Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Katastrophe der Gegenwart: Gemeint ist nicht der Nahe Osten oder die Ukraine – gemeint ist die Lage im Sudan. Vor drei Jahren begannen im Sudan die Kämpfe zwischen der Armee und der RSF-Miliz. Zehntausende Menschen, darunter viele Zivilisten, wurden getötet. Zehntausende Personen werden noch vermisst, genaue Zahlen kennt niemand. 11,6 Millionen Menschen mussten fliehen. In Berlin fand gestern eine Konferenz statt, um humanitäre Mittel zu sammeln. Und trotzdem müssen wir alle, insbesondere auch wir in den Medien, uns fragen, ob wir das Leid im Sudan sträflich ignoriert haben.