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  • IFM 62: Digitaler Immobilienhandel – Zukunft oder Wunschdenken?
    Mathias Baumeister ist Immobilienfachmann und außerdem Startup-Gründer und Geschäftsführer eines spannenden Berliner Unternehmens, das wir heute genauer unter die Lupe nehmen: realbest
    Realbest ist ein so genanntes „PropTech“, befasst sich also mit „property technology“, ist also ein „Immobilientechnologieunternehmen“.
    Das bedeutet, man „optimiert immobilienwirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen, indem man neueste Informations- und Kommunikationstechnologien anwendet und Geschäftsprozesse oder Geschäftsmodelle effizienter macht.“ – zumindest laut Wikipedia.
    Mathias verkörpert in unserer heutigen Sendung sein PropTech und gibt seiner Vision ein interessantes Gesicht. Er kam nach seinem BWL-Grundstudium nach Berlin und hat zunächst in einem traditionsreichen Berliner Maklerunternehmen Erfahrungen gesammelt.
    Wie viele Gründer begann Mathias´ Reise damit, dass ihn etwas genervt hat. Einiges sogar. Er wurde Zeuge, wie sein Arbeitgeber in einem immer nur wachsenden Berliner Markt zumindest scheinbar mit gutem Marketing mühelos Millionen verdiente.
    Ein Baustein war dabei Interhyp: Eine Plattform, die es möglich machte, mit wenig Kenntnissen Baufinanzierungen zu stemmen. Digital, transparent und einfach. Aus der Begeisterung für diese Idee kommt Mathias´ Vision:
    Wie kann man den Prozess des Immobilienverkaufs so weit wie möglich digitalisieren? Wie kann man Transparenz und Digitalisierung in einen Markt bringen, der alles andere als transparent ist?
    Das möchte Mathias mit realbest möglich machen. Credo ist die „Digitalisierung des Verkaufsprozesses von Wohnimmobilien“. Die Lösung ist einfach, aber nicht leicht. Denn die Digitalisierung kann vieles, aber nicht alles abbilden. Wie löst realbest das?
    Im ersten Schritt bekommt der potentielle Verkäufer eine online-Bewertung seiner Immobilie. Hier liegt natürlich genügend Zündstoff für unser Gespräch, denn dass zertifizierte Gutachter wie Mirko Otto sich nicht einfach so durch einen Algorithmus oder Datenbanken ersetzen lassen, hat sich unter IMMO.FM-Hörern herumgesprochen. Doch wir wollen gegenüber Gästen nicht allzu kritisch sein und hören erst einmal zu.
    Besteht das Verkaufsinteresse weiterhin, weist realbest dem Verkäufer gleich zwei akkreditierte und kompetente Makler aus der Region zu. Diese stellen sich beim Verkäufer vor und bewerben sich um die Vermarktung der Immobilie. Sie sind explizit von realbest geprüft, für kompetent befunden und nehmen das Objekt in Augenschein. So können sie die Vorabeinschätzung des Preises entsprechend anpassen. Ist realbest also nur eine Vermittlungsplattform für Makler?
    Weit gefehlt, denn jetzt spielt das Startup erst seine Trümpfe aus: Danach nimmt realbest die Vermarktung in Angriff: Fotos, Exposés, online-Anzeigen etc. und präsentiert das konkrete Angebot in seiner Plattform seinem Netzwerk – und das ist das Besondere: Neben dem Makler kommt auch das große Empfehlungsnetzwerk von realbest zum Zuge.
    Denn hier finden sich nicht nur suchende Interessenten, sondern auch Finanzierungsberater und ähnliche Interessengruppen, die wiederum für ihre Kunden tätig, aber keine Makler sind. Menschen, deren zentrale Motivation keine Maklerprovision, sondern die Besorgung passender Immobilien ist.
    Das nennt realbest dann Market Network. Dieses Netzwerk unterscheidet realbest maßgeblich und entscheidend von herkömmlichen Anzeigenportalen und eröffnet allen Beteiligten neue Möglichkeiten von der Immobilienbewertung bis zur Online-Reservierung.
    Es liegt nahe, dass sich viele spannende Fragen zu dieser aufregenden, aber durchaus komplexen Idee stellen.
