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In dieser Episode hinterfragt Guido Baltes die verbreitete christliche Behauptung, die Juden zur Zeit Jesu hätten einen militärischen Messias erwartet, der die Römer gewaltsam vertreibt. Er zeigt, dass dieses Bild weder dem Neuen Testament noch jüdischen Quellen entspricht: Viele Juden sahen die Römer sogar positiv, weil sie Religionsfreiheit ermöglichten, und nirgends findet sich der Vorwurf, Juden hätten Römer grundsätzlich gehasst. Auch die Vorstellung eines bewaffneten Messias ist in den biblischen und frühjüdischen Texten äußerst selten und kommt fast nur in Randgruppen wie Qumran oder den Psalmen Salomos vor. Stattdessen dominieren Erwartungen eines geistlichen Friedensreiches oder einer endzeitlichen Rettung durch Gott selbst – nicht durch einen militanten Messias. Baltes zeigt so, dass der oft konstruierte Gegensatz „militaristische Juden vs. friedlicher Jesus“ ein christliches Zerrbild ist und historisch nicht trägt.
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By Detlef Kühlein5
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In dieser Episode hinterfragt Guido Baltes die verbreitete christliche Behauptung, die Juden zur Zeit Jesu hätten einen militärischen Messias erwartet, der die Römer gewaltsam vertreibt. Er zeigt, dass dieses Bild weder dem Neuen Testament noch jüdischen Quellen entspricht: Viele Juden sahen die Römer sogar positiv, weil sie Religionsfreiheit ermöglichten, und nirgends findet sich der Vorwurf, Juden hätten Römer grundsätzlich gehasst. Auch die Vorstellung eines bewaffneten Messias ist in den biblischen und frühjüdischen Texten äußerst selten und kommt fast nur in Randgruppen wie Qumran oder den Psalmen Salomos vor. Stattdessen dominieren Erwartungen eines geistlichen Friedensreiches oder einer endzeitlichen Rettung durch Gott selbst – nicht durch einen militanten Messias. Baltes zeigt so, dass der oft konstruierte Gegensatz „militaristische Juden vs. friedlicher Jesus“ ein christliches Zerrbild ist und historisch nicht trägt.
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