Die Gründung Roms, wird von den Römern nur in der Retrospektive gebracht. Zur Zeit des Kaiser Augustus, der ja eigentlich gar kein Kaiser war, sondern nur Princeps, der Erste der Senatoren, aber Gründer der Kaiserzeit gilt, wollte man Roms Geschichte als eine heroische Geschichte darstellen, schließlich sah man sich als Weltherrscher.
Das macht übrigens jeder einzelne von uns, wenn er über seine Vorfahren, Verwandten spricht, denn damit macht man sich ja selber wichtiger und größer.
Es gab aber schon zuvor Gründungslegenden, die sich hauptsächlich an der griechischen Literatur und Tradition orientierten, kurz Ereignisse griechischer Geschichte die an die römische Geschichte angepasst wurden.
Die wichtigste Quelle ist und bleibt Titus Livius geboren wohl 59 v. Chr. in Patavium, dem heutigen Padua; gestorben um 17 n. Chr. ebendort.
Er schrieb sowas wie die Bibel oder das Handbuch der römischen Geschichte in seinem 142 Bücher umfassendem Hauptwerk “Ab urbe condita”.
Dieses Werk teilweise von modernen Geschichtsschreibungsstandart entferten, mal eher eine Gute Nacht Geschichte aus dem Reich der Märchen und Sagen, gilt trotzdem als eine der wichtigsten Quellen für die frühe Geschichte des Römischen Reichs gilt.
Livius beschreibt darin den Aufstieg Roms zur Weltmacht von der sagenhaften Gründung der Stadt 753 v. Chr. bis in seine Gegenwart des Jahres 9 v. Chr., also bis in die Anfänge der Kaiserzeit unter Augustus. Hier der Merksatz für den, der ihn noch nicht kennt: 753 (sieben, fünf, drei) – Rom schlüpft aus dem Ei.