
Sign up to save your podcasts
Or


Inhalt :
Geheimsache Igel
Das Vorlesebuch von Olaf Krätke
Krümel lebt in einem kleinen Haus am Rande der Stadt. Das Spielen mit ihren Freunden macht ihr viel Spaß und sie ist glücklich. Doch eines Tages merkt sie, dass nicht alle auf der Welt es gut mit ihr meinen.
Krümel bekommt Angst und weiß nicht, was sie tun soll, aber dann lernt sie „Nein“ zu sagen.
„Einfühlsam und psychologisch fundiert stellt Olaf
Krätke sein Können als Autor unter Beweis.“
Rezension :
Gut, dass der Verlag sagt, dass dies ein Vorlesebuch ist – ansonsten würde ich es nun in meiner Rezension schreiben. Denn dieses Buch sollten Kinder auf alle Fälle zusammen mit Ihren Eltern lesen.
Olaf Krätke, den einige vielleicht aus der Realverfilmung von „Wickie und die starken Männer“ kennen, wo er den Urobe gegeben hat. Dieser Schauspieler hat also ein Buch geschrieben. Ich gebe es ja gerne zu, ich habe eigentlich immer ein Problem damit, wenn Schauspieler ein Buch schreiben. Aber zum einen ist es ein wichtiges Thema, welches sich Herr Krätke angenommen hat, und zum anderen wirkt das Buch auch noch durch die Bilder von Marion Schickert, die es verstanden hat, die Bilder sehr Kindgerecht zu zeichnen. Alles erscheint rund und stimmig. Wobei ich mir vielleicht noch ein bis zwei Bilder mehr gewünscht hätte. Aber dies ist meckern auf einem sehr hohen Niveau.
Alles in allem eine sehr stimmige Geschichte, für kleine Kinder im Alter von 3-6 Jahren. Die einem Kind doch recht gut erklärt, wie wichtig es ist, bei Fremden einfach und bestimmt „Nein!“ zu sagen.
Oder einfach Freunden, und ganz wichtig der Familie, zu sagen, wenn sich etwas verändert und was einem als Kind Sorgen oder sogar Angst macht. Dies kann eine kleine Veränderung sein, oder ein Mensch sein, der einem Angst macht.
Für mich ist es ein Buch, welches man ruhig in jedem Kindergarten finden sollte. Es ist auch wichtig immer wieder über dieses Buch, und über die Ängste und Nöte eines Kindes zu reden, und dies auch wichtig zu nehmen und nicht einfach wegzuwischen. Man muss dem Kind Mut machen, auch einmal „Nein!“ zu sagen und nicht immer alles als gegeben hinzunehmen.
Verlag: MEDU – Verlag
ISBN: 978-3-944948-52-2
Interview Teil 1
Inhalt :
Gödseltorp ist überall!
»Was machst du denn hier?«, fragte Tanja. »Ich habe gekündigt, Häschen.« Es gab Riesenkrach. Ist ja auch nicht leicht für eine Frau, wenn sie ihrem Ur-Mann wieder begegnet. Ich hingegen wirkte auf mich ruhig und selbstbewusst. Echte Männer sind so.
Freundin weg, Job weg, Therapeut weg – doch Torsten Brettschneider (35) lässt sich nicht unterkriegen. Er kauft sich einen gebrauchten VW-Bus, tauft ihn Lasse und fährt mit ihm gen Schweden, wo er einen Bauernhof geerbt hat. Die Postkartenidylle lässt jedoch auf sich warten … Älgskit! Was für eine Elchscheiße! Ob Torsten aus der Schwedennummer je wieder rauskommt?
Rezension :
Nun habe ich also endlich den ersten Band der Tierkot Trilogie von Lars Simon gelesen, und somit nun die ganze Reihe. Und irgendwie muss ich sagen, jetzt kann ich mir nun ein wirkliches Urteil bilden. Aber eines nach dem anderen.
Lars Simon nimmt einen langsam mit und erklärt, wie das mit Torstens Ex Tanja passiert ist. Man lernt das erste Mal Torstens Freund Rainer kennen. Auch Gerd, der Vater von Torsten, und Renate dessen Freundin treten auf. Letztere ist auch die beste Freundin von Tanja, aber die ist ja mit dem „Therapeuten“ von Torsten und ursprünglich Renates Freund abgehauen. Kompliziert? Nein, nicht wirklich. Es kommt ja im Buch schrittweise. Daher ist es tatsächlich einfacher zu erst „Elchscheiße“ zu lesen, bevor man sich auf „Kaimankacke“ stürzt.
Man lernt auch den Ort Gödseltorp mit all seinen Eigenheiten kennen und „lieben“. Manchmal denkt man: „Mein Lieber Herr Simon, geht es nicht vielleicht ein wenig langsamer?“, denn die Ereignisse überschlagen sich teilweise in diesem Drecksnest, wie es der Autor des Öfteren nennt. Aber was will man von einem erfundenen Ort erwarten, der frei übersetzt so etwas wie „Misthausen“ heißt.
Lars Simon, bringt es fertig einen immer wieder zum Lachen zu bringen. Ich meine damit nicht dieses verschmitzte Lächeln während des Lesens, sondern eher dieses laute Lachen, was einem, wenn man schwarzen und sarkastischen Humor mag, immer wieder herausplatzt. Vielleicht auch zum Leidwesen der Nachbarn, wenn man eine sehr hellhörige Wohnung hat.
Es gibt so manche Anspielung auf „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Wer das Buch nicht kennt, dem entgehen eventuell Nuancen. Gelegentlich ist es ein wenig zu überladen in meinen Augen. Lars Simon macht dies aber mit dem Humor einfach wieder weg.
Elchscheiße ist für mich ein Buch, welches man lesen sollte, wenn die Welt, die einem umgibt nichts oder nur wenig zu lachen bietet. Oder einfach mal nur so für zwischendurch, wenn man keine Lust auf etwas Hochtrabendes hat oder etwas, was einem ein hohes Maß an Fantasie abfordert. Es ist eine gut gemachte Comedy Reihe, welche verdammt viel Situationskomik beinhaltet und gute Laune bringt.
Verlag: dtv -Verlag
ISBN: 978-3-423-21508-4
Inhalt:
Ein gefährliches Spiel für Grace O’Malley
Die Leiterin des Morddezernats im irischen Galway, Grace O’Malley, hat einen brisanten Fall aufzuklären: Tom Nolan, Mitarbeiter in einem Wettbüro, wird erschossen. Der Besitzer des Büros ist ausgerechnet der Zwillingsbruder von Graces Kollegen Rory Coyne. Rory gilt ab sofort als befangen, ermittelt aber dennoch – ›undercover‹.
Der Mord ist nur die Spitze des Eisbergs. Grace und ihr Team dringen bei ihren Recherchen bis in die innersten Kreise des irischen Wettgeschäfts vor. Schnell wird klar, dass eine mächtige internationale Wett-Mafia die Finger im Spiel hat. Doch auch im heimischen Galway sind erstaunlich viele bekannte Gesichter in den Fall verwickelt. Und es ist bei Weitem nicht alles so, wie es scheint.
Rezension :
Gut, bei diesem Buch wurde als erstes meine Irlandlust und meine besondere Verbindung gerade zu der Stadt Galway gereizt, weswegen dieses Buch auch umgehend bei nächster Gelegenheit gelesen wurde.
Es erscheint vielleicht ein wenig unprofessionell, aber kennt das nicht jeder, dass manche Dinge einen mehr reizen wie andere. Also erhielt der Krimi ja schon ein paar Vorschusslorbeeren. Das kann ja eigentlich nur schief gehen, oder einen enttäuschen.
Aber Hannah O’Brien reißt einen echt mit. Sie zeigt einem den Sumpf der Wett-Mafia am Beispiel von Gaelic – Football, einer Art Fußball, die nur in Irland gespielt wird, oder auch bei den wesentlich lukrativeren Pferdewetten.
Es fesselt einen einfach wie Grace, Rory und Peter zusammenarbeiten. Schließlich gibt es erst einen Mord an einem Mitarbeiter in einem Wettbüro und dann noch kommt der Trainer des Gaelic Teams aus Galway genauso zu Tode. Sie kommen aber nicht wirklich in dem Fall weiter. Immer wieder kommt man zwar auf den Biohof in der Nähe von Letterfrack, aber irgendwie gibt es außer einem komischen Gefühl von Grace nicht wirklich viel.
Man merkt immer wieder das die Wett-Mafia ständig die Finger im Spiel hat, mag es bei dem schleichenden Niedergang des Rennpferdes Gonzales oder, was ganz offensichtlich ist, bei dem Betrug eines wichtigen Gaelic Spiels sein, wo es einen Strafstoß aus einer Situation gab, welche nie und nimmer einen Strafstoß wert war – auch wenn dies immer ein abendfüllendes Thema bei Fans ist.
Es gibt noch einiges mehr, was in diesem Krimi erwähnenswert ist. Ganz besonders auch, dass es irgendwie beim Lesen so rüberkommt, dass jeder der Schuldige sein könnte.
Die Autorin schafft es immer wieder, einen zu überraschen, wobei man relativ rasch bei einer Person ein komisches Gefühl bekommt. Es hat sich bei mir sehr schnell eingestellt und irgendwie wurde dieses Gefühl immer mulmiger.
Aber ich kann euch sagen, es ist trotzdem sehr überraschend und schön geschrieben. Für mich schafft es die Autorin, einem das irische Lebensgefühl, welches ich selbst erleben durfte, in diesem Krimi in einfachen Worten immer wieder näher zu bringen, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Und dabei konstruiert sie so ganz nebenbei einen wirklich interessanten und nicht alltäglichen Fall.
Ich habe mich immer wieder beim Mitfiebern erwischt und konnte und wollte den Krimi nicht aus der Hand legen. Es wird nie wirklich blutig
Inhalt :
Gödseltorp war gestern: Auf nach Lappland!
Gerade scheint es bei Torsten Brettschneider (35) richtig gut zu laufen – Häuschen in Schweden gekauft, ganz in der Nähe seiner Angebeteten Linda -, da tun sich ungeahnte Probleme auf: Das Haus ist marode, die Angebetete verschwunden. Als dann auch noch sein Freund und Langzeitstudent Rainer in original samischer Traditionsbekleidung auf der Matte steht, ist das Chaos perfekt. Doch das Wichtigste zuerst: Wo zum Teufel steckt Linda? Ihre Suche führt Torsten und Rainer ins eisige Lappland, wo sie an eine Asen-Sekte geraten, deren Mitglieder eine Vollmeise haben: Sie sind davon überzeugt, die Reinkarnationen nordischer Götter zu sein. Um das Vertrauen der Asen zu gewinnen, geben Torsten und Rainer vor, »welche von ihnen« zu sein. Ob das noch mal gut geht?
Rezension :
Tja, da bin ich dann mal wieder bei Lars Simon. Man könnte auch sagen, bei meinem persönlichen Reiseführer! Nachdem ich ja letztens erst über die Kaimankacke gestolpert und in Costa Rica gelandet bin, stolpere ich nun über Rentierköttel und lande im nördlichen Schweden – genauer gesagt in Lappland.
Wie ihr ja vielleicht wisst, ist Torstens Herzensdame mit ihrem Exfreund Olle nach Lappland gegangen, um dort ein kulturelles Projekt anzuschieben. Nur sind die Nachrichten, die Linda Torsten und ihrem eigenen Vater zukommen lässt, nicht gerade erbaulich und verwundern beide.
Torsten ist in diesem Buch in Richtung Norden umgezogen, um „seiner“ Linda etwas näher zu sein. Nur hat er sich diesmal ein baufälliges Haus angelacht, welches erst renoviert werden muss. Gerade in der Umbauphase kommt sein Freund Rainer zu Besuch und nachdem dann Lindas Vater auch noch vorbeikommt, um sein Leid zu klagen, was seine Tochter betrifft und Torstens Vater nebst Renate auch noch vorbeikommt, gehen ausgerechnet Torsten und Rainer zusammen auf die Suche nach Linda.
Durch Zufall stoßen die beiden dann auf eine Horde „nordische Götter“, bei der sie auch Linda zu finden hoffen.
Ich muss euch sagen, dass dieses Buch nicht ganz so lustig ist wie Kaimankacke. Wobei es nicht schlecht ist! Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das Vorgängerbuch eine enorm hohe Messlatte angelegt hat. Schon alleine die Beschreibung der „Schlittenfahrt“ auf dem Göttervater Odin ist alleine schon den Kauf des Buches wert. Wobei alle Götter, die dort genauer beschrieben sind, wirklich ein Brüller sind. Warum und wieso solltet ihr wirklich selbst erkunden. Der Autor spielt auch sehr gekonnt mit der Sprache, um die Figuren plastisch darzustellen. Die Aussprache von Rainer ist dabei ein schönes Beispiel.
Ich weiß nicht, ob Lars Simon noch ein weiteres Buch in dieser Reihe schreiben möchte, aber irgendwie finde ich, dass dieses Buch ein runder Abschluss einer Trilogie wäre, auch wenn ich den ersten Band ja leider (noch) nicht gelesen habe.
Wobei ich mir vorstellen könnte, dass diese vier Personen sicherlich noch ein Buch füllen könnten. Denn Linda und auch Daphne, die von allen nur „Da“ genannt wird, bieten einiges an Gefahrenpotential, was in diesem Buch schon leicht angedeutet wurde.
Alles in allem ein lustiges Buch, welches wirklich sehr kurzweil
Inhalt :
Klein aber oho!
Luzie ist neun und klein, aber sie hat ein großes Herz und den Kopf voller verrückter Ideen. Tiere liebt sie über alles und am allermeisten Herkules, ihr Meerschweinchen. Als dieses in Gefahr gerät und Luzie herausfindet, dass ausgerechnet Leon, der Anführer der gemeinen Horrorbande, dahintersteckt, setzt sie alles in Bewegung, um Herkules zu retten. Zum Glück kann sie sich dabei auf Herkules‘ magische Fähigkeiten verlassen, die sie im entscheidenden Moment auf die richtige Spur bringen. Denn dass Herkules kein gewöhnliches Meerschweinchen ist, sondern unsterblich und »magisch«, dessen ist sich Luzie sicher. Aber vielleicht ist das auch nur wieder ihr besonderer Blick auf die Welt.
Rezension :
Mal wieder ein Kinderbuch, das gelesen werden möchte. Also nahm ich es mir in die Hand und fing an zu lesen, als erstes vielen mir die kleinen Zeichnungen auf, die immer wieder die Seite verschönern. Und auch wenn sie in schwarz/weiß gehalten sind, haben sie für mich etwas Kindliches.
Die Geschichte ist eigentlich recht schnell erklärt. Es handelt sich um die kleine Luzie, die ein sehr tierliebes und abenteuerlustiges Mädchen ist. Sie hat auch immer eine blühende Fantasie. Dies zeigt sich z.B. darin, dass sie sich vorstellt, wie neben sie ein paar Elefanten einziehen und dort Lärm machen.
Neben an zieht aber keine Horde Elefanten ein, sondern ihr „Feind“ Leon, der Anführer der Horrorbande. Er ist im Gegensatz zu Luzie ein Tierquäler, der sich immer wieder als der liebe und nette Mitmensch verkaufen kann, so dass man Luzie nicht glaubt. Dies gipfelt dann in der Entführung ihres magischen Meerschweinchens Herkules.
Ich empfand die Geschichte als sehr lustig und bewegend und schön geschrieben. Die Bilder von Lucie Göpfert lockern alles immer wieder auf und bestechen durch ihre Einfachheit.
Aber ich kann ja kein Kinderbuch wirklich rezensieren, ich bin ja ein Erwachsener, so kommt es wie es bei mir kommen muss – ich finde immer wieder ein Versuchskaninchen und mag es nur durch Zufall dazu kommen.
Zufällig musste ich mal wieder auf ein Kind aufpassen, dies ist zwar noch zu jung um es selbst zu lesen, aber man kann ja Vorlesen.
Es zeigte sich dann recht schnell, dass es möglich ist ein aktives Kind mit dieser Geschichte zu begeistern. Klar muss man immer wieder Bilder erklären und vielleicht manches ein wenig anders vorlesen als es da steht. Mein Opa hat dies ja auch mit Grimms Märchen gemacht, also ist Anna Lott’s Buch in der Richtung wohl in bester Gesellschaft.
Schön ist es dann, und dies kann man wohl als Lob bezeichnen, wenn dieses Kind immer wieder zu einem kommt und will dass man weiter vorliest.
Kinder sind in dieser Richtung die besten Kritiker und schön ist es auch, wenn die Mutter einem dann sagt, dass besagtes Kind die Geschichte dann auch ihr erzählt.
Alles in allem ein Buch, was man ruhig vorlesen kann, aber sicherlich auch ein Mädchen anspricht, was selbst liest. Es ist ein Buch über Freundschaft und den Glauben etwas dagegen tun zu können, wenn etwas Ungerechtes geschieht.
Es ist geeignet in meinen Augen für Mädchen, die schon etwas geübter sind beim Lesen oder einfach zum Vor
Inhalt :
TÖDLICHER RAUSCH Privatdetektivin Jule Flemming soll ermitteln, wer der Tochter des Bürgermeisteranwärters die Vergewaltigungsdroge GHB ins Getränkt gemischt hat. Doch sie stößt auf eine Mauer des Schweigens. Wer verbirgt was? Nichts scheint zu sein, wie es ist, und Jule wird selbst Opfer eines feigen Anschlages. Was verbirgt der Kriminalkommissar Mark Heilig? Dann verschwindet der Hauptverdächtige. Und plötzlich nimmt alles an Fahrt auf, aber in eine ganz andere Richtung …
Rezension :
Gefährlicher Rausch nimmt einen mit auf eine Reise nach Ulm und Umgebung, Jule Flemming ist eine Privatdetektivin, welche einen einfach mitreißt. Sie hat in meinen Augen eine etwas verschrobene Art, die sie immer wieder in komische Situationen bringt.
Katrin Rodeit beschreibt sie mit so viel Herzblut, dass man das Gefühl hat, Jule innerhalb von wenigen Seiten zu kennen. Man findet sich in ihren Gedankensprüngen auch als Mann irgendwie immer wieder zurecht.
Der ganze Krimi, oder Thriller, besticht durch ein schnelles Tempo, ohne dass man sagen könnte, er sei zu schnell geschrieben.
Katrin Rodeit beschreibt wie rasch man als Privatdetektivin in einem Sumpf der Lokalpolitik und geachteten Familien sitzen kann, die irgendwie ständig versuchen alles unter den Tisch zu kehren. Es zeigt auch auf, dass der erste Eindruck nicht immer der richtige ist.
Sie beschreibt die etwas schwierige Beziehung zwischen Jule, ihrem Bruder und der Mutter. Vor allem das Verhältnis zu ihrer Mutter ist wohl mehr wie nur leicht gestört.
Sie beschreibt Jules Ängste vor einer Beziehung mit Mark Heilig, von der sie befürchtet, dass es nur eine bloße Bettbeziehung ist.
Die Sprache ist teilweise etwas flapsig. Ich denke da nur an die Formulierung „sie zieht eine Flunsch“, den ich so lange nicht mehr in einem Roman gelesen hab. Aber gerade solche Ausdrücke bringen einem zwischendurch ein wenig zum Grinsen hinter dem Buchrücken, und machen den unwahrscheinlich gut geschriebenen Krimi zu einem Buch, welches Krimifans ruhig lesen sollten.
Alles in allem ein Intelligent geschriebener Krimi, der einen von der ersten Seite bis zur letzten Seite einfach mitreißt. Ich bin noch komplett mitgenommen, freue mich schon jetzt wie ein kleines Kind auf den nächsten Krimi mit Jule Flemming und hoffe, dass Katrin Rodeit sich nicht zuviel Zeit dafür nimmt.
Inhalt :
Bea ist von Selbstzweifeln geplagt und fühlt sich unattraktiv. Als sich eines Tages plötzlich der gut aussehende Francis für sie interessiert, kann sie es kaum glauben. Endlich scheint sie ihren Traummann gefunden zu haben. Fasziniert davon begehrt zu werden, erfüllt sie nur zu gerne seine sexuellen Wünsche und lässt sich von ihm systematisch füttern.
Bea nimmt rasend schnell zu. Immer mehr. Und mit ihren Rundungen wächst Francis’ Verlangen nach ihr. Ein Teufelskreis. Erst sehr spät durchschaut Bea seinen perfiden Plan – zu spät?
Rezension :
In Feed me geht es um Bea, die sich in Ihrer Haut nicht so unbedingt wohlfühlt, da sie denkt, dass sie mit kleinen Speckröllchen nicht unbedingt dem Schönheitsideal in den Zeitschriften entspricht.
Sie trifft den charismatischen Francis, der gut aussieht und sie im ersten Moment so nimmt wie sie ist, ihre Rundungen als solche einfach akzeptiert und ihr schlicht ein gutes Gefühl gibt.
In dem Thriller von Martina Schmid, geht man recht schnell in dem Stoff, den sie beschreibt, auf. Man merkt recht schnell wie man in eine Abhängigkeit von einem anderen Menschen geraten kann.
Am Anfang dachte ich, naja schon ein wenig sexistisch das Ganze, aber die Autorin nimmt einen auf den 152 Seiten recht schnell an die Hand und man merkt, dass man immer mehr in diese Welt hineingezogen wird.
Man kann sagen der Roman ist in einem Rutsch gelesen, aber die Nachwirkungen sind doch recht hart. Man denkt Stunden später noch über das gelesene nach und ich denke, dass man, auch wenn er im ersten Moment seicht daherkommt, im wahrsten Sinn des Wortes einiges zu schlucken bekommt.
From the publisher's feed

66 Listeners

8 Listeners

19 Listeners