    Wie finanziert sich realbest? Wie wird Mathias unsere skeptischen Fragen beantworten? Welche Erfolge kann realbest bislang verbuchen und wie sind die Perspektiven für die Zukunft?
    Das alles besprechen wir natürlich ausführlich in einer guten Stunde, die Mathias sich für uns genommen hat.
    1 hr 4 min
  • IFM 61: Wunderflats: Möbliertes Wohnen auf Zeit – ein Megatrend?
    Vorhang auf für die bislang längste Ausgabe von IMMO.FM, mit der wir kurz vor Weihnachten 2018 satte 80 knackige Minuten fürs „Driving home for Christmas“ spendieren.
    Wir haben uns dafür jemanden aus einem Berliner Startup eingeladen, der für ein Unternehmen spricht, das man kennen sollte: Wunderflats. Das Thema von Wunderflats: „Möbliertes Wohnen auf Zeit“ oder auch „Housing as a service“.
    Ausgangsfrage: Du kommst neu in eine Stadt: Wie findest Du eine Wohnung? Alles, was klar ist:
    - Du kennst Dich mit den Preisen nicht aus.
    - Du weißt nicht, welche Lagen interessant sind und
    - eigentlich hast Du auch weder Kühlschrank noch eine Kaffeemaschine.
    Was jetzt? Exakt da kommt Wunderflats ins Spiel – heute vertreten von Markus Rosenthal, dem Pressesprecher des Berliner Startups, das eigentlich schon gar keines mehr ist.
    Über 30.000 Angebote hat Wunderflats in ganz Deutschland für Singles und Familien. Doch auch Arbeitgeberkunden suchen hier Wohnungen und Häuser für Ihre Arbeitnehmer, die sie gerne in deutschen Großstädten beschäftigen möchten.
    Moment mal? Gibt es da nicht noch Airbnb? Klar. Doch neben deren wachsender Unbeliebtheit – die wir ebenfalls besprechen – sieht sich Wunderflats nicht als Mitbewerber, sondern als etwas ganz anderes – nämlich kein Tourismusunternehmen.
    Die persönliche Betreuung der Kunden ist Teil des Selbstverständnisses von Wunderflats – ein gigantischer Unterschied zu Airbnb, die versuchen, alles so digital (=billig) wie möglich abzuwickeln.
    Möbliertes Vermieten ist für uns bei IMMO.FM ein neues Thema, das wir sogleich intensiv hinterfragen. Wie wichtig ist denn die Ausstattung des Angebotes? Was ist das Minimum, damit der Preis stimmt? Sollte doch ein Innenarchitekt gefragt werden? Wie wird denn der Mietpreis festgelegt?
    Das Wichtigste: Die Auslastung. Welche Erwartungen dürfen wir als Vermieter an die Auslastung unserer Immobilie haben? Welche Arbeit nimmt uns Wunderflats dabei ab? Welchen Preis nimmt Wunderflats eigentlich dafür und wie?
    Auch wichtig: Was haben Mirko und Andi daran zu kritisieren?
    Markus Rosenthal weiß eine ganze Menge – nicht nur über Wunderflats. So entwickelt sich unsere Plauderei um das Thema „Die Bedeutung möblierter Immobilien für den Immobilienmarkt“ zu einer durchaus tiefschürfenden Diskussion und vielleicht dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft?
    Außerdem bekommen wir einen interessanten Einblick in den Alltag eines Unternehmens, das schon heute mehr als 90 Menschen beschäftigt.
    Wir danken Markus für seine Zeit und versprechen Euch gute Unterhaltung!
    1 hr 15 min
  • IFM 61: Wunderflats: Möbliertes Wohnen auf Zeit - ein Megatrend?
    Vorhang auf für die bislang längste Ausgabe von IMMO.FM, mit der wir kurz vor Weihnachten 2018 satte 80 knackige Minuten fürs „Driving home for Christmas“ spendieren.
    Wir haben uns dafür jemanden aus einem Berliner Startup eingeladen, der für ein Unternehmen spricht, das man kennen sollte: Wunderflats. Das Thema von Wunderflats: „Möbliertes Wohnen auf Zeit“ oder auch „Housing as a service“.
