Hör mal, wer da schreibt

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Hör mal, wer da schreibt episodes

  • Verben sind der Goldstandard

    »Zur Förderung der Durchblutung, zum Anregen des Stoffwechsels und zur Erweiterung der Gefäße empfehlen Ärzte regelmäßiges Baden.« Wer viele Wörter großschreibt, lässt ein Thema wichtiger erscheinen, als es ist. Nominalstil nennt sich das stilistische Mittel, das insbesondere Akademiker und Politiker gerne nutzen. Die Konsequenz: Texte lesen sich holprig-bürokratisch. Wenn dann auch noch »vorangestellte Attribute« hinzukommen, ist es mit der Lesefreude endgültig vorbei. Begleite uns dabei, wie wir Sätze verschlanken, indem wir Verben ihre Aussagekraft zurückschenken.

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    31 min
  • Nicht gemeckert ist Lob genug!

    So die deutsche Einstellung. Aber wehe, es gibt etwas zu beanstanden, dann hauen sie auf die Kacke und schreiben eine geharnischte Rezension! Doch wie sollte man überhaupt rezensieren? Darüber lässt sich streiten, wie wir finden. Heute analysieren wir das deutsche Rezensionsverhalten, und was käme dafür besser in Frage als die Kommentare zu unseren eigenen Büchern? Wir fragen uns: Was war konstruktiv, was eine Tirade? Welche Worte gingen runter wie Öl und welche glichen einem Tiefschlag? Unser Appell an alle da draußen: Rezensiert regelmäßig und konstruktiv!

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    37 min
  • Darum schreibst du mit weniger Modalverben präziser

    »Unsere Berater können Ihnen helfen!« – »Klasse! Tun sie es auch?« Modalverben wie »können« oder »müssen« verändern die Aussage, dafür sind sie grundsätzlich gedacht. Doch nutzen wir sie weit häufiger, als es vernünftig wäre. Und das bringt zwei Probleme mit sich: Erstens, wir relativieren Aussagen, die präziser formuliert überzeugender wären. Zweitens, wir bauen Sätze, in denen eine Kolonne von Verben einen  »Auffahrunfall«  verursacht. So wie hier: »Das hat er mich nicht wissen lassen wollen.« Wenn schon Muttersprachler ins Stocken geraten, steht Nicht-Muttersprachlern erst recht ein Fragezeichen auf der Stirn. Aber keine Sorge, heute liefern wir Antworten!

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    34 min
  • Unsichtbare Texte sind nutzlos

    Was nützt der schönste Text, wenn ihn niemand findet? Wenn wir Texte im World Wide Web veröffentlichen, ist nicht allein der Schreibstil ausschlaggebend für den Erfolg. SEO (Search Engine Optimization) lautet das Stichwort, das über unsere Sichtbarkeit entscheidet. Doch was unterscheidet einen suchmaschinenoptimierten von einem »normalen« Text? Wie können wir das Google-Ranking beeinflussen, sodass wir im Idealfall ganz oben angezeigt werden? Und wie schaffen wir den Spagat zwischen einem eleganten Schreibstil und einer hohen Sichtbarkeit? Darüber sprechen wir heute mit Patrick Hulka, der nicht nur ein langjähriger Freund von Alex, sondern auch Experte für SEO ist.

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    34 min
  • Multitasking heißt, viele Dinge auf einmal zu vermasseln

    Zeit ist ein universeller Gleichmacher. Für uns alle hat der Tag 24 Stunden, doch wie wir sie nutzen, unterscheidet sich deutlich. Woran liegt das? Am Zeitmanagement! Und das will geübt sein. Um die 40 Bücher hat Alex zu diesem Thema in den letzten Jahren gewälzt. Die Quintessenz daraus ist sein kürzlich veröffentlichtes Buch »Refocus – Mach, was wirklich zählt«. Und dazu interviewe ich Alex heute, wobei ich ihm ein paar kritische Fragen stelle. Unter anderem diskutieren wir, warum Gesundheit und Wohlbefinden die Basis eines guten Zeitmanagements bilden; weshalb beim Multitasking die Fehlergefahr steigt; und welche Methoden uns dabei helfen, konzentrierter zu arbeiten und unser Smartphone zu beherrschen.

    Shownotes:

    Amazon

    ForwardVerlag

    Verlagseigener Online-Shop

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    57 min
  • Ab wann wirkt Denglisch affig?

    Können wir noch eine Slide mit den KPIs adden? Sonst risken wir im Board Meeting ein Communications Gap und haben at the End kein Alignment. No Way! Wer so redet, redet fortgeschrittenes »Berufsdenglisch«. Und darüber diskutieren wir heute mit einem Gast. Jan-Philipp Loos arbeitet für ein Medtech-Unternehmen und ist beunruhigt wegen der vielen Anglizismen, die man heute auch abseits des Berufs in alltägliche Gespräche einarbeitet. Als Vater zweier Kinder ist seine größte Sorge: »Sprechen meine Kinder womöglich später weder richtig Deutsch noch richtig Englisch?« Alarmiert hat ihn die Tatsache, dass er selbst teilweise Schwierigkeiten hat, pure deutsche Sätze zu bilden. Diese Awareness ist der first Step on the Way zur Heilung!

    Shownotes

    Link zum Video »Harry G über Unternehmensberater«:

    https://www.youtube.com/watch?v=bOV7pgc9J9I



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    1 hr 5 min
  • Denken vor dem Schreiben hat noch keinem geschadet

    Diesen logischen Schluss zog Wolf Schneider in seinem Buch »Deutsch für junge Profis«. Wir haben etwa 20 Sekunden, um unsere Leser davon zu überzeugen, dass wir unterhaltsam sind. Verhunzen wir also die ersten Sätze, war’s das vielleicht schon! Die Gelangweilten ziehen weiter in Richtung erfrischenderer Zeilen. Ergo sollten wir uns unbedingt von Plattitüden verabschieden und stattdessen Sinnstiftendes zum Besten geben. Und das gilt nicht nur für Buchtexte oder Artikel, sondern auch für den Einstieg in ein Bewerbungsanschreiben. Wir haben da mal was für dich vorbereitet: Würdest du weiterlesen?

