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Alleine im Studio arbeitete sich unsere Podcasthost Catharina in der 15. Klassik Ultras Folge durch die tieftraurige Musik von Peter Tschaikowsky. Seine 6. Sinfonie, die auch sein letztes Werk ist, trägt den programmatischen Titel „Pathetique“. In jeder einzelnen Note steckt ein Stück Lebensgeschichte des Komponisten, als sei die Musik ein Spiegel seiner Erfahrungen. Eine Gefühlsreise zwischen schmerzvoller Sehnsucht und strahlender Hoffnung.
Tickets für unser 1. Philharmonisches Konzert am Fr, 23. Sept. 2022 im Pfalzbau Ludwigshafen gibt es hier.
Die Klassik Ultras feiern ihren 1. Geburtstag! Ein Grund zu feiern und das gemeinsam mit einem Stargast, der in dieser Folge ganz genau von den beiden Hosts unter die Lupe genommen wird. Freut euch auf eine spektakuläre Spezialfolge und erfahrt allerhand Spannendes über das Festival Modern Times, mit dem die Staatsphilharmonie im September in die neue Saison startet.
Ihr versteht die englische Sprache nicht so gut? Dann gibt es hier für euch die deutsche Übersetzung von Michael Francis' Antworten auf unserer Webseite: https://www.staatsphilharmonie.de/de/podcast-klassik-ultras/
Wie alles begann – Der junge, aus einfachen Verhältnissen stammende Johannes Brahms ist auf Wanderschaft am Rhein. Er macht Station beim Ehepaar Robert und Clara Schumann. Alles scheint harmonisch: Schumann schreibt eine Lobeshymne über Brahms' Kompositionstalent, außerdem spielen die Männer Schach und rauchen Pfeife. Doch in der Luft liegt bereits Katastrophenstimmung: Brahms hat einen Blick auf die Herzdame des Hauses geworfen…
Es gibt zahlreiche Geschichten und Anekdoten um Clara Schumann und Johannes Brahms, der nach Robert Schumanns Selbstmordversuch der Pianistin unter die Arme griff. Während sie auf Konzertreise ging, hütete er Clara und Roberts Kinder. Nachdem Robert Schumann 1856 starb verfiel Clara in eine tiefe Trauer, die auch Johannes Brahms nicht mildern konnte.
Einige Jahre später begegneten die beiden sich noch einmal in der Nähe von Baden-Baden. Clara und Brahms musizieren gemeinsam, gehen spazieren, führen lange Gespräche – aber sie finden nicht mehr zusammen. 1888 fordert Clara die Briefe zurück, die sie an ihn geschrieben hat. Sie treffen sich und tauschen die Briefe. Ernüchtert wirft Brahms seine Briefe in den Rhein – auf einer Dampferfahrt bei Mannheim!
Was das alles mit Brahms 1. Sinfonie zu tun hat, die beim 5. Philharmonischen Konzert unter der Leitung von Alexander Prior erklingen wird, erzählt euch diese Podcastfolge. Und wer das wundervolle Clara Thema in Brahms' 1. Sinfonie hören möchte, der kommt doch einfach am 13. Mai um 19.30 Uhr in den Pfalzbau nach Ludwigshafen. Tickets gibt es unter: https://www.staatsphilharmonie.de/de/programm/kostbarkeiten/1203
Nach dem Tod von Ludwig van Beethoven 1827, welcher der ehrfurchtsvollen Nachwelt neun alles überstrahlende Sinfonien hinterließ, setzte man alle Hoffnungen auf Johannes Brahms. Bevor der junge Komponist eine einzige Note zu Papier gebracht hatte, kündigte ihn Robert Schumann bereits in seiner „Neuen Zeitschrift für Musik“ als den „Berufenen“ an. Deshalb arbeitete Brahms, experimentierte und verwarf über 14 Jahre lang seine Kompositionen, bis er mit dem Ergebnis seiner 1. Sinfonie zufrieden war. Von dem darin entwickelten Kompositionsprinzip wich er dann aber auch in seinen folgenden Sinfonien nicht mehr ab. Das bedeutet bei Brahms, dass er im Gegensatz zu Beethoven, der das Finale, sprich den Schluss, zum absoluten Höhepunkt erkor, seine Sinfonien aus einer winzigen Keimzelle, einer kleinen Melodie, die gleich zu Beginn ertönt, entstehen ließ. Arnold Schönberg sollte dieses Verfahren später einmal als „entwickelnde Variation“ bezeichnen; ein Verfahren, das es erlaubt aus einem kleinen Thema die Tragfläche einer ganzen Sinfonie zu erarbeiten.