    Ausgangsfrage: Du kommst neu in eine Stadt: Wie findest Du eine Wohnung? Alles, was klar ist:
    - Du kennst Dich mit den Preisen nicht aus.
    - Du weißt nicht, welche Lagen interessant sind und
    - eigentlich hast Du auch weder Kühlschrank noch eine Kaffeemaschine.
    Was jetzt? Exakt da kommt Wunderflats ins Spiel – heute vertreten von Markus Rosenthal, dem Pressesprecher des Berliner Startups, das eigentlich schon gar keines mehr ist.
    Über 30.000 Angebote hat Wunderflats in ganz Deutschland für Singles und Familien. Doch auch Arbeitgeberkunden suchen hier Wohnungen und Häuser für Ihre Arbeitnehmer, die sie gerne in deutschen Großstädten beschäftigen möchten.
    Moment mal? Gibt es da nicht noch Airbnb? Klar. Doch neben deren wachsender Unbeliebtheit – die wir ebenfalls besprechen – sieht sich Wunderflats nicht als Mitbewerber, sondern als etwas ganz anderes – nämlich kein Tourismusunternehmen.
    Die persönliche Betreuung der Kunden ist Teil des Selbstverständnisses von Wunderflats – ein gigantischer Unterschied zu Airbnb, die versuchen, alles so digital (=billig) wie möglich abzuwickeln.
    Möbliertes Vermieten ist für uns bei IMMO.FM ein neues Thema, das wir sogleich intensiv hinterfragen. Wie wichtig ist denn die Ausstattung des Angebotes? Was ist das Minimum, damit der Preis stimmt? Sollte doch ein Innenarchitekt gefragt werden? Wie wird denn der Mietpreis festgelegt?
    Das Wichtigste: Die Auslastung. Welche Erwartungen dürfen wir als Vermieter an die Auslastung unserer Immobilie haben? Welche Arbeit nimmt uns Wunderflats dabei ab? Welchen Preis nimmt Wunderflats eigentlich dafür und wie?
    Auch wichtig: Was haben Mirko und Andi daran zu kritisieren?
    Markus Rosenthal weiß eine ganze Menge – nicht nur über Wunderflats. So entwickelt sich unsere Plauderei um das Thema „Die Bedeutung möblierter Immobilien für den Immobilienmarkt“ zu einer durchaus tiefschürfenden Diskussion und vielleicht dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft?
    Außerdem bekommen wir einen interessanten Einblick in den Alltag eines Unternehmens, das schon heute mehr als 90 Menschen beschäftigt.
    Wir danken Markus für seine Zeit und versprechen Euch gute Unterhaltung!
    1 hr 19 min
  • IFM 60: Nachhaltigkeit für 5 Euro, Herr Professor?
    Prof. Peter Ruge ist noch einmal bei uns zu Gast. Kein Wunder, hat er doch in seiner letzten Folge viele Fragen aufgeworfen. Es geht um sein absolutes Lieblingsthema: Nachhaltigkeit.
    Seien wir ehrlich: Nachhaltigkeit, das ist ein etwas abgenutzter Begriff. Nachhaltigkeit wäre irgendwie schön, es sind auch alle irgendwie dafür, aber was genau ist das? Elektroautos, deren Batterien mit mehr Aufwand hergestellt werden als Verbrennermotoren im ganzen Leben verbrauchen sind es sicherlich nicht.
    Aber wozu unterrichtet Peter Nachhaltigkeit als Fach an der Universität?
    Nachhaltigkeit ist eine deutsche Erfindung und als solche zunächst einmal ein Rechenmodell. Forstwirte haben sich die Frage gestellt: Wie viele Bäume muss ich pflanzen, um kontinuierlich Holz entnehmen zu können, ohne dass sich mein Bestand relevant verkleinert?
    Auf Autos und Gebäude bezogen geht das natürlich nicht – ein immer warmes Gebäude, ein immer fahrendes Auto wäre ja das perpetuum mobile. Also ist Nachhaltigkeit hier eher ein ideal, dem man sich nähert. Dabei gibt es die „drei Säulen der Nachhaltigkeit“:
    Ökölogie: Das Haus soll am Ende keine oder fast keine Energie verbrauchen. Darum mache ich bei der Erstellung des Gebäudes Kompromisse, um das Ziel danach zu erreichen.
