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Am Puls der Zeit: Entwicklung von Unternehmensstrukturen
„Systeme zur Mitarbeiterführung machen nicht immer wirklich Sinn“
In unserem heutigen Podcast tauschen sich zwei gestandene Unternehmer des digitalen Zeitalters aus: Synaigy-Geschäftsführer Joubin Rahimi und Digital Vikings-Mitbegründer Lars Rabe fachsimpeln zu Themen wie moderne Organisationsstruktur, den Sinn von OKRs oder einer noch immer seltenen Fehlerkultur in Unternehmen. So viel sei schon verraten, die beiden fanden in ihrer jeweiligen Unternehmensphilosophie überraschend viele Berührungspunkte.
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Digital Nudging im E-Commerce - wie das Nutzerverhalten im Online-Shop gelenkt werden kann
„Es geht darum, das Kauferlebnis des Kunden positiv zu verstärken“
Im heutigen Podcast taucht synaigy-CEO Joubin Rahimi in die Geheimnisse der subtilen Kaufmanipulation im Onlinehandel ein. An die Hand nimmt ihn bei diesem Thema Katja Moritz, die bei dem Kölner Unternehmen brytes für User Experience verantwortlich ist. Beide sind sich schnell einig, dass ein positives Erlebnis für den Kunden im Vordergrund von Nudging stehen sollte. Ein Motto, das sich längst nicht alle Player im E-Commerce auf die Fahnen geschrieben haben. Neben dem Prinzip Freiwilligkeit spielen für die Absolventin der Deutschen Sporthochschule Köln auch Transparenz und Individualität eine herausragende Rolle beim digitalen Anstupsen.
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Willkommen zu einer neuen Folge des synaigy Podcasts ,,insights!‘‘. Heute ist Ruth Cremer, Autorin des Buches ,,Die Höhle der Löwen‘‘ Vom Pitch zum Deal bei uns zu Gast. In einer früheren Folge mit Ruth Cremer haben wir uns über Konzerne und was diese von Start-ups lernen können, unterhalten. Heute freue ich mich, auf die Sichtweise von Ruth zum Thema workation. Hat dieses Modell eine Zukunft? Und wie können sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmer davon profitieren? Abonniert den Podcast um keine Folge mehr zu verpassen. Wenn euch der Podcast gefällt, freuen wir uns sehr, wenn Ihr uns in Form einer Bewertung unterstützt. Folgt uns auch gerne auf LinkedIn, um keine News mehr zu verpassen. Los geht’s!
„Arbeit und Leben sollten enger miteinander verschmolzen werden“
Im zweiten insights!-Podcast mit der Unternehmerin, Autorin und Keynote Speakerin Ruth Cremer steht synaigy-CEO Joubin Rahimi dessen Marketingexpertin Anna-Lena Lüderitz zur Seite. Zu dritt tauschen sie Gedanken zum möglichen Arbeitsmodell der Zukunft aus, der sogenannten Workation. Ist die Idee, Arbeit und Urlaub miteinander zu verschmelzen, tatsächlich umsetzbar, ohne dass Unternehmen dabei den Kürzeren ziehen? Und wenn ja, was gilt es bei der Implementierung von Workation zu beachten?
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Start-ups und die Suche nach Investoren„Erfolg wird nur derjenige haben, der sich in irgendeiner Form in den Dienst der Leute stellt“Unternehmerin, Buchautorin, Keynote Speakerin, Hochschuldozentin und noch einiges mehr – Ruth Cremer auf ein Profil festzunageln, ist so gut wie unmöglich. Spätestens mit ihrem Buch „Die Höhle des Löwen“ machte sich die Rheinländerin in der hiesigen Gründerszene einen Namen. Der Kölner synaigy-CEO Joubin Rahimi hat sie heute für seinen insights!-Podcast vor das Mikrofon geladen. Bei dieser Gelegenheit erzählt Ruth Cremer, inwiefern auch Investoren von Start-ups profitieren können, dass es letztlich immer um das Lösen von Problemen geht und dass Frauen in manchen Belangen gegenüber Männern einfach die Nase vorn haben.
