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Ihr findet die Schopfhirsche im Frankfurter Zoo direkt gegenüber der Robben. Dort können sich die Tiere auf zwei Anlagen aufhalten, die miteinander verbunden sind. Die Stelzvogelwiese bei den Okapis teilen sie sich mit Mandschurenkranichen, die Anlage bei den Robben haben sie ganz für sich. Auf jeden Fall ganz zentral im Zoo. (zum Tierlexikon)
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft den Schopfhirsch als "potenziell gefährdet" ein. Die Erfassung der Wildbestände in seinem Heimatland China ist jedoch schwierig und die Populationsschätzungen von 300.000 bis 500.000 Tieren in der Natur sind bereits ein Vierteljahrhundert alt. [(zur Artübersicht der IUCN)](https://www.iucnredlist.org/species/7112/22159620" rel="noopener" target="_blank">Weltnaturschutzunion)
Im Gespräch:
Bilder:
Die Frankfurt Spring School on Conservation Project Management ist eine praktische Schule für Naturschützerinnen und Naturschützer. Wir klären, was man dort lernen kann und warum gerade dieses Angebot für effektiven Naturschutz so wichtig ist.
Wenn wir einen lebenswerten Planeten erhalten möchten, brauchen wir weltweit engagierte und gut ausgebildete Naturschützerinnen und Naturschützer. Daher investiert die Zoologische Gesellschaft Frankfurt zusammen mit einer Reihe an Partnern in die praktische Ausbildung der Naturschutzprofis von morgen.
Teil der Förderung ist die Frankfurt Spring School on Conservation Management, ein mehrwöchiger Intensivkurs, der einmal im Jahr in Frankfurt angeboten wird.
Dort lernen Studierende, wie große Naturschutzprojekte geplant, finanziert und durchgeführt werden können. In dieser Folge schauen wir uns die Schule mal etwas genauer an.
Für ganz Eilige: Hier geht es zur Anmeldung für die kommende Spring School 2024.
Im Gespräch
Die O-Töne der Studierenden kommen von Caroline Reinwald, Ephraim Lombe und Johannes Neumann. Ihre Statements haben wir in dieser Folge bewusst im Orignal (Englisch) belassen.
Partner der Spring School sind die Goethe Universität Frankfurt, KfW Stiftung, KfW, WWF, Bio Frankfurt, KPMG und WCS.
Gefördert wird die Frankfurt Spring School von der Albert und Barbara von Metzler Stiftung und der KfW Stiftung.
Anni Fuchs ist Revierleiterin im Ukumari-Land, dem Areal des Zoo Frankfurt mit Großkatzen und Bären. Sie berichtet Marco von den Herausforderungen der Tigergeburt, dem täglichen Umgang mit den sensiblen Großkatzen und welche Rolle die Tiere für den Artenschutz spielen.
Dr. Christof Schenck kennt als Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt den natürlichen Lebensraum der Sumatra-Tiger sehr gut. Im Bukit-Tiga-Puluh-Nationalpark auf Sumatra und seiner direkten Umgebung, hilft die ZGF, den Lebensraum von Orang-Utans, Elefanten und auch Tigern zu schützen. Das ist notwendig, weil dort der Regenwald durch massive Abholzungen dramatisch schrumpft, um Platz für Monokulturen (häufig Ölpalmen) zu machen.
Über den Naturschutz-Euro können Zoo-Besucher das Schutzprogramm der ZGF auf Sumatra direkt unterstützen.
Ihr findet die Helmkasuare im Frankfurter Zoo zwischen den Flamingos und den Greifvögeln. Die Anlage ist dicht bepflanzt, um den Lebensraum der Laufvögel auf Papua Neuguinea und in Australien zu imitieren. (Zum Tierlexikon)
Dort gelten Helmkasuare laut Weltnaturschutzunion (IUCN) aktuell als "nicht gefährdet". Sie werden jedoch stark bejagt, um das Fleisch auf lokalen Märkten zu verkaufen. Diese Jagd ist meist nicht nachhaltig und hat die Art bereits in einigen Gebieten ausgerottet. (Zur Artenseite der IUCN)
Die Zoopopulation der Helmkasuare ist nicht so stabil wie gewünscht. Noch ist die erfolgreiche Zucht der Tiere kein Standard. Daher beteiligt sich der Frankfurter Zoo an einem Forschungsprojekt, dass das Paarungsverhalten der Kasuare untersucht. Mithilfe von Verhaltensbeobachtungen, Bioakustik und Geschlechtshormonen soll hier verstanden werden, wann Kasuare paarungsbereit sind - und so die Zucht optimiert werden kann.
