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Bauernproteste, Bahnstreiks und Schnee - Deutschland steht still, aber in der Nähe von Potsdam bewegt sich etwas. Leider nichts Gutes, denn dort trafen sich im November 2023 führende Mitglieder der AfD, Werteunion und Wirtschaft mit faschistischen Ideologen um einen Plan zur Vertreibung eines Drittels der deutschen Bevölkerung auszuformulieren. Der Begriff "Remigration" wurde prompt Unwort des Jahres und treibt uns seither um.
In dieser Folge sprechen wir kurz über die Bauernproteste und darüber, warum Marx den Bauern eine Art Mittlerposition zwischen Arbeit und Kapital zuschrieb. Dann widmen wir uns der Correctiv-Recherche zu besagtem Treffen rechtsradikaler Kräfte. Wir klären darüber auf, was Pläne und Methoden dieser Gruppen sind und diskutieren, was demokratische Kräfte tun können, um sich gegen diese Bedrohung der Demokratie zu wehren.
Quellen
Hat der Universalismus eigentlich noch eine Chance? Wir betrachten drei aktuelle Schauplätze und gewichten universalistische Argumente gegen die Zwecklogik des Neoliberalismus:
In den Schulen zeigt sich dies sehr deutlich: unser Bildungssystem hat den Versuch gestartet von Bildungs- auf Kompetenzorientierung umzustellen, was ihm nur schwerlich gelingt, wie die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen. Wir kritisieren ausdrücklich den PISA-Test als Verfahren um Bildungserfolge zu messen.
In Gaza und Israel herrschen schreckliche Zustände. In dieser Folge werfen wir einen - notwendigerweise - unvollständigen Blick auf den Konflikt und plädieren dafür, dass das "Aber" als logische Operation und Konjunktion zweier Satzteile in unseren Debatten wieder zugelassen wird, damit wir dialektisch denken können.
Zuletzt sprechen wir über Russland und die Ukraine und hoffen - kriegsmüde -, dass es bald zu Verhandlungen kommen wird.
Wir wünschen Euch und Euren Lieben ein frohes, gesundes und friedliches Jahr 2024. Alles Gute!
Quellen
Irgendwie hängt doch alles mit allem zusammen. Da ist Klaus Weselsky, der Chef der Lockführergewerkschaft GDL, der die Bahnstreiks verteidigt und dem Bahn-Management Versagen vorwirft. Da sind deutsche Milliardäre, die offenbar viel mehr Geld haben, als zunächst geglaubt und über Leistung und ihre Opferrolle sprechen. Und da ist Adam Tooze, ein englischer Wirtschaftshistoriker, der findet die Schuldenbremse sei Angst vor der Freiheit.
Das sind alles verschiedene Seiten des gleichen Problems, das sich Neoliberalismus nennt. Wir weben einen roten Faden durch diese Teilaspekte und denken, dass es nicht nur auf das richtige "mindset" ankommt, um erfolgreich zu sein.
Quellen
Wer hätte gedacht, dass eine Zahl so sexy sein kann wie die magische Schuldenquote von 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts? Wer braucht schon Bildung, Gesundheit oder Infrastruktur, wenn wir doch auf die vielzitierte schwäbische Hausfrau setzen können?
Allem Zynismus zum Trotz nehmen wir uns dem leidigen Thema der Schuldenbremse und dem Bundesverfassungsgerichtsurteil an. Hört rein – es wird spannender, als ihr denkt!
Quellen
Was haben Hubert Aiwanger und die vermeintlichen Superhelden von "Gen V" gemeinsam? Richtig, eigentlich gar nichts. Dennoch sieht man an beiden Stellen einen Hang zur Selbstviktimisierung. Wenn das Individuum in den Fokus der Politik gerückt wird, verdrängt es das Gemeinwohl. Unorganisiert werden dann Individualinteressen verfolgt und Kritik wird immer nur als Teil einer großen Verschwörung gesehen, anstatt inhaltlich verhandelt zu werden. Die inhaltliche Ebene verschwindet und Res Publica verkommt zu einer belanglosen Politisierung, die überall stattfindet und nichts bewegt. Dieses Phänomen beschreibt der belgische Philosoph Anton Jäger als Hyperpolitik, ein Konzept, das wir für euch in dieser Folge besprechen.