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Moderne Organisationsstrukturen im Onlinehandel „Jetzt merken viele, dass sie ihr Potential nur über neue Vertriebskonzepte voll ausschöpfen können“Im vorherigen insights!-Podcast gewährte uns der Handelsexperte Dr. Kai Hudetz einen Blick in die Zukunft des Einzel- und Onlinehandels. Nun steht er vor dem Mikrofon synaigy-CEO und Gastgeber Joubin Rahimi ein zweites Mal Rede und Antwort. In diesem Gespräch dreht sich alles um die Frage, wie der Onlinehandel strukturell organisiert werden kann, um den Anforderungen eines sich rasend schnell verändernden Marktes gerecht zu werden. Dr. Kai Hudetz ist seit August 2009 Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung IFH und Gründungsmitglied des E-Commerce-Centers ECC. Der Wirtschaftswissenschaftler und Gastdozent verschiedener Hochschulen beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Frage, wie Handel und digitales Zeitalter zusammenfinden.
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So ungewiss ein Blick in die Zukunft zwangsläufig auch sein mag, in einem Punkt gibt es für Dr. Kai Hudetz keinen Zweifel. Wer im Einzelhandel noch immer die Hoffnung hege, Corona sei nur ein Betriebsunfall gewesen, den müsse er enttäuschen. „Es wird nie wieder so werden, wie vor der Pandemie.“ Das Virus habe lediglich eine Entwicklung beschleunigt, die spätestens mit dem Siegeszug des iPhones begann: die Mobilisierung des Internets. „Anfangs hat sich damit unser Informationsverhalten verändert“, sagt der Mitbegründer des E-Commerce-Centers, „zunehmend aber auch unser Kaufverhalten“. Selbst dem letzten Konsumenten sei nun bewusst geworden, dass er zum Einkaufen nicht mehr aus dem Haus gehen müsse. „Die Ware kommt nun zu dir.“ Während der Konsument schon lange digital unterwegs war, hätte sich der Handel in Deutschland erst an die neue Realität anpassen müssen, etwa beim Thema mobiles Bezahlen oder kassenlose Supermärkte. „Das hat zu enormen Verschiebungen geführt“, sagt Dr. Kai Hudetz.
Dem Einzelhandel hierzulande stellt der promovierte Wirtschaftswissenschaftler kein gutes Zeugnis aus. Von dem hätte er sich im Zuge von Corona deutlich mehr Innovationsschübe gewünscht. Doch letztlich habe einmal mehr der US-amerikanische Internetgigant Amazon die Vorreiterrolle übernehmen müssen, „selbst in Branchen, in denen er ein Outsider war.“ Den Grund, warum der deutsche Einzelhandel bei der Verschmelzung des analogen Geschäfts mit dem digitalen derart viel Trägheit an den Tag legt, will er bereits ausgemacht haben. „Der deutsche Einzelhandel ist in seiner Mehrheit wirklich erfolgsverwöhnt“, urteilt der IFH-Geschäftsführer. Zu lange hätten sich viele Unternehmen, als Beispiel dient ihm die Media-Saturn-Holding, auf ihren Lorbeeren ausgeruht und dringend erforderliche Veränderungen verschlafen. „Die sind natürlich schmerzhaft, mit viel Aufwand und auch Kosten verbunden“, sagt Dr. Kai Hudetz, „auch das Mindset muss umgestellt werden, liebgewordene Traditionen über Bord geworfen werden.“ Das Consumer Electronics-Unternehmen sei nur ein Beispiel, wie Firmenlenker hierzulande erst unter dem Eindruck verlierender Marktanteile Veränderungen in Angriff nähmen. „Dann ist es aber meist schon etwas spät.“
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Der Vertrieb über das Internet funktioniert in der Regel problemlos und störungsfrei. Doch wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Und wenn bei Marktplätzen wie Facebook oder Instagram aufgrund technischer Fehler vorübergehend die Lichter ausgehen, bricht bei Onlinehändlern Panik aus. Gebuchte Werbemaßnahmen können mitunter stundenlang nicht ausgespielt werden. Das schlägt sich natürlich auf den Umsatz nieder. Natürlich auch bei den Tech-Giganten, aber die könnten das eher verkraften als der durchschnittliche Facebook- oder Amazon-Händler.
