Keimelion - Schätze des Wissens

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Keimelion - Schätze des Wissens episodes

  • Flandrisches Horarium
    Cim. 84 (= 8° Cod. ms. 432)
    Flandrisches Horarium
    Entstehungsort: Flandern (vermutlich Brügge)
    Entstehungszeit: um 1460
    Provenienz: Die in einer sorgfältigen italienischen oder spanischen Rotunda in grau-brauner Tinte von einer Hand verfaßte Pergamenthandschrift mit 13 Miniaturen zeigt im Buchschmuck alle Merkmale der Werkstatt Willem Vrelants um 1460 bis 1470 in Brügge. Das spätmittelalterliche Stundenbuch stammt aus der Sammlung Orban. Der Jesuit Ferdinand Orban (1657-1732) baute mit finanzieller Unterstützung des bayerischen Kurfürsten ein Raritätenkabinett auf, wofür in Ingolstadt ein besonderes Ausstellungsgebäude, der „Orbansche Saal“, eigens errichtet wurde. Die gesamte Sammlung übernahm nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 die Universität, die sie noch in Landshuter Zeit als geschlossene Sammlung aufbewahrte, später jedoch auf einzelne Universitätssammlungen verteilte.
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  • Figurae Eclipsium 1554-1599
    Cim. 106 (= 2° Cod. ms. 596)
    Leowitz, Cyprian von
    Figurae Eclipsium 1554-1599
    Entstehungsort: vermutl. im süddeutschen Raum
    Entstehungszeit: Zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts
    Provenienz: Bei der in einer humanistischen Kursive von einer Hand verfassten Papierhandschrift handelt es sich in weiten Teilen um die Abschrift des Druckwerkes, das 1556 in Augsburg erschien; in ihm legte der böhmische Astronom und Mathematiker Cyprian von Leowitz (wohl 1514-1574) die Sonnen- und Mondfinsternisse von 1554 bis 1606 dar. Der Schreiber der Handschrift ist unbekannt, die 55 durchgehend kolorierten, großen Federzeichnungen bestechen durch eine ausgeprägt filigrane Chromatik. Die lateinische Handschrift stammt aus dem Besitz des bayerischen Staatskanzlers und über die Grenzen Bayerns hinaus bekannten Mathematikers Johann Georg Herwarth von Hohenburg (1553-1622), dessen herausragende Sammlung 1656 an das Jesuitenkolleg in Ingolstadt ging. Nach dessen Auflösung 1773 kam die Handschrift an die UB Ingolstadt.
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  • Sammelband von 14 Drucken mit historischen Dichtungen der Frühen Neuzeit
    Cim. 71 (= 4 P.germ. 235)
    Sammelband von 14 Drucken mit historischen Dichtungen der Frühen Neuzeit
    Entstehungsort: Nürnberg, Basel, Augsburg u. a.
    Entstehungszeit: 1520-1782
    Provenienz: Die Herkunft des Sammelbandes in einem Halbleineneinband des 19. Jahrhunderts mit zum Teil äußerst seltenen Drucken ist unbekannt. Nur der elfte Titel enthält einen handschriftlichen Besitzvermerk des Ingolstädter Jesuitenkollegs. Die frühneuzeitlichen Drucke dürften als Säkularisationsgut in die UB Landshut nach 1803 gelangt und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Sammelband vereinigt worden sein.
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  • 30 Briefe der Familie Grimm
    Cim. 92 (= Nachlass Adalbert Kuhn)
    Grimm ,
    30 Briefe der Familie Grimm
    Entstehungsort: Berlin
    Entstehungszeit: 1847-1865
    Provenienz: Die Sammlung enthält 25 Briefe von Jakob Grimm (1785-1863), einen Brief von Wilhelm Grimm (1786-1859), einen Brief von Auguste Grimm (Tochter Wilhelm Grimms), zwei Briefe von Herman Grimm (1828-1901, Sohn Wilhelm Grimms) und einen Brief von Dorothea Grimm (Frau Wilhelm Grimms). Die Briefe befanden sich ursprünglich im Nachlass des Indogermanisten Adalbert Kuhn (1812-1881) und wurden 1985 in den Zimelienbestand überführt.