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The Postmodernist Drinking Song heißt das neue - und wahrscheinlich einzige - Lied von Jordan B Peterson. Sind wir kriegstüchtig genug, um diesen Kulturkampf auszuhalten? In dieser Folge spannen wir einen Bogen von Boris Pistorius' Aussagen zur Kriegstüchtigkeit der deutschen Gesellschaft über den im Netz tobenden Kulturkampf hin zur Parteineugründung des Bündnis Sahra Wagenknecht. Wir fragen uns, ob ein linker Konservatismus, den die Partei postuliert, unsere - vermeintlich - geteilte Gesellschaft wieder zusammenführen und die Mär der Kulturkämpfe auflösen kann.
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"In der Bibel steht geschrieben, du sollst auch deine Feinde lieben." Aber geht das überhaupt?
In dieser Folge widmen wir uns einem der faszinierendsten, aber auch herausforderndsten Aspekte menschlicher Beziehungen: Der Feindschaft. Gerade im Lichte aktueller geopolitischer Entwicklungen ist es wichtig den Ursprüngen menschlicher Feindschaft auf den Grund zu gehen und zu untersuchen, wie sie unser Denken, Handeln und die Gesellschaft insgesamt beeinflusst.
Dabei werden der Feindschaft nicht nur schlechte Auswirkungen zugeschrieben. Wenn sie in einer Gesellschaft erfolgreich gezügelt wird, können - so z.B. der Philosoph Wilhelm Schmid - ihre Produktivkräfte freigesetzt werden und sie, in Form von Gegnerschaft, durchaus kreativ sein.
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Habt ihr euch heute schon auf den nächsten Weltkrieg vorbereitet? In einer Zeit, die von kontinuierlichen Krisen und Problemen geprägt ist, erfreut sich eine Bewegung großer Beliebtheit: Die Prepper. Auf Plattformen wie YouTube und in sozialen Medien sind sie allgegenwärtig. Doch was fasziniert die Menschen an diesem Phänomen, tausende von Euros in die Vorbereitung auf Ereignisse zu investieren, die möglicherweise nie eintreten werden? Warum versetzen sich Menschen in Untergangsszenarien und bereiten sich darauf vor?
In dieser Episode werden wir das Phänomen der Prepper aus einer ideologiekritischen Perspektive analysieren. Denn es ist unbestreitbar, dass die Individualisierung der Krisen, die Verschiebung von Verantwortung auf das Individuum und der Abbau staatlicher Strukturen die Menschen dazu bewegen, sich auf das Unbekannte vorzubereiten – und dies steht im Zusammenhang mit dem Neoliberalismus. Wie genau dieses Zusammenspiel funktioniert, könnt ihr in der kommenden Episode erfahren.
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Was bedeutet es, wenn man mental in Disneyland lebt? Und welche Konsequenzen hat es, wenn man glaubt, dass dies für alle gilt? In der Realität sind wir alle zu Hause. Aber für manche von uns gibt es dort noch mehr - eine Realität Plus sozusagen. Dies stimmt auch für die deutsche Außenpolitik.
In dieser Folge sprechen wir über die BRICS-Staaten und das Konzept der Hyperrealität. Das Konzept der Hyperrealität wurde von dem französischen Philosophen Jean Baudrillard geprägt. Er beschreibt damit eine Welt, in der die Realität durch Simulationen und Medienbilder ersetzt wird. In einer hyperrealen Welt ist es nicht mehr möglich, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.
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Was ist eigentlich mit der Linkspartei los? Während C. Lindner (oder Christian L.) die - im Großen und Ganzen gescheiterte - Kindergrundsicherung als das letzte sozialpolitische Projekt dieser Legislaturperiode bezeichnet, um damit sein eigenes Wählerklientel zu beruhigen, die SPD eine rigide Flüchtlingspolitik fährt und, von oben verordnet, die Null schwarz hält und sich die AfD auf 20% der Wählerstimmen freuen kann, ist DIE LINKE nur noch im Streit vereint. Zuletzt hatte die Nominierung Carola Racketes für die Europawahl zu internem Aufruhr geführt. Wir besprechen ein Interview mit der (ehemaligen) Flüchtlingsaktivistin, die durch ihren Einsatz im Mittelmeer bekannt geworden ist, und kommen zu dem Schluss, dass sie - bei allem Verdienst - nicht die Richtige ist, um die Linkspartei zu repräsentieren.
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