    Ökönomie: Nachhaltigkeit kann – wie fast alles im Leben – nicht zu jedem Preis erreicht werden.
    Sozial: Für wen ist das Gebäude gedacht? Wird das Gebäude denen gerecht, die es nutzen sollen? Welche Ansprüche haben diese Menschen und warum?
    Am Rande ein Beispiel aus unser aller Praxis ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) und der damit auch von Mirko Otto immer wieder angeprangerte „Dämmwahn“: Er ist ökonomisch, sozial und ökologisch – wie nun auch unser Professor erklärt und bescheinigt – Unsinn.
    Nachhaltigkeit, so erklärt er weiter, liegt ohnehin weniger im krampfhaften Energiesparen, sondern mindestens gleichermaßen in der Hebung und Nutzung von Ressourcen eines Gebäudes, Energie zu erzeugen.
    Seine bedeutendsten Erfahrungen mit Passivhäusern hat Peter in einem ganz anderen Teil der Erde gemacht: In China. Bei seiner Konzeption des ersten Passivhauses in Südchina spielte Dämmung zwar in puncto Kühlung eine wichtige Rolle, aber die Herausforderung als solche war kaum geringer – weshalb wir ihn auch dazu ausführlich interviewen.
    Wir kehren zurück nach Deutschland und lernen, ob und inwiefern heute Nachhaltigkeit im Bau präsent ist. Hat sich hier viel getan? Ist Deutschland Weltspitze oder eher so schlecht wie sein Mobilfunknetz?
    An welchen Dingen erkennt man eigentlich, dass jemand nachhaltig gedacht hat? Wir werden Peter auch fragen, wo man in Berlin Nachhaltigkeit – oder die Abwesenheit davon – erkennt.
    Außerdem hat Peter uns eines seiner Projekte mitgebracht, das ihm besonders am Herzen liegt: Die G-Road.
    Die G-Road („Green Healthy Road“) ist eine Sammlung von Inspirationen zur Nachhaltigkeit, die versucht, Gesundheit, Umwelt, Technik und soziale Aspekte neu und besser zu denken. Hier finden sich Ansätze zur Bewässerung in der Wüste, grüne CO2-Speichertürme mitten in Berlin oder fahrbare Arztpraxen.
    Ach: Warum und wie 5 Euro eine Rolle beim Verständnis von Nachhaltigkeit spielen, erfahren Sie außerdem – diesmal bei IMMO.FM!
    49 min
  • IFM 59: Was ist Architektur, Herr Professor?
    Wenn wir von Immobilien sprechen, dann selten darüber, wie sie entstehen. Dabei hat unser Andrej Karpinski doch jemanden seiner Nachbarschaft, der sich wirklich damit auskennt – und nach langem Terminieren endlich zu Gast bei IMMO.FM.
    Prof. Peter Ruge ist Architekt. Davon gibt es natürlich jede Menge, doch wenige können von sich sagen, ganze Stadtviertel in China geplant zu haben. Außerdem ist Peter einer der Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit – doch dazu ein andermal mehr.
    Schon beim Studium ging der Düsseldorfer einen ungewöhlichen Weg – nämlich nach Japan, wo er einen ganz anderen Blick auf Architektur bekam als seine deutschen Kommilitonen.
    Seine Karriere begann er im Nachwende-Berlin der 1990er. Wer in Berlin unterwegs ist, der hat sicherlich schon einmal die Nordischen Botschaften gesehen, eine lang gezogene grüne, schlangenartige Fassade. Nachdem Berlin wieder zur Hauptstadt wurde, folgten neben der kanadischen Botschaft am Lepiziger Platz noch andere Botschaften.
    Auch LTD_1 – ein aus zwei Bumerangs übereinandergelegtes Konstrukt – ist ein prämierter Erfolg, der Peter sehr wichtig ist. Ein Haus, das sich mit Gesundheit befasst und dabei auf die Gesundheit seiner Nutzer Einfluss nehmen will.
    Natürlich berichtet Peter uns auch von weiteren schöpferischen, baulichen und anekdotischen Highlights seiner Karriere.
