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Vor 150 Jahren wurde Karl Kraus geboren. Bekannt wurde der 1874 in Jicin, im heutigen Tschechien, geborene Autor, Polemiker, Dramatiker und Satiriker mit der Zeitschrift "Die Fackel" und dem Drama "Die letzten Tage der Menschheit". Im Internet finden sich zahlreiche Sinnsprüche, die ihm zugeschrieben werden. So zum Beispiel: "Über das Leben der meisten Menschen läßt sich nur sagen, daß sie sehr, sehr lange nicht gestorben sind." Dass dieses Zitat Kraus fälschlicherweise zugeschrieben wurde, entlarvte Kraus-Kenner Gerald Krieghofer auf seinem 2014 gestarteten Online-Blog "Falschzitate". Falschzitate nennt er "Kuckuckszitate". Sie finden sich auf seinem Blog von A wie Adenauer bis zu Z wie Zweig. 51 Pseudo-Zitate finden sich bei Kraus, mit dem der 1953 in Lienz geborene Krieghofer sich seit Jahrzehnten beschäftigt; Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 07.06.2024.
Der Zsolnay-Verlag feiert 2024 sein hundertjähriges Bestehen. Seit 25 Jahren ist Herbert Ohrlinger der Verlagsleiter. Er erzählt wie es 1924 zu Gründung des Verlags gekommen ist: "Wie wäre es mit Paul von Zsolnay", fragte Ida Roland, die Frau des Grafen Coudenhove, in einer Runde von Literaten. Diese waren unzufrieden mit dem bisherigen Verleger. Der Auserkorene, Paul von Zsolnay, geboren 1895 in Budapest, hatte die Hochschule für Bodenkultur in Wien absolviert und leitete die Güter seiner Familie in Preßburg. Als ihm Alma Mahler den ersten Roman ihres Mannes Franz Werfel "Verdi. Roman der Oper" anbot, entschloss er sich 1924 dazu, den nach Zsolnay-Verlag zu gründen. In der NS-Zeit musste er emigrieren, leitete den Verlag wieder ab 1946. Gefragt nach seinem Erfolgsmotto sagte er: "Ich kann dazu nur ein Wort sagen, das auf alle Berufe zutrifft. Dieses eine Wort heißt: Liebe." Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 21. 05. 2024.
Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Charlotte Hermann, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Linz. Gerold Lehner, Superintendent der Diözese Oberösterreich. Hajret Beluli Islamische Religionsgemeinde Oberösterreich und Manfred Scheuer, Diözesanbischof von Linz. Das Salzkammergut hat eine lange Geschichte von Migration und Immigration - von Vertreibung und Neubeginn, Exil und Rückkehr. Im 18. Jahrhundert mussten 20.000 Protestanten das Land Salzburg verlassen, unter ihnen tausende Menschen aus dem Salzkammergut. In der NS-Zeit mussten hunderte jüdische BürgerInnen fliehen oder wurden ermordet. Und seit den frühen 1970-er Jahren ist das Salzkammergut in der Region um Vorchdorf die neue Heimat von muslimischen Gastarbeitern aus der Türkei geworden. Welche Rolle kommt in diesem historisch-gegenwärtigen Potpourri Religionsgemeinschaften zu? Wie begegnen sie einander? Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 24.05.2024
Die Schriftstellerin, Literaturkritikerin, Journalistin und Moderatorin Elke Heidenreich hat zig Bestseller geschrieben und im Hörfunk und Fernsehen Talk-Shows gestaltet. Elke Heidenreich feiert ihren 81. Geburtstag nun mit dem berührenden Buch "Altern". Sie beschreibt mit der ganzen Intensität ihrer reichhaltigen Lebenserfahrung das Altwerden als erfüllte Phase der Selbstreflexion und des Glücks. Im Alter tragen wir die Konsequenz für alles, was in unserem Leben geschehen ist, aber mit ihm kommt auch Gelassenheit und tiefe innere Freude - sofern wir das zulassen und einigermaßen gesund bleiben. "Das meiste ist vollkommen unwichtig", sagt sie im Gespräch mit Andreas Obrecht, "man sollte einfach atmen und dankbar sein!" Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 17.5.2024
Als freier Journalist arbeitet Emran Feroz für "Die Zeit", die "TAZ", "Al Jazeera" und "The New York Times". Nun hat er seine Familiengeschichte niedergeschrieben: "Vom Westen nichts Neues". Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht er über seine Kindheit in Tirol, warum Andreas Hofer ihm so vertraut vorkommt, über seine Großeltern, das fehlende Verständnis des Westens für die afghanische Kultur und die desperate Situation im Land am Hindukusch. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 10.05.2024
Robert Trappl wurde 1939 in Wien geboren. Er studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Wien, schloss dann ein Doktoratsstudium in Psychologie mit Nebenfach Astronomie ab und komplettierte seine Studien mit einem Diplom in Soziologie. Regelsysteme, kybernetische Schaltkreise und die Interaktion zwischen Menschen faszinierten den jungen Wissenschaftler. 1969 war er Mitbegründer der Österreichischen Studiengesellschaft für Kybernetik.Nach seiner Habilitation in Biokybernetik und Bioinformatik leitete er von 1977 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2007 das Institut für Medizinische Kybernetik und Artificial Intelligence (AI) an der Medizinischen Universität Wien. 1984 gründet er das Österreichische Forschungsinstitut für AI, dem er immer noch vorsteht. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 19.04.2024.
