Komm ins Beet

Komm ins Beet

By Max-Planck-Institut für Molekulare PflanzenphysiologieSociety & CultureScienceEducationLife Sciences
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Komm ins Beet episodes

  • Bunt sind schon die Wälder
    Teil 7: Wie sich Tiere und Pflanzen auf den Winter vorbereiten

    Typisch für den Herbst in unseren Breiten sind die Laubbäume, deren Blätter im September/Oktober ihre Farbe von grün nach gelb und orange wechseln. Bei Sonnenschein erscheinen die Wälder geradezu golden, weshalb es oft auch Goldener Oktober oder Goldener Herbst heißt. Die Herbstfärbung des Laubes ist jedes Jahr ein besonderes Naturschauspiel und kündet den Übergang vom Sommer zum Winter an.

    Während der Oktober meist noch warmes und sonniges Wetter zu bieten hat, erscheint uns der November oft dunkel und trist. Das liegt wohl nicht nur an den kürzeren Tagen, dem grauen Himmel oder der nebelverhangenen Landschaft, sondern auch daran, dass sich die Natur auf den Winter vorbereitet. Was passiert mit Tieren und Pflanzen, wenn es kaum noch richtig hell wird und die Temperaturen am Tag und besonders während der Nacht absinken?
    Wie Pflanzen und Tiere die kalte Jahreszeit überstehen und überleben darum geht es in dieser Episode.
    Weiterführende Links:

    • Erklärvideos zur Photosynthese
    • Was Pflanzen nachts machen
    • Komm ins Beet Webseiten
    • Webseiten des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie
    • 28 min
    • Die Entdeckung pflanzlicher Schaderreger
      Teil 6: Pilze, Viren, Bakterien

      Wie jeder Landwirt jedes Jahr leidvoll erfahren muss, gibt es eine Reihe von Schädlingen, die ihm die Ernte streitig machen. Bereits seit dem Altertum versuchte man die Ernten durch verschiedene Maßnahmen wie Samenbeizungen, Einsatz von Ölen, Petroleum, Kupfer- oder Arsenverbindungen vor Schädlingen zu schützen. Neben Schadinsekten, Vögeln oder anderen Tieren, die es auf die angebauten Kulturen abgesehen haben und mit bloßem Auge sichtbar sind, gab es aber auch eine ganze Reihe unsichtbarer Krankheitserreger, deren Auftreten Hungersnöte auslösten, wie das Beispiel der Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln Mitte des 19. Jahrhunderts gezeigt hat. In dieser Episode geht es darum, wie man Mikroorganismen wie Pilzen, Bakterien und Viren auf die Spur kam.

      Weiterführende Informationen:

      Mikroskop

      Robert Hook

      Antoni van Leeuwenhoek und https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/personen/leeuwenhoek.html

      Pier Antonio Micheli

      Lazzaro Spallanzani

      Louis René Tulasne

      Mitteilungen aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft Berlin-Dahlem, Heft 384 aus dem Jahr 2001: https://doi.org/10.5073/20210706-110014

      Miasmen und Cholera

      17 min
    • Kleiner Pilz mit großer Wirkung
      Teil 5: Pilze im Allgemeinen – Phytophthora infestans im Besondern

      Die meisten Menschen denken wahrscheinlich, wenn sie den Begriff Pilz hören an leckere Pilzgerichte. Dabei sind Pilze unglaublich vielfältig. Manche sind lecker, andere nützlich, wieder andere unangenehm oder gar schädlich. Während auf der einen Seite Symbiosen, also die Lebensgemeinschaften zwischen Pilzen und Pflanzen zum gegenseitigen Nutzen erforscht werden, geht es andererseits in der Landwirtschaft darum Pflanzen vor Schadpilzen zu schützen um die Ernten zu sichern. Wie der Pilz Phytophthora infestans den Kartoffelpflanzen schadet, wie er sich verbreitet und welche Maßnahmen der Landwirt ergreifen kann um seine Ernte zu schützen, darum geht es in dieser Episode.