    Vor allem kommen wir in dieser Ausgabe auf Peters spätere Arbeit zu sprechen. Über die Reisen nach China, wo es darum gehen wird, zweitausend Wohnungen und später ganze Stadtviertel zu planen. Wir sprechen über Nachhaltigkeit, über die heutige Sicht auf Bauten von gestern und darüber, was Architektur für ihn bedeutet, bis zu seiner Professur.
    Der Einblick in den Alltag eines nicht ganz gewöhnlichen Architekten wird Euch bestimmt genau so viel Spaß machen wie uns.
    48 min
  • IFM 59: Was ist Architektur, Herr Professor?
    Wenn wir von Immobilien sprechen, dann selten darüber, wie sie entstehen. Dabei hat unser Andrej Karpinski doch jemanden seiner Nachbarschaft, der sich wirklich damit auskennt – und nach langem Terminieren endlich zu Gast bei IMMO.FM.
    Prof. Peter Ruge ist Architekt. Davon gibt es natürlich jede Menge, doch wenige können von sich sagen, ganze Stadtviertel in China geplant zu haben. Außerdem ist Peter einer der Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit – doch dazu ein andermal mehr.
    Schon beim Studium ging der Düsseldorfer einen ungewöhlichen Weg – nämlich nach Japan, wo er einen ganz anderen Blick auf Architektur bekam als seine deutschen Kommilitonen.
    Seine Karriere begann er im Nachwende-Berlin der 1990er. Wer in Berlin unterwegs ist, der hat sicherlich schon einmal die Nordischen Botschaften gesehen, eine lang gezogene grüne, schlangenartige Fassade. Nachdem Berlin wieder zur Hauptstadt wurde, folgten neben der kanadischen Botschaft am Lepiziger Platz noch andere Botschaften.
    Auch LTD_1 – ein aus zwei Bumerangs übereinandergelegtes Konstrukt – ist ein prämierter Erfolg, der Peter sehr wichtig ist. Ein Haus, das sich mit Gesundheit befasst und dabei auf die Gesundheit seiner Nutzer Einfluss nehmen will.
    Natürlich berichtet Peter uns auch von weiteren schöpferischen, baulichen und anekdotischen Highlights seiner Karriere.
    Vor allem kommen wir in dieser Ausgabe auf Peters spätere Arbeit zu sprechen. Über die Reisen nach China, wo es darum gehen wird, zweitausend Wohnungen und später ganze Stadtviertel zu planen. Wir sprechen über Nachhaltigkeit, über die heutige Sicht auf Bauten von gestern und darüber, was Architektur für ihn bedeutet, bis zu seiner Professur.
    Der Einblick in den Alltag eines nicht ganz gewöhnlichen Architekten wird Euch bestimmt genau so viel Spaß machen wie uns.
    48 min
  • IFM 58: Woran erkennt man den richtigen Gutachter?
    Es gibt viele Dinge, an denen man einen guten Sachverständigen erkennt. Dabei spielen natürlich Zertifikate bzw. Zertifizierungen eine große Rolle, denn hier hat eine externe, unabhängige Stelle den Sachverständigen auf Herz und Nieren geprüft.
    Wer sich unseren Auftritt genau anschaut, der stellt schnell fest, dass wir auf das von der Industrie- und Handelskammer (IHK) vergebene „öffentlich bestellt und vereidigt“ einigen Wert legen. Das hat allerdings auch damit zu tun, dass die meisten Interessenten, die Immobilien-Sachverständige wie uns suchen, damit automatisch Qualität assoziieren. Das ist auch erstmal in Ordnung.
    Das heißt aber nicht, dass die IHK-Zertifizierung ausschließlich den Olymp der Sachverständigen beherbergt. Denn auch die IHK ist eine Behörde und wir als Insider haben manches daran zu kritisieren. Beispielsweise ist es hier und da fraglich, wie die IHK eigentlich Ihre Prüfer rekrutiert. Wir konnten die Frage, was genau die Prüfer eigentlich zu prüfen qualifiziert, nicht beantworten. Manche Prüfungen erachten wir nach zwei Jahrzehnten Berufspraxis doch für etwas lax. In anderen Bundesländern werden Anwärter von Mitbewerbern aus der gleichen Stadt geprüft – ideal ist anders.
