Die USA ziehen sich aus Syrien zurück, die Türkei besetzt das Vakuum und beginnt die Offensive gegen die Kurden. Ihr Ziel ist es, einen Kurdenstaat zu verhindern, die bewaffneten, kurdischen Milizen sieht die türkische Regierung als Terroristen an. Die syrische Armee wiederum ist nun den Kurden zu Hilfe geeilt, erobert auf diesem Wege aber auch den Norden Syriens wieder zurück. Entlang der türkisch-syrischen Grenze ist also ein Krieg im Gange, der durch den Rückzug der US-Armee ausgelöst wurde. Und nun verurteilen die USA die türkische Offensive in scharfen Worten, kündigen massive Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei an. Welche Strategie dahinter? Josef Braml, USA-Experte bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, glaubt, dass die Reaktionen seitens Trump auf Erdogans Offensive angesichts der sich zuspitzenden Lage in der Region hauptsächlich dem innenpolitischen Druck geschuldet sind.