Wer dieses Prinzip live erleben möchte, der kommt am Besten am Sonntag, den 10. April in den Mannheimer Rosengarten, wo unter der Leitung von Chefdirigent Michael Francis die vierte Sinfonie von Johannes Brahms erklingen wird. Daneben ertönen an diesem Abend Werke von Rihm, Strauß und Ravel. Solistin des Abends ist die Violinistin Tianwa Yang.
Fußball und Klassik haben nichts miteinander zu tun? Weit gefehlt. Lasst euch von den Klassik Ultras eines Besseren belehren, denn es gibt zahlreiche spannende Parallelen zwischen Klassik und Fußball. Und überhaupt, viele Komponisten waren brennende Fußballfans. So auch der britische Komponist Edward Elgar, dessen Cellokonzert in dieser Episode im Mittelpunkt steht.
Berühmt wurde Edward Elgar jedoch durch eine ganz andere Komposition. Ein Werk, das viel mehr eine Hymne ist, und die - und das ist nicht übertrieben - wirklich jede*r kennt. Die Rede ist von der inoffiziellen Nationalhymne Großbritanniens "Land of Hope and Glory", die der Brite 1902 auf Anfrage des Thronfolgers Edward VII. schrieb. Sie ist bis heute ein Triumph, gleichzeitig jedoch für Elgar auch die Tragödie seines Lebens. Denn Elgar musste erkennen, dass Tod und Leid sein populäres Werk begleiten: Feierte sich das imperiale Reich Großbritanniens mit diesem Stück doch selbst und zog damit Anfang des 20. Jahrhunderts in zahlreiche Kriege.
Elgar blieb nur ein Ausweg: Er zog sich vollkommen zurück. Doch zum Ende seines Lebens hinterließ er uns ein letztes Werk, das noch einmal die gesamte Bandbreite seines Könnens zeigt. Er schuf eine weitere Hymne, das Cellokonzert in e-Moll.
Für gewöhnlich nummerieren Komponist*innen ihre Werke chronologisch nach einem bestimmten Schema, um die Entwicklung ihres Stückekanons für ihre geneigte Zuhörerschaft nachvollziehbar zu machen. Anton Bruckner, so eigenwillig, wie er eben nun mal war, ging jedoch anders vor. Seine Sinfonie in d-Moll betitelte er als die "Nullte" und das nicht, weil sie vor seiner ersten Sinfonie fertig wurde. Nein, vielmehr erhielt diese Sinfonie ihren Namen, weil sie - in seinen Augen - einfach nur schlecht, ja eben eine Nullnummer ist.
Anfang September 1850 kam Robert Schumann nach Düsseldorf, um das Amt des Musikdirektors anzutreten. Der freundliche Empfang und die Eindrücke, die das Rheinland auf den Komponisten hinterließen, inspirierten ihn zu seiner 3. Sinfonie. Er schrieb sie in Rekordzeit von nur einem Monat, wobei ihn der erste Satz mit 15 Tagen am meisten abverlangte. Der Rhein und die Aufgeschlossenheit der Menschen versetzten Schumann in einen regelrechten Arbeits-Flow.
In der neuesten Folge der Klassik Ultras geht es um eines der wichtigsten Werke der Konzertliteratur, die "Rheinische" von Robert Schumann. Doch was hat die Sinfonie Schumanns mit dem italienischen Komponisten Giovanni Gabrieli, der von 1557 bis 1612 lebte, zu tun?
Giovanni Gabrieli hatte während seiner Arbeit als Komponisten vermutlich den größten Arbeitsplatz, den man sich vorstellen kann: den Markusdom in Venedig. In dem rund 8.000 m² großen Dom entwickelte der italienische Komponist quasi die Mehrstimmigkeit und legte so den Grundstein für Schumanns Sinfonie. Er platzierte seine Musiker in unterschiedlichen Nischen und auf Emporen des Doms und erzeugte durch die Echos einen frühen Surround-Sound.