Die Kasuar-Rufe bei Minute 26 stammen von Phil Gregory (Aufnahme XC125292). Erreichbar unter www.xeno-canto.org/125292
Im Gespräch:
Bilder:
In unserem Frankfurter Büro sind Hunde oft zu Besuch: Mal als treue Feelgood-Manager und mal als Nervensäge. Je nach Erziehung und Gemüt. Für viele der Mitarebeitenden eine echte Bereicherung des Arbeitsalltags.
Im Frankfurter Zoo leben zwei Afrikanische Wildhunde (zum Tierlexikon). Revierleiter Michael Walther verrät, wie die Tierpflegerinnen und Tierpfleger mit den beiden arbeiten und ob er die Wildhunde bei einem gemütlichen Abend mit auf die Couch nehmen würde.
Aus dem North-Luangwa-Nationalpark (zur Projektseite) in Sambia zugeschaltet sind Joyce Chiluba und Benjamin Van Zyl. Sie bilden Hunde und Hundeführer für die Ranger im North Luangwa Nationalpark aus. Die Spürhunde dort können bis zu 52 verschiedene Gerüche unterscheiden, darunter Elefantenfleisch, Nashornhorn und Schuppentierschuppen, aber auch Waffen und Holzprodukte. Die Tiere helfen, den Park zu schützen.
Im Gespräch:
Michael Walther leitet das Revier "Afrikasavanne" im Frankfurter Zoo. Neben Nashorn, Flusspferd und Antilopen gehören auch die Afrikanischen Wildhunde zu diesem Bereich.
Benjamin Van Zyl ist der Hundeexperte der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in North Luangwa in Sambia. Er berät und unterstützt die Teams bei der Arbeit mit Spürhunden.
Joyce Chiluba war die erste weibliche Spürhundführerin in Sambia. Sie ist an den Randgebieten des North-Luangwa-Nationalparks aufgewachsen und hilft nun, die Tierwelt vor Ort zu schützen.
Vielen Dank an Linus Bernhard und Kerstin Nicolai aus dem ZGF-Finanzteam. Sie haben die deutschen Stimmen von Benny van Zyl und Joyce Chiluba gesprochen. Sabrina Linn aus der wissenschaftlichen Abteilung des Zoos hat die Familienverhältnisse der Hunde in einer Infobox erklärt. Ein besonders großer Dank geht an unsere treuen Hörerinnen und Hörer! Denn mit Folge 50 feiern wir diese Woche ein kleines Jubiläum.
