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Du brauchst dringend einen ruhigen Abend, und trotzdem fühlt sich die Absage an die Einladung zum Abendessen falsch an? In dieser Folge von Kopfzerbrechen geht es um eine Studie aus den USA (2023). Sie fragt, wie berechtigt die Sorge ist, andere zu kränken oder die Beziehung zu belasten, wenn wir Nein sagen. Ursula und Alex sprechen darüber, was die Untersuchungen zeigen und wo ihre Grenzen liegen. Sie erklären, warum das Ergebnis nicht als Freifahrtschein für jede Absage taugt und warum verbindliche Zusagen genauso wichtig sein können. Für die Praxis gibt es Ideen, wie sich Perspektivenwechsel durch Schreiben, Leere-Stuhl-Arbeit oder Lego Serious Play erlebbar machen lassen. Für den Alltag gibt es Anregungen, wie sich dichte Phasen im Freundeskreis gut kommunizieren lassen. Viel Freude beim Reinhören!
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Givi J, Kirk CP. Saying no: The negative ramifications from invitation declines are less severe than we think. J Pers Soc Psychol. 2024 Jun;126(6):1103-1115. doi: 10.1037/pspi0000443. Epub 2023 Dec 11. PMID: 38079463.
Warum erholen wir uns von manchen schweren Kränkungen schneller als von kleinen, andauernden Ärgernissen? Alex und Ursula nehmen sich einen sperrigen Fachbegriff vor, der gerade auf LinkedIn und YouTube die Runde macht. Dahinter steckt ein Prinzip, das in der therapeutischen Praxis ständig auftaucht: das Gefühl des Feststeckens, das oft gar nichts mit Willensschwäche zu tun hat.
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Gilbert, D. T., Lieberman, M. D., Morewedge, C. K., & Wilson, T. D. (2004). The Peculiar Longevity of Things Not So Bad. Psychological Science, 15(1), 14–19.
Geteilte Verantwortung, geteiltes Leid? Eine aktuelle Studie aus 2025 zeigt ein anderes Bild. Ursula bringt eine Untersuchung mit, die mit Lotterien und jeder Menge Selbstvorwürfen arbeitet – und die für die therapeutische Praxis einiges an Sprengstoff birgt, wenn es um Entscheidungsfindung, Beratung und den Umgang mit dem eigenen Bauchgefühl geht.
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Woolley, K., & Sah, S. (2025). Kicking Yourself: Going Against Your Inclinations Leads to Greater Feelings of Control and Culpability. Personality and Social Psychology Bulletin. https://doi.org/10.1177/01461672251319380
Drei Experimente — ein Karaoke-Auftritt, eine überzeugende Rede vor Fremden und ein Mathetest — und eine einzige, verblüffend simple Wortänderung, die messbar bessere Leistung bringt.
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Brooks, A. W. (2014). Get excited: Reappraising pre-performance anxiety as excitement. Journal of Experimental Psychology: General, 143(3), 1144–1158. https://doi.org/10.1037/a0035325
In dieser Folge stellt Ursula eine druckfrische Studie aus dem Jahr 2026 vor, die einen unerwarteten Umweg zu einem sehr vertrauten Ziel nimmt. Ausgangspunkt ist ein Gefühl, das oft zu Unrecht als bloßes Schwelgen in der Vergangenheit abgetan wird – dabei steckt weit mehr dahinter.
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Green, J. D., Wildschut, T., Sedikides, C., Kneuer, M. A., Hedgebeth, M. V., Di Lauro, I. L., & Barrientos, S. A. (2026). Nostalgia enhances gratitude by fostering social connectedness. Personality and Individual Differences, 252, 113602. https://doi.org/10.1016/j.paid.2025.113602
In dieser Folge nehmen Alex und Ursula eine klassische Studie aus dem Umfeld US-amerikanischer Wahlen unter die Lupe – und stoßen dabei auf ein Prinzip, das weit über die Wahlurne hinausreicht. Es geht um Sprache, Identität und die Frage, warum manche Menschen scheinbar mühelos alte Gewohnheiten loslassen, während andere sich Schritt für Schritt durchkämpfen müssen.
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Bryan, C. J., Walton, G. M., Rogers, T., & Dweck, C. S. (2011). Motivating voter turnout by invoking the self. Proceedings of the National Academy of Sciences, 108(31), 12653–12656. https://doi.org/10.1073/pnas.1103343108
Manchmal ist der Weg zum Ziel ganz nah – wir müssten nur ein paar Schritte zurückgehen. Und genau das tun die wenigsten. In dieser Folge erzählt Ursula über ein frisch erforschtes psychologisches Phänomen aus den USA, das erklärt, warum wir lieber ineffizient weitermachen, als bereits Erreichtes scheinbar "aufzugeben".
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Kristine Cho & Clayton R. Critcher (University of California, Berkeley – Haas School of Business): „Doubling-Back Aversion: A Reluctance to Make Progress by Undoing It". 9. Mai 2025 Psychological Science.
Schneller wieder fit — aber wie? Alex bringt heute eine Studie des Hypnoseforschers Gary Elkins mit, die zeigt, was eine einzige 15-minütige Hypnositzung unmittelbar vor einer Brustkrebs-Operation bewirken kann.
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Elkins, G., Marcus, J., Rajab, M. H., & Durgam, S. (2004/2006)
Wie ich mir, so ich dir? Wenn wir jemanden emotional unterstützen wollen, sagt das oft mehr über uns aus als wir glauben. Eine neue Studie aus dem Jahr 2026 kommt zu erstaunlichen Ergebnissen.
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Ginosar Yaari, S., Pauw, L., Milek, A., Greenwald, Y., Katsoty, D., Greenaway, K. H., & Tamir, M. (2026). Do unto others: People use similar strategies to regulate their own emotions and the emotions of others. Emotion, 26(2), 249–269. https://doi.org/10.1037/emo0001587
Willenskraft gilt als Schlüssel zu einem disziplinierten Leben – als Muskel, den man trainieren kann, um Versuchungen standzuhalten. Doch was, wenn die wirklich disziplinierten Menschen gar nicht besonders gut im Widerstehen sind? Alex stellt heute eine Studie vor, die ein überraschendes Bild zeichnet: Menschen mit hoher Selbstkontrolle nutzen Willenskraft erstaunlich selten – und das ist kein Zufall.
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Ent, M. R., Baumeister, R. F., & Tice, D. M. (2015). Trait self-control does not predict avoiding temptation: Trait self-control predicts avoiding exposure to temptation. Personality and Individual Differences, 79, 123–128.
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