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In Frankreich brennen Autos, in Deutschland fahren keine Züge. Europa wird von einer Streik- und Protestwelle überzogen, die vielleicht längst überfällig gewesen ist. Wir philosophieren über den Streik als Mittel um Fortschritt zu schaffen und die Zivilisation voranzubringen. Dabei kommen die Lindners und Macrons dieser Welt wieder ein mal schlecht weg. Ihre Politik der sozialen Kälte trägt maßgeblich zur Popularisierung rechter Positionen bei, weswegen die Streiks, als Korrektiv, eine wichtige letzte Barriere gegen den Neoliberalismus sind.
Rund 17% der Menschen in Deutschland sind von relativer Armut betroffen. Insbesondere Rentnerinnen, Alleinerziehende, Menschen mit drei oder mehr Kindern und Erwerbslose sind armutsgefährdet. Wie es dazu kommem kann, dass in einem so reichen Land wie Deutschland jedes fünfte Kind in Armut leben muss und was dagegen getan werden kann, besprechen wir in dieser Folge.
Quellen
Amazon macht es, die FIFA tut es und auch kleinere Unternehmen, wie der Liederdienst Gorillas, bedienen sich einer Marketingstrategie, die als „woke“ bezeichnet werden kann. Dabei werden vermeintlich linksliberale Symbole, wie die sog. Pride-Flagge, mit einer progressiven Rhetorik verknüpft, um das eigene Unternehmen für eine bestimmte Zielgruppe attraktiv zu machen. Dass die Gerechtigkeit im „woke capitalism“ kaum mehr als eine beigeordnete Rolle spielt, zeigt sich dadurch, dass die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer in diesen Unternehmen oft prekär sind. Kurzum gilt: was an materiellen Investitionen ausbleibt – also z.B. in Form von besseren Löhnen an die Arbeiter weitergegeben wird – wird in Form von „virtue signalling“ – also der Bereitschaft zu zeigen, dass man auf der „richtigen“ Seite steht – ausgeglichen.
In der neuen Folge analysieren und kritisieren wird dieses Phänomen anhand von Beispielen und versuchen zu zeigen, dass der „woke capitalism“ kein Weg in die Emanzipation bestimmter marginalisierter Gruppen ist.
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Quellen
"Bist du Glücklich?" - dieser Frage begegnen wir nicht nur in regelmäßigen Abständen auf vielerlei Kanälen der sozialen Medien, sondern auch, wenn zum Jahreswechsel die spirituelle Retrospektive der vergangenen 365 Tage ansteht. Glück ist zu einem zentralen Ziel unserer Gesellschaft geworden. Jegliche Produkte, die zu Verkauf beworben werden, versprechen uns glücklich zu machen.
Aber wie steht es um die Glücksindustrie selbst? Kann mal das Glück direkt feilbieten? Seit einiger Zeit wird dies z.B. durch Achtsamkeitstrainings versucht. Wir analysieren dies als kapitalistische Logik, die zu einer Individualisierung von gesellschaftspolitischen Problemen führt und dadurch dem Fortschritt nicht zuträglich ist.
Quellen:
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