Bilder:
Im Frankfurter Zoo leben zwei Afrikanische Wildhunde (Lycaon pictus)
Bei der K9-Unit im North-Luangwa-Nationalpark, Sambia, müssen die Hunde verschiedene Gerüche an einer Trainingswand finden:
Auch im sambischen Nsumbu-Nationalpark gibt es Spürhunde. Hier trainiert Hund India die Suche nach verdächtigen Gerüchen in einem Fahrzeug:
Die Schülerinnen und Schüler der Zoo-AG aus Frankfurt besuchen einmal die Woche den Zoo. In ihrem "Klassenzimmer" leben über 4.000 Tiere. Gibt es einen besseren Ort, um etwas über Tiere und die Natur zu lernen und was sie bedroht? Was kann jeder von uns tun, um Arten zu schützen? Das erklärt uns Martina Weiser im Interview. Sie leitet die Abteilung Bildung und Vermittlung des Frankfurter Zoos und damit auch die Zoo-AG. (Zur Bildungsarbeit des Zoos)
Wie können die deutschen Zoos zum Artenschutz beitragen? Das erfahren wir von Christian Dienemann. Er ist Vorsitzender des Verbands deutschsprachiger Zoopädagogen (VZP). Dieser Verein koordiniert die Bildungsarbeit zwischen den Zoos und bringt die Themen auch in die Schulpolitik. (Zur VZP-Homepage)
Für junge Matsiguenka aus dem Manú-Nationalpark in Peru ist es oft schwierig, zur Schule zu gehen. Logistische Probleme und Sprachbarrieren stehen ihnen im Weg. Das ZGF-Team um Enrique Herrera Sarmiento arbeitet daran, den Kindern und Jugendlichen nicht nur einen Schulabschluss zu ermöglichen, sondern sogar ein Studium an der Universität. (Zur Projektseite der ZGF)
Bei der Arbeit aller Interviewgäste spielt die Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz BNE) eine wichtige Rolle. BNE ermöglicht es den Menschen, ihren eigenen Einfluss auf die Welt kritisch zu hinterfragen, gegebenenfalls anzupassen und so ihre Umwelt zu schützen. (Bundesministerium für Bildung und Forschung über BNE)
Im Gespräch:
Martina Weiser ist Gymnasiallehrerin und seit 1994 Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung im Frankfurter Zoo. Die Zooschule in Frankfurt ist die älteste auf dem europäischen Festland.
Der Zoopädagoge Christian Dienemann arbeitet im Tiergarten Nürnberg. Er ist außerdem Vorsitzender des Verbands deutschsprachiger Zoopädagogen (VZP), dem zugehörigen Berufsverband.
"Bildung ist ein Menschenrecht", findet Dr. Enrique Herrera Sarmiento. Der Soziologe koordiniert die Bildungsarbeit der ZGF in Peru. Hierbei geht es nicht nur um Sensibilisierungsmaßnahmen für den Naturschutz, sondern auch darum, Indigenen eine formale Schulbildung zu ermöglichen.
Vielen Dank an unseren Kollegen Julio Monzón. Er ist ZGF-Programmkoordinator für Kolumbien und Peru und hat uns bei der Übersetzung und Synchronisation von Enrique Herrera Sarmientos Interview geholfen.
Bilder:
Die Schülerinnen und Schüler der ZOO-AG vor ihrem selbst entworfenen Infostand zum Thema Meere:
Auch der Blick hinter die Kulissen gehört zum Programm der Zoo-AG. Hier zum Beispiel im Frankfurter Exotarium:
Enrique Herrera Sarmiento im Gespräch mit Indigenen:
Lothar Frenz war eigentlich schon überall: In Amazonien und Neuguinea, Tasmanien, Uganda und in der Mongolei. Dort hat er als Journalist für GEO und andere Naturdokumentationen gearbeitet. Zu seinen Veröffentlichungen gehören unter anderem das Buch «Lonesome George oder das Verschwinden der Arten» und «Das Naturbuch für Neugierige». Seit 2019 ist Lothar Botschafter der Loki-Schmidt-Stiftung, die sich deutschlandweit für den Schutz seltener Pflanzen und Tiere einsetzt.
Im Interview spricht er mit Marco über sein Buch "Wer wird überleben?". (Link zum Buch) Darin schreibt er über die Auswirkungen der Arten- und Biodiversitätskrise für uns Menschen und die Probleme, die wir lösen müssen.
Wie soll unsere Erde in Zukunft aussehen und welchen Planeten wollen wir unseren Kindern hinterlassen?
Vor der Podcastaufzeichnung war Lothar zu Gast bei der "Veranstaltungsreihe Erlebnis Zoo - Abenteuer Naturschutz". (zur Veranstaltung) Dort sprechen Expertinnen und Experten aus Zoo, Forschung und Naturschutz im Zoo Frankfurt über ihre Arbeit; in Vorträgen, Lesungen oder Live Talks.
Die kostenlosen Veranstaltungen finden immer am ersten Dienstag im Monat statt. Die Live Talks werden von Podcast-Host Marco Dinter moderiert.
