Unser Gast: Silvia Süess (Redaktorin WOZ)
Seit Anfang 2025 ist es amtlich: Die Schweiz war Täterin in einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Fast fünfzig Jahre lang versuchten Organisationen und Behörden, die Lebensweise der Jenischen zu vernichten. Was tut die Politik jetzt?
Reden, um nicht zu ersticken – Uschi Waser - die Lebensgeschichte einer Jenischen
Reden, um nicht zu ersticken zeigt anhand der Lebensgeschichte von Uschi Waser, mit welcher systematischen Grausamkeit »Kinder der Landstrasse« gegen Familien vorging und welche Folgen das für die Betroffenen bis heute hat. Zugleich erzählt das Buch von einer Frau, die unermüdlich um Rehabilitierung und Gerechtigkeit kämpft.
Das Jenischen-Gutachten: Gravierend und einmalig
Der Bundesrat anerkennt das Verbrechen gegen die Jenischen. Betroffene kritisieren jedoch dessen Verweis auf eine alte Entschuldigung.
Verfolgung der Jenischen: «Die Assimilierung war das Mittel»
Endlich anerkennt ein Gutachten: Die Zerstörung jenischer Familien in der Schweiz war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ein Meilenstein, sagt die Strafrechtsprofessorin Nadja Capus. Trotzdem äussert sie Kritik.
Jenische: Mit dem Rotstift
Eigentlich wollte sich Bundesrätin Baume-Schneider für die Verfolgung der Jenischen entschuldigen. Doch dann machten sich verschiedene Ämter ans Werk.
Von Renato Beck und Silvia Süess
Blogbeitrag Nadine Gautschi: Die Situation der Jenischen in der Schweiz
Anfang dieses Jahres hat der Bundesrat die Kindeswegnahmen und Geburtenverhinderungen bei Schweizer Jenischen im letzten Jahrhundert auf Grundlage eines Rechtsgutachtens als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt – ein Meilenstein in der Geschichte der verfolgten Minderheit. Doch wie ist ihre Situation heute?
Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz: Jenische, Sinti und Roma in der Schweiz
Der Bundesrat – Das Portal der Schweizer Regierung: Der Bundesrat anerkennt Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Jenischen und Sinti und bekräftigt Entschuldigung
Die Zeit: Der Kampf gegen alles Nomadische
In der Schweiz wurden im 20. Jahrhundert bis zu 2.000 Kinder ihren jenischen Eltern weggenommen. Für den Bundesrat waren das "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Aber was folgt daraus?
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