      Weiterführende Informationen:

      Kraut- und Braunfäule der Kartoffel und ihr Erreger Phytophthora infestans

      Schimmelpilzgifte in Lebensmitteln

      Ökologische Krautfäulebekämpfung

      Neue Ansätze zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule im ökologischen Kartoffelbau

      Erläuterungen zum Prognosemodell SIMPHYT und zum Krautfäule-Monitoring

      22 min
    • Jeder soll nach seiner Fasson selig werden
      Teil 4: Wahrheiten über den „Kartoffelkönig“

      „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“ dieses Zitat stammt von Friedrich II. und zeugt von einer gewissen Offenheit und Toleranz, die man bei einem Monarchen seiner Zeit (1712 – 1786) nicht unbedingt erwarten würde. Obwohl er beispielsweise die Folter im Großen und Ganzen abgeschafft hat, steht oftmals die Geschichte zur Verbreitung der Kartoffel im Vordergrund, wenn über ihn geschrieben wird.

      Leider muss man sich manchmal von liebgewordenen Geschichten verabschieden, wenn sie nicht der Wahrheit entsprechen. So hat sich Friedrich der Großen zwar mit seinen Kartoffelbefehlen bemüht die Kartoffel „unter das Volk zu bringen“, allerdings nur mit minimalem Erfolg. Im Gespräch mit Herrn Dr. Jürgen Luh vom Research Center Sanssouci stellte sich unter anderem auch heraus, dass Friedrich der Große sich wahrscheinlich mehr über Kirschen auf seiner Grabplatte freuen würde, als über Kartoffeln. Also, falls Ihr Sanssouci und das Grab vom Alten Fritz besucht, versucht es doch mal mit Kirschen. Das wird wahrscheinlich auch die Vögel freuen.

      Mehr Informationen zum einstigen Brandenburg und Preußen, seinen Herrschern, Hofleben und Kultur findet Ihr unter

      https://www.spsg.de/blog/ und unter
      https://recs.hypotheses.org/

      42 min
    • Die Kartoffel betritt die politische Weltbühne
      Teil 3: „Entführung“ der Kartoffel aus Südamerika, Einführung in Europa und Konsequenzen

      In Südamerika hat der Kartoffelanbau eine lange Tradition. So wurden Wildformen der Kartoffel bereits vor 8.000 bis 10.000 Jahren angebaut und gegessen. Viele Andenvölker kultivierten sie schon vor 4.000 Jahren. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier die Kartoffel nach Spanien, von wo sie sich nach und nach in Europa verbreitete. Zunächst wurde sie allerdings in Zier- und botanischen Gärten angepflanzt, allerdings nicht wegen ihrer Knollen, sondern wegen ihrer hübschen Blüten. Während die Kartoffel ab 1606 in Irland nachgewiesen werden kann und sich bereits Ende des 17. Jahrhunderts zu einem Grundnahrungsmittel entwickelte, benötigte sie in anderen Teilen Europas noch eine Weile bis sich ihr Anbau als Nahrungspflanze durchsetzte.

      Man muss sich vorstellen, es handelte sich um eine völlig neue Pflanze, die es zuvor in Europa nicht gab. Darüber hinaus sind die oberen Pflanzenteile giftig, was, sollte jemand diese Teile probieren, zu Vergiftungen führte wegen des hohen Solaningehaltes, wie wir im zweiten Teil des Podcasts gehört haben. Das förderte sicherlich nicht das Vertrauen in diese neueingeführte Pflanze, weshalb sie auch oft als Teufelsknolle bezeichnet wurde.
      Friedrich II. von Preußen, der in manchen Quellen auch als „Kartoffelkönig“ bezeichnet wird und um den sich viele Legenden ranken, wie er den Anbau der Kartoffel forciert haben soll, oder auch sein Vater Friedrich-Wilhelm I. haben nichts mit der Verbreitung der tollen Knolle zu tun. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, sie wurde sogar in Bayern früher angebaut als in Preußen.
      Was allerdings zunächst als segensreich erschien, verkehrte sich im 19. Jahrhundert ins Gegenteil.
      Der Siegeszug der Kartoffel in Europa mündete in einer humanitären Katastrophe. Ein eingeschleppter Pilz, die Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln, verursachte Mitte des 19. Jahrhunderts große Hungersnöte in Europa, besonders in Irland, wo die Abhängigkeit von der Knolle noch größer war als in anderen Teilen Europas. Eine Million Menschen verhungerten in Irland und zwei Millionen wanderten aus. In Berlin kam es im April 1847 sogar zur sogenannten „Kartoffelrevolution“. Wie eine solche Katastrophe sich langfristig auf die Geschicke der Welt auswirken kann, zeigt das Beispiel der während der großen Hungersnot aus Irland ausgewanderten Familie Kennedy, die gut 100 Jahre später den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy stellte.