Es ist nicht einfach, den Erfolg von Naturschutzarbeit zu messen. Was misst man da überhaupt? Biodiversität? Und wie geht das? Freja Larsen ist Monitoring and Evaluation Expertin bei der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Sie weiß, wie man einzelne Bestandteile eines Ökosystems messen kann.
Das Interview wurde bereits in Folge 47 „Was ist das: Und wie zählt man das?“ mit einer deutschen Übersetzung veröffentlicht. Das hier ist die Originalaufnahme des Gesprächs zwischen Marco und Freja auf Englisch.
Im Frankfurter Zoo leben mehr als 5000 Tiere (Wirbellose mal außen vor). Stand Ende Juni 2023. Da ist es gar nicht so leicht, alle zu kennen. Dabei ist es so wichtig: Je mehr man über ein Tier weiß, desto besser kann man in der Haltung auf das Tier eingehen. Die Tierärztinnen brauchen die Krankenakte, die Pflegerinnen und Pfleger den Ernährungsplan und die wissenschaftliche Abteilung muss gleich die ganze Verwandtschaft kennen – schließlich will man ja gesunde Tiere nachzüchten. Da kommt Einiges zusammen.
Informationen, die früher in raumhohen Registern verwaltet wurden, liegen heute in einer zentralen Datenbank. Was die alles möglich macht, und wie damit die Tierhaltung verbessert werden kann, erklärt Kuratorin Dr. Sabrina Linn.
In den Naturschutzprojekten der ZGF gibt es keine Datenbank mit komplettem Tierbestand. Wie auch? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZGF arbeiten in riesigen Wildnisgebieten mit unterschiedlichsten Lebensräumen.
Dort kann man gar nicht alles zählen und das wäre auch wenig zielführend, erklärt Freja Larson. Sie ist Monitoring-Expertin und berichtet, welche Informationen genutzt werden, um die komplexen Ökosysteme besser zu verstehen. So kann die Biodiversität vor Ort erhalten werden. Aber was ist das eigentlich, Biodiversität?
Im Gespräch:
Vielen Dank an unsere Kollegin Elena Siebrecht vom ZGF-Grantmanagement! Sie spricht die deutsche Stimme von Freja Larsen.
Bilder:
Heute beginnen wir unsere Folge wie gewohnt im Frankfurter Zoo: In den Vogelbüschen können die Besucher durch begehbare Volieren spazieren und Hammerkopf und Bienenfresser aus der Nähe beobachten. Tierpflegerin Tatjana Broschwitz erklärt, welche besondere Artenmischung die Besucherinnen und Besucher des Zoos dort finden und was den Kahnschnabel so besonders macht. (Link zur Tieranlage)
Gleich nebenan stehen die Faust-Vogelhallen. Dort wartet der Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung des Zoos auf uns, Dr. Stefan Stadler. Er nimmt uns mit in den Juwelensaal und verrät, welche besondere Rolle der Zoo und er bei der Rettung der Soccorotaube spielen. In der Freiflughalle lauschen er und Moderator Marco dem Gesang der Vögel, der in vielen südostasiatischen Wäldern mittlerweile verstummt ist. Diesem Problem widmet sich die Silent-Forest-Kampagne des europäischen Zooverbandes. (Link zur Kampagne)
Aus Peru zugeschaltet ist uns ZGF-Projektleiter Oscar Mujica. Er und sein Team kümmern sich um die Erhaltung des Manù-Nationalparks in Peru – und damit einem der artenreichsten Flecken der Welt. Oscar beschreibt, warum die biologische Vielfalt im Land so hoch ist, weshalb dort besonders viele Vogelarten anzutreffen sind und welche Rolle intakte Ökosysteme für unseren Morgenkaffee auch hier in Deutschland spielen. (Link zum ZGF-Projekt)
Im Gespräch:
Vielen Dank an unseren Kollegen Linus Bernhard aus der ZGF-Finanzabteilung! Er spricht die deutsche Stimme von Oscar Mujica.
Bilder:
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