Die Klassik Ultras laden euch ein, am sogenannten Dilemma Spiel mitzumachen. Denn wie würdet ihr entscheiden, wenn es für eure Berufslaufbahn heißen würde: Versicherungsvertreter oder Komponist?
Vielleicht würdet ihr euch, wie Charles Ives, für ein Doppelleben entscheiden. Doch vieles, was der Komponist Ives schrieb, wurde zu seinen Lebzeiten nicht aufgeführt. Sein Job als Versicherungsvertreter nahm sein Leben zu stark ein, wordurch sein kompositorisches Schaffen darunter litt.
Als Ives 1954 starb fand man bei ihm zu Hause riesige Stapel mit fertigen und angefangenen Partituren, Skizzen und Erklärungen - alles ungeordnet und noch nie aufgeführt. Doch immerhin seine 2. Sinfonie wurde dann doch noch zu seinen Lebzeiten, unter der Leitung von Leonard Bernstein, aufgeführt. Ives selbst war dabei nicht anwesend, er hörte sich die Uraufführung seines Werks als Radioübertragung bei seinen Nachbarn an.
Wer uns live hören will, kommt zum 3. Mannheimer Meister*innekonzert bei dem neben George Gershwin und Nikolai Kapustins "Klavierkonzert Nr. 4" auch Aaron Coplands "Appalachian Spring" gespielt wird. Denn Copland war es, der Ives Kompositonstalent erkannte und befand: "Niemand hat es vor Charles Ives gewagt, das schiere musikalische Chaos so eindeutig zu Papier zu bringen."
In dieser Folge ist der Rapper MC Beef-Buddy zu Gast bei den Klassik Ultras. Da MC Beef-Buddy einiges zu verlieren hat, möchte er nicht an seiner Stimme erkannt werden, weshalb er nur über seine Anwältin mit uns kommuniziert.
An MC Beef-Buddy wird heute der erste Klassik-Exorzismus durchgeführt, indem ihm klassische Musik einverleibt wird. Dafür hat das Expertenteam der Klassik Ultras ein Stück ausgewählt, um den Rapper zu bekehren. Und wir können in dieser Folge alle live dabei sein. Was wird passieren, wenn der Klassikgegner Tschaikowskys Violinkonzert zum ersten Mal hört?
Seid gespannt und freut euch auf eine außergewöhnliche und vor allem schräge Speziafolge der Klassik Ultras.
Und wer am Klassik-Exorzismus live teilnehmen möchte, der kommt am 28. November um 18.00 Uhr zum 2. Philharmonischen Konzert nach Ludwigshafen in den Pfalzbau. Tickets und alle Informationen unter www.staatsphilharmonie.de
Wenn Sie auch jemanden kennen, den Sie zum Klassik-Exorzismus schicken möchten, schreiben Sie uns an [email protected] – wir geben niemanden auf.
Catharina: Hallo zusammen, wir haben heute eine nicht ganz einfache Aufgabe vor uns: Wir haben eine Sinfonie im Programm, die sowas von schön ist, dass wir gar nicht so genau wissen, wie darüber reden können, ohne etwas von dem Zauber kaputt zu machen. Erschwerend hinzukommt, dass die Sinfonie kaum jemand kennt – sie ist eine echte Entdeckung!
Judith: Deswegen haben wir uns zum Kennenlernen einen Freundschafts-Fragebogen überlegt. Wir nähern uns der Sinfonie in neun Fragen an. Ich bin die Moderatorin, stelle die Fragen und gebe Beobachtungen weiter. Catharina verleiht der Sinfonie ihre Stimme.
Was wird die Sinfonie von Wassili Kalinnikow wohl auf die Fragen antworten? Und ja, wir wissen, eine Sinfonie kann man eigentlich nicht interviewen. Doch lasst euch auf den Versuch ein und freut euch auf eine irrwitzige Folge, in der ihr Kalinnikows Sinfonie Nr. 1 aus einer ganz anderen Perspektive kennen lernt.
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