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Was implizieren die Begriffe „Flüchtlinge“ und „Geflüchtete“? Wie funktioniert das Dublin-Abkommen? Ist die Asylpolitik der EU zukunftsfähig?
In dieser Folge sprechen wir mit Migrationsexpertin Maria Ullrich über die Bemühungen der EU, (vermeintlich) bessere Standards für Schutzsuchende zu schaffen. Wir diskutieren verschiedene Ansätze zur Kategorisierung von Migranten und Geflüchteten und beleuchten die Kritik am Dublin-System. Wir betrachten dazu die Situation an den EU-Außengrenzen und stellen die Frage nach dem Zugang zu politischer Subjektivität für Schutzsuchende. Zudem thematisieren wir den Verlust von Sprache, Fluchtursachen und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Flüchtlingspolitik.
Quellen
Kaum ist man mal sechs Wochen nicht da, geht es drunter und drüber in Europa. In Frankreich brennen Autos, in Griechenland der Wald und England geht den Bach hinunter. Aber auch hierzulande war einiges los, das uns beschäftigen muss: Die Alternative für Deutschland liegt in der Sonntagsfrage bei 20%, stellt in Sonneberg einen Landrat und ihr Europawahl-Kandidat gibt ungefragt Dating-Tipps. Ist also mal wieder Zeit für 'ne ordentliche Analyse. Deswegen diskutieren wir in dieser Episode die Strategie der AfD und ihre Auswirkungen auf die politische Landschaft in Deutschland. Wir betonen die Bedeutung von Diskurs und Hegemonie sowie die Notwendigkeit einer linken Klassenpolitik, um die Rechte dauerhaft von der Macht fernzuhalten.
In der Sommerpause laden wir Euch hörenswerte Folgen unseres alten Podcasts Bezüglich Bildung hoch. Viel Spaß beim hören!
Wie sähe eine Welt ohne Lobbyistinnen und Immobilienmakler aus? In seinem 2018 veröffentlichten Werk, erläutert der US-amerikanische Anthropologe David Graeber die völlige Entkopplung von Sinnhaftigkeit der Arbeit und ökonomischer Vergütung und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Nutzen für die Gesellschaft und (ökonomische) Anerkennung korrelieren auf eine absurde Weise nicht mehr. Die sog. "Bullshit Jobs" definiert er als Arbeitsstellen, die selbst für die Individuen, die sie ausführen, kaum einen Sinn haben, jedoch gut bis sehr gut bezahlt werden. Wir durchleuchten die „Bullshit Jobs“ aus einer Bildungsperspektive und schließen, dass es sich bei dieser Form der Arbeit um ein Phänomen der Un- bzw. Anti-Bildung handelt.
In der Sommerpause laden wir Euch hörenswerte Folgen unseres alten Podcasts Bezüglich Bildung hoch. Viel Spaß beim hören!
Ist Bildung die Grundvoraussetzung für gesellschaftlichen Aufstieg? Viele scheinen diese Auffassung zu vertreten. Dabei wird gesellschaftlicher Aufstieg oft mit Gerechtigkeit verwechselt. Aber: Das Prinzip des gesellschaftlichen Aufstiegs durch Bildung ist immer darauf angewiesen, dass einige nicht aufsteigen können. Anstelle eines Fokus auf gesellschaftlichen Aufstieg könnte eine Veränderung der Gesellschaftsstrukturen, die prekäre Verhältnisse erst erzeugen, nötig sein. Mit dem Bildungsbegriff, der diesem Aufstiegsnarrativ zugrunde liegt, setzen wir uns in dieser Folge auseinander.
„Faulheit […] vermutlich weniger eine Kategorie der wissenschaftlichen Definition als eine der praktischen protestantischen Ethik, des Volksmundes und der Ratgeberliteratur. Und ein Zuschreibungsbegriff von Fleißigen,“ sagt Stephan A. Jansen. Kurz nach Beginn der Sommerferien gehen wir der Faulheit auf den Grund und identifizieren den Begriff als Werkzeug zur Diskreditierung anderer, politischer Einflussnahme und des Systemerhalts. Dabei kann das Nichtstun im Sinne der Muße etwas Produktives sein – sofern man es sich leisten kann.
