Curtis Yarvin ist kein Politiker, kein Agitator – er ist der Systemarchitekt einer neuen Rechten. Unter dem Pseudonym Mencius Moldbug erklärte er die Demokratie zum „defekten Betriebssystem“ und entwarf stattdessen eine Welt aus souveränen Firmenstaaten, den sogenannten SovCorps, geführt von CEO-Monarchen. Seine Vision: Bürger als Kunden, Politik als Produkt, Freiheit als Kündigungsrecht. Was wie eine dystopische Theorie klingt, prägt längst die politische Praxis – von Silicon Valley bis Washington. J.D. Vance, heutigerUS-Vizepräsident, greift Yarvins Ideen offen auf und fordert die „Entmachtung der Kathedrale“: die Zerschlagung des Verwaltungsstaats zugunsten starker Exekutivherrschaft. Yarvin liefert damit den Code für eine neue Form des Autoritarismus – technokratisch, effizient, smart. Wer Vance verstehen will, sollte ihn kennen.