4. August 2020, 18.07 Uhr. Heute vor genau einem Jahr erschüttert eine gewaltige Explosion den Hafen von Beirut. In Ordnung war in der Stadt schon lange nichts mehr, nach der gewaltigen Katastrophe geraten das "Paris des Ostens" und der Libanon völlig aus den Fugen: Zu wenig Trinkwasser, viele Medikamente sind knapp. Und die Schlangen an den Tankstellen werden immer länger. Die Folge: Wer kann, verlässt den Libanon und sucht das Glück im Ausland.
In all dem Chaos glänzt der Staat vor allem durch Abwesenheit. Wie ist heute der Alltag in Beirut, wie verfahren die politische Lage, wie weit die Aufarbeitung?