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  • Motettensammlung: Sechs ausgelöste Pergamentstreifen
    Cim. 44a(Beilage (= 8° Cod. ms. 322-325)
    Motettensammlung: Sechs ausgelöste Pergamentstreifen
    Entstehungszeit: 16. Jahrhundert
    Provenienz: Die mit braunem Kalbsleder auf Pappe gebundene Papierhandschrift stammt aus dem Besitz des Schweizer Humanisten und Universalgelehrten Heinrich Loriti Glareanus (1488-1563) und wurde in Einzelteilen von ihm selbst geschrieben; Hauptschreiber der Musikhandschrift war jedoch Martinus Besardos, ein Schüler Glareans. Glareans Bibliothek erwarb der spätere Augsburger Bischof Johann Egolph von Knöringen (1537-1575) während seiner Freiburger Studienzeit; er vermachte seine über 6.000 Bände zählende Bibliothek als Stiftung 1573 der UB Ingolstadt.
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  • Motetten: Pergamentstreifen
    Cim. 44b(Beilagen (= 8° Cod. ms. 326-327)
    Motetten: Pergamentstreifen
    Entstehungszeit: Spätmittelalter
    Provenienz: Die 1974 restaurierte Musikhandschrift im Pappband mit beschriebenem Pergament stammt aus dem Besitz von Narcissus Zänckl aus Murnau, der 1539 an der Universität Ingolstadt immatrikuliert war. Das Stimmbuch trägt erst einen Besitzvermerk der Universitätsbibliothek aus Landshuter Zeit.
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  • [Sammelhandschrift: Chronicorum Canones, Chronica Gallica, Annales Weissenburgenses, Chronicon Laurissense breve, Nomina regum Francorum]
    Cim. 73 (= 2° Cod. ms. 6)
    Eusebius u. a. ,
    [Sammelhandschrift: Chronicorum Canones, Chronica Gallica, Annales Weissenburgenses, Chronicon Laurissense breve, Nomina regum Francorum] Entstehungsort: Lotharingien und Weißenburg im Elsass
    Entstehungszeit: 11. Jahrhundert
    Provenienz: Die in das 11. Jahrhundert datierende Sammelhandschrift in einem Pergamenteinband mit blindgepresstem Schweinslederrücken aus dem 16. Jahrhundert stammte aus dem Besitz des Augsburger Bischofs Johann Egolph von Knöringen (1537-1575), der 1573 seine über 6.000 Bände zählende Bibliothek als Stiftung der UB Ingolstadt vermachte.
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  • Kleider-Büch der regierenden Fürsten und Herzogen in Beyeren von Anno 1508-1566
    Cim. 105 (= 2° Cod. ms. 402)
    Kleider-Büch der regierenden Fürsten und Herzogen in Beyeren von Anno 1508-1566
    Entstehungsort: vermutlich Augustinerchorherrenstift Beuerberg
    Entstehungszeit: 18. Jahrhundert
    Provenienz: Die frühneuzeitliche Handschrift in einem Halbledereinband des 18. Jahrhunderts zeichnet sich durch 115 durchgehend kolorierte, große Federzeichnungen aus. Sie stammt aus dem Vorbesitz des Augustinerchorherrenstifts Beuerberg, aus dessen Bibliothek 439 Bücher im Zuge der Säkularisation 1803 in die UB Landshut gelangten. Vergleichsexemplare des Hofkleiderbuchs befinden sich in der Bayerischen Staatsbibliothek München (Cgm 1950-1952), bei Cim. 105 handelt es sich jedoch um das vollständigste Exemplar.
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