Was kann aus solchen Fällen gelernt werden? Wir sollten uns nicht auf einen einzigen Kanal verlassen. Was eigentlich kein Problem darstellen sollte, gibt es doch inzwischen eine ganze Reihe von Marktplätzen. Andererseits sollten Dienstleister von technologischen Lösungen immer einen Plan B bereit haben. Es stell sich die Frage gibt es einen Backup, damit ich als Marktplatz den Betrieb nicht herunterfahren muss? Muss ich diesen technologischen Aspekt tatsächlich selbst in die Hand nehmen? Ich denke „Wenn es sich nicht um meine Kernkompetenz handelt, dann eher nicht.
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Welcher Hersteller träumt nicht davon, direkt an den Endkunden zu verkaufen, ohne Umwege über Zwischenhändler? Das erhöhe nicht nur die Margen, damit kann auch die gesamtheitliche Kundenerfahrung selbst gestaltet werden. Marktstudien belegten, dass der Verbraucher gerne auf Eigenmarken zurückgriffen.
Das Direct-to-Consumer-Geschäft, kurz D2C, werde in den nächsten Jahren ein stetiges Wachstum erfahren. Doch der Einstieg beziehungsweise Umstieg ins D2C sollte vorausschauend geplant werden. Als Hersteller musst du Marke werden, du brauchst vor allem die ganze Supply Chain und Logistik hintendran. Insbesondere der Aufbau einer Marke gehe über unzählig viele kleine Interaktionen. Das geht nicht mit ein paar Werbespots.
Wie soll der Verkauf abgewickelt werden? Über Stores oder über die eigene Webseite? Stores bieten ein tolles physisches Erlebnis, skalieren aber nicht stark. Dann doch besser der eigene Webshop? Wenn du dir sicher bist, dass dein Produkt funktioniert, dann ja. Wer noch Zweifel habe, dem empfehle ich den Umweg über den Marktplatz. Der bringt eine Menge Traffic und man sieht schnell, ob das Produkt läuft.
Letztlich stelle sich auch die Frage, ob man sich als Hersteller zutraut, den gesamten Online-Prozess selbst aufzubauen, oder ob man diesen Schritt in die Hände von externen Dienstleistern gibt. Wenn du es selbst machen willst, musst du unter anderem Themen wie digitales Marketing, Webdesign oder Backend-Prozesse verstehen. In jedem Fall sollte ein vernünftiger Businessplan mit ausreichendem Budget aufgesetzt werden. Ferner gilt es, für den Wandel zum D2C die richtigen Leute an Board zu holen.
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Wer als Unternehmen im Internet seine Waren verkaufen möchte, fühlt sich schnell zu Marktplätzen wie Amazon hingezogen. Das ist zwar der einfache Weg aber damit kommst du nicht direkt an den Endkunden ran. Das übergeordnete Ziel sollte vielmehr sein, den Kunden auf eine ganzheitliche Customer Experience zu locken. Es ist logisch, dass du als Marke sagst, ich will jetzt selbst an den Kunden rangehen, anstatt Margen beim Händler zu lassen. D2C, sprich Direct-to-Consumer, sei längst nichts Neues mehr, allein in den USA ist in diesem Segment zwischen 2017 und 2021 der Umsatz von sieben auf 21 Milliarden Dollar gestiegen.
