenzen: Warum kein militärischer Gegenschlag möglich ist (00:09:29) - Täterfrage: Russland, Ukraine oder ein anderer Akteur? (00:14:40) - Das eigentliche Ziel: Verunsicherung der Bevölkerung (00:19:51) - Wie gut ist der Flughafen Leipzig/Halle tatsächlich geschützt? (00:23:09) - Föderalismus-Chaos bei der Drohnenabwehr (00:26:31) - Umbau der Geheimdienste: Mehr Befugnisse für den Verfassungsschutz? (00:34:08) - Zurückhacken erlaubt? Die Debatte um digitale Gegenschläge (00:41:20) - Presseclub nachgefragt

Gäste: Andrew B. Denison, Direktor "Transatlantic Networks" Klemens Fischer, Professor für Internationale Beziehungen und Geopolitik, Universität zu Köln Kerstin Münstermann, "Rheinische Post" Christoph B. Schiltz, Brüssel-Korrespondent "WELT"

Die deutsche Automobilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Vor allem der Einbruch des China-Geschäfts setzt Volkswagen, BMW und Mercedes unter Druck. Chinesische und US-amerikanische Hersteller haben bei Elektroautos, Software, Batterien und Künstlicher Intelligenz die Nase vorn. Die Folge hierzulande sind Sparprogramme, Stellenabbau und drohende Werksschließungen. Der Presseclub diskutiert, warum die deutschen Autobauer den Anschluss verloren haben. Als Ursachen werden genannt: das lange Festhalten am Verbrennungsmotor, Managementfehler und hohe Kosten. Gleichzeitig wird aber davor gewarnt, dass Deutschland bei den Löhnen in einen Unterbietungswettbewerb mit günstigeren Produktionsstandorten wie Ungarn oder der Slowakei eintritt. Entscheidend sei nun vielmehr, die technologische Wertschöpfung im Land zu halten. Ein weiterer Streitpunkt ist der Umgang mit der chinesischen Konkurrenz. Die EU solle ihren Binnenmarkt stärker nutzen und verlangen, dass ausländische Hersteller einen größeren Teil ihrer Produktion und Lieferkette nach Europa verlagern. Doch das allein reicht aus Sicht der Runde nicht: Europa müsse auch bei Software, KI und Batterien eigene Unternehmen und Lieferketten aufbauen, statt zur Werkbank Chinas zu werden. Man müsse der Realität ins Auge sehen: Nicht jeder Standort in Deutschland werde zu retten sein, zugleich könnten Industriearbeitsplätze aber in neue Branchen wie Chipindustrie oder Rüstung überführt werden. Gefordert werden weniger Bürokratie, mehr unternehmerische Freiheit und bessere Bedingungen für Start-Ups. Die Runde ist sich einig: die zentrale Frage laute nicht, wie die alte Autoindustrie um jeden Preis erhalten werden könne, sondern welche Industrie künftig den Wohlstand in Deutschland sichere. Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Alexander Demling, DER SPIEGEL Annette Deutskens, Norddeutscher Rundfunk Christina Kunkel, Süddeutsche Zeitung Philipp Raasch, Der Autopreneur Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an [email protected]. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (40:02). (00:00:05) - Die deutsche Autoindustrie in der Krise: Stellenabbau, China und drohende Werksschließungen (00:03:54) - Produktion und Entwicklung: Warum Deutschland bei den Autos der Zukunft den Anschluss verliert (00:06:33) - Der Technologiewandel: Software, KI und Batterien statt Verbrennungsmotor (00:09:35) - Volkswagen als Sonderfall: Hohe Kosten, Mitbestimmung und verschlafene Veränderungen (00:12:05) - Die Ursachen der Krise: China, Managementfehler, fehlende Start-ups und hohe Arbeitskosten (00:18:02) - Autonomes Fahren und neue Technologien: Warum Deutschland bei Zukunftstechnologien zurückliegt (00:21:39) - Abhängigkeit von China und Trumps Zölle: Wie Europa seine Industrie schützen kann (00:23:26) - Ist die Krise noch zu stoppen? Europas Pläne für mehr heimische Wertschöpfung (00:27:31) - Werkbank oder Technologiestandort? Europas Dilemma zwischen Produktion und Entwicklung (00:30:32) - Welche deutschen Werke haben noch Zukunft? Zwischen Schrumpfung und neuen Industrien (00:34:57) - Welche Industriepolitik Deutschland braucht: Zukunftstechnologien statt Werksrettung (00:38:24) - Der notwendige Kurswechsel: Weniger Bürokratie, neue Wertschöpfung und ein anderer Blick auf Arbeitsplätze [00:41:02] Presseclub Nachgefragt

14.000 Hitzetote in diesem Sommer, meldet das RKI. Zahlreiche Wälder und Hochmoore wurden durch Brände vernichtet. Zudem lassen Ernteverluste und trockene Flüsse die Preise steigen und das Wirtschaftswachstum sinken. Wird das Thema Klima nun wieder zur politischen Priorität? Der erste Auftritt des Bundeskanzlers nach der Sommerpause war begleitet von Buhrufen. Während Einsatzkräfte in verschiedenen Regionen deutschlands mit Waldbränden kämpften, war von Friedrich Merz über Wochen nur wenig zu hören. Hätte sein Besuch im Waldbrandgebiet überhaupt etwas genützt? Darüber diskutiert die Runde am Tisch ebenso wie über die wirtschaftlichen Folgen der wochenlangen Hitze in Deutschland. Kann die Bundesregierung ihr Versprechen vom Wirtschaftsaufschwung überhaupt halten, wenn Klimafolgen den Staat jährlich Milliarden kosten? Die SPD will Hitzeschutz nun im Grundgesetz verankern und stößt mit ihrem Vorschlag auf Ablehnung beim Koalitionspartner. Auch in der Runde wird der Vorgang unterschiedlich bewertet: Reine Symbolpolitik, finden die einen. Ein wichtiger Schritt, um Klimaschutz und -anpassung zu einer gemeinschaftlichen Aufgabe mit Priorität zu erklären, sagen die anderen. Einig ist die Runde darin, dass politisch etwas passieren muss. Sind die vielen Hitzetoten, die Dürre und die Brände also der Weckruf für eine neue Klimapolitik? Susan Link diskutiert im Presseclub mit Miriam Schröder (Tagesspiegel), Reiner Burger (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Sara Sievert (Table.Media) und Donald Bäcker (Westdeutscher Rundfunk). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an [email protected]. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (40:23). (00:01:35) - Friedrich Merz im Hürtgenwald (00:07:46) - Klimaanpassung im Alltag: Hitze in Städten, Wohnungen und Gesundheitsrisiken (00:10:41) - Die Kosten der Klimakrise: Ernteausfälle, Wirtschaftsschäden und Milliardenrisiken (00:15:16) - Dürre, Hochwasser und „Hochwasserdemenz“: Lernen wir aus Extremwetter? (00:17:57) - Politische Konsequenzen: SPD-Vorstoß, Grundgesetzänderung und Zuständigkeiten (00:25:22) - Klimaschutz oder Klimaanpassung? Streit über Prioritäten, Finanzierung und Akzeptanz (00:35:48) - Konkrete Maßnahmen: Wo jetzt investiert werden sollte und was Kommunen tun können (00:40:23) - Presseclub nachgefragt
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