Hörspiel

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)FictionDrama
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Hörspiel episodes

  • «Die Mütze» von Hugo Rendler
    Berührendes Stimmenspiel aus dem «Heim». In ihren schlecht funktionierenden Körpern eingesperrt, bleibt vier Figuren nichts, als immer wieder ihre Geschichten zu erzählen. Auch wenn nur einer da ist, der zuhört – der zuhören muss, weil es sein Job ist, neben dem Waschen und so: «Die Mütze».
    Wenn Kinder in einem Schuh nach der Mutter Ausschau halten, ein Onkel durch die Zimmerwand entschwebt und ein Mann Mitte fünfzig weinend im Gras auf der Wiese liegt … Wenn der Vater behauptet, dass er dich liebt und dich dann nicht nur auf den Mund küsst – und du nicht weglaufen kannst, weil dir die Beine nicht gehorchen … Wenn du mit solchen Gedanken allein bist, dann bleibt dir oft nichts anderes, als auf «Die Mütze» zu warten. Alle im Heim nennen ihn nur «Die Mütze». Er ist Anfang zwanzig und hat nur Party im Kopf. Party, Party, Party – zumindest behaupten das die, um die er sich kümmern soll.
    Wenn du für einen einzigen Satz so viel Zeit brauchst, dass manche schon wieder weg sind, bevor du ihn ganz ausgesprochen hast; oder dir nichts bleibt, als die Bäume im Park zu fragen: «Warum ich? Warum ausgerechnet ich?», und die verdammten Bäume mal wieder keine Antwort geben – dann hockst du da, gefesselt an deinen Stuhl, schaust dich im imaginären Spiegel an und erinnerst dich an das Haus im Schuh, den Onkel, den Ring, den kleinen Bruder, die Reise nach Polen, den Affenkäfig, an Paul und an Gurken zwischen den Beinen …
    Es sind auch die Tabletten, die die Wahrnehmung vernebeln, Traum und Wirklichkeit vermischen. Klar. Du magst es ja selbst nicht glauben, kannst dich kaum rühren, wartest auf «die Mütze», dass er dich endlich duscht … wartest und wartest und weisst: Es ist doch wahr.
    Hugo Rendler kennt die Figuren seines Stücks gut. Sie wohnen alle zusammen unter einem Dach. Der Autor hat lange mit ihnen gesprochen, sich ihre Geschichten, Gedanken und Ängste angehört. Aus seinen Notizen hat er ein skurriles, wahrhaftiges, berührendes Stimmenspiel komponiert.
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    Mit: Victoria Trauttmansdorff (Marie), Anne Müller (Lea), Isabelle Menke (Doro), Jürgen Heider (Till), Elias Eilinghoff (Mütze)
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    Komposition: Hannah Schwegler – Interpretation: Francesca Santangelo (Marimba), Chara Ioannou (Akkordeon), Hannah Schwegler (Cello und Elektronik) – Tontechnik: Basil Kneubühler – Regie: Mark Ginzler
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    Produktion: SRF 2018
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    Dauer: 78’
    1 hr 19 min
  • «Lebende Ware» von Anton Tschechow
    Ein Ehemann ertappt seine Frau beim Seitensprung und bekommt vom Liebhaber ein Kaufangebot, das er annimmt. Die verkaufte Frau ermöglicht ihm ein Leben in Reichtum, ihr und ihrem Liebhaber eine Romanze. Aber die Halbwertzeit des Glückes ist hüben und drüben begrenzt.
    Der grosse russische Dichter machte sich zuerst als Autor von Kurzprosa einen Namen, bevor er als Dramatiker zu Weltruhm gelangte. Einen beträchtlichen Teil seiner Satiren, Humoresken und Erzählungen schrieb er in den 1880er Jahren neben seinem Studium im Auftrag von Zeitungen und Zeitschriften, und zwar nicht zuletzt, um mit den Honoraren das Stipendium aufzubessern, mit dem er seine verarmte Familie unterstützte. «Lebende Ware» entstand 1882.
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    Mit: Charles Brauer, Klaus Brömmelmeier, Fabienne Hadorn, Vincent Leittersdorf, Maya Preiswerk, Roberta Gandolfi und Noël Gehrig
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    Aus dem Russischen von Peter Urban – Tontechnik: Vreni Palm – Musik: Anatol Liadov – Hörspielfassung und Regie: Claude Pierre Salmony
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    Produktion: SRF 2004
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    Dauer: 73’
    1 hr 14 min
  • «Dunkle Geheimnisse kaufen Kunst» von Robert Woelfl
    Dialoghörspiel rund um den Kunsthandel. Jonas hat sich einen Traum erfüllt: Endlich besitzt er ein Bild von Gerhard Richter. Doch das Glück währt nur kurz, denn schon steht der Verdacht im Raum, dass er eine Fälschung gekauft hat. Und das wirft nicht nur seine Ehefrau Paula aus der Bahn.