Der Schlüssel zum Erfolg liege in einer geschickt durchdachten Customer Experience. Erfolgsgeschichten wie beispielsweise die von Apple oder Lego würden oftmals von völlig unterschiedlichen Konzepten begleitet. Apples Kerngedanke war und ist, die Kundenerfahrung auf dem Niveau der weltweit besten Hotels anzusiedeln. Das Maß aller Dinge ist bei den Kaliforniern konsequenterweise der Net Promoter Score, kurz NPS, mit dem auch führende Hotels die Zufriedenheit ihrer Kunden messen. Bei Lego hingegen ist neben einer durchdachten Customer Experience insbesondere den Service-Gedanken als besonderes Feature zu sehen.
Ich rate Unternehmen, bei der Entwicklung einer Brand Experience möglichst rasch in das Thema D2C einzusteigen. Je länger du mit diesem Schritt wartest, desto größer wird deine Abhängigkeit von den Händlern sein. Stellt sich nun die Frage, wie der Sprung in die Freiheit bewältigt werden kann. Es gibt keine Einheitslösung für alle. Die einen versuchen es über gezielte Marketingaktionen, andere über den Weg neu geschaffener Luxussegmente, die es nur im eigenen Webshop gibt, und andere wiederum gehen den Weg über den Aufbau einer neuen Marke. Deshalb stärkt den eigenen Webshop.
Ist dieser noch nicht vorhanden, müssen sich Marken auf viel Arbeit und relativ hohe Investitionen vorbereiten. Dabei musst du dich um verschiedene Disziplinen kümmern, angefangen vom digitalen Marketing, über SEO, die technische Umsetzung bis hin zum gesamtheitlichen Kundenprozess mit Zahlungssystemen, Lieferung und Gewährleistung. Dies ist ein langer und bisweilen steiniger Weg zu neuen Ufern, aber es ist ein erfolgreicher Weg, wie die Zahlen zeigen.
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Ob Google, Amazon, Facebook oder Apple – sie alle eint der immense Erfolg, den sie seit Jahren verbuchen. Aber bei genauerem Hinsehen wiesen sie auch eine sehr ähnliche Unternehmensstrategie auf. Sie verstehen es, auf geschickte Weise Kunden zu verführen und langfristig an ihr Unternehmen zu binden, und das ganz freiwillig. Die Menschen mögen diese Marken, das ist die DNA, die all diese Unternehmen vereint.
Firmen wie die GAFAs sprechen allesamt einen bestimmten Instinkt an, ferner zihen sie die besten Köpfe der Branche an und lockten mit üppigen Gehältern. Es ist eine Auszeichnung, für Google, Amazon und Co. gearbeitet zu haben sagt, danach steht dir die Welt offen. Doch damit nicht genug. Diese Tech-Riesen weisen nicht nur ein regelmäßiges hohes Wachstum auf, sie haben auch noch eine hohe Marge.
Dabei basiere ihre starke Finanzlage grundsätzlich auf zwei Haupteinnahmequellen. Zum einen auf den Recurring Revenues, zum anderen auf den sogenannten Rundles, der Kombination von Recurring Revenues und Bundles. Auch den Aspekt der vertikalen Integration haben die GAFAs längst perfektioniert. Apple hat nicht nur das Smartphone. Apple hat das Betriebssystem, den Marktplatz und nicht zuletzt die Apple Stores, die ihren Kunden eine ganz besondere Erfahrung bieten.
Zudem schafften es Apple und Co. immer wieder, ihre Produkte so zu erneuern, dass der Benjamin-Button-Effekt einschlägt. Während Kunden Produkte andere Unternehmen nach kurzer Zeit gelangweilt zur Seite legten, starteten die GAFAs regelmäßig neu durch. Und schlussendlich, bringen sie ihre Visionen mit perfekt inszeniertem Storytelling an den Kunden und diese Geschichten führen wiederum dazu, dass die Margen erhöht werden.
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