Die Odyssee von Christopher Nolan gehört jetzt schon zu den am meisten diskutierten Filmen des Jahres, und egal ob und wie oft Sie schon drin waren, oder ob Sie ihn bewusst ignorieren – die Debatten laufen. Jetzt hat sich im London Review of Books die Altphilologin Emily Wilson geäußert, die hatte Homers Odyssee, die dem Film zugrunde liegt, vor zehn Jahren ins Englische übersetzt und damit viel Aufmerksamkeit generiert. Auch Christopher Nolan hatte immer wieder behauptet, sich vor allem auf ihre Übersetzung zu beziehen. Wilson lässt an Nolans Version der Odyssee allerdings kaum ein gutes Haar: Nolans Drehbuch-Sprache sei erklärend, humorlos und flach, schreibt sie, die Figuren seien unterentwickelt und der Film vor allem ein großer Knalleffekt für Teenager.