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    36 min
  • Redensarten-Quiz (Teil 1)

    Hiermit bringe ich aufs Tapet, dass du mir neulich einen Bärendienst erwiesen hast. Aber wart nur ab: Man sieht sich immer zweimal im Leben! Wir Deutsche lieben Redensarten. Wir gebrauchen sie täglich und das oft völlig unbewusst. Aber verwenden wir sie auch immer korrekt? Heute spielen Alex und Christian ein Quiz, in dem sie sich zur Bedeutung und Herkunft von teils exotischen Redensarten befragen. Hättest du alle erraten?

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    31 min
  • Wann hat sich’s endlich aus_ge*gen:dert?

    Gendern wir nun unsere Texte oder nicht? Sind wir unredliche Bürger, wenn wir es nicht tun? Kann uns jemand dazu zwingen? Aber noch wichtiger scheint die Frage: Gibt es elegantere Möglichkeiten, die nicht so tief in ein historisch gewachsenes Kulturgut, die wunderbare deutsche Sprache, eingreifen? Das diskutieren Alex und Christian in der heutigen Episode. Wie sich herausstellt, sind sie beileibe nicht überall einer Meinung; zum Beispiel scheinen sie uneinig über die Definition einer ordentlichen Demokratie. Ja, so weitreichend ist das Genderthema. Wer hätte das geahnt!

    Shownotes

    Empfohlene Bücher: 

    • Fabian Payr: Von Menschen und Mensch*innen. 20 gute Gründe, mit dem Gendern aufzuhören. 
    • Caroline Criado-Perez: Unsichtbare Frauen. Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert.



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    1 hr 28 min
  • Wie du typische Grammatikfehler vermeidest

    In der heutigen Episode widmen wir uns fünf typischen Grammatikfehlern, die Schreibenden allein schon aus Flüchtigkeit gelegentlich unterlaufen. Damit helfen wir dir nicht unbedingt, deinen Stil zu verschönern, schlechter wird er dadurch aber auch nicht. Denn eine tadellose Grammatik ist zwar kein Garant für Lob, aber eine fehlerhafte für Tadel.

    Shownotes

    Fehler Nr. 1: das oder dass?

    Das

    • Drei Funktionen: Bestimmter Artikel, Demonstrativpronomen, Relativpronomen
    • Verwechslungsgefahr am größten, wenn es ein Relativpronomen ist: Das Glas, das hier steht, fällt gleich vom Tisch. → Bezieht sich auf Glas. Statt das kann ich auch welches einsetzen:
    • Das Glas, welches hier steht, fällt gleich vom Tisch. Greift diese universelle Regel nicht, ist das ein Signal für:

    Dass

    • Nur eine Funktion: Konjunktion (Bindewort).
    • Ingo weiß, dass er recht hat.
    • Die Tauschprobe mit “dieses”, “jenes” oder “welches” läuft ins Leere, da es sich auf kein übergeordnetes Substantiv bezieht. → Ingo weiß, welches er recht hat. → Klingt fragwürdig.

    Fehler Nr. 2: dasselbe oder das Gleiche?

    Eselsbrücke: Zwei Eier gleichen einander, aber sie selben einander nicht.

    Fehler Nr. 3: als oder wie?

    • Wann immer wir den Komparativ (1. Steigerungsform des Adjektivs) verwenden, entscheiden wir uns für als: Sie ist redseliger als ihre Schwester.
    • Bei Vergleichen mit dem Positiv (Grundform des Adjektivs) nutzen wir wie: Du bist so glaubhaft wie Donald Trump.
    • Vorsicht bei komplexen Sätzen:
      • Sandras Gehalt ist mehr als doppelt hoch wie jenes von Claudia.
      • Die Wörter mehr und weniger sind todsichere Signale für als
    • Nur wenn als und wie eine Doppelfunktion haben, also Vergleichspartikel und Konjunktion in einem Wort sind, setzen wir ein Komma.
      • Dein Wagen fährt sich genau so räudig, wie ich annahm.
      • In diesem Fall vergleichen als und wie nicht nur, sondern leiten auch einen Nebensatz ein. → Komma
    • Einen zeitlichen Bezug stellen wir mit als her:
      • Weißt du noch damals, als wir jung waren?

    Fehler Nr. 4: seit oder seid?

    Eselsbrücken: Seit bezieht sich auf Zeit. Das Verb seid ist verwandt mit sind.

    Fehler Nr. 5: ein oder einen?

    Falsch: Kaufst du dir ein Hund?
    Richtig: Kaufst du dir einen Hund?

    Im Deutschen gibt es drei bestimmte Artikel (der, die, das):

    • der Hund (männlich)
    • die Katze (weiblich)
    • das Pferd (sächlich)

    Hingegen nur zwei unbestimmte Artikel (ein, eine):

    • ein Hund (männlich)
    • eine Katze (weiblich)
    • ein Pferd (sächlich)

    Der unbestimmte Artikel ein ist also der alleinige Stellvertreter für der und das.

    Das wird im Akkusativ (4. Fall) sichtbar:

    Wir suchen einen Hund. → Hund = männlich
    Wen oder was suchen wir? Einen Hund.
    Wir besitzen ein Pferd. → Pferd = sächlich
    Wen oder was suchen wir? Ein Pferd.

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    50 min

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