Menschen streiten - und zwar sowohl auf individueller als auch auf staatlicher Ebene. Zu streiten ist einerseits menschlich, andererseits aber auch verpönt. Um gut streiten zu können, müssen Regeln gelernt werden. Am Ende jedes Streiten soll der Frieden stehen - der bestenfallsdie Bedürfnisse beider Seiten erfüllt. Seit 2001 lehrt Susanne Jalka an der Universität für angewandte Kunst in Wien die Kunst des Streitens. Zuletzt erschien ihr Buch "Streitkompetenz. Über den Zusammenhang von Konflikt und Demokratie". Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht sie über ihre Methoden der Konfliktlösung, darüber, wie dringend eine demokratische Gesellschaft eine Streitkultur braucht und warum es bedenklich ist, wenn unterschiedliche Interessen in einer Gesellschaft nicht mehr ausgestritten werden. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 12.4.2024.
Von früher Kindheit an begeisterte sich Norbert Trawöger für die Werke des österreichischen Komponisten Anton Bruckner - einem der wenigen berühmten Komponisten mit Wurzeln im ländlichen Raum. Geboren wurde Anton Bruckner am 4. September 1824 in Ansfelden in Oberösterreich. Das Jahr 2024 ist dem Gedenken an seinen 200 Geburtstag gewidmet. Seine Bewunderung für den Symphoniker Bruckner hat Trawöger, künstlerischer Direktor des Bruckner Orchester Linz, nun zu Papier gebracht: "Bruckner! Journal einer Leidenschaft", heißt sein neues, im Residenz-Verlag erschienenes Buch. Das Land Oberösterreich ernannte Trawöger zum Kurator des "Bruckner Jahres 2024". Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 5.4.2024.
Arnold Schönberg ist eine der wohl am meisten beschriebenen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Oft wurde er als kühl, distanziert und ernsthaft charakterisiert. Aber in dem neuen Buch "Euer Ani, Ini, Arnold Daddi. Arnold Schönberg in Familienerinnerungen und Essays" der Pianistin und Musikwissenschafterin Karin Wagner erzählen Schönbergs Kinder, Nuria, Ronald und Lawrence von ihrem liebevollen, phantasiebegabten, originellen und verspielten Vater und zeichnen dadurch ein neues Bild des 1874 in Wien geborenen und 1951 in Los Angeles gestorbenen Arnold Schönberg. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 26.4.2024.
Waltraud Barton hat eine Lebensaufgabe: Gegen das Vergessen nationalsozialistischer Verbrechen anzukämpfen und den vertriebenen, aus der Gesellschaft ausgeschlossenen und ermordeten Juden und Jüdinnen Namen und würdige Erinnerungsorte zu geben. 2010 gründete Barton den Verein IMMER ERINNERN, der im einstigen Ghetto von Minsk ein Grabmal für die österreichischen Opfern errichtete. 2022 lasen Barton und Mitstreiter:innen an den 80 Jahrestagen von 27 Massendeportationen im Jahr 1942 vor dem Lueger-Denkmal in Wien die Namen der 27.467 deportierten Jüdinnen und Juden. Die handgeschriebenen Namenskarten wurden anschließend symbolisch über den Wienfluss getragen. Im Gespräch mit Judith Brandner spricht Waltraud Barton über ihre Lebensaufgabe und was es noch zu tun gibt. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 29.03.2024.
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