    Um also erst einmal sicher zu sein, dass sich jemand nicht einfach selbst als Experte kürt, ist eine IHK-Anerkennung schon einmal ein wichtiges Indiz, dass Sie es eher nicht mit einem „schwarzen Schaf“ zu tun haben werden. Aber Sie können in Sachen Qualifikation noch höher greifen.
    Manche High-End-zertifizierungen werden von sehr renommierten Instituten vergeben, die durchaus teure und wertige Ausbildungen anbieten. Meistens hat man es bei Gutachtern, die derlei Zusatzausbildungen absolviert haben, mit absoluten Profis zu tun. Leider aber kennt diese Institute beziehungsweise Zertifizierungen kaum jemand – sie sind also für Sie als Interessenten zwar sehr bedeutend, aber das können Sie nicht wissen. Das soll anders werden.
    In dieser Ausgabe ordnen wir die Zertifikate für Immobilien-Wertermittler einmal unserer Wertschätzung nach.
    Keine, gekaufte oder unklare Zertifizierung
    Zertifizierungen sind auch deshalb so wichtig, weil sich Jeder „Immobilien-Sachverständiger“ oder „Gutachter“ nennen darf. Das ist natürlich das absolute Minimum und für Ihre Ansprüche absolut ungenügend.
    Die nächste Stufe sind „Auszeichnungen“ oder „Zertifizierungen“ von Verbänden, bei denen diese gegen einen Mitgliedsbeitrag vergeben werden. Hier ist ebenfalls wenig Qualität zu vermuten, eher im Gegenteil.
    Es gibt ebenso Verbände, die ihre Mitglieder teilweise prüfen, aber als Außenstehende, aber Branchenkenner haben wir keinen Einblick, wie das stattfindet, so dass auch das für unser Empfunden eher auf eine „Jahresmiete für ein Gütesiegel“ hinausläuft.
    Öffentlich bestellt und vereidigt
    Die IHK hält für fast alles im Leben eine Liste mit von ihre öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen bereit. Auf der Liste mit 96 Tätigkeitsfeldern findet man zwischen A wie „Abfallstoffe“ bis „Werkstoffe“ auch Profis für „Altbausanierung“, „Innenausbau“ oder die „Überprüfung von Geldspielgeräten“.
    Sprengnetter und DIA
    Vor allem zwei Institutionen haben sich besonders qualifiziert. Sprengnetter gehört mit einer Markterfahrung von fast 40 Jahren zu den bedeutendsten Kompetenzstellen im Bereich der Immobilienbewertung. Die Angebote des Unternehmens reichen von Marktdaten über Softwareprodukte bis hin zu Ausbildungen und eben die Zertifizierung.
    Hier finden sich die höchsten Ansprüche an Ausbildung und Fachkompetenz. Die Zertifizierung erlangt man allerdings nicht ausschließlich, indem man dort eine Ausbildung absolviert; man kann sich auch hier der Prüfung stellen und – bei Erfolg – eine der drei Zertifizierungen erlangen.
    Die Deutsche Immobilien-Akademie (DIA) an der Universität Freiburg GmbH bietet mit den Studiengängen für die Immobilienwirtschaft ein auf berufstäti...
    28 min
  • IFM 57: Scheidung: Der Zugewinnausgleich
    Viele Menschen denken über den Güterstand erst nach, wenn eine Ehe zu scheitern droht. Das ist einerseits romantisch, hat man sich doch seinerzeit nicht aus materiellen Gründen vermählt. Andererseits sind Überraschungen über das, was in Jahren oder Jahrzehnten angeschafft und erwirtschaftet wurde, sehr schmerzhaft und nicht nötig.
    Die Zugewinngemeinschaft ist der gesetzliche Güterstand und damit die grundsätzliche Regel innerhalb einer Ehe, sofern kein Ehevertrag geschlossen wurde.
    So selbstverständlich die Zugewinngemeinschaft ist, so unklar ist sie immer wieder für manche unserer Mandanten. Sie sagt eigentlich nichts anderes aus, als dass der innerhalb einer Ehe erwirtschaftete Zugewinn beiden Partnern hälftig zusteht.