      Das Filmdrama "Black 47" aus dem Jahr 2018 spielt zur Zeit der großen Hungersnot in Irland.

      Hier noch ein weiterer Hinweis:

      Bob Dylan reflektierte im Jahr 2020 in dem 17-minütigen Song „Murder Most Foul“ die Ermordung John F. Kennedys. Er thematisiert mit diesem Song die sechziger Jahre mit Referenzen an die Popkultur der letzten 50 Jahre und die amerikanische politische und kulturelle Geschichte.

      17 min
    • Kartoffel: Exot mit vielen giftigen Verwandten
      Teil 2: Die Dosis macht das Gift

      Wie wir wissen, sind Kartoffeln gesund: sie enthalten neben Stärke, Vitaminen, Proteinen und Mineralstoffen auch Ballaststoffe und sind vergleichsweise kalorienarm, wenn man sie nicht gerade in Form von Pommes oder Chips verspeist!

      Weniger bekannt ist, dass die oberirdischen Teile der Pflanze giftig sind, besonders die Früchte. Die Kartoffel gehört zu den Nachtschattengewächsen oder Solanaceen. Diese enthalten Glykoalkaloide, wie beispielsweise das Solanin, dem die Familie ihren Namen verdankt. Wildkartoffeln und andere Verwandte der Kartoffelpflanze enthalten weit höhere Solaningehalte oder andere Alkaloidverbindungen, denen gemeinsam ist, dass sie auf das Nervensystem wirken. Im Mittelalter galten viele von ihnen als Kult- oder Zauberpflanzen. Diese Stoffe, die in Abhängigkeit der Konzentration harmlos, nützlich, giftig oder sogar tödlich sein können, bilden die Pflanzen nicht zum Spaß, sondern weil sie sich vor gefräßigen Feinden schützen wollen.

      Nützliche Links

      Komm ins Beet,

      Sekundärstoffwechsel

      Liste giftiger Pflanzenarten Amtsblatt 2000

      https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/speisekartoffeln-sollten-niedrige-gehalte-an-glykoalkaloiden-solanin-enthalten.pdf

      https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_solanin__glykoalkaloiden__in_kartoffeln-204257.html

      14 min
    • Kartoffel: faszinierende Nutzpflanze mit wechselvoller Geschichte
      Teil 1: Kartoffeln gehören in den Keller!

      In den verschiedenen Episoden zur Kartoffel erfahrt Ihr u.a., warum Kartoffeln in den Keller gehören, wie es zu den großen Hungersnöten Mitte des 19. Jahrhunderts kam, die zum Tode so vieler Menschen führten und eine riesige Auswanderungswelle auslöste. Warum viele europäische Länder bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein Einfuhrverbot über amerikanische Kartoffeln verhängten, warum der Kartoffelkäfer auch Franzosen- und Amikäfer genannt wurde, welche Verbindung zwischen den Kartoffeln einerseits und Harry Potter oder John F. Kennedy andererseits bestehen, mit welchen Problemen der Kartoffelanbau zu kämpfen hat, wie in der Vergangenheit versucht wurde, diese Probleme zu lösen und welche neuen Ansätze es für alte Probleme gibt. Außerdem wird klar, dass Verschwörungstheorien keine moderne Erfindung sind, sondern bereits auch schon in der Vergangenheit immer wieder in die Welt gesetzt wurden.

      Mehr Informationen zu unseren Nutzpflanzen findet Ihr auf unserer Webseite Komm ins Beet

      11 min

    About Komm ins Beet

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    Unsere Nutzpflanzen: sie sind leise, sie sind grün, sie wachsen auf dem Acker, in unserem Garten und an den unterschiedlichsten anderen Orten. Sie werden gegessen und dienen als Rohstoff für verschiedene Produkte.