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Der Fall Julian Assange zeigt, zu welchen Gräueltaten westliche Demokratien fähig sind. Der australische Journalist, Aktivist und Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks wurde bekannt für die Veröffentlichung vertraulicher Regierungsdokumente und geheimer Informationen. Nicht nur die aufgedeckten Kriegsverbrechen der USA, sondern auch der Umgang mit dem Journalisten selbst sind Zeichen eines Werteverfalls, in dem Demokratie und Pressefreiheit eine untergeordnete Rolle spielen.
Nachdem er im Jahr 2010 in Schweden wegen Vorwürfen sexueller Nötigung und Vergewaltigung angeklagt wurde, befürchtete Assange, dass seine Auslieferung nach Schweden zu einer Auslieferung an die USA führen könnte, wo ihm ein Prozess wegen Spionage und Geheimnisverrats drohte. Assange suchte Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft in London und lebte dort von 2012 bis 2019.
Während seiner Zeit in der Botschaft setzten sich verschiedene Regierungen für seine Auslieferung ein, darunter die USA und Großbritannien. Im April 2019 wurde er schließlich aus der Botschaft ausgewiesen und von der britischen Polizei festgenommen.
Wir betrachten den Fall Assange im zweiten Jahr der Zeitenwende und sehen in ihm auch eine Chance. Eine sofortige Freilassung Assanges könnte nach innen und außen signalisieren, dass die Pressefreiheit ein Recht ist, das geschützt wird.
Quellen
Was ist Freiheit? Ist es im Porsche mit 200 km/h über die Autobahn zu fliegen? Sind es die zwei Familien, denen die Hälfte des deutschen Vermögens gehört? Oder das grenzenlose Verlangen, Steuern zu senken?
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Während wir uns darüber freuen, dass unsere Maschinen immer interaktiver werden und, seit Ende 2022 ChatGPT der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, sogar mit uns "reden" können, warnen manche davor, dass wir Menschen dadurch immer "interpassiver" werden. In dieser Folge befassen wir uns mit den möglichen Auswirkungen dieser neuen technischen Entwicklung in der KI-Branche und sprechen darüber, was deren Einsatz in Zukunft für die Menschheit bedeuten könnte. Wir philosophieren über Robert Pfallers Konzept der Interpassivität, denn - ganz ehrlich - erklären wie KI funktioniert, können wir nicht. Außerdem sprechen wir über Soziale Medien, das Internet und warum Flos Spülmaschine vielleicht in Zukunft nicht mehr funktioniert.
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Kunstwerke treffen auf Tütensuppe, Berlin soll lahmgelegt werden und in Deutschland ist eine Diskussion darüber entbrannt, was Klimaproteste dürfen. Wir besprechen die Aktionen der "Letzen Generation" und finden, dass Demokratie Disruption braucht, um sich entwickeln zu können. Außerdem erscheint uns die Debatte problematischer, als die eigentlichen Aktionen, da sie sich zu radikalisieren scheint. Zum Schluss wird's philosophisch und wir besprechen das Handlungspotenzial des Menschen im Anthropozän.
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Seit mehr als einem Jahr befindet sich der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine in einer erschreckenden Eskalationsstufe. Täglich hören und lesen wir von den unvorstellbaren Greueltaten, die dieser Krieg zwangsläufig mit sich bringt. Der Konflikt hat nicht nur zahlreiche Opfer auf beiden Seiten gefordert, sondern auch die politische Landschaft Deutschlands nachhaltig beeinflusst. Insbesondere die Frage nach Waffenlieferungen hat hierbei zu hitzigen Debatten geführt. In dieser Episode diskutieren wir gemeinsam mit dem Militärhistoriker Daniel Friesen die aktuellen Entwicklungen des Krieges und versuchen, diese aus einem historischen Blickwinkel zu analysieren. Dabei stellt sich vor allem die Frage, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um den Krieg endlich zu beenden.
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