    Man geht also davon aus, dass sich zwei Menschen zusammenschließen und ihre wirtschaftlichen Interessen vereinigen. Dementsprechend werden sie dann auch im Trennungsfall behandelt. Wer also zu Hause bleibt, Haus und Nachwuchs hegt, damit der andere Partner mit freiem Rücken Geld verdienen kann (und vielleicht auch mehr als wenn er eben nicht die stabile Stütze zu Hause hätte), soll nicht im Nachhinein dafür bestraft werden. Er (oder sie) hat diesen Erfolg eben auch ermöglicht und Anspruch auf seine oder ihre Hälfte dieses Erfolges.
    Das bedeutet aber auch: Jeder behält das, was er VOR der Ehe bereits besaß. Betrachtet und gesucht wird im Wesentlichen nur die Differenz zwischen dem Vermögen zum Beginn der Ehe und deren Ende.
    Wer also ein zuvor geerbtes Haus in die Ehe einbringt, der setzt es nicht dem Zugewinn aus, er wurde ja zuvor erworben. Selbst ein Erbe während der Ehe ist nicht dem Zugewinn unterworfen und würde dann herausgerechnet. Oder doch nicht?
    Der Wert der Immobilie ändert sich im Laufe der Ehe, egal, ob sie genutzt, vermietet, bebaut, saniert oder brach liegen gelassen wird. Darum nimmt der Partner an diesem Wertzuwachs sehr wohl Teil, womit klar ist, warum wir Immobiliensachverständigen vernünftigerweise bei keiner Scheidung fehlen sollten.
    Im Falle der Trennung muss der eine Partner dem anderen den fehlenden Teil zu seinen 50 Prozent auszahlen, also den Zugewinn ausgleichen, daher „Zugewinnausgleich“. Das geht aber für den Bereich der Immobilien nur mit belastbaren Zahlen. Hier kommen wir Gutachter ins Spiel.
    Wir als qualifizierte Sachverständige müssen in solchen Fälle den Verkehrswert von Immobilien zu verschiedenen Stichtagen ermitteln. Daran sind natürlich ganz andere Aufgaben und Herausforderungen geknüpft…
    29 min
  • IFM 56: Scheidung: Was wird aus der Immobilie?
    Als Immobiliengutachter haben wir es oft mit Trennungsszenarien zu tun. Das ist nicht immer einfach, weil sich nicht alle Ehepartner „im Einvernehmen“ trennen. Oft stören Wut oder Verletzung die Kommunikation.
    Das ist verständlich, denn meistens wurde die Immobilie gemeinsam angeschafft, als Erfüllung eines gemeinsamen Traumes, den es nicht mehr gibt und der dann nicht selten einer neuen Zukunft im Weg steht. Dennoch ist es meist der größte Vermögensgegenstand, den beide besitzen. Wer wollte verlangen, dass man da stets rational und ruhig agiert?
    Glücklicherweise erreichen uns in unserer Sozietät überwiegend vernünftige (Ex-)Paare, die nach wie vor auf Augenhöhe und überwiegend sehr vernünftig kommunizieren. Aber auch Anwälte melden sich bei uns, die – oft mit dem gegnerischen Anwalt – Sachverstand für Immobilien im Namen Ihrer Mandanten suchen, die kein Wort mehr miteinander reden.
    Wenn sich Zwei streiten, dann in der Regel auch um den Wert der Immobilie. Da ist es durchaus verständlich, wenn ein Partner unterstellt, dass der andere jetzt „seinen“ Gutachter bringt, um die Dinge in seine Richtung zu neigen.
    Da wir aber der Neutralität verpflichtet sind, ist das eine falsche Vorstellung - der wir trotzdem oft begegnen. Es hat wenig Sinn, einen seriösen Gutachter für sich einvernehmen zu wollen – das kann nur klappen, wenn ein unseriöser Gutachter im Spiel ist. Faustregel: Je mehr Qualifizierungen und Zertifizierungen ein Gutachter vorzuweisen hat, desto korrekter und seriöser dürfte das Ergebnis sein.
    Auch die Möglichkeit, einen Zweitgutachter zu konsultieren, schafft mehr Klarheit, ist aber auch teurer.
    Was ist unser Rat?
    Holen Sie den andern ins Boot. Es ist schade um Arbeit, Zeit und Geld, wenn der andere Beteiligte ohnehin dem Gutachten widerspricht, weil er oder sie den Gutachter nicht einmal kennengelernt hat.