    Wer das Hörspiel am Radio hören will:
    Samstag, 24.10.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
    Handelt es sich bei Kunstfälschung eigentlich um ein Kavaliersdelikt oder muss man nicht eher von Wirtschaftskriminalität sprechen? Immerhin gelten Kunstwerke mehr denn je als wichtige Investmentanlage. Die gezahlten Summen sind astronomisch. Wie kauft man heute eigentlich ein Gemälde – orientiert man sich nur am reinen Marktwert oder darf Geschmack noch eine Rolle spielen? Kann man Kunst überhaupt emotionslos bewerten?
    Fragen über Fragen wirft das Hörspiel des österreichischen Autors Robert Woelfl auf und gibt nachhaltige Einblicke in den Kosmos «Kunstmarkt», in dem Illusion und Idealismus in einem aufreibenden Wechselspiel mit Verdinglichung und Rendite stehen.
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    Mit: Cathrin Störmer (Paula) und Klaus Brömmelmeier (Jonas)
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    Musik: Johannes Hofmann – Tontechnik: Tom Willen – Regie: Susanne Janson
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    Produktion: SRF 2015
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    Dauer: 51’
    51 min
  • «We d'Sunne abegeit isch für Teil Lüt o no Büroschluss»
    Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek feiert am 20. Oktober ihren 80. Geburtstag.
    In ihrem Hörspiel von 1974 spielt die Österreicherin mit gesellschaftlichen Klischees, die bis heute noch verblüffend aktuell sind. Denn noch immer gilt: «Das Leben ist wie ein Heftli-Roman.»
    Wer das Hörspiel am Radio hören will:
    Freitag, 23.10.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
    Gabi ist eine Durchschnittsfrau, als solche wird sie zumindest beschrieben. Sie arbeitet als Verkäuferin in einem Warenhaus. Eines Tages begegnet sie dort Markus, ein gestandener Mann, unverheiratet und reich. Was als Romanze beginnt, entwickelt sich zur tragischen Verbindung und nimmt ein jähes Ende.
    Mit dem virtuos aus sprachlich-musikalischen Mustern des Trivialgenres komponierten Hörspiel begann vor mehr als 45 Jahren die Laufbahn der österreichischen Schriftstellerin Elfriede Jelinek. Schon ganz zu Beginn ihrer Karriere hat Jelinek Texte für das Medium Radio geschrieben. Und bereits da wurde hörbar, wie die spätere Nobelpreisträgerin mit Stimmen, Gestimmtheiten und Zwischentönen spielt. Das funktioniert sogar auf Berndeutsch wunderbar.
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    Mit: Ariane Roggen (Gabi), Peter Arens (Markus), Rosemarie Wolf (Freundin), Susi Aeberhard (Reporterin), Georges Pilloud (Moderator), Richard Matusczyk (Wirt), Attilio Gasparini (Arzt) u.a.
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    Berndeutsche Übertragung: Susi Aeberhard – Regie: Amido Hofmann
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    Produktion: SRF 1974
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    Dauer: 48’
    48 min
  • «Die Fragwürdigen» von Judith Keller
    Eine Tramfahrt durch Zürich, flüchtige Begegnungen und Menschen mit ihren kleinen und grossen Geschichten: Das Hörstück «Die Fragwürdigen» ist eine poetische Collage über den Alltag und die leisen Momente dazwischen.
    Wer das Hörspiel am Radio hören will:
    Freitag, 16.10.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
    Es sind fragile Figuren, die durch die Textsammlung «Die Fragwürdigen» huschen: listige und lustige, schwermütige und leichtfüssige. Seismografisch beschreibt die junge Schweizer Autorin Judith Keller in Kürzestgeschichten, Miniszenen und Prosastücken Menschen, die fast unbemerkt durch ihren Alltag stolpern.
    Unterwegs durch die Stadt Zürich ist man im Hörstück «Die Fragwürdigen». Angelegt ist diese Collage wie eine Tramfahrt. Man sieht die Menschen verloren am Strassenrand stehen oder an der Tramhaltestelle warten, sieht sie durchs Fenster ihrer Wohnung am Tisch sitzen. Männer und Frauen, Gesichter, die an uns im Alltag vorüberziehen, jede und jeder hat seine kleine Geschichte. Albertine fühlt sich aufgehoben und schwebt plötzlich hoch über dem Boden, eine Liebe, die nur dank der Lüge hält, ein Schattenwurf fügt zwei Männer aneinander, Anatol geht einer Arbeit nach, bis er mit ihr nicht mehr Schritt halten kann.
    Verbindende Stimme ist die «weit hergeholte Frau». Unbeirrt und oft nachts geht sie dem Tramliniennetz der Stadt entlang, von Haltestelle zu Haltestelle, und verweilt an diesen Knotenpunkten, die dann plötzlich verlassen und leer dastehen.
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    Mit: Lara Körte (weit hergeholte Frau), Urs Jucker (männliche Stimme 3), Jeanne Devos (weibliche Stimme 4), Linda Olsansky (weibliche Stimme 3), Anna-Katharina Müller (weibliche Stimme 2), Thomas Douglas (männliche Stimme 4), Jonas Rüegg (männliche Stimme 1), Fritz Fenne (männliche Stimme 2), Miriam Japp (weibliche Stimme 5), Jessica Cuna (weibliche Stimme 1), Irina Schönen (Haltestellen-Ansage)
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    Bearbeitung und Regie: Simona Ryser – Musik: Philipp Schaufelberger – Stimme und Glasharfe: Anna Trauffer – Tontechnik: Roli Fatzer und Ueli Karlen
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    Produktion: SRF 2020
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    Dauer: 51’
    51 min
  • Premiere: «Meine Mütter» von Andreas Liebmann
    Ein Sohn befragt seine Herkunft aus dem Zürcher Bürgertum. Er versucht sich einen Reim zu machen auf die Frauen-Figuren, die sein Leben prägten. Kann er sein Coming-of-Mann besser verstehen, wenn er ihre im Kontext von Reichtum, Bildung und Abhängigkeit auffallend ähnlichen Rollenbilder versteht?
    Wer die Sendung am Radio hören will: 
    Freitag, 09.10.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
    Der Autor und Theatermacher Andreas Liebmann setzt mit seinem ersten Hörspiel für SRF seine biografische Spurensuche fort. In einem imaginären «Podcast aus dem Jenseits» versammelt ein Sohn (und Vater) drei ihm bestens vertraute Frauen vom Zürichberg, die er als «Meine Mütter» anspricht. Um ihnen sogleich zu gestehen: «Ich kann euch in eurer Möbelhaftigkeit nicht auseinanderhalten». Dennoch wohnen Paula, Rabbea und Ronja in je eigenen luxuriösen Behausungen, führen Ehen mit dominanten, zumeist abwesenden Männern, träumen von einer künstlerischen Karriere und erfolgreichen Kindern. Vor allem aber wünschen sie sich eine emanzipierte Existenz. Der Ausbruch gelingt jedoch nur bedingt. Sie nehmen sich Freiheiten, sie feiern die Frauen, die es an die Spitze der Schweizer Gesellschaft schaffen. Doch zur Freiheit reicht es nicht, sie bleiben im fest gefügten Rahmen ihres «Ibsen Life» auf Zürcher Art stecken.
    «Das Hörspiel basiert auf einer Vielzahl von Gesprächen mit noch lebenden oder bereits gestorbenen Frauen aus dem Umfeld des Autors und seiner Eltern, sowie Erinnerungen an diese, als er noch ein Kind war. Es gräbt nach Bruchstücken einer vergehenden oder vergangenen patriarchalisch dominierten Welt, um nach und nach in der Gegenwart anzukommen - einer Gegenwart, die das Grollen der Zukunft mithört. Nicht nur Fragen nach dem Rollenverständnis von Mann und Frau haben sich verändert. Wie spricht man heute miteinander vom Aufwachsen, vom Leben und Sterben? Wohin steuern Rollenbilder, auf welchen Strukturen wird künftig getanzt?» (Andreas Liebmann)
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    Mit: Fabienne Hadorn (Rabbea), Anna-Katharina Müller (Ronja), Ursula Reiter (Paula), Andreas Liebmann (Urs)
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    Tontechnik und Sounddesign: Björn Müller – Komposition: Matthias Meppelink – Dramaturgie: Reto Ott – Regie: Andreas Liebmann
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    Produktion: SRF 2026
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    Dauer: 48’
    48 min
  • «Langfühliger Turmknirchler» von Sophie Bischoff
    Frau Senkelströter hat Prinzipien: Umweltschutz und Achtsamkeit schreibt sie ganz gross. Doch ihre Tochter wohnt ausgerechnet in Amerika – und hat jetzt noch ein Baby bekommen! Im Land der Zusatz- und Konservierungsstoffe, und das noch tausende von Flugmeilen entfernt … Leichtfüssige Dialog-Komödie.
    Wer das Hörspiel am Radio hören will:
    Samstag, 03.10.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
    «Langfühliger Turmknirchler» ist das Hörspieldebüt von Sophie Bischoff. Die Basler Autorin hat den Text geschrieben und auch selbst Regie geführt. Nach dem Studium des Kreativen Schreibens in Hildesheim und der Regie in Berlin nimmt sie 2026 am Dramenprozessor teil.
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    Mit: Frauke Poolman, Anna Maria Köllner, Moritz Ilmer
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    Musik und Komposition: Dominik Fähnrich – Regie: Sophie Bischoff
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    Produktion: Deutschlandfunk/Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch 2025
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    Dauer: 48’
    49 min
  • «Blue Garden» von Andreas Liebmann
    Altes Bürgertum, zerfallende Biografien, heimisches Geld. Eine Old Lady blickt auf ihr Leben im Zürich der Zwischenkriegszeit zurück, als sie mit ihrer Familie in einem Anwesen am See residierte. Andreas Liebmann schuf mit dieser Erzählung eine Vorstufe zu seinem neuen SRF-Hörspiel «Meine Mütter».
    Wer die Sendung am Radio hören will: 
    Freitag, 02.10.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
    Der Stoff basiert auf Lebenserinnerungen von Mitgliedern eines Zweigs der Familie des Autors und Regisseurs. Die Cousine seines Vaters ist im heutigen Museum Bellerive aufgewachsen, das ihr Vater, ein Zürcher Seidenhändler, hatte bauen lassen. Das Bellerive ist ein herrschaftliches Anwesen mit separaten Eingängen für Bedienstete, einer grossen Marmortreppe für gesellschaftliche Auftritte und einem Männersalon für zigarrenrauchende Stützen einer nervösen Gesellschaft. Wegen des Krieges zieht die jüdische Familie nach Amerika, wo sie später heimisch wird und ihren Reichtum in Eigentumswohnungen und lebenslange Absicherung verwandelt. Der Vater und Hausbesitzer aber kehrt noch Anfang der 40er-Jahre nach Zürich zurück, wo er in seinen selbst gebauten Mauern mit Blick auf den See stirbt. Die Grande Dame ist kürzlich im Alter von über hundert Jahren in New York verstorben. Ihr Geld hatte sie zeitlebens vor der Erwerbsarbeit bewahrt, von der sie lapidar sagte: «I tried it once, but I didn't like it».
    Der «nostalgische Trip ohne Vergangenheit» (Andreas Liebmann) wurde 2017 am SonOhr Festival Bern mit dem 1. Preis für Fiktion ausgezeichnet.
    Andreas Liebmann, geboren 1972, wurde ausgebildet an der Schauspiel Akademie Zürich, der heutigen ZHDK. Arbeiten als Performer und Autor u.a. am HAU und Sophiensäle Berlin, X-Firmen (Theater der Welt 2014), Rote Fabrik Zürich, Theater Freiburg, Schauspiel Stuttgart u. v. a. Er lebt mit seiner Familie in Kopenhagen und ist seit 2015 Dozent für Konzept- und Ideenbasierte Regie an der dortigen Theaterhochschule. In Kopenhagen betreibt er auch sein lokal-spezifisches Theater «Tårnby Park Studio», das Festivals und eine eigene performative Praxis entwickelt.
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    Mit: Nikola Weisse, Georg Scharegg, Martin Klaus, Pascale Pfeuti
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    Tontechnik: Jean Szymczak – Komposition: Matthias Meppelink – Regie: Andreas Liebmann
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    Produktion: Autorenproduktion 2015
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    Dauer: 50’
    51 min
  • «Let it be» von Fitzgerald Kusz
    Tragikomische Momentaufnahmen einer festgefahrenen Ehe in berndeutscher Mundart. Sie träumt von der grossen Liebe, er ballert sich durch Computerspiele. Sie macht sich Sorgen um die 18-jährige Tochter, er redet mit dem Kanarienvogel. Was sie sich nicht sagen können, wird in witzige Songs verpackt.
    Wer das Hörspiel am Radio hören will: 
    Freitag, 25.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
    Das dialogstarke Kleinbürgerdrama entwickelt sich aus gegensätzlichen Wunschvorstellungen bei gleichbleibender Misere: Sonja und Hans lernten sich vor 25 Jahren im Dancing «St. Tropez» kennen, tanzten sich zu Beatles-Melodien gegenseitig ins Glück. Und nun – sind sie noch immer zusammen. Sie reden und leben so lange in erstarrten Routinen und emotionaler Verkümmerung aneinander vorbei, bis es Sonja nicht mehr aushält.
    Fitzgerald Kusz, Jahrgang 1944, lebt in seiner Geburtsstadt Nürnberg. Er war selbst Beatles-Fan und stark geprägt von den Studentenprotesten 1968. In seinem Hörspiel, das Charles Benoit 1996 in Bern produzierte, fragte er sich, was vom damaligen Aufbruch übriggeblieben, was aus den Illusionen vom Anderssein geworden ist.
    Als Ehepaar ist das «Duo Fischbach» zu hören, Antonia Limacher und der 2022 verstorbene Peter Freiburghaus, der auch für die Mundartfassung des fränkischen Originals verantwortlich war. Die beschwingten Rap-Einlagen wurden von Hans-Peter Brüggemann (Keyboards) und Thomas Wild (Drums) eingespielt, damals Mitglieder von Polo Hofers «Schmetterband».
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    Mit: Antonia Limacher (Sonja), Peter Freiburghaus (Hans), Olga Piazza (Radiofrau)
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    Mundartbearbeitung: Peter Freiburghaus – Tontechnik: Roland Häberli – Musik: Hape Brüggemann und Thomas Wild – Regie: Charles Benoit
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    Produktion: SRF 1996
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    Dauer: 48’
    48 min
  • Premiere: «Rosetta and the Icy Drifter» von Michèle Rusconi
    Klangstück aus den Tiefen des Weltalls. In ihrem vierten Hörstück befasst sich die Schweizer Künstlerin mit den Anfängen unseres Sonnensystems und beschreibt die spektakuläre «Rosetta-Mission» zum Kometen «Tschuri» – auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens.
    Wer das Hörspiel am Radio hören will:
    Samstag, 19.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
    Kometen gelten als Zeitzeugen unseres Sonnensystems. Entstanden etwa zur gleichen Zeit wie die Planeten, aufgrund ihrer grossen Entfernung zur Sonne jedoch weniger verändert, also in einem ursprünglicheren, «authentischeren» Zustand. Ihre organischen Moleküle könnten entscheidende Hinweise auf die Entstehung von Leben im All liefern.
    Die Erforschung des Kometen «Tschuri» (67P/Tschurjumow-Gerasimenko) durch die ESA-Mission Rosetta (2004–2014) vereinte ein internationales Team von Wissenschaftlern und wurde gekrönt von der erstmaligen Landung auf einem Kometen. Zu den zentralen Instrumenten gehörte ROSINA, ein in Bern entwickeltes hochpräzises Massenspektrometer.
    Die «RosettaMission» zählt zu den aufregendsten und bedeutendsten Unternehmungen der Raumfahrtgeschichte. Ihr ultimatives Ziel: Erkenntnisgewinn über die Entstehung unseres Sonnensystems, der Erde und des Lebens selbst – eine Reise zurück zu unseren Ursprüngen.
    Michèle Rusconis Klangwelten gleichen einem Myzel, das sich nicht nur organisch aus Wort, Ton und Geräusch zusammensetzt, sondern Vergangenheit und Zukunft, komplexe Wissenschaft und schwer fassbare Abstrakta sinnlich erfahrbar macht und zu einer unendlichen Einheit verwebt.
    ____________________
    Mit: Nikola Weisse, Graham Valentine, Peter von Strombeck, Leila Férault-Levy, Anna Clementi und Tehila Nini Goldstein (auch Gesang), Ingala Fortagne (Gesang), Estelle Costanzo (Harfe/Improvisation), Giovanni Barbato (Violine/Improvisation), Antonio Jiménez Marín (Posaune), Maurizio Grandinetti (elektrische Gitarre), Miguel Garcia Martin (Schlagwerk), Marcelo Nisinman (Bandoneon), Ludovic von Hellemont (Ondes Martenot), Nicolò Muzii (Klavier), Nikolai Olshansky (Kontrabass), Mehmet Ali Simayli (Schlagzeug), Ulrike Jühe (Geräusche), Pina Bettina Rücker (Quarzschalen), Wale, Seelöwen, Pulsar
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    Komposition und Regie: Michèle Rusconi – Tontechnik: Michèle Rusconi und Björn Müller
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    Produktion: Autorinnenproduktion mit SRF 2026
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    Dauer: 57’
    58 min

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