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Die Bundesregierung plant höhere Abgaben auf Zucker, Tabak und Alkohol. Bei zuckerhaltigen Softdrinks sollen die Einnahmen direkt in das Gesundheitssystem fließen, während die Tabak- und Alkoholsteuern helfen sollen, die Finanzlöcher im Haushalt zu stopfen.
Im Presseclub wird darüber diskutiert, ob solche Maßnahmen sinnvoller Gesundheitsschutz oder bevormundende Eingriffe des Staates sind. Besonders die geplante Zuckerabgabe auf Softdrinks sorgt für Streit: Während Mai Thi Nguyen-Kim und Christina Berndt auf wissenschaftliche Studien und internationale Beispiele wie Großbritannien verweisen, sehen Karsten Seibel und Ulrich Reitz vor allem fiskalische Interessen des Staates im Vordergrund.
In der Runde gehen die Meinungen deutlich auseinander: Befürworter argumentieren, höhere Preise und Werbebeschränkungen könnten vor allem junge Menschen besser vor Sucht und Krankheiten schützen. Kritiker warnen dagegen vor übermäßiger staatlicher Lenkung und sozialer Ungerechtigkeit, weil höhere Abgaben besonders Menschen mit geringem Einkommen treffen würden. Einig sind sich viele Gäste immerhin darin, dass einzelne Maßnahmen allein nicht ausreichen – nötig sei ein Mix aus Aufklärung, Prävention und klaren politischen Regeln.
Auch der Blick ins Ausland kommt nicht zu kurz. Großbritannien gilt mit seiner Softdrink-Abgabe und dem geplanten lebenslangen Rauchverbot für jüngere Jahrgänge als Vorbild für konsequentere Gesundheitspolitik. Gleichzeitig stellt die Diskussion grundsätzliche Fragen: Wie weit darf der Staat in persönliche Lebensentscheidungen eingreifen? Und was trägt am Ende tatsächlich besser bei – Verbote, Steuern oder Prävention? Oder sind die Menschen selbst für sich verantwortlich?
Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen Christina Berndt (Süddeutsche Zeitung), Mai Thi Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin), Ulrich Reitz (FOCUS), Karsten Seibel (WELT).
Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an [email protected].
Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:25).
(00:00:04) - Einstieg: Zuckersteuer, Gesundheitspolitik und die Rolle des Staates
(00:04:13) - Warum Softdrinks im Fokus stehen: Zucker, Forschung und gesundheitliche Folgen
(00:08:04) - Wie sinnvoll ist die Zuckerabgabe wirklich? Wirkung, Finanzierung und Kritik
(00:15:25) - Prävention statt Eigenverantwortung? Krankheiten, Werbung und staatliche Eingriffe
(00:18:38) - Tabaksteuer und Rauchverbot: Wen treffen höhere Preise und wie stark wirken sie?
(00:22:06) - Großbritannien als Vorbild? Das lebenslange Zigarettenverbot für junge Jahrgänge
(00:28:05) - Alkohol als gesellschaftlich akzeptierte Droge: Risiken, Politik und Doppelmoral
(00:33:23) - Welche Maßnahmen helfen wirklich? Aufklärung, Werbeverbote und Lenkungssteuern
(00:39:26) - Schlussrunde: Welche Argumente überzeugt haben und was der Staat besser machen müsste
(00:41:25) - Presseclub "Nachgefragt"
By WDR 54.5
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Die Bundesregierung plant höhere Abgaben auf Zucker, Tabak und Alkohol. Bei zuckerhaltigen Softdrinks sollen die Einnahmen direkt in das Gesundheitssystem fließen, während die Tabak- und Alkoholsteuern helfen sollen, die Finanzlöcher im Haushalt zu stopfen.
Im Presseclub wird darüber diskutiert, ob solche Maßnahmen sinnvoller Gesundheitsschutz oder bevormundende Eingriffe des Staates sind. Besonders die geplante Zuckerabgabe auf Softdrinks sorgt für Streit: Während Mai Thi Nguyen-Kim und Christina Berndt auf wissenschaftliche Studien und internationale Beispiele wie Großbritannien verweisen, sehen Karsten Seibel und Ulrich Reitz vor allem fiskalische Interessen des Staates im Vordergrund.
In der Runde gehen die Meinungen deutlich auseinander: Befürworter argumentieren, höhere Preise und Werbebeschränkungen könnten vor allem junge Menschen besser vor Sucht und Krankheiten schützen. Kritiker warnen dagegen vor übermäßiger staatlicher Lenkung und sozialer Ungerechtigkeit, weil höhere Abgaben besonders Menschen mit geringem Einkommen treffen würden. Einig sind sich viele Gäste immerhin darin, dass einzelne Maßnahmen allein nicht ausreichen – nötig sei ein Mix aus Aufklärung, Prävention und klaren politischen Regeln.
Auch der Blick ins Ausland kommt nicht zu kurz. Großbritannien gilt mit seiner Softdrink-Abgabe und dem geplanten lebenslangen Rauchverbot für jüngere Jahrgänge als Vorbild für konsequentere Gesundheitspolitik. Gleichzeitig stellt die Diskussion grundsätzliche Fragen: Wie weit darf der Staat in persönliche Lebensentscheidungen eingreifen? Und was trägt am Ende tatsächlich besser bei – Verbote, Steuern oder Prävention? Oder sind die Menschen selbst für sich verantwortlich?
Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen Christina Berndt (Süddeutsche Zeitung), Mai Thi Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin), Ulrich Reitz (FOCUS), Karsten Seibel (WELT).
Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an [email protected].
Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:25).
(00:00:04) - Einstieg: Zuckersteuer, Gesundheitspolitik und die Rolle des Staates
(00:04:13) - Warum Softdrinks im Fokus stehen: Zucker, Forschung und gesundheitliche Folgen
(00:08:04) - Wie sinnvoll ist die Zuckerabgabe wirklich? Wirkung, Finanzierung und Kritik
(00:15:25) - Prävention statt Eigenverantwortung? Krankheiten, Werbung und staatliche Eingriffe
(00:18:38) - Tabaksteuer und Rauchverbot: Wen treffen höhere Preise und wie stark wirken sie?
(00:22:06) - Großbritannien als Vorbild? Das lebenslange Zigarettenverbot für junge Jahrgänge
(00:28:05) - Alkohol als gesellschaftlich akzeptierte Droge: Risiken, Politik und Doppelmoral
(00:33:23) - Welche Maßnahmen helfen wirklich? Aufklärung, Werbeverbote und Lenkungssteuern
(00:39:26) - Schlussrunde: Welche Argumente überzeugt haben und was der Staat besser machen müsste
(00:41:25) - Presseclub "Nachgefragt"

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