    Sehen Sie das Gutachten als Basis, nicht als letzten Schluss. Es geht nicht um ein-, zwei- oder fünftausend Euro an Meinungsverschiedenheit. Es geht darum, eine Basis zu finden, über die man verhandeln kann. Man kann natürlich so viele Gutachter beauftragen, bis der Wunschwert dabei ist. Doch am Ende braucht man zu einer Einigung das Einverständnis des anderen. Der nämlich muss keines der Gutachten akzeptieren. Hier hilft nur Vernunft – und auch mal ein Gespräch zu Dritt, bei dem wir als Außenstehende mit Ruhe und Empathie mehr Sachlichkeit einbringen.
    Sagen Sie auch mal „ja“. Da ist einfach, aber nicht leicht. Was auch immer passiert ist: Wer sich gegen alles sperrt, der bekommt nicht nur „nicht recht“. Er blockiert auch, dass es weiter geht. Auch, wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag, als habe man den anderen jetzt bestraft: Man bestraft sich selber. Denn keine Lösung ist eigentlich immer die schlechteste Lösung. Dann lieber reden – auch, wenn es einem widerstreben mag.
    Was alles passieren kann, wenn der Ex-Partner ungeduldig wird, berichten unsere Profis in der hier vorliegenden Ausgabe und natürlich noch vieles mehr!
    28 min
  • IFM 55: Gekauft wie nicht gesehen – Zwangsversteigerung
    Wann immer wir bisher über den Erwerb von Immobilen sprachen, ging es dabei um den klassischen Kauf von einem scheidenden Eigentümer. Was aber, wenn eine Immobilie gegen den Willen des Eigentümers verkauft wird…?

    Eine Immobilie kann aus verschiedenen Gründen zwangsversteigert werden. Einer kann sein, dass eine Bank gegen einen nicht mehr zahlenden Schuldner vorgeht. Aber auch bei Erbengemeinschaften kann es passieren, dass ein Objekt unter dem Hammer landet, offiziell nennt man das „Die Versteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft“.

    Das kann eine Menge Vorteile für den Käufer bergen. Zum einen gibt es eine Maklerprovision, so dass man (in Berlin) die oft fälligen 7,14 Prozent einspart. Zum anderen werden derlei Immobilien in der Regel nicht aufwändig beworben und nur einem kleineren Kreis bekannt. Damit hat man schon einen Großteil von möglichen Konkurrenten gar nicht erst neben sich.

    Da liegt der Gedanke nahe, ein Schnäppchen machen zu können. Doch das wäre zu einfach: Bei einer Zwangsversteigerung sind Besichtigungen nicht üblich und die Katze im sprichwörtlichen Sack. Es gibt zum Beispiel keinerlei Garantien. Fast möchte man sagen, es gilt: „Gekauft wie nicht gesehen“.

    Darum ist es oft sehr schwer, etwas über den Zustand der Immobilie herauszufinden. Nun mag es zwar sein, dass allein das Grundstück in einer gefragten Lage einen erheblichen Wert hat – ganz unabhängig davon, was darauf gebaut ist, doch auch das schafft selten die nötige Gewissheit darüber, welcher Preis angemessen ist.

    Darum braucht es für die erfolgreiche Teilnahme an einer Zwangsversteigerung nicht nur Mut und Glück, sondern auch Erfahrung. Darum rät Mirko auch, sich einige dieser Versteigerungen anzusehen, bevor man selbst mitbietet. So bekommt man am besten ein Gefühl, wie diese Auktionen ablaufen und auch, wie sich andere Teilnehmer verhalten. Denn Psychologie ist auch ein wichtiger Faktor. Der Wunsch nach einem Schnäppchen und die bei uns in Berlin immer weiter fortschreitende Verknappung werden immer einige Menschen dazu verleiten, unbedingt als Sieger hervorgehen zu wollen – das kann schiefgehen.

    Gut gegangen ist es allerdings bei Mirko Otto, der seine Karriere als Immobilien-Investor tatsächlich mit einem Mietshaus aus der Zwangsversteigerung begonnen hat. Das erzählt er ausführlich in